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Katrin
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 426
zuletzt 17. Feb.

Toxische Hundebubble?

Wir alle hier haben eins gemeinsam, wir lieben Hunde. Wir wollen ihnen ein glückliches und tolles Leben bieten und eine schöne gemeinsame Zeit haben. Gleichzeitig erlebe ich zunehmend das es in der Hundebubble immer schlimmer zugeht. Ganz egal um welches Thema es geht es wird zum Teil verbal aufeinander eingedroschen. Während man von Angesicht zu Angesicht eher einen gemäßigten Ton einschlägt eskaliert es in Foren/ auf social media umso mehr. Meinungen treffen auf wissenschaftliche Fakten, eigene Erfahrungen werden als das einzig wahre angesehen und neue Ideen und Erkenntnisse als Blödsinn abgetan usw. So individuell wie wir Menschen und unsere Hunde sind so individuell sind die einzelnen Geschichten die jeder von uns zu verschieden Themen zu erzählen hat. Wenn wir alle diesen Geschichten offen lauschen würden könnten wir sicher vieles von einander lernen. Stattdessen führen wir Glaubenskriege über Trainingsmethoden, Ernährung, Gesundheit bis hin zur richtigen Leine, Halsband/Geschirr uvm. Haben wir verlernt wie man richtig mit unseren Mitmenschen umgeht? Wie man Kritik äußert und auch richtig annehmen kann? Wie man sachlich diskutiert ohne mit den moralischen Zeigefinger auf andere zu zeigen? Wenn ja was sagt das über uns als Hundehalter aus? Wenn wir nichtmal mehr vernünftig mit unseren Mitmenschen reden oder umgehen können, wie soll einem das dann beim Hund gelingen? Wenn die eigene Impulskontrolle und Frustrationstoleranz schon beim verfassen eines Kommentars vesagt, wie läuft das dann in einer echten herausfordernden Situation ab? Mich würden eure Meinungen und Erfahrungen und Gedanken dazu interessieren, egal ob im echten Leben oder Online. Empfindet ihr es ähnlich wie ich? Liebe Grüße Katrin J. Wie immer bitte höflich bleiben😊
 
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Sonja
17. Feb. 21:41
Ok, das glaube ich. Ich hatte glaube ich heute morgen die Sorge, es könnte von anderen so gelobt werden, dass darüber die, die wirklich gelitten haben, etwas in Vergessenheit geraten und vor allem, dass es dann irgendwann erneut passieren könnte. Die Sorge ist am Ende des Tages nicht berechtigt, sondern hat mit mir zu tun und für mich ist jetzt ehrlich und wirklich endgültig gut, ich habe alles gesagt und bin und bleibe offen für einen freundlichen Kontakt.
Die Sorge, dass es wieder passieren könnte, ist ganz sicher berechtigt. Wie passt das jetzt zu meiner Entschuldigung?
Ganz einfach. Die negative persönliche Wirkung meiner Worte in der Vergangenheit war unbeabsichtigt. Es ging mir um die Sache, meine Worte wurden jedoch persönlich genommen. Dadurch kann natürlich jederzeit wieder passieren.
Schuld sind bei so etwas immer beide Seiten.
Ich trage die Schuld, dass ich über die Sache manchmal die Menschen, an die ich die Worte gerichtet habe, aus den Augen verloren habe. Dass meine Worte überheblich klangen, herablassend. Jetzt weiß ich das, und deshalb meine Entschuldigung.
Oft genug wurden meine Worte persönlich aufgefasst, wo sie überhaupt nicht persönlich gemeint waren. Wenn ich zum Beispiel sage, ich denke, dass ein Leinenruck dem Hundehals schadet, und meine Meinung mit wissenschaftlichen Quellen begründe, ist das eine allgemeine Meinungsäußerung. Manche denken dann, dass ich wohl eine extreme Meinung vertrete. Andere denken, sie werden für ihren gelegentlichen Leinenruck persönlich angegriffen. Das Ganze wird also durch mich ausgelöst, ich habe aber keinen Einfluss darauf, was aus meiner Aussage gemacht wird.

Es ist auch passiert, dass Tipps gegeben wurden, die für den Hund unschön enden würden. Zum Beispiel Ignorieren als Strafe. Wenn ich dann gesagt habe, dass das für den Hund unschön ist, wurde der eigene Hund als Beispiel gebracht, dem das angeblich nicht geschadet hat. Das habe ich auch nicht kritisiert, wohl aber, das als allgemeinen Tipp weiterzugeben. Es steht mir nicht zu, zu kritisieren, wie jemand seinen Hund behandelt. Aber Tipps, die Hunden unter Umständen schaden, kritisiere ich schon.
In diesen Fällen war mein Fehler, das nicht differenziert genug formuliert zu haben. Auch hier ist der Fehler von manchen gewesen, persönlich zu nehmen was nicht persönlich gemeint war.

Das Muster dahinter ist oft dasselbe. Man fühlt sich durch bestimmte Dinge angegriffen, kritisiert, herabgesetzt. Manche diskutieren dann über die Sache, andere werden persönlich.

Wenn man irgendwann an dem Punkt ist, wo man allein an der Person, die schreibt, festmacht, wie die Worte gemeint sind, sollte man dann der Person die alleinige Schuld daran geben, dass man sich angegriffen fühlt?

Ich will wirklich meine Fehler nicht kleinreden. Oft genug hätte ich meine Worte sorgfältiger wählen sollen. Auch hätte ich mich auf die Beantwortung von Fragen beschränken sollen, statt anderen meine Ansichten aufzudrängen.
Ich bleibe aber dabei: Schuld sind bei so etwas immer beide Seiten.
 
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Petra
17. Feb. 21:46
Die Sorge, dass es wieder passieren könnte, ist ganz sicher berechtigt. Wie passt das jetzt zu meiner Entschuldigung? Ganz einfach. Die negative persönliche Wirkung meiner Worte in der Vergangenheit war unbeabsichtigt. Es ging mir um die Sache, meine Worte wurden jedoch persönlich genommen. Dadurch kann natürlich jederzeit wieder passieren. Schuld sind bei so etwas immer beide Seiten. Ich trage die Schuld, dass ich über die Sache manchmal die Menschen, an die ich die Worte gerichtet habe, aus den Augen verloren habe. Dass meine Worte überheblich klangen, herablassend. Jetzt weiß ich das, und deshalb meine Entschuldigung. Oft genug wurden meine Worte persönlich aufgefasst, wo sie überhaupt nicht persönlich gemeint waren. Wenn ich zum Beispiel sage, ich denke, dass ein Leinenruck dem Hundehals schadet, und meine Meinung mit wissenschaftlichen Quellen begründe, ist das eine allgemeine Meinungsäußerung. Manche denken dann, dass ich wohl eine extreme Meinung vertrete. Andere denken, sie werden für ihren gelegentlichen Leinenruck persönlich angegriffen. Das Ganze wird also durch mich ausgelöst, ich habe aber keinen Einfluss darauf, was aus meiner Aussage gemacht wird. Es ist auch passiert, dass Tipps gegeben wurden, die für den Hund unschön enden würden. Zum Beispiel Ignorieren als Strafe. Wenn ich dann gesagt habe, dass das für den Hund unschön ist, wurde der eigene Hund als Beispiel gebracht, dem das angeblich nicht geschadet hat. Das habe ich auch nicht kritisiert, wohl aber, das als allgemeinen Tipp weiterzugeben. Es steht mir nicht zu, zu kritisieren, wie jemand seinen Hund behandelt. Aber Tipps, die Hunden unter Umständen schaden, kritisiere ich schon. In diesen Fällen war mein Fehler, das nicht differenziert genug formuliert zu haben. Auch hier ist der Fehler von manchen gewesen, persönlich zu nehmen was nicht persönlich gemeint war. Das Muster dahinter ist oft dasselbe. Man fühlt sich durch bestimmte Dinge angegriffen, kritisiert, herabgesetzt. Manche diskutieren dann über die Sache, andere werden persönlich. Wenn man irgendwann an dem Punkt ist, wo man allein an der Person, die schreibt, festmacht, wie die Worte gemeint sind, sollte man dann der Person die alleinige Schuld daran geben, dass man sich angegriffen fühlt? Ich will wirklich meine Fehler nicht kleinreden. Oft genug hätte ich meine Worte sorgfältiger wählen sollen. Auch hätte ich mich auf die Beantwortung von Fragen beschränken sollen, statt anderen meine Ansichten aufzudrängen. Ich bleibe aber dabei: Schuld sind bei so etwas immer beide Seiten.
"Schuld" sollte hier keine Dimension sein
 
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Celine
17. Feb. 23:00
Die Sorge, dass es wieder passieren könnte, ist ganz sicher berechtigt. Wie passt das jetzt zu meiner Entschuldigung? Ganz einfach. Die negative persönliche Wirkung meiner Worte in der Vergangenheit war unbeabsichtigt. Es ging mir um die Sache, meine Worte wurden jedoch persönlich genommen. Dadurch kann natürlich jederzeit wieder passieren. Schuld sind bei so etwas immer beide Seiten. Ich trage die Schuld, dass ich über die Sache manchmal die Menschen, an die ich die Worte gerichtet habe, aus den Augen verloren habe. Dass meine Worte überheblich klangen, herablassend. Jetzt weiß ich das, und deshalb meine Entschuldigung. Oft genug wurden meine Worte persönlich aufgefasst, wo sie überhaupt nicht persönlich gemeint waren. Wenn ich zum Beispiel sage, ich denke, dass ein Leinenruck dem Hundehals schadet, und meine Meinung mit wissenschaftlichen Quellen begründe, ist das eine allgemeine Meinungsäußerung. Manche denken dann, dass ich wohl eine extreme Meinung vertrete. Andere denken, sie werden für ihren gelegentlichen Leinenruck persönlich angegriffen. Das Ganze wird also durch mich ausgelöst, ich habe aber keinen Einfluss darauf, was aus meiner Aussage gemacht wird. Es ist auch passiert, dass Tipps gegeben wurden, die für den Hund unschön enden würden. Zum Beispiel Ignorieren als Strafe. Wenn ich dann gesagt habe, dass das für den Hund unschön ist, wurde der eigene Hund als Beispiel gebracht, dem das angeblich nicht geschadet hat. Das habe ich auch nicht kritisiert, wohl aber, das als allgemeinen Tipp weiterzugeben. Es steht mir nicht zu, zu kritisieren, wie jemand seinen Hund behandelt. Aber Tipps, die Hunden unter Umständen schaden, kritisiere ich schon. In diesen Fällen war mein Fehler, das nicht differenziert genug formuliert zu haben. Auch hier ist der Fehler von manchen gewesen, persönlich zu nehmen was nicht persönlich gemeint war. Das Muster dahinter ist oft dasselbe. Man fühlt sich durch bestimmte Dinge angegriffen, kritisiert, herabgesetzt. Manche diskutieren dann über die Sache, andere werden persönlich. Wenn man irgendwann an dem Punkt ist, wo man allein an der Person, die schreibt, festmacht, wie die Worte gemeint sind, sollte man dann der Person die alleinige Schuld daran geben, dass man sich angegriffen fühlt? Ich will wirklich meine Fehler nicht kleinreden. Oft genug hätte ich meine Worte sorgfältiger wählen sollen. Auch hätte ich mich auf die Beantwortung von Fragen beschränken sollen, statt anderen meine Ansichten aufzudrängen. Ich bleibe aber dabei: Schuld sind bei so etwas immer beide Seiten.
Liebe Sonja,
zu sagen ‚Schuld sind immer beide Seiten‘, entwertet die Entschuldigung im selben Moment, in dem sie ausgesprochen wird. Es klingt eher nach ,Ich entschuldige mich zwar aber eigentlich seid ihr schuld, weil ihr mich falsch verstanden habt.
Eine echte Entschuldigung braucht eigentlich keinen Sündenbock auf der anderen Seite um gültig zu sein..

Wer den Ton einer Debatte vergiftet, kann dem anderen nicht vorwerfen, dass ihm das Atmen darin schwerfällt.
 
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Inga
17. Feb. 23:18
Habe dieses Thema heute das erste Mal gesehen und gelesen .. ja dadurch bin ich das 4. Mal hier angemeldet weil , ich nahezu gemaßregelt wurde oder mir über den Mund gefahren wurde. Auf Klugscheisser Art nieder gemacht wurde. Aber nun gehe ich hier gefühlt alle 2 Tage mal rein , äußere mich in Themen die mir persönlich wichtig erscheinen.Weder ich noch hat Simba schon Freundschaften aufbauen können. Meine Erfahrungen draußen ? Naja 🫤 mal schön mal weniger schön , verbale Auseinandersetzungen kein Einzelfall. Aber das Die Hunde sich in die Haare bekommen .. zum Glück selten der Fall. Eher die HH und abgeneigte blicke auf meinen Hund bezogen.
 
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Anja
17. Feb. 23:19
Vorweg, meine persönliche Sicht der Vorfälle‼️
Liebe Sonja. Du hast deine Ansicht wie man mit Hunden umgeht. Das ist total in Ordnung.
Andere Menschen gehen da teilweise nicht konform mit. Das ist auch total in Ordnung. Deshalb sind sie nicht besser oder schlechter. Nicht jeder Hund ist gleich und da passt nicht immer ein spezielles Erziehungsmodell. Alle Personen, die schon mehrere Hunde hatten, können das nachvollziehen. Geht mir persönlich auch so.
In der Vergangenheit hast du ständig versucht, jedem "dein" Modell aufzudrücken, als einzig Richtiges. Das war nicht fair. Andere haben auch Ahnung oder Erfahrung und machen trotzdem nicht alles falsch oder aversiv.
Du sagst, ich habe lange nachgedacht usw., aber irgendwie kommt doch wieder dieses, aber IHR rüber.
Wir möchten doch Alle einen guten Austausch, respektvollen Umgang und voneinander lernen.
Und nochmal, damit es nicht falsch verstanden wird, das sind meine persönlichen Gedanken. No hate zu Sonja oder irgendwem.
 
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Sonja
17. Feb. 23:20
Liebe Sonja, zu sagen ‚Schuld sind immer beide Seiten‘, entwertet die Entschuldigung im selben Moment, in dem sie ausgesprochen wird. Es klingt eher nach ,Ich entschuldige mich zwar aber eigentlich seid ihr schuld, weil ihr mich falsch verstanden habt. Eine echte Entschuldigung braucht eigentlich keinen Sündenbock auf der anderen Seite um gültig zu sein.. Wer den Ton einer Debatte vergiftet, kann dem anderen nicht vorwerfen, dass ihm das Atmen darin schwerfällt.
Weißt Du, Celine, hier ist so viel auf mich eingeprügelt worden, nur weil ich eine kompromisslose Art habe, meine Meinung zu vertreten, irgendwann ist es einfach genug. Auch ich muss nicht alles unwidersprochen hinnehmen.

Ich kann mich durchaus ehrlich für die Fehler entschuldigen, die ich gemacht habe, und der Gegenseite trotzdem aufzeigen, dass ich nicht allein zu der Entwicklung beigetragen habe. Denn ich sage eben nicht, wenn andere eine Mitschuld haben, wiegt meine Schuld geringer. Ich suche auch keinen Sündenbock, im Gegensatz zu so vielen anderen hier, die in der letzten Zeit so viel Spaß daran hatten, persönliche Kommentare gegen mich loszulassen. Bezeichnenderweise besonders dann, wenn ich abgemeldet war und nichts erwidern konnte.