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Celine
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zuletzt 1. Apr.

Der Fall "Sam" - Angriff oder missglückter Rettungsversuch?

Der aktuelle Fall um den Hund "Sam" wirft bei mir viele Fragen auf. Je mehr ich lese, desto unsicherer werde ich bezüglich des tatsächlichen Tathergangs. In den Medien (die nicht einmal die korrekte Rasse benennen können) ist die Rede davon, dass der Halter an einem Biss ins Gesicht verstarb. Dem steht die Theorie gegenüber, der Hund habe lediglich versucht, sein Herrchen (nach einem medizinischen Notfall) zu "wecken". Wie lässt sich die Schwere der Verletzungen mit einem bloßen Weckversuch vereinbaren? Ab wann schlägt Fürsorge in (unbeabsichtigte) schwere Verletzung um? Auf dem Bild erkennt man schon etwas rosa am weißen Brustzeichen, was für Kontakt mit Blut steht. Die Dobihündin, die bei mir zum Schluss war, lag 2 Tage neben dem toten Besitzer in der Wohnung. Der Besitzer hatte aber keine Spuren von seinem Hund. Das heißt natürlich nicht, dass es bei allen Hunden so sein muss, das ist mir schon klar. Wären aber solche Fälle nicht häufiger/ bekannter? Und vor allem, wenn es zu einem Kampf kam, warum hat niemand was gesehen oder gehört? Der Fall Chico damals, der nachweislich misshandelt wurde und die 2 Menschen getötet hat, hat meiner Meinung nach nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen. Was ist hier anders? Ich bin mir bei dem Thema so unsicher, dass ich mir gar kein Urteil erlauben kann oder will. Dennoch freue ich mich über eure Ansichten und vielleicht auch die ein oder andere fachliche Einschätzung oder auch persönliche Erfahrung😊 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/hund-toetet-halter-rechtsmedizin-bestaetigt-bisse-als-ursache,lohne-122.html
 
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wolf
27. März 16:18
was ich noch weiß..die Mutter der Jungs hat zu Daniel gesagt, dass er ausziehen kann, wenn er den Hund dorthin holt.
Das wäre die einzig glaubwürdige Reaktion einer Mutter. Ich konnte mir schlecht vorstellen, daß sie sich das Tier ins Haus holen, durch das ihr Sohn oder Bruder das Leben verloren hat.
 
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Sina
27. März 16:28
was ich noch weiß..die Mutter der Jungs hat zu Daniel gesagt, dass er ausziehen kann, wenn er den Hund dorthin holt.
Wie? Der wohnt noch bei Mama?
 
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Celine
27. März 16:43
Wie? Der wohnt noch bei Mama?
Scheinbar schon🙈

Vielleicht brauchte er deshalb all das Geld..Umzug, Kaution, Anwalt, Hund.
 
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Celine
27. März 16:46
in diesem Fall hier? :o ich dachte die waren dafür, dass der Hund wieder in die Familie kommt.
Jaa verkauft sich online vermutlich besser, wenn man statt „ich will den Hund retten“ sagt, dass „wir als Familie den Hund retten wollen“..
 
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Sina
27. März 18:32
Scheinbar schon🙈 Vielleicht brauchte er deshalb all das Geld..Umzug, Kaution, Anwalt, Hund.
Dann war das ja sowieso alles völlig überstürzt und undurchdacht, den Hund nehmen zu wollen.

Ich vermute mal, dass ihm das mittlerweile auch klar geworden ist, und er aufgrund der Situation, des Drucks von Mami und der ganzen Auflagen eingeknickt ist.

Nachdem man aber so einen öffentlichen Aufriss veranstaltet hat, kann man natürlich nicht einfach so sagen, dass man den Hund jetzt doch nicht mehr will.
 
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Lena
27. März 18:38
Es ist verständlich aber wenn man ständig in der Öffentlichkeit steht, macht es für mich keinen Sinn, plötzlich Informationen zurückzuhalten. Wie sollte sonst so ein Hund vermittelt werden, wenn er auf keiner Seite zu finden ist?
Es waren doch aber nicht die Behörden oder das zuständige Tierheim, die ständig irgendwas veröffentlicht haben, sondern Privatpersonen, die durch irgendwelche Posts Klicks und Geld bekommen wollten-

lief vermutlich ins Leere, weil sie den Hund zum Glück nicht bekommen haben und nun haben sie nichts mehr zum verbreiten.

Der Hund wird nicht in einer 0815 Vermittlung sein- glücklicherweise- also warum sollte er öffentlich irgendwo inseriert sein?!

Wenn er überhaupt rauskommt, werden die sich schon die passenden Leute suchen und nicht auf Bewerbungen warten
 
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Celine
27. März 18:59
Dann war das ja sowieso alles völlig überstürzt und undurchdacht, den Hund nehmen zu wollen. Ich vermute mal, dass ihm das mittlerweile auch klar geworden ist, und er aufgrund der Situation, des Drucks von Mami und der ganzen Auflagen eingeknickt ist. Nachdem man aber so einen öffentlichen Aufriss veranstaltet hat, kann man natürlich nicht einfach so sagen, dass man den Hund jetzt doch nicht mehr will.
Er scheint ihn nach anderen Aussagen doch zu wollen aber es wird wahrscheinlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, wenn man sich noch um eine Wohnung kümmern muss. Vielleicht zieht er ja auch in die Wohnung der Mitbewohnerin? Hier kann man nur spekulieren.

Zumindest ist die Mutter nicht erfreut darüber. Also stand die Familie nicht komplett dahinter, das hätte mich auch wirklich gewundert.
 
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Celine
27. März 19:04
Es waren doch aber nicht die Behörden oder das zuständige Tierheim, die ständig irgendwas veröffentlicht haben, sondern Privatpersonen, die durch irgendwelche Posts Klicks und Geld bekommen wollten- lief vermutlich ins Leere, weil sie den Hund zum Glück nicht bekommen haben und nun haben sie nichts mehr zum verbreiten. Der Hund wird nicht in einer 0815 Vermittlung sein- glücklicherweise- also warum sollte er öffentlich irgendwo inseriert sein?! Wenn er überhaupt rauskommt, werden die sich schon die passenden Leute suchen und nicht auf Bewerbungen warten
Ich meine auch die Berichte von Medien, da äußerte sich das Tierheim oder das OA bezüglich des Standes ja auch.

Wieso 0815 Vermittlung? Das Berliner Tierheim vermittelt ebenso Hunde mit schweren Beißvorfällen. Auf der Seite wird explizit erwähnt, dass das neue Zuhause tierheimähnliche Gegebenheiten haben muss, die Hunde nicht im Haus leben können und man nur mit Sicherheitsvorkehrungen einen Maulkorb anziehen darf.
Das ist auch keine 08/15 Vermittlung und dennoch kann man als Interessent über deren Internetseite auf solche Hunde stoßen.
 
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Katrin
27. März 19:06
Er scheint ihn nach anderen Aussagen doch zu wollen aber es wird wahrscheinlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, wenn man sich noch um eine Wohnung kümmern muss. Vielleicht zieht er ja auch in die Wohnung der Mitbewohnerin? Hier kann man nur spekulieren. Zumindest ist die Mutter nicht erfreut darüber. Also stand die Familie nicht komplett dahinter, das hätte mich auch wirklich gewundert.
Wohnung? Ganz ehrlich, dieser Hund erhält Auflagen wie Leinenpflicht außerhalb des Grundstücks. Ein Garten zum rennen und toben ist da meiner Meinung nach Pflicht. Was mieten? Mit dem Hund und der Vorgeschichte? Das wird sehr schwer bis nahezu unmöglich.
 
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Lena
27. März 19:24
Ich meine auch die Berichte von Medien, da äußerte sich das Tierheim oder das OA bezüglich des Standes ja auch. Wieso 0815 Vermittlung? Das Berliner Tierheim vermittelt ebenso Hunde mit schweren Beißvorfällen. Auf der Seite wird explizit erwähnt, dass das neue Zuhause tierheimähnliche Gegebenheiten haben muss, die Hunde nicht im Haus leben können und man nur mit Sicherheitsvorkehrungen einen Maulkorb anziehen darf. Das ist auch keine 08/15 Vermittlung und dennoch kann man als Interessent über deren Internetseite auf solche Hunde stoßen.
Die offiziellen Meldungen würde ich dennoch als zurückhaltend bezeichnen,

was die Presse teils draus gemacht hat, ist ja denen nicht zuzuschreiben.

Und nur weil das Berliner Tierheim ihr eigens Konzept verfolgt, kann man das ja nun nicht überall erwarten und schon gar nicht in diesem Fall.

Ich finde die Entwicklung jetzt, ist genau wie zu erwarten war.
Furchtbar wäre es, wenn der Hund tatsächlich in die Hände der Familie käme und erstaunlich, wenn sich offizielle Stellen tatsächlich konkret zum Verbleib äußern würden.