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Katrin
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Anzahl der Antworten 418
heute 14:46

Toxische Hundebubble?

Wir alle hier haben eins gemeinsam, wir lieben Hunde. Wir wollen ihnen ein glückliches und tolles Leben bieten und eine schöne gemeinsame Zeit haben. Gleichzeitig erlebe ich zunehmend das es in der Hundebubble immer schlimmer zugeht. Ganz egal um welches Thema es geht es wird zum Teil verbal aufeinander eingedroschen. Während man von Angesicht zu Angesicht eher einen gemäßigten Ton einschlägt eskaliert es in Foren/ auf social media umso mehr. Meinungen treffen auf wissenschaftliche Fakten, eigene Erfahrungen werden als das einzig wahre angesehen und neue Ideen und Erkenntnisse als Blödsinn abgetan usw. So individuell wie wir Menschen und unsere Hunde sind so individuell sind die einzelnen Geschichten die jeder von uns zu verschieden Themen zu erzählen hat. Wenn wir alle diesen Geschichten offen lauschen würden könnten wir sicher vieles von einander lernen. Stattdessen führen wir Glaubenskriege über Trainingsmethoden, Ernährung, Gesundheit bis hin zur richtigen Leine, Halsband/Geschirr uvm. Haben wir verlernt wie man richtig mit unseren Mitmenschen umgeht? Wie man Kritik äußert und auch richtig annehmen kann? Wie man sachlich diskutiert ohne mit den moralischen Zeigefinger auf andere zu zeigen? Wenn ja was sagt das über uns als Hundehalter aus? Wenn wir nichtmal mehr vernünftig mit unseren Mitmenschen reden oder umgehen können, wie soll einem das dann beim Hund gelingen? Wenn die eigene Impulskontrolle und Frustrationstoleranz schon beim verfassen eines Kommentars vesagt, wie läuft das dann in einer echten herausfordernden Situation ab? Mich würden eure Meinungen und Erfahrungen und Gedanken dazu interessieren, egal ob im echten Leben oder Online. Empfindet ihr es ähnlich wie ich? Liebe Grüße Katrin J. Wie immer bitte höflich bleiben😊
 
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Katrin
31. Jän. 20:32
Das kann ich mir vorstellen, da gehts mir ähnlich. Mich haben auch schon einige blockiert..meistens aber wegen dem Thema Qualzucht. 😅
Joa, das kommt mir bekannt vor😅
 
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Maria
31. Jän. 20:43
Ich finde das Bild im Titel übrigens sehr süß. 🥰
 
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Celine
31. Jän. 20:44
Zum Thema toxische Hundebubble..Ich finde es mittlerweile ehrlich gesagt schon fast toxisch, dass heute alles sofort einen Namen, ein Label oder eine feste Methode haben muss. Oft geht dabei das Bauchgefühl und der gesunde Menschenverstand völlig verloren. Wenn ich meinen Alltag mit meinen Hunden bisher erfolgreich gemanagt habe und es uns allen gut geht, warum sollte ich dann ständig meine Kompetenz hinterfragen, nur weil es nicht in Schema F passt?

Wie ich schon in einem anderen Thread erwähnt habe, war mir lange gar nicht bewusst, dass mein Handeln unter den Begriff ‚bedürfnisorientiert‘ fällt. Ich mache einfach vieles aus der Intuition heraus.

Dabei habe ich oft das Gefühl, dass diese wichtige innere Stimme heutzutage viel zu schnell vernebelt wird. Es ist kein Wunder, dass viele Hundehalter völlig überfordert sind, wenn sie versuchen, sich im Dschungel der unzähligen Methoden zurechtzufinden. Man verlernt in so vielen Lebensbereichen, auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen. Dabei ist gerade der Hund die perfekte Erdung. er lehrt uns eigentlich, wieder mehr auf uns selbst zu hören, statt nur nach starren Regeln zu funktionieren.

Genau deshalb gefiel mir das Buch „Wanja und die wilden Hunde“ so.
Da wird das genau thematisiert.
 
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Lena
31. Jän. 20:44
Ich finde das Bild im Titel übrigens sehr süß. 🥰
Hab ich auch schon gedacht, alleine deshalb kriege ich „ach, wie süß“ im Kopf und ein positives Gefühl- tut eben gut 😅
 
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Katrin
31. Jän. 20:50
Ich finde das Bild im Titel übrigens sehr süß. 🥰
Dankeschön❤️
 
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Katrin
31. Jän. 20:53
Hab ich auch schon gedacht, alleine deshalb kriege ich „ach, wie süß“ im Kopf und ein positives Gefühl- tut eben gut 😅
Das ist ihr typischer Gesichsausdruck wenn im Küchenschrank gekramt wird. Sie erkennt am Geräusch was wir aus den Schränken holen und ob sich das aufstehen oder liegenbleiben eher lohnt🙈
 
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Maria
31. Jän. 21:02
Zum Thema toxische Hundebubble..Ich finde es mittlerweile ehrlich gesagt schon fast toxisch, dass heute alles sofort einen Namen, ein Label oder eine feste Methode haben muss. Oft geht dabei das Bauchgefühl und der gesunde Menschenverstand völlig verloren. Wenn ich meinen Alltag mit meinen Hunden bisher erfolgreich gemanagt habe und es uns allen gut geht, warum sollte ich dann ständig meine Kompetenz hinterfragen, nur weil es nicht in Schema F passt? Wie ich schon in einem anderen Thread erwähnt habe, war mir lange gar nicht bewusst, dass mein Handeln unter den Begriff ‚bedürfnisorientiert‘ fällt. Ich mache einfach vieles aus der Intuition heraus. Dabei habe ich oft das Gefühl, dass diese wichtige innere Stimme heutzutage viel zu schnell vernebelt wird. Es ist kein Wunder, dass viele Hundehalter völlig überfordert sind, wenn sie versuchen, sich im Dschungel der unzähligen Methoden zurechtzufinden. Man verlernt in so vielen Lebensbereichen, auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen. Dabei ist gerade der Hund die perfekte Erdung. er lehrt uns eigentlich, wieder mehr auf uns selbst zu hören, statt nur nach starren Regeln zu funktionieren. Genau deshalb gefiel mir das Buch „Wanja und die wilden Hunde“ so. Da wird das genau thematisiert.
Nur kurz zur Erklärung. In dieser unsäglichen Diskussion ist mir sehr deutlich geworden, wie sehr wir aneinander vorbeireden und mit den selben Worten etwas komplett anderes meinen (z.B. Grenzen setzen und Positives Training). Deshalb habe ich versucht mit den Kriterien einen Rahmen zu schaffen, in dem man sich zum Verständnis bewegen kann. Nicht, weil ich anderen das Konzept überhelfen will, sondern, damit man über das gleiche redet. Dann gaebe es immer noch genug zu diskutieren.

Und Maya Nowak nutzt bis heute ihre Hundetypologie, ohne die Individualität ihrer Hunde aus den Augen zu verlieren.
 
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Celine
31. Jän. 21:11
Nur kurz zur Erklärung. In dieser unsäglichen Diskussion ist mir sehr deutlich geworden, wie sehr wir aneinander vorbeireden und mit den selben Worten etwas komplett anderes meinen (z.B. Grenzen setzen und Positives Training). Deshalb habe ich versucht mit den Kriterien einen Rahmen zu schaffen, in dem man sich zum Verständnis bewegen kann. Nicht, weil ich anderen das Konzept überhelfen will, sondern, damit man über das gleiche redet. Dann gaebe es immer noch genug zu diskutieren. Und Maya Nowak nutzt bis heute ihre Hundetypologie, ohne die Individualität ihrer Hunde aus den Augen zu verlieren.
Also ich hoffe du meinst mit ‚wir‘ alle beteiligten an dem Thread, denn wir beide hatten das Thema nicht.

Das jeder unter den Worten für seine Hund-Mensch-Beziehung etwas anderes versteht, ist auch völlig normal und meiner Meinung nach auch legitim.
 
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Yvonne
31. Jän. 21:13
Social Media, nichts anderes ist Dogorama, ist eben Fluch und Segen zugleich.
Da hilft nur emotionaler Abstand, nichts persönlich nehmen und nicht auf Provokationen eingehen.

Nicht jeder ist in der Lage zu akzeptieren, dass es andere Meinungen gibt und man diese Meinungen einfach stehen lassen kann, auch wenn man selbst eine andere hat.

Ist halt so. Menschen eben.
 
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Maria
31. Jän. 21:15
Also ich hoffe du meinst mit ‚wir‘ alle beteiligten an dem Thread, denn wir beide hatten das Thema nicht. Das jeder unter den Worten für seine Hund-Mensch-Beziehung etwas anderes versteht, ist auch völlig normal und meiner Meinung nach auch legitim.
Ja, ich meine alle. Und natürlich kann jeder sein eigenes Verständnis haben. Aber wie will man dann darüber reden? Ich hatte mal einen kurzen Schlagabtausch mit Nadine. Es ging ums Blocken. Wir hatten ein sehr unterschiedlich Verständnis davon, was Blocken bedeutet. Sie hat dann vorgeschlagen, die Themenerstellerin nach ihrer Definition zu fragen. Und so wie es die TE definiert hat, war Blocken als Methode für mich auch nicht okay. Deswegen ist meine Definition von Blocken aber keine andere geworden.