Home / Forum / Spaß & Tratsch / Toxische Hundebubble?

Verfasser-Bild
Katrin
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 454
zuletzt 22. Feb.

Toxische Hundebubble?

Wir alle hier haben eins gemeinsam, wir lieben Hunde. Wir wollen ihnen ein glückliches und tolles Leben bieten und eine schöne gemeinsame Zeit haben. Gleichzeitig erlebe ich zunehmend das es in der Hundebubble immer schlimmer zugeht. Ganz egal um welches Thema es geht es wird zum Teil verbal aufeinander eingedroschen. Während man von Angesicht zu Angesicht eher einen gemäßigten Ton einschlägt eskaliert es in Foren/ auf social media umso mehr. Meinungen treffen auf wissenschaftliche Fakten, eigene Erfahrungen werden als das einzig wahre angesehen und neue Ideen und Erkenntnisse als Blödsinn abgetan usw. So individuell wie wir Menschen und unsere Hunde sind so individuell sind die einzelnen Geschichten die jeder von uns zu verschieden Themen zu erzählen hat. Wenn wir alle diesen Geschichten offen lauschen würden könnten wir sicher vieles von einander lernen. Stattdessen führen wir Glaubenskriege über Trainingsmethoden, Ernährung, Gesundheit bis hin zur richtigen Leine, Halsband/Geschirr uvm. Haben wir verlernt wie man richtig mit unseren Mitmenschen umgeht? Wie man Kritik äußert und auch richtig annehmen kann? Wie man sachlich diskutiert ohne mit den moralischen Zeigefinger auf andere zu zeigen? Wenn ja was sagt das über uns als Hundehalter aus? Wenn wir nichtmal mehr vernünftig mit unseren Mitmenschen reden oder umgehen können, wie soll einem das dann beim Hund gelingen? Wenn die eigene Impulskontrolle und Frustrationstoleranz schon beim verfassen eines Kommentars vesagt, wie läuft das dann in einer echten herausfordernden Situation ab? Mich würden eure Meinungen und Erfahrungen und Gedanken dazu interessieren, egal ob im echten Leben oder Online. Empfindet ihr es ähnlich wie ich? Liebe Grüße Katrin J. Wie immer bitte höflich bleiben😊
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Petra
21. Feb. 08:56
Wir haben gerade ein Problem mit einem Team aus der etwas weiteren Nachbarschaft. Genauer gesagt mit dem Halter. Seine und unsere Hündin sind ca. gleich alt und mögen sich nicht so sonderlich. Unsere ist hier in der Gegend immer an der Leine und seine nicht. Wäre ja ok, wenn der Rückruf klappen würde, das ist aber nicht der Fall. Sie ballert auch aus größeren Distanzen in uns rein und der Halter ist z.T. noch nicht mal in Sicht. Vor einigen Tagen ist es dann zwischen dem Halter und meinem Mann verbal eskaliert und es flogen sehr unschöne Anfeindungen, die bei meinem Mann noch nachwirken und wahrscheinlich bei dem anderen Mann auch..Total blöd, gerade wenn man sich regelmäßig trifft.
Guter Anlass, beim nächsten Treffen darauf anzusprechen, wie beide Teams zukünftig die Begegnungen gestalten, damit es nicht wieder zu - für beide Seiten - unschönen Situation kommt.

Ich finde, nach so einem Vorfall und 1-2 mal "drüberschlafen", ist das Angebot zur friedlichen Koexistenz angemessen. Wenn der andere nicht darauf eingeht, bleibt m.M.n. nur selber bestmöglich auf Distanz gehen bzw. aktive Abwehr des distanzlosen Hundes.

Nebenbei gefragt: wo siehst du den Bezug auf das Thema des Threads?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Steffi
21. Feb. 09:13
Guter Anlass, beim nächsten Treffen darauf anzusprechen, wie beide Teams zukünftig die Begegnungen gestalten, damit es nicht wieder zu - für beide Seiten - unschönen Situation kommt. Ich finde, nach so einem Vorfall und 1-2 mal "drüberschlafen", ist das Angebot zur friedlichen Koexistenz angemessen. Wenn der andere nicht darauf eingeht, bleibt m.M.n. nur selber bestmöglich auf Distanz gehen bzw. aktive Abwehr des distanzlosen Hundes. Nebenbei gefragt: wo siehst du den Bezug auf das Thema des Threads?
Der Bezug sind die Worte, die gefallen sind. Es war tatsächlich nicht das erste Gespräch und es wurden auch schon Lösungen gesucht, das ganze läuft schon lange. Letzte Woche haben dann anscheinend beide Herren die Beherrschung verloren und Dinge gesagt, die "toxisch" nachwirken. Eigentlich unbeteiligte Teams haben noch interessiert zugehört und garantiert auch gewertet...endlich mal was los hier... Hundebubbles gibt es ja auch im realen Leben und da kannst Du nicht einfach löschen..
Ich bin auch Team "reden", mein Mann muss allerdings erstmal den Weg runter von seiner Zinne finden.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sebbi
21. Feb. 09:46
Ja, es gab echt schwierige, freche und inakzeptable Menschen. Ich mache das auch nicht mehr/ Threads eröffnen. Weil ich auch meine Zeit / Energie sparen kann. Diese Menschen sind im realen Leben sehr unzufrieden und suchen hier visuell Streit, um die anderen Menschen hier schlecht darzustellen. Damit sie sich selbst wieder besser fühlen.
Ein riesiges Problem in dieser ganzen Dynamik ist die ständige Vorverurteilung – ein Klassiker in dieser oft toxischen ‚Hundebubble‘. Es werden am laufenden Band unprofessionelle Psychoanalysen erstellt (ich habe erst vor kurzem wieder so eine Analyse gelesen) und die Menschen damit sofort abgestempelt.
Sobald man einmal als ‚Anti‘ in Perfektion einsortiert wurde, kann man schreiben, was man will – es wird gar nicht mehr auf die Sache eingegangen. Genau das passiert hier ja auch gerade: Muss man wirklich jede unqualifizierte ‚Gehirngrütze‘ in Form einer „Psycho-Einschätzung“ des Gegenübers ungefiltert mitteilen? Solche Analysen sind meistens komplett Off-Topic und gießen nur unnötig Öl ins Feuer.
Man könnte stattdessen auch einfach mal über seinen eigenen Schatten springen: Wenn einen etwas stört, fragt man freundlich nach oder – wenn es gar nicht passt – ignoriert man den Beitrag einfach. Diese Größe fehlt hier oft völlig. Das Ergebnis dieser Art miteinander umzugehen, sehe ich jeden Tag in meiner Liste: Sie füllt sich immer mehr mit ‚Ehemaligen Mitgliedern‘, die auf dieses Klima schlicht keine Lust mehr haben.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Julia 🐾Nero
21. Feb. 21:33
Ein riesiges Problem in dieser ganzen Dynamik ist die ständige Vorverurteilung – ein Klassiker in dieser oft toxischen ‚Hundebubble‘. Es werden am laufenden Band unprofessionelle Psychoanalysen erstellt (ich habe erst vor kurzem wieder so eine Analyse gelesen) und die Menschen damit sofort abgestempelt. Sobald man einmal als ‚Anti‘ in Perfektion einsortiert wurde, kann man schreiben, was man will – es wird gar nicht mehr auf die Sache eingegangen. Genau das passiert hier ja auch gerade: Muss man wirklich jede unqualifizierte ‚Gehirngrütze‘ in Form einer „Psycho-Einschätzung“ des Gegenübers ungefiltert mitteilen? Solche Analysen sind meistens komplett Off-Topic und gießen nur unnötig Öl ins Feuer. Man könnte stattdessen auch einfach mal über seinen eigenen Schatten springen: Wenn einen etwas stört, fragt man freundlich nach oder – wenn es gar nicht passt – ignoriert man den Beitrag einfach. Diese Größe fehlt hier oft völlig. Das Ergebnis dieser Art miteinander umzugehen, sehe ich jeden Tag in meiner Liste: Sie füllt sich immer mehr mit ‚Ehemaligen Mitgliedern‘, die auf dieses Klima schlicht keine Lust mehr haben.
Ich habe zusätzlich den Eindruck, dass das "Publikum" dazu beiträgt, dass der Diskurs oft in den toxischen Bereich abdriftet.

Je gehässiger der Beitrag, je cleverer und sarkastischer man das Gegenüber ins Lächerliche zieht, umso mehr Pfötchen verteilt das Publikum.
Sachliche und respektvolle Beiträge, die sich inhaltlich auf das Thema beschränken, bekommen oft kaum oder keine Beachtung.

Das Pfötchen System konditioniert uns Teilnehmer wie Leckerchen unsere Hunde. Leider wird hier oft schlechtes Verhalten positiv bestärkt und gefestigt.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Tina
21. Feb. 21:51
Ich habe zusätzlich den Eindruck, dass das "Publikum" dazu beiträgt, dass der Diskurs oft in den toxischen Bereich abdriftet. Je gehässiger der Beitrag, je cleverer und sarkastischer man das Gegenüber ins Lächerliche zieht, umso mehr Pfötchen verteilt das Publikum. Sachliche und respektvolle Beiträge, die sich inhaltlich auf das Thema beschränken, bekommen oft kaum oder keine Beachtung. Das Pfötchen System konditioniert uns Teilnehmer wie Leckerchen unsere Hunde. Leider wird hier oft schlechtes Verhalten positiv bestärkt und gefestigt.
Und genau deshalb war es mir vorhin gerade ein großer Anlass bei dem neuen "Hund-Kaufen" Thread einfach eine normale, respektvolle Antwort zu schreiben. Nach diversen fiesen Antworten, die auch noch gepfotet wurden😪 . Da hilft kein Reden oder drauf aufmerksam machen wie fies das ist, sondern mMn nur: mit gutem Beispiel voran.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sonja
22. Feb. 06:03
Und genau deshalb war es mir vorhin gerade ein großer Anlass bei dem neuen "Hund-Kaufen" Thread einfach eine normale, respektvolle Antwort zu schreiben. Nach diversen fiesen Antworten, die auch noch gepfotet wurden😪 . Da hilft kein Reden oder drauf aufmerksam machen wie fies das ist, sondern mMn nur: mit gutem Beispiel voran.
Fies und respektlos hab ich die da z.B. gar nicht empfunden sondern eher entsetzt und etwas genervt. Welches vermutlich aus genügend Erfahrung mit so gestrickten Menschen resultiert. Ich persönlich hab bei dem Beitrag eigentlich eher die Hoffnung, dass das wieder mal ein WE Troll ist, der mit typischen Schlagworten triggern will.
Ein respektvoller Text, mühevoll gestaltet mit vielen Tipps und Hilfen ist immer toll - leider haben hier viele von uns, auch ich, bereits die Erfahrung gemacht, dass all die Mühe von der anderen Partei nicht im geringsten wertgeschätzt wurde. Ich schätze, das spielt in so manche spitze Antwort hinein. Bleibt aber ja auch im Reallife nicht aus.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sebbi
22. Feb. 08:33
Ein Paradebeispiel für die „toxische Hundebubble“ ist dieser Thread hier:

https://dogorama.app/de-de/forum/Sonstiges/Hundekot_nicht_aufsammeln_-_Tragen_diese_Hundehalter_Mitschuld_an_Giftkoedern-UTq5shA5ZH0DZwV287DZ/

Man lese den Eröffnungstext und führe sich die Fragen am Ende zu Gemüte.

Danach stellt man sich doch nur eine Frage:
Wie viele User haben den Start-Thread wirklich komplett gelesen? 🧐🤔

Denn gefühlte 90 % der Beiträge sind komplett fern von den eigentlichen Fragen zum Thema. 😂😂😂

Ist es da verwunderlich, dass es hier des Öfteren so ausartet?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michi
22. Feb. 09:00
Ein Paradebeispiel für die „toxische Hundebubble“ ist dieser Thread hier: https://dogorama.app/de-de/forum/Sonstiges/Hundekot_nicht_aufsammeln_-_Tragen_diese_Hundehalter_Mitschuld_an_Giftkoedern-UTq5shA5ZH0DZwV287DZ/ Man lese den Eröffnungstext und führe sich die Fragen am Ende zu Gemüte. Danach stellt man sich doch nur eine Frage: Wie viele User haben den Start-Thread wirklich komplett gelesen? 🧐🤔 Denn gefühlte 90 % der Beiträge sind komplett fern von den eigentlichen Fragen zum Thema. 😂😂😂 Ist es da verwunderlich, dass es hier des Öfteren so ausartet?
Den genannten Thread empfinde ich garnicht als toxisch.
Es ist tatsächlich so, die Meisten reden komplett am Thema vorbei, sind sich aber irgendwie einig , das zu tun.
Deine lobenswerten Versuche darauf hinzuweisen, die kommen eh nicht an und werden überlesen und garnicht wahrgenommen.
Toxisch ist für mich was anderes.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Mel und
22. Feb. 11:04
Fies und respektlos hab ich die da z.B. gar nicht empfunden sondern eher entsetzt und etwas genervt. Welches vermutlich aus genügend Erfahrung mit so gestrickten Menschen resultiert. Ich persönlich hab bei dem Beitrag eigentlich eher die Hoffnung, dass das wieder mal ein WE Troll ist, der mit typischen Schlagworten triggern will. Ein respektvoller Text, mühevoll gestaltet mit vielen Tipps und Hilfen ist immer toll - leider haben hier viele von uns, auch ich, bereits die Erfahrung gemacht, dass all die Mühe von der anderen Partei nicht im geringsten wertgeschätzt wurde. Ich schätze, das spielt in so manche spitze Antwort hinein. Bleibt aber ja auch im Reallife nicht aus.
Trotzdem kann der Threadersteller ja nichts für die Frustration oder schlechten Erfahrungen, die andere vielleicht vorher gemacht haben. Mit spitzen oder genervten Antworten erreicht man am Ende meist nur, dass die Person komplett dichtmacht und gar nicht mehr reagiert – damit ist niemandem geholfen. Wenn man wirklich etwas bewirken oder unterstützen möchte, bringt ein sachlicher Ton einfach deutlich mehr.
Ich persönlich habe es übrigens durchaus als fies und respektlos wahrgenommen
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sonja
22. Feb. 13:05
Ein Paradebeispiel für die „toxische Hundebubble“ ist dieser Thread hier: https://dogorama.app/de-de/forum/Sonstiges/Hundekot_nicht_aufsammeln_-_Tragen_diese_Hundehalter_Mitschuld_an_Giftkoedern-UTq5shA5ZH0DZwV287DZ/ Man lese den Eröffnungstext und führe sich die Fragen am Ende zu Gemüte. Danach stellt man sich doch nur eine Frage: Wie viele User haben den Start-Thread wirklich komplett gelesen? 🧐🤔 Denn gefühlte 90 % der Beiträge sind komplett fern von den eigentlichen Fragen zum Thema. 😂😂😂 Ist es da verwunderlich, dass es hier des Öfteren so ausartet?
Ich habe bisher gar nicht rein geguckt (und hab es auch nicht vor), aber schon beim lesen des Titels einen Smiley mit Popcorn in meinem Kopf aufploppen sehen 😁