Was mir grad noch einfiel: wenn wir auf dem Gassigang andere Halter treffen, kommt man ja doch hier und da mal ins Gespräch, teilweise auch in der Gruppe.
Da hat man dann das Gefühl „oh, ein anregender Austausch“ oder „naja, die Gedankengänge sind jetzt nicht so mein Fall“… und da dreht man sich bei letzterem auch eher um und geht. Wahrscheinlich wünscht man sich noch höflich nen schönen Tag. Und beim nächsten Treffen nickt man freundlich und sieht zu, dass man weiterkommt…😬
Aber da kommt niemand drauf (oder höchst selten), sich festzubeißen und das Gegenüber wohlmöglich sogar noch zu beschimpfen oder persönlich beleidigend zu werden.
Wieso fällt uns das Umdrehen & Weggehen elektronisch so schwer…?🤔
Da habe ich bedauerlicherweise andere Erfahrungen gemacht. Im "realen Leben" habe ich tatsächlich so viele negative Erlebnisse gehabt, dass sie mich nachhaltig sehr geprägt haben.
Ich bin bis heute sprachlos, wie viel Feindseligkeit ich von anderen Hundehaltern im ersten Lebensjahr meines Hundes erfuhr.
Ich fing an, Angst vor den Spaziergängen zu entwickeln, weil ich nur darauf wartete, wieder angeschrien oder beleidigt zu werden. Im Übrigen stets wegen Kleinigkeiten, bspw. weil ich keinen Leinenkontakt wollte oder mein damals pubertäter Junghund zu aufgeregt war, um Sitz zu machen.
Habe sehr an meiner Einstellung und Körperhaltung gearbeitet, sodass ich solchen Leuten keine Beachtung mehr schenke und nicht mehr an mich ranlasse. Musste auch feststellen, dass eine gewisse Ausstrahlung durchaus dafür sorgt, dass Leute ihren Kommentar für sich behalten und stattdessen weitergehen.
Ich habe es auch schon mehrfach erlebt, dass mein Hund sich super verhielt und ein anderer Hund in der Nähe Fehlverhalten zeigte und dann eine fremde Person zu mir kommt, um mir zu sagen wie brav mein Hund ist und wie schlecht der andere. Das finde ich nicht gut.
Ich gehe niemanden an, der eine andere Meinung hat und für seinen Hund andere Wege gefunden hat - weder online noch "draußen". Und ich erwarte dasselbe auch von anderen.