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Jay
Einleitungs-Beitrag
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Analyse & Interpretation von Verhalten

Auf mehrfachen Wunsch hin versuch ich hier mal einen Sammelthread zu Analysen und Interpretationen von Verhalten zu starten. Ich denk das könnte ganz spannend werden 😊 Einfach Videosequenz posten und ggf etwas Drumherum-Wissen (z.B. Alter, Geschlecht, Beziehung der Hunde untereinander etc.) posten und schauen was Andere darin sehen. Auch Sequenzen ohne große weitere Beschreibung könnten eventuell interessante Sachen hervor bringen. Bin mal gespannt ob es Anklang findet und was so bei rum kommt.
 
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Jochen
13. März 05:28
Habe mir gerade nochmal die Situation angeschaut,in der sie aktiv zu den Rüden geht. Der eine markiert gerade. Könnte also auch ein präventives Splitten gewesen sein, "ihr braucht nicht rivalisieren, keiner bekommt mich"
 
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Heike
13. März 08:25
Klare Ansage der Hündin, gut kommuniziert. Sie ist der Boss. Die Jungs haben es sofort verstanden und zeigen Meideverhalten
 
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🍪 Kirsten
13. März 09:10
Ich bin gespannt auf eure Interpretation. Ich habe eine für die drei Situationen, finde aber andere Sichtweisen sehr spannend. Zur kurzen Info: Im Mantel - Intakte Hündin (3) Ohne Mantel - zwei intakte Rüden (4 & 8) Die Hunde kennen sich bereits.
In dem kleinen Ausschnitt sieht man natürlich nicht so viel wie mit den zusätzlichen Videos in der Körpersprache-Gruppe.

Mit mehr Videomaterial sehe ich, dass Bathilda immer wieder zwischen die beiden Rüden geht, oder alternativ so abwartet, dass sie ganz „zufällig“ zwischen den beiden bleibt.
Die Sache mit der Individualdistanz sehe ich nicht, Nähe zu den beiden scheint in meinen Augen nicht das Problem zu sein, zumindest wenn die Situation gerade kein Konfliktpotenzial (besonders bei Suko) hat.

Wenn Suko sich Bathilda zuwendet scheint diese im ersten Moment eher zurückhaltend und deeskalierend zu reagieren und Stress eher meiden zu wollen. Für das Schnüffeln am Hintern (sowohl Suko als auch Cnud) scheint sie aber sehr feine Antennen zu haben, sodass sie dieses frühzeitig mit einer entsprechenden Reaktion vermeiden möchte.
(Bellen bei beiden, bei Cnud reicht es aber auch einmal aus, einen Schritt schneller zu gehen, um aus der Situation zu kommen.)

Im Konflikt mit Suko scheint sich B. nicht besonders wohl/ sicher zu fühlen, sodass sie diesen lieber kurz und deutlich hält. Beim Bellen, dass sie an Suko richtet erscheint es mir in erster Linie so, dass die ihn von ihrem Hintern weghalten möchte.

Mit Cnud erscheint sie mir weniger meidend, im Gegenteil, wenn dieser in ihren Augen zu nah oder zu lange bei Suko ist, geht B. dazwischen und nimmt mit ihrer eigenen Position und Ausrichtung Einfluss auf Cnuds Laufweg und positioniert sich sogar quer vor ihm, mit ein wenig mehr Körperspannung.

Mir erscheint es, als würde B dafür sorgen wollen, dass C im ausreichenden Abstand zu S bleibt. Mit Suko scheint Bathilda konfliktbehaftete Situationen eher meiden zu wollen, wenn es nicht notwendig ist. Bei Cnud dagegen scheint es weniger ein Problem zu sein sich in den Weg zu stellen.

Mich würde interessieren, woher die Motivation für Bathildas Verhalten kommt. Geht es darum präventiv Konflikte zwischen den beiden zu vermeiden? Hat sie zuvor beobachtet, dass es zwischen den beiden Spannungen gab? Oder geht es um etwas anderes?
 
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M.
13. März 09:22
In dem kleinen Ausschnitt sieht man natürlich nicht so viel wie mit den zusätzlichen Videos in der Körpersprache-Gruppe. Mit mehr Videomaterial sehe ich, dass Bathilda immer wieder zwischen die beiden Rüden geht, oder alternativ so abwartet, dass sie ganz „zufällig“ zwischen den beiden bleibt. Die Sache mit der Individualdistanz sehe ich nicht, Nähe zu den beiden scheint in meinen Augen nicht das Problem zu sein, zumindest wenn die Situation gerade kein Konfliktpotenzial (besonders bei Suko) hat. Wenn Suko sich Bathilda zuwendet scheint diese im ersten Moment eher zurückhaltend und deeskalierend zu reagieren und Stress eher meiden zu wollen. Für das Schnüffeln am Hintern (sowohl Suko als auch Cnud) scheint sie aber sehr feine Antennen zu haben, sodass sie dieses frühzeitig mit einer entsprechenden Reaktion vermeiden möchte. (Bellen bei beiden, bei Cnud reicht es aber auch einmal aus, einen Schritt schneller zu gehen, um aus der Situation zu kommen.) Im Konflikt mit Suko scheint sich B. nicht besonders wohl/ sicher zu fühlen, sodass sie diesen lieber kurz und deutlich hält. Beim Bellen, dass sie an Suko richtet erscheint es mir in erster Linie so, dass die ihn von ihrem Hintern weghalten möchte. Mit Cnud erscheint sie mir weniger meidend, im Gegenteil, wenn dieser in ihren Augen zu nah oder zu lange bei Suko ist, geht B. dazwischen und nimmt mit ihrer eigenen Position und Ausrichtung Einfluss auf Cnuds Laufweg und positioniert sich sogar quer vor ihm, mit ein wenig mehr Körperspannung. Mir erscheint es, als würde B dafür sorgen wollen, dass C im ausreichenden Abstand zu S bleibt. Mit Suko scheint Bathilda konfliktbehaftete Situationen eher meiden zu wollen, wenn es nicht notwendig ist. Bei Cnud dagegen scheint es weniger ein Problem zu sein sich in den Weg zu stellen. Mich würde interessieren, woher die Motivation für Bathildas Verhalten kommt. Geht es darum präventiv Konflikte zwischen den beiden zu vermeiden? Hat sie zuvor beobachtet, dass es zwischen den beiden Spannungen gab? Oder geht es um etwas anderes?
Cnud und Suko haben tatsächlich öfter mal Konflikte. Bathilda ist eine Art Schlichterin, die immer dann eingreift, wenn es Unruhe gibt.
 
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🍪 Kirsten
13. März 09:26
Cnud und Suko haben tatsächlich öfter mal Konflikte. Bathilda ist eine Art Schlichterin, die immer dann eingreift, wenn es Unruhe gibt.
Eine tolle Maus, scheint ja auch zu funktionieren. Schön, dass ihr drei Hundehalterinnen mit euren Hunden euch gefunden habt.
 
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M.
13. März 09:39
Eine tolle Maus, scheint ja auch zu funktionieren. Schön, dass ihr drei Hundehalterinnen mit euren Hunden euch gefunden habt.
Dankeschön. ☺️
Ja ich finde es auch sehr schön, wenn man Menschen und ihre Hunde findet, mit denen man sich gut versteht. ☺️
 
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Alina
14. März 17:36
In dem kleinen Ausschnitt sieht man natürlich nicht so viel wie mit den zusätzlichen Videos in der Körpersprache-Gruppe. Mit mehr Videomaterial sehe ich, dass Bathilda immer wieder zwischen die beiden Rüden geht, oder alternativ so abwartet, dass sie ganz „zufällig“ zwischen den beiden bleibt. Die Sache mit der Individualdistanz sehe ich nicht, Nähe zu den beiden scheint in meinen Augen nicht das Problem zu sein, zumindest wenn die Situation gerade kein Konfliktpotenzial (besonders bei Suko) hat. Wenn Suko sich Bathilda zuwendet scheint diese im ersten Moment eher zurückhaltend und deeskalierend zu reagieren und Stress eher meiden zu wollen. Für das Schnüffeln am Hintern (sowohl Suko als auch Cnud) scheint sie aber sehr feine Antennen zu haben, sodass sie dieses frühzeitig mit einer entsprechenden Reaktion vermeiden möchte. (Bellen bei beiden, bei Cnud reicht es aber auch einmal aus, einen Schritt schneller zu gehen, um aus der Situation zu kommen.) Im Konflikt mit Suko scheint sich B. nicht besonders wohl/ sicher zu fühlen, sodass sie diesen lieber kurz und deutlich hält. Beim Bellen, dass sie an Suko richtet erscheint es mir in erster Linie so, dass die ihn von ihrem Hintern weghalten möchte. Mit Cnud erscheint sie mir weniger meidend, im Gegenteil, wenn dieser in ihren Augen zu nah oder zu lange bei Suko ist, geht B. dazwischen und nimmt mit ihrer eigenen Position und Ausrichtung Einfluss auf Cnuds Laufweg und positioniert sich sogar quer vor ihm, mit ein wenig mehr Körperspannung. Mir erscheint es, als würde B dafür sorgen wollen, dass C im ausreichenden Abstand zu S bleibt. Mit Suko scheint Bathilda konfliktbehaftete Situationen eher meiden zu wollen, wenn es nicht notwendig ist. Bei Cnud dagegen scheint es weniger ein Problem zu sein sich in den Weg zu stellen. Mich würde interessieren, woher die Motivation für Bathildas Verhalten kommt. Geht es darum präventiv Konflikte zwischen den beiden zu vermeiden? Hat sie zuvor beobachtet, dass es zwischen den beiden Spannungen gab? Oder geht es um etwas anderes?
Sukos Frauchen hier (die es auch in die andere Gruppe gestellt hat und während Bathildas Frauchen es hier gepostet hat, zwei Dumme ein Gedanke oder so😅).
Zwischen Suko und Cnud hat es gerade am Anfang öfter mal geknallt, da Cnud zuerst die Idee hatte immer wieder auf Suko draufzubrettern und als das Thema besprochen war (bzw. dass man das nicht macht), angefangen hat Suko immer wieder rammeln zu wollen. Auch da haben wir Menschen sowie Suko Grenzen gesetzt und Montag mit nur den beiden Rüden gab es lediglich einen Ansatz und danach hat Cnud es gelassen.
Suko ist aber auch nicht ohne und recht meinungsstark, sprich er überlegt genau von wem er sich was sagen lässt, nimmt sich aber überwiegend aus dem Kontakt raus und setzt sich nach vorne ab. Allerdings beansprucht er auch gerne Menschen für sich.
Ebenso bedarf es bei Cnud weniger deutlichen Grenzen als bei Suko, bzw. gibt Cnud schneller nach.
Nach draufbrettern und rammeln kann es also auch gut sein, dass Cnud gerade etwas Neues „ausheckt“ und Bathilda das vor uns Menschen erkennt und eingreift.
 
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Jörg
14. März 17:49
Ich bin gespannt auf eure Interpretation. Ich habe eine für die drei Situationen, finde aber andere Sichtweisen sehr spannend. Zur kurzen Info: Im Mantel - Intakte Hündin (3) Ohne Mantel - zwei intakte Rüden (4 & 8) Die Hunde kennen sich bereits.
Da hat wohl die Hündin die Hosen an sie gibt scheinbar beiden Rüden deutlich die ansagen das sie keinen Anspruch auf sie haben.
 
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Salome
7. Mai 05:18
Ich habe leider noch immer kein Video davon aber vielleicht hat ja trotzdem jemand eine Idee;

Fjäll ist 4 Jahre alt und seit bald 3 Jahren bei uns. Sie liebt Kontaktliegen und kam Anfangs ohne mein Beisein nicht zur Ruhe. Bisher hätte ich auch immer gesagt sie liebt kuscheln, da sie sich manchmal auch regelrecht so vor mich hinstellt, dass ich sie einfach kuscheln muss, sie kann da echt penetrant sein, aber seit neulich mache ich folgende Beobachtung: Sobald ich aufhöre sie zu streicheln gähnt sie manchmal. Aus Müdigkeit ist es bestimmt nicht also tendenziell eher Beschwichtigung oder Stress, ob positiv oder negativ könnte ich aber auch nicht so ganz einschätzen.
Kennt das jemand?
 
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Alina
7. Mai 06:15
Ich habe leider noch immer kein Video davon aber vielleicht hat ja trotzdem jemand eine Idee; Fjäll ist 4 Jahre alt und seit bald 3 Jahren bei uns. Sie liebt Kontaktliegen und kam Anfangs ohne mein Beisein nicht zur Ruhe. Bisher hätte ich auch immer gesagt sie liebt kuscheln, da sie sich manchmal auch regelrecht so vor mich hinstellt, dass ich sie einfach kuscheln muss, sie kann da echt penetrant sein, aber seit neulich mache ich folgende Beobachtung: Sobald ich aufhöre sie zu streicheln gähnt sie manchmal. Aus Müdigkeit ist es bestimmt nicht also tendenziell eher Beschwichtigung oder Stress, ob positiv oder negativ könnte ich aber auch nicht so ganz einschätzen. Kennt das jemand?
Ich sehe da mehrere Punkte:
1. vor dich stellen würde ich anhand der Worte eher als Einschränkung sehen. Dass sie deinen Weg einschränkt. Siehe auch T-Stellung. Müsste man aber sehen um das genau zu sagen
2. kann Gähnen auch ein Zeichen der Entspannung sein ohne gleich Müdigkeit zu sein
3. ist kuscheln ja nicht gleich kuscheln. Meiner konnte es z.B. lange nicht zulassen, wenn meine Hand oder mein Arm still auf ihm liegen. Ist auch eine Beanspruchung meinerseits. Streicheln/Kraulen hat er genossen, aber still liegen lassen fand er blöd. Mittlerweile genießt er es auch und es gibt Situationen wo er es sogar dem streicheln bevorzugt.
Das heißt es kann sich zum einen ändern und zum anderen super situativ
3. ich würde da immer mal wieder testen/nachfragen, ob der Hund noch gestreichelt werden möchte. Also kurz aufhören und die Reaktion abwarten