Zum Thema toxische Hundebubble..Ich finde es mittlerweile ehrlich gesagt schon fast toxisch, dass heute alles sofort einen Namen, ein Label oder eine feste Methode haben muss. Oft geht dabei das Bauchgefühl und der gesunde Menschenverstand völlig verloren. Wenn ich meinen Alltag mit meinen Hunden bisher erfolgreich gemanagt habe und es uns allen gut geht, warum sollte ich dann ständig meine Kompetenz hinterfragen, nur weil es nicht in Schema F passt?
Wie ich schon in einem anderen Thread erwähnt habe, war mir lange gar nicht bewusst, dass mein Handeln unter den Begriff ‚bedürfnisorientiert‘ fällt. Ich mache einfach vieles aus der Intuition heraus.
Dabei habe ich oft das Gefühl, dass diese wichtige innere Stimme heutzutage viel zu schnell vernebelt wird. Es ist kein Wunder, dass viele Hundehalter völlig überfordert sind, wenn sie versuchen, sich im Dschungel der unzähligen Methoden zurechtzufinden. Man verlernt in so vielen Lebensbereichen, auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen. Dabei ist gerade der Hund die perfekte Erdung. er lehrt uns eigentlich, wieder mehr auf uns selbst zu hören, statt nur nach starren Regeln zu funktionieren.
Genau deshalb gefiel mir das Buch „Wanja und die wilden Hunde“ so.
Da wird das genau thematisiert.
Nur kurz zur Erklärung. In dieser unsäglichen Diskussion ist mir sehr deutlich geworden, wie sehr wir aneinander vorbeireden und mit den selben Worten etwas komplett anderes meinen (z.B. Grenzen setzen und Positives Training). Deshalb habe ich versucht mit den Kriterien einen Rahmen zu schaffen, in dem man sich zum Verständnis bewegen kann. Nicht, weil ich anderen das Konzept überhelfen will, sondern, damit man über das gleiche redet. Dann gaebe es immer noch genug zu diskutieren.
Und Maya Nowak nutzt bis heute ihre Hundetypologie, ohne die Individualität ihrer Hunde aus den Augen zu verlieren.