Ein riesiges Problem in dieser ganzen Dynamik ist die ständige Vorverurteilung – ein Klassiker in dieser oft toxischen ‚Hundebubble‘. Es werden am laufenden Band unprofessionelle Psychoanalysen erstellt (ich habe erst vor kurzem wieder so eine Analyse gelesen) und die Menschen damit sofort abgestempelt.
Sobald man einmal als ‚Anti‘ in Perfektion einsortiert wurde, kann man schreiben, was man will – es wird gar nicht mehr auf die Sache eingegangen. Genau das passiert hier ja auch gerade: Muss man wirklich jede unqualifizierte ‚Gehirngrütze‘ in Form einer „Psycho-Einschätzung“ des Gegenübers ungefiltert mitteilen? Solche Analysen sind meistens komplett Off-Topic und gießen nur unnötig Öl ins Feuer.
Man könnte stattdessen auch einfach mal über seinen eigenen Schatten springen: Wenn einen etwas stört, fragt man freundlich nach oder – wenn es gar nicht passt – ignoriert man den Beitrag einfach. Diese Größe fehlt hier oft völlig. Das Ergebnis dieser Art miteinander umzugehen, sehe ich jeden Tag in meiner Liste: Sie füllt sich immer mehr mit ‚Ehemaligen Mitgliedern‘, die auf dieses Klima schlicht keine Lust mehr haben.
Ich habe zusätzlich den Eindruck, dass das "Publikum" dazu beiträgt, dass der Diskurs oft in den toxischen Bereich abdriftet.
Je gehässiger der Beitrag, je cleverer und sarkastischer man das Gegenüber ins Lächerliche zieht, umso mehr Pfötchen verteilt das Publikum.
Sachliche und respektvolle Beiträge, die sich inhaltlich auf das Thema beschränken, bekommen oft kaum oder keine Beachtung.
Das Pfötchen System konditioniert uns Teilnehmer wie Leckerchen unsere Hunde. Leider wird hier oft schlechtes Verhalten positiv bestärkt und gefestigt.