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Celine
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zuletzt 1. Apr.

Der Fall "Sam" - Angriff oder missglückter Rettungsversuch?

Der aktuelle Fall um den Hund "Sam" wirft bei mir viele Fragen auf. Je mehr ich lese, desto unsicherer werde ich bezüglich des tatsächlichen Tathergangs. In den Medien (die nicht einmal die korrekte Rasse benennen können) ist die Rede davon, dass der Halter an einem Biss ins Gesicht verstarb. Dem steht die Theorie gegenüber, der Hund habe lediglich versucht, sein Herrchen (nach einem medizinischen Notfall) zu "wecken". Wie lässt sich die Schwere der Verletzungen mit einem bloßen Weckversuch vereinbaren? Ab wann schlägt Fürsorge in (unbeabsichtigte) schwere Verletzung um? Auf dem Bild erkennt man schon etwas rosa am weißen Brustzeichen, was für Kontakt mit Blut steht. Die Dobihündin, die bei mir zum Schluss war, lag 2 Tage neben dem toten Besitzer in der Wohnung. Der Besitzer hatte aber keine Spuren von seinem Hund. Das heißt natürlich nicht, dass es bei allen Hunden so sein muss, das ist mir schon klar. Wären aber solche Fälle nicht häufiger/ bekannter? Und vor allem, wenn es zu einem Kampf kam, warum hat niemand was gesehen oder gehört? Der Fall Chico damals, der nachweislich misshandelt wurde und die 2 Menschen getötet hat, hat meiner Meinung nach nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen. Was ist hier anders? Ich bin mir bei dem Thema so unsicher, dass ich mir gar kein Urteil erlauben kann oder will. Dennoch freue ich mich über eure Ansichten und vielleicht auch die ein oder andere fachliche Einschätzung oder auch persönliche Erfahrung😊 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/hund-toetet-halter-rechtsmedizin-bestaetigt-bisse-als-ursache,lohne-122.html
 
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Sonja
29. März 09:27
Die offiziellen Meldungen würde ich dennoch als zurückhaltend bezeichnen, was die Presse teils draus gemacht hat, ist ja denen nicht zuzuschreiben. Und nur weil das Berliner Tierheim ihr eigens Konzept verfolgt, kann man das ja nun nicht überall erwarten und schon gar nicht in diesem Fall. Ich finde die Entwicklung jetzt, ist genau wie zu erwarten war. Furchtbar wäre es, wenn der Hund tatsächlich in die Hände der Familie käme und erstaunlich, wenn sich offizielle Stellen tatsächlich konkret zum Verbleib äußern würden.
Sehe ich genau so. Da wird im Hintergrund sicherlich genug laufen. Die haben schon ihre Kontakte innerhalb des TS. Außerdem finde ich, dass ein tödlicher Beißvorfall ohne Zeugen und herausfinden des Triggerpunktes eines Hundes, der angeblich unauffällig ist und "immer" war, jetzt in keine öffentliche Vermittlung gehört. Ein bissiger Hund, der eine klare Verhaltensstruktur hat und eventuell einen Vorbesitzer oder Menschen, die irgendwas am Verhalten erklären oder bezeugen können, ist eine ganz andere Nummer. Zwar auch keine schöne aber eine, mit der man arbeiten und die man irgendwann ggf. auch öffentlich ausschreiben kann.
 
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Katja
31. März 11:18
Wohnung? Ganz ehrlich, dieser Hund erhält Auflagen wie Leinenpflicht außerhalb des Grundstücks. Ein Garten zum rennen und toben ist da meiner Meinung nach Pflicht. Was mieten? Mit dem Hund und der Vorgeschichte? Das wird sehr schwer bis nahezu unmöglich.
Genau das ist wohl das Problem.
Ich habe gerade auf Instagram gelesen, dass er keine Wohnung für sich und Sam findet.
 
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Katrin
31. März 11:26
Genau das ist wohl das Problem. Ich habe gerade auf Instagram gelesen, dass er keine Wohnung für sich und Sam findet.
Absolut nachvollziehbar. Kannst du mir den link schicken?
 
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Katja
31. März 11:28
Absolut nachvollziehbar. Kannst du mir den link schicken?
https://www.instagram.com/reel/DWi5Xx3COxJ/?igsh=MWIyc2JvejNoamVscg==

Ich hoffe, es funktioniert
 
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Katrin
31. März 11:31
https://www.instagram.com/reel/DWi5Xx3COxJ/?igsh=MWIyc2JvejNoamVscg== Ich hoffe, es funktioniert
Danke, hat geklappt.

Der sucht auch noch nur im selben Wohnort. Das halte ich für absolut aussichtslos.
 
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Lou
31. März 12:06
Also wenn die Eltern den Hund nicht im Haus haben wollen, was ich total verstehen kann, dann finde ich diese ganzen Aktionen irgendwie noch unverständlicher.
 
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Katrin
31. März 12:11
Ich kann nur hoffen das diejenigen die für die Vermittlung zuständig sind sich nicht auf den Bruder versteifen sondern den Hund auch zu jemanden geben würden der bereits die idealen Bedingungen hat. Das Interesse an dem Tier dürfte aber gering sein. Das kann man der Nachbarschaft einfach nicht zumuten.
 
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Lou
31. März 12:13
Ich finde eigentlich auch, dass es ein Ausschlusskriterium sein müsste, den Hund zu sich zu holen, wenn man weder die finanziellen Mittel dazu hat und offenbar auch keine eigene Wohnung hat. Ob man da wirklich einschätzen kann, was da auf einen zukommt?

Ich habe mich nur daran erinnert, dass die Petitionserstellerin (ist ja kein Familienmitglied) damals meinte, sie würde gerne mit den "Fans von Sam" eine seperate Trauerfeier veranstalten wollen, wenn das für die Familie okay wäre. Wenn man jetzt hört, dass die Eltern das alles nicht so toll fanden, finde ich es echt nochmal schlimmer.

Naja, letzten Endes ist es nicht mein Bier und es geht mich nichts an.
 
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Katrin
31. März 12:19
Ich finde eigentlich auch, dass es ein Ausschlusskriterium sein müsste, den Hund zu sich zu holen, wenn man weder die finanziellen Mittel dazu hat und offenbar auch keine eigene Wohnung hat. Ob man da wirklich einschätzen kann, was da auf einen zukommt? Ich habe mich nur daran erinnert, dass die Petitionserstellerin (ist ja kein Familienmitglied) damals meinte, sie würde gerne mit den "Fans von Sam" eine seperate Trauerfeier veranstalten wollen, wenn das für die Familie okay wäre. Wenn man jetzt hört, dass die Eltern das alles nicht so toll fanden, finde ich es echt nochmal schlimmer. Naja, letzten Endes ist es nicht mein Bier und es geht mich nichts an.
Man liebt das eigene Tier. Aber wenn mein Kind vom eigenen Hund getötet werden würde und ich mir dann diese Show reinziehen müsste bis hin zu der Hund soll zurückkommen ich glaube ich würde durchdrehen. Ich bin mir sehr sicher, hätten die Eltern was zu bestimmen gehabt, hätten sie ihn einschläfern lassen. Alles andere ist für mich nicht nachvollziehbar.
 
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Celine
31. März 14:53
https://www.instagram.com/reel/DWi5Xx3COxJ/?igsh=MWIyc2JvejNoamVscg== Ich hoffe, es funktioniert
Es ist echt krass.

Und die Fanbase lügt sich eine Welt zusammen. Angeblich sei der Hund ja schon längst beim Bruder. 😅

Kaum brauchen die wieder Unterstützung sollen andere wieder helfen. Erst Geld, jetzt eine Wohnung und danach braucht er bestimmt wieder Geld für Kaution und Wohneinrichtung. 😅
Wobei man erstmal einen Vermieter finden muss, der einen Listenhund erlaubt, der bereits einen Menschen getötet hat.