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Katrin
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 402
heute 11:23

Toxische Hundebubble?

Wir alle hier haben eins gemeinsam, wir lieben Hunde. Wir wollen ihnen ein glückliches und tolles Leben bieten und eine schöne gemeinsame Zeit haben. Gleichzeitig erlebe ich zunehmend das es in der Hundebubble immer schlimmer zugeht. Ganz egal um welches Thema es geht es wird zum Teil verbal aufeinander eingedroschen. Während man von Angesicht zu Angesicht eher einen gemäßigten Ton einschlägt eskaliert es in Foren/ auf social media umso mehr. Meinungen treffen auf wissenschaftliche Fakten, eigene Erfahrungen werden als das einzig wahre angesehen und neue Ideen und Erkenntnisse als Blödsinn abgetan usw. So individuell wie wir Menschen und unsere Hunde sind so individuell sind die einzelnen Geschichten die jeder von uns zu verschieden Themen zu erzählen hat. Wenn wir alle diesen Geschichten offen lauschen würden könnten wir sicher vieles von einander lernen. Stattdessen führen wir Glaubenskriege über Trainingsmethoden, Ernährung, Gesundheit bis hin zur richtigen Leine, Halsband/Geschirr uvm. Haben wir verlernt wie man richtig mit unseren Mitmenschen umgeht? Wie man Kritik äußert und auch richtig annehmen kann? Wie man sachlich diskutiert ohne mit den moralischen Zeigefinger auf andere zu zeigen? Wenn ja was sagt das über uns als Hundehalter aus? Wenn wir nichtmal mehr vernünftig mit unseren Mitmenschen reden oder umgehen können, wie soll einem das dann beim Hund gelingen? Wenn die eigene Impulskontrolle und Frustrationstoleranz schon beim verfassen eines Kommentars vesagt, wie läuft das dann in einer echten herausfordernden Situation ab? Mich würden eure Meinungen und Erfahrungen und Gedanken dazu interessieren, egal ob im echten Leben oder Online. Empfindet ihr es ähnlich wie ich? Liebe Grüße Katrin J. Wie immer bitte höflich bleiben😊
 
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Katja
heute 08:49
Wir leben in einer Zeit, die in vielfältiger Weise beängstigend ist bzw. sein kann und das wirkt sich auf die Menschen und die Kommunikation aus. Sowohl im privaten, als auch im beruflichen Umfeld und insbesondere auch auf Socialmedia beobachte ich, dass Konflikte viel schneller entstehen aufgrund einer kollektiven Dünnhäutigkeit. Passt auf euch auf, aber auch auf eure Mitmenschen. Nicht alles, was geschrieben oder gesagt wird, ist toxisch oder muss in diese Schublade gestopft werden. Der Begriff wird m.E. mittlerweile etwas inflationär benutzt. Was bedeutet das in Bezug auf unsere Bubble hier für mich? Ich versuche, weniger zu werten und zu deuten und überlege mir genau, was ich schreibe und auch ob ich schreibe. Die Löschfunktion ist im diesem Zusammenhang auch ganz hilfreich. Gestern habe ich z.B. in einem Thread über Reiseübelkeit auf einen Kommentar geantwortet, den ich extrem unempathisch empfunden habe. Ich habe das dann wieder gelöscht..Was ich empfunden habe, war wahrscheinlich nicht so gemeint oder nur anders ausgedrückt, als ich es tun würde.
Manchmal hilft es auch, mir der Antwort einfach noch 1-2 Stunden zu warten und nicht gleich aus dem ersten Impuls zu antworten.
Auch wenn ihr dann oft schon wieder ganz woanders seid!😉

Oft tippe ich aber leider doch impulsiv… zwinge mich dann aber, das Ganze nochmal komplett durchzulesen… und drücke dann auf den Löschknopf für das ganze mühsam getippte.
Auch wenn es schwierig ist, wenn im Hintergrund immer neue Antworten vorbeihuschen…

Fühlt sich dann eben einfach nicht richtig an!🥴
 
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Kirsten
heute 09:01
„Sensibler dafür zu werden, wann und warum eine Diskussion von der Sachebene auf die persönliche Ebene rutscht.“

Das empfinde ich als guten Ansatz.
Zu prüfen, ob der eigene Kommentar ggf. persönliche Anschuldigungen enthält, ob er verletzt und was er im Gegenüber auslöst.
Wo fängt das bei mir selbst an?
Kann ich daran etwas ändern?
Öffne ich mit meinem Kommentar Türen oder schließe sie?
Erwarte ich das vom Gegenüber oder setze ich bei mir selbst an?

Danke Sonja! 🙏🏻
 
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Unikum
heute 09:02
Ich habe jetzt noch nicht alle Beiträge gelesen. Aber da ich vor ein paar Tagen hier eine außerordentlich unschöne Erfahrung gemacht habe, die genau das Thema trifft, wollte ich mich dazu jetzt auch mal äußern.

Es ging darum, dass ich ein Foto kommentiert bzw. kritisch hinterfragt habe.
M.M.n. bin ich dabei auch sachlich geblieben. Ich habe niemanden beleidigt oder angegriffen.
Aber diejenige, die das Bild gepostet hat, ist komplett ausgetickt.
Sie hat mich per PN massiv beleidigt und auch in ihrem Thread. Dann hat sie mich blockiert, sodass ich keine Möglichkeit mehr hatte mich zu äußern.

Es ging so weit, dass sie extra einen Hetz-Thread gegen mich gestartet hat in dem sie sogar einen Screenshot meines Profils gepostet hat.
Auch wurde ich als schlechte Mutter dargestellt, weil ich ein Foto meines Kindes im Profil habe.
Und es sind eine Menge Leute drauf angesprungen, die dann in die gleiche Kerbe geschlagen haben.
Wie gesagt, war ich blockiert, ich konnte dieses asoziale Treiben also nicht mal melden.

Das hat dann jemand anders für mich gemacht.
Allerdings hat das Team wohl keinen Verstoß feststellen können. Da bin ich fast vom Glauben abgefallen als ich das gelesen habe.
Da wird massiv Stimmung gegen eine Person gemacht, die sich nicht mal wehren kann und das Team findet das okay?🙂‍↔️
Diese Blockier-Funktion hier bei Dogorama finde ziemlich gefährlich, denn dadurch können User massiv diffamiert werden ohne etwas dagegen unternehmen zu können, bzw. überhaupt davon zu erfahren.
Hätte mich nicht eine andere Userin darauf hingewiesen, wüsste ich das immer noch nicht.

Ich habe verschiedene Team-Mitglieder und auch den Support angeschrieben.
Aber keine oder keine zielführende Antwort bekommen.
Soweit ich weiß, existiert der Post immer noch, lediglich der Screenshot scheint entfernt worden zu sein.

Sorry für den langen Text.🙈
Ich finde nur, was mir da passiert ist, passt genau zum Thema.
 
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Katrin
heute 09:08
Ich habe jetzt noch nicht alle Beiträge gelesen. Aber da ich vor ein paar Tagen hier eine außerordentlich unschöne Erfahrung gemacht habe, die genau das Thema trifft, wollte ich mich dazu jetzt auch mal äußern. Es ging darum, dass ich ein Foto kommentiert bzw. kritisch hinterfragt habe. M.M.n. bin ich dabei auch sachlich geblieben. Ich habe niemanden beleidigt oder angegriffen. Aber diejenige, die das Bild gepostet hat, ist komplett ausgetickt. Sie hat mich per PN massiv beleidigt und auch in ihrem Thread. Dann hat sie mich blockiert, sodass ich keine Möglichkeit mehr hatte mich zu äußern. Es ging so weit, dass sie extra einen Hetz-Thread gegen mich gestartet hat in dem sie sogar einen Screenshot meines Profils gepostet hat. Auch wurde ich als schlechte Mutter dargestellt, weil ich ein Foto meines Kindes im Profil habe. Und es sind eine Menge Leute drauf angesprungen, die dann in die gleiche Kerbe geschlagen haben. Wie gesagt, war ich blockiert, ich konnte dieses asoziale Treiben also nicht mal melden. Das hat dann jemand anders für mich gemacht. Allerdings hat das Team wohl keinen Verstoß feststellen können. Da bin ich fast vom Glauben abgefallen als ich das gelesen habe. Da wird massiv Stimmung gegen eine Person gemacht, die sich nicht mal wehren kann und das Team findet das okay?🙂‍↔️ Diese Blockier-Funktion hier bei Dogorama finde ziemlich gefährlich, denn dadurch können User massiv diffamiert werden ohne etwas dagegen unternehmen zu können, bzw. überhaupt davon zu erfahren. Hätte mich nicht eine andere Userin darauf hingewiesen, wüsste ich das immer noch nicht. Ich habe verschiedene Team-Mitglieder und auch den Support angeschrieben. Aber keine oder keine zielführende Antwort bekommen. Soweit ich weiß, existiert der Post immer noch, lediglich der Screenshot scheint entfernt worden zu sein. Sorry für den langen Text.🙈 Ich finde nur, was mir da passiert ist, passt genau zum Thema.
Eine sehr üble Geschichte.
 
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Unikum
heute 09:37
Eine sehr üble Geschichte.
Definitiv.
Ich möchte noch dazu anmerken, dass das Thema sicher ein polarisierendes war bzw ist.
Jemand hat mir geraten darüber einen Thread im Forum zu erstellen.
Ich konnte mich dazu bisher aber noch nicht durchringen.

Aber auch, wenn es um Kontroversen geht, gibt es doch niemandem das Recht ausfällig oder gar übergriffig zu werden.
Das ist halt die Krux an der Anonymität im Netz: es gibt keine oder kaum noch (moralische) Grenzen.
 
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Katrin
heute 09:43
Definitiv. Ich möchte noch dazu anmerken, dass das Thema sicher ein polarisierendes war bzw ist. Jemand hat mir geraten darüber einen Thread im Forum zu erstellen. Ich konnte mich dazu bisher aber noch nicht durchringen. Aber auch, wenn es um Kontroversen geht, gibt es doch niemandem das Recht ausfällig oder gar übergriffig zu werden. Das ist halt die Krux an der Anonymität im Netz: es gibt keine oder kaum noch (moralische) Grenzen.
Das ist etwas das ich sehr oft höre. Das jemand ein Anliegen hat aber sich nicht traut oder dazu durchringen kann das ganze öffentlich als Frage/Thema zu stellen. Das finde ich total schade.
 
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Unikum
heute 09:45
Das ist etwas das ich sehr oft höre. Das jemand ein Anliegen hat aber sich nicht traut oder dazu durchringen kann das ganze öffentlich als Frage/Thema zu stellen. Das finde ich total schade.
Ja, nach so einem Shitstorm überlegt man sich das dreimal.
 
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Hong
heute 10:30
Ich versuche mal zu erklären, wie ich die Dinge wahrgenommen habe, danach deaktiviere ich das "Abonniert" - Sternchen, weil ich keine Kapazitäten mehr für das habe (n will), was hier passiert (ist). Wenn ich in der Vergangenheit einen Thread entdeckte, dessen Thema ich interessant fand oder ich dachte, dass ich dem/der Fragesteller/in möglicherweise helfen kann, dann habe ich fragen gestellt, um die Situation besser zu verstehen und dann möglicherweise im weiteren Verlauf eine mögliche Lösung für das Problem anzubieten. Aber so weit kam es nie. Schon nach wenigen Kommentaren tauchtest du auf, fuhrst mir über den Mund und vermitteltest nach außen, dass ich keine Ahnung habe und sowieso ein Tierquäler bin, wenn ich es nicht genauso lösen würde, wie du es dann wortreich beschrieben hast. Für mich war da sofort Schluss. Jede Lust verloren. Da es nicht meine Fragen und meine Probleme waren, die besprochen wurden, konnte ich mich auch einfach zurück ziehen und meine Zeit anderweitig nutzen. Relativ zu Beginn dieses Threads hat aber Julia etwas beschrieben, was mit auch oft aufgefallen ist und inzwischen auch von mehreren Leuten berichtet wurde: dein unbedingter Wille, verstanden zu werden, hat dazu geführt, dass andere sich verletzt und gemobbt gefühlt haben, dass sie sich nicht mehr getraut haben, hier etwas zu schreiben oder sich sogar ganz gelöscht haben. Was ich mir von dir und auch den anderen, die Julia in dem vom mir angesprochenen Kommentar deinen Freundeskreis genannt hat, wünschen würde ist, dass ihr annehmt, dass viele Menschen durchaus verstehen, was ihr sagt und welche Ideologie ihr vertretet, sich selber dieser aber nicht anschließen möchten. Und das ist okay und rechtlich in Ordnung. Punkt. Ich persönlich habe bisher keinen Kommentar gelesen, der anprangert, wenn jemand bedürfnisorientiert oder rein positiv arbeitet und dem Menschen, der das tut, vorwirft, seinen Hund zu quälen, unfair zu sein und sein Vertrauen täglich neu zu verlieren. Alle, die aber nicht so arbeiten und leben möchten, wurden in der Vergangenheit aber von ein paar Leuten hier so dargestellt. Ich habe mal ein paar Threads durchscrollt und gesehen, dass du einen Großteil, wenn nicht sogar alle deine als unangenehm empfundenen Kommentare gelöscht hast. Aber ich habe mal die Antwort auf so einen deiner Kommentare hier angehängt, um nochmal zu zeigen, wie verbale Maßregelungen sich angefühlt haben. Wie ich dir schon persönlich geschrieben habe, als du dich - was ich wirklich toll fand - bei mir persönlich entschuldigt hast, ist mir sehr wohl klar, dass diese Ideologie einen positiven Antrieb hat, Hunde schützen und ihnen das bestmögliche Leben ermöglichen zu wollen, aber die sich fanatisch anfühlende Suche nach Verhaltensweisen im Umgang mit Hunden, die das nicht sicher stellen, hat vielleicht mehr mit dem Menschen dahinter und seinen Erfahrungen zu tun, als mit dem Thema an sich. Ich weiß es nicht.
Ich habe früher viele threads erstellt, dann alle gelöscht. Weil ich mich von S. Usw. sehr genervt und geärgert war. Ich wollte meine Zeit nicht damit verschwenden. Es war gute Idee gewesen.
 
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Gabriele
heute 10:43
Ich empfinde ganz genau so, wie du Katrin.
 
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Gabriele
heute 10:47
Ein schönes Thema. :) Woher kommt nur die Idee? 🤔😋 Ich glaube, dass sich Foren aufgrund ihrer Antwortstrukrur eher für einen Erfahrungsaustausch und konkrete Fragen eigenen. Für Diskussionen finde ich das Format eigentlich ungeeignet. Eine Person stellt ein Thema dir Diskussion. Fünf Personen steigen in die Diskussion ein, erklären, was sie meinen und tun ihr Pro und Contra kund. Dann steigen weitere Personen ein, die, ohne vorherige Beiträge zu lesen, ihre Meinung außer. Dabei wird zuvor erarbeitetes Verständnis wieder in Frage gestellt bzw. negiert. Dann fängt die Diskussion wieder von vorn an. Dann glaube ich auch, dass Menschen sich nicht die Mühe machen wollen gründlich zu lesen, zu verstehen und nachzufragen. Zuletzt, auch wenn ich mich damit unbeliebt mache, würd ich noch unterschiedliche Bildungsstände anführen. Ich glaube, dass deswegen in manchen Fällen unterschiedliche Erwartungen und Diskussionsarten aufeinandertreffen, die von beiden Seiten nicht verstanden werden (wollen oder können). Ich fände es gut, wenn es für Kontroverse Themen ein anderes Format gaebe, nicht linear sondern gegenüberstellend - als eine Sammlung von Pro- und Contra-Listen. Dazu sollte es obligatorisch sein, das, was zur Diskussion steht konkret zu definieren und es sollte die Möglichkeit geben, bei Verstandnisproblemen nachzufragen (gern auch anonym).
Du hast mit Vielem sicher Recht. Allerdings meine ich, daß vielleicht mancher gar nicht merkt, daß er etwas nicht verstanden hat und somit auch nicht nachfragen wird. 🫤