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Jess
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Anzahl der Antworten 15
zuletzt 14. Sep.

Trailrunning mit Hund – Erfahrungen bei langen Distanzen/Ultras 🐕🏔️

Hallo zusammen 😊
ich würde gerne mal eure Erfahrungen zum Trailrunning mit Hund hören – insbesondere bei längeren Distanzen bzw. Richtung Ultra.

Mich würde interessieren:

- Ab welchen Kilometern bzw. Höhenmetern ihr euren Hund regelmäßig mitnehmt?
- Welche Distanzen/Höhenmeter schafft euer Hund problemlos?
- Wie viele Wochenkilometer läuft euer Hund ungefähr mit?
- Wie steigert ihr die Belastung und woran merkt ihr, dass es zu viel wird?
- Was gibt es bei Pausen, Regeneration und Untergrund zu beachten?
- Wie handhabt ihr die Ernährung während längerer Läufe? Braucht der Hund unterwegs zusätzlich Futter/Energie oder reicht Wasser?
- Und gibt es vielleicht jemanden, der seinen Hund schon bei einem Ultra (50 km+) dabei hatte?

Ich würde mich besonders über Erfahrungswerte aus der Praxis freuen – gerne auch mit Alter, Größe und ungefährer Kondition eures Hundes. 😊
 
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Tina
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12. Sep. 06:51
Ja Ultra fängt an wo die Marathon Distanzen aufhören.. und scheinbar ist das ein ganz dünnes Feld mit Hund und wenige haben Erfahrung. Was wären denn für dich Ermüdungssignale?
Ich glaube das ist sehr rasseabhängig. Ganz allgemein würde ich sagen, dass es folgende Anzeichen gibt:
- schnelle Atemfrequenz und Puls
- sinkende Motivation
- Übersprunghandlungen
- Bewegungsstörungen
- Kreislaufprobleme usw.

Problematisch sind Arbeitsrassen und Hunde mit viel "will to please". Die zeigen oft kaum Erschöpfungszeichen. Wenn man es dann merkt versagt oft schon der Kreislauf und dann kann man oft nicht mehr helfen.

Ultra ist für mich eine Wettkampfsituation. Die Gefahr besteht auch darin inweit man den eigenen Ehrgeiz im Griff hat. Ohne tierärztliche, professionelle Betreuung (vgl. verplichtende Tierarztchecks bei Distanzritten) haben für mich da Hunde nichts suchen.

Generell gilt für mich bei längeren Wanderungen: Ich prüfe in regelmäßigen Abständen Puls, Atemfrequenz, Dehydration und Kreislauf des Hundes. Je nach Situation spätestens aber alle 60 Minuten überprüfe ich den Zustand meiner Hunde. Bei längeren Wanderungen sind bei mir auch Pausen absolute Pflicht. Immer dabei ist auch eine "Notfallapotheke".

Von Ultra sind wir weit entfernt, aber wir sind viel unterwegs. Meine Hunde werden deshalb regelmäßig tiermedizinisch überprüft und bekommen Physio.
 
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Selina
11. Sep. 15:31
Hi also wir gehen viel in die Berge . Nicht unbedingt Trailrun ning , aber wir waren letztens 24km in den Bergen unterwegs .
 
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Katja
11. Sep. 16:47
Trailrunning machen wir zwar nicht, beim Bergwandern sind 25 km mit 1200 Höhenmetern kein Problem, allerdings bin ich der limitierende Faktor 😉.
Ausreichend Wasser ist das Wichtigste, je länger die Strecke würde ich auch Futter geben. Normalerweise bekommt er auf dem Berg etwas zum Knabbern, aber unsere Strecken sind ja auch nicht so lang.
Ich laufe in der Ebene ca. 120 km im Monat mit ihm plus das „normale Gassi“.
 
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Jess
11. Sep. 17:28
Hi also wir gehen viel in die Berge . Nicht unbedingt Trailrun ning , aber wir waren letztens 24km in den Bergen unterwegs .
Danke für die Rückmeldung!
 
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Jess
11. Sep. 17:28
Trailrunning machen wir zwar nicht, beim Bergwandern sind 25 km mit 1200 Höhenmetern kein Problem, allerdings bin ich der limitierende Faktor 😉. Ausreichend Wasser ist das Wichtigste, je länger die Strecke würde ich auch Futter geben. Normalerweise bekommt er auf dem Berg etwas zum Knabbern, aber unsere Strecken sind ja auch nicht so lang. Ich laufe in der Ebene ca. 120 km im Monat mit ihm plus das „normale Gassi“.
Danke für die Rückmeldung!
 
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Tina
11. Sep. 19:43
Naja, das klingt alles nicht so nach "Ultra". Sondern eher nach nach "ausgedehnter Wanderung". Jemand der nach Ultra frägt und nach so gezielter Wettkampfvorbereitung denkt wohl an etwas anderes.

Der limitiernde Faktor ist hier wohl der Hund. Es gibt Hunde, die zeigen Erschöpfungszustände gar nicht oder zu spät. Absolviere die Langdistanzen eher alleine. Ansonsten würde ich mich an einen sehr guten Musher wenden, die können vielleicht Tipps geben.

Auf solche Distanzen steigt die Fettverbrennung beim Hund. Der Stoffwechsel läuft weiter, während der Bewegungsaparat Schaden nimmt.
 
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Selina
11. Sep. 19:58
Danke für die Rückmeldung!
Meine bekommt immer sehr Energie reiches Futter oben . Aber nicht viel und mit Wasser versetzt . Das Wasser reichere ich ihr an heißen Tagen mit blutplasma an . Wichtig ist auch das dein Hund lernt bei langen distanzen nicht unnötig Energie zu verschwenden . Meine läuft beim wandern immer hinter mir und legt sich bei jeder Gelegenheit hin . Sie hat das schon von klein auf gelernt , das wir auch länger unterwegs sind .
 
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Jess
12. Sep. 03:40
Naja, das klingt alles nicht so nach "Ultra". Sondern eher nach nach "ausgedehnter Wanderung". Jemand der nach Ultra frägt und nach so gezielter Wettkampfvorbereitung denkt wohl an etwas anderes. Der limitiernde Faktor ist hier wohl der Hund. Es gibt Hunde, die zeigen Erschöpfungszustände gar nicht oder zu spät. Absolviere die Langdistanzen eher alleine. Ansonsten würde ich mich an einen sehr guten Musher wenden, die können vielleicht Tipps geben. Auf solche Distanzen steigt die Fettverbrennung beim Hund. Der Stoffwechsel läuft weiter, während der Bewegungsaparat Schaden nimmt.
Ja Ultra fängt an wo die Marathon Distanzen aufhören.. und scheinbar ist das ein ganz dünnes Feld mit Hund und wenige haben Erfahrung.
Was wären denn für dich Ermüdungssignale?
 
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Tina
12. Sep. 06:51
Ja Ultra fängt an wo die Marathon Distanzen aufhören.. und scheinbar ist das ein ganz dünnes Feld mit Hund und wenige haben Erfahrung. Was wären denn für dich Ermüdungssignale?
Ich glaube das ist sehr rasseabhängig. Ganz allgemein würde ich sagen, dass es folgende Anzeichen gibt:
- schnelle Atemfrequenz und Puls
- sinkende Motivation
- Übersprunghandlungen
- Bewegungsstörungen
- Kreislaufprobleme usw.

Problematisch sind Arbeitsrassen und Hunde mit viel "will to please". Die zeigen oft kaum Erschöpfungszeichen. Wenn man es dann merkt versagt oft schon der Kreislauf und dann kann man oft nicht mehr helfen.

Ultra ist für mich eine Wettkampfsituation. Die Gefahr besteht auch darin inweit man den eigenen Ehrgeiz im Griff hat. Ohne tierärztliche, professionelle Betreuung (vgl. verplichtende Tierarztchecks bei Distanzritten) haben für mich da Hunde nichts suchen.

Generell gilt für mich bei längeren Wanderungen: Ich prüfe in regelmäßigen Abständen Puls, Atemfrequenz, Dehydration und Kreislauf des Hundes. Je nach Situation spätestens aber alle 60 Minuten überprüfe ich den Zustand meiner Hunde. Bei längeren Wanderungen sind bei mir auch Pausen absolute Pflicht. Immer dabei ist auch eine "Notfallapotheke".

Von Ultra sind wir weit entfernt, aber wir sind viel unterwegs. Meine Hunde werden deshalb regelmäßig tiermedizinisch überprüft und bekommen Physio.
 
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SandrA
12. Sep. 11:20
Ich würde ehrlich gesagt gar nicht so sehr in Distanzen denken. Dass ein Hund langsam und seinem individuellen Leistungsvermögen entsprechend aufgebaut werden sollte und für längere Touren gut trainiert sein muss, versteht sich für mich eigentlich von selbst.

Um die Fragen aus dem Eröffnungspost ein bisschen zu beantworten: Neo ist fünf Jahre alt und wiegt etwa 30 kg, Ivy ist ein Jahr alt und wiegt ungefähr 20 kg. Beide sind recht schlank, gut bemuskelt und körperlich fit. Ich achte generell darauf, dass meine Hunde insgesamt in einem guten körperlichen Zustand sind. Dazu gehören für mich natürlich auch eine gute Ernährung und regelmäßige Bewegung. Beide sind zwar Mischlinge, aber ich gehe schon davon aus, dass sie aufgrund ihrer Herkunft eher funktionale Hundetypen sind, bei denen Ausdauer und körperliche Leistungsfähigkeit durchaus eine Rolle spielen. Das merkt man ihnen mMn auch an.

Wir sind mit unseren Hunden zwei, drei oder auch mal acht Stunden unterwegs und kommen dabei schon mal an die 30 Kilometer heran. Im Urlaub hatten wir zb eine Tour mit etwa 1.400 Höhenmetern, die sich über den ganzen Tag erstreckt hat, allerdings mit großzügigen Pausen. Unsere Touren sind eigentlich täglich recht lang, und die Hunde sind solche Unternehmungen entsprechend gewohnt.

Ich finde es allerdings wichtig, zu unterscheiden zwischen einer langen Wanderung und einer sportlichen Leistung unter Wettkampfbedingungen. Wir gehen halt nicht los, um eine bestimmte Zeit einzuhalten, eine bestimmte Leistung zu erreichen oder möglichst schnell ans Ziel zu kommen. Wir verbringen einfach Zeit in der Natur und genießen das gemeinsam.
Und da sehe ich einen wesentlichen Unterschied. Sobald ein Wettkampfgedanke dahintersteht, muss man finde ich schon eher kritisch hinterfragen, ob der eigene Ehrgeiz möglicherweise dazu führt, dass man den Hund über seine Grenzen bringt. Bei einer Wanderung kann ich dagegen jederzeit das Tempo herausnehmen, längere Pausen machen oder die Tour abbrechen.

Ich kenne meine Hunde sehr gut und kann ihre Körpersprache und ihr Verhalten entsprechend einschätzen. Natürlich achte ich darauf, wie sie sich bewegen, wie sie sich verhalten und ob sie Anzeichen von Erschöpfung zeigen. Aber ich sehe bei unseren langen Wanderungen grundsätzlich kein gesundheitliches Problem, nur weil wir viele Stunden oder auch viele Kilometer unterwegs sind.

Ich denke also, dass nicht allein die Distanz entscheidend ist, sondern vielmehr die Art und Weise, wie man unterwegs ist, die individuelle Belastbarkeit des Hundes und vor allem, ob der menschliche Ehrgeiz im Vordergrund steht oder das gemeinsame Erleben.
 
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Jess
14. Sep. 07:11
Ich glaube das ist sehr rasseabhängig. Ganz allgemein würde ich sagen, dass es folgende Anzeichen gibt: - schnelle Atemfrequenz und Puls - sinkende Motivation - Übersprunghandlungen - Bewegungsstörungen - Kreislaufprobleme usw. Problematisch sind Arbeitsrassen und Hunde mit viel "will to please". Die zeigen oft kaum Erschöpfungszeichen. Wenn man es dann merkt versagt oft schon der Kreislauf und dann kann man oft nicht mehr helfen. Ultra ist für mich eine Wettkampfsituation. Die Gefahr besteht auch darin inweit man den eigenen Ehrgeiz im Griff hat. Ohne tierärztliche, professionelle Betreuung (vgl. verplichtende Tierarztchecks bei Distanzritten) haben für mich da Hunde nichts suchen. Generell gilt für mich bei längeren Wanderungen: Ich prüfe in regelmäßigen Abständen Puls, Atemfrequenz, Dehydration und Kreislauf des Hundes. Je nach Situation spätestens aber alle 60 Minuten überprüfe ich den Zustand meiner Hunde. Bei längeren Wanderungen sind bei mir auch Pausen absolute Pflicht. Immer dabei ist auch eine "Notfallapotheke". Von Ultra sind wir weit entfernt, aber wir sind viel unterwegs. Meine Hunde werden deshalb regelmäßig tiermedizinisch überprüft und bekommen Physio.
Danke für die Rückmeldung! Da waren ein paar gute Punkte dabei