Ok, das glaube ich. Ich hatte glaube ich heute morgen die Sorge, es könnte von anderen so gelobt werden, dass darüber die, die wirklich gelitten haben, etwas in Vergessenheit geraten und vor allem, dass es dann irgendwann erneut passieren könnte.
Die Sorge ist am Ende des Tages nicht berechtigt, sondern hat mit mir zu tun und für mich ist jetzt ehrlich und wirklich endgültig gut, ich habe alles gesagt und bin und bleibe offen für einen freundlichen Kontakt.
Die Sorge, dass es wieder passieren könnte, ist ganz sicher berechtigt. Wie passt das jetzt zu meiner Entschuldigung?
Ganz einfach. Die negative persönliche Wirkung meiner Worte in der Vergangenheit war unbeabsichtigt. Es ging mir um die Sache, meine Worte wurden jedoch persönlich genommen. Dadurch kann natürlich jederzeit wieder passieren.
Schuld sind bei so etwas immer beide Seiten.
Ich trage die Schuld, dass ich über die Sache manchmal die Menschen, an die ich die Worte gerichtet habe, aus den Augen verloren habe. Dass meine Worte überheblich klangen, herablassend. Jetzt weiß ich das, und deshalb meine Entschuldigung.
Oft genug wurden meine Worte persönlich aufgefasst, wo sie überhaupt nicht persönlich gemeint waren. Wenn ich zum Beispiel sage, ich denke, dass ein Leinenruck dem Hundehals schadet, und meine Meinung mit wissenschaftlichen Quellen begründe, ist das eine allgemeine Meinungsäußerung. Manche denken dann, dass ich wohl eine extreme Meinung vertrete. Andere denken, sie werden für ihren gelegentlichen Leinenruck persönlich angegriffen. Das Ganze wird also durch mich ausgelöst, ich habe aber keinen Einfluss darauf, was aus meiner Aussage gemacht wird.
Es ist auch passiert, dass Tipps gegeben wurden, die für den Hund unschön enden würden. Zum Beispiel Ignorieren als Strafe. Wenn ich dann gesagt habe, dass das für den Hund unschön ist, wurde der eigene Hund als Beispiel gebracht, dem das angeblich nicht geschadet hat. Das habe ich auch nicht kritisiert, wohl aber, das als allgemeinen Tipp weiterzugeben. Es steht mir nicht zu, zu kritisieren, wie jemand seinen Hund behandelt. Aber Tipps, die Hunden unter Umständen schaden, kritisiere ich schon.
In diesen Fällen war mein Fehler, das nicht differenziert genug formuliert zu haben. Auch hier ist der Fehler von manchen gewesen, persönlich zu nehmen was nicht persönlich gemeint war.
Das Muster dahinter ist oft dasselbe. Man fühlt sich durch bestimmte Dinge angegriffen, kritisiert, herabgesetzt. Manche diskutieren dann über die Sache, andere werden persönlich.
Wenn man irgendwann an dem Punkt ist, wo man allein an der Person, die schreibt, festmacht, wie die Worte gemeint sind, sollte man dann der Person die alleinige Schuld daran geben, dass man sich angegriffen fühlt?
Ich will wirklich meine Fehler nicht kleinreden. Oft genug hätte ich meine Worte sorgfältiger wählen sollen. Auch hätte ich mich auf die Beantwortung von Fragen beschränken sollen, statt anderen meine Ansichten aufzudrängen.
Ich bleibe aber dabei: Schuld sind bei so etwas immer beide Seiten.