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Katrin
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 418
heute 14:46

Toxische Hundebubble?

Wir alle hier haben eins gemeinsam, wir lieben Hunde. Wir wollen ihnen ein glückliches und tolles Leben bieten und eine schöne gemeinsame Zeit haben. Gleichzeitig erlebe ich zunehmend das es in der Hundebubble immer schlimmer zugeht. Ganz egal um welches Thema es geht es wird zum Teil verbal aufeinander eingedroschen. Während man von Angesicht zu Angesicht eher einen gemäßigten Ton einschlägt eskaliert es in Foren/ auf social media umso mehr. Meinungen treffen auf wissenschaftliche Fakten, eigene Erfahrungen werden als das einzig wahre angesehen und neue Ideen und Erkenntnisse als Blödsinn abgetan usw. So individuell wie wir Menschen und unsere Hunde sind so individuell sind die einzelnen Geschichten die jeder von uns zu verschieden Themen zu erzählen hat. Wenn wir alle diesen Geschichten offen lauschen würden könnten wir sicher vieles von einander lernen. Stattdessen führen wir Glaubenskriege über Trainingsmethoden, Ernährung, Gesundheit bis hin zur richtigen Leine, Halsband/Geschirr uvm. Haben wir verlernt wie man richtig mit unseren Mitmenschen umgeht? Wie man Kritik äußert und auch richtig annehmen kann? Wie man sachlich diskutiert ohne mit den moralischen Zeigefinger auf andere zu zeigen? Wenn ja was sagt das über uns als Hundehalter aus? Wenn wir nichtmal mehr vernünftig mit unseren Mitmenschen reden oder umgehen können, wie soll einem das dann beim Hund gelingen? Wenn die eigene Impulskontrolle und Frustrationstoleranz schon beim verfassen eines Kommentars vesagt, wie läuft das dann in einer echten herausfordernden Situation ab? Mich würden eure Meinungen und Erfahrungen und Gedanken dazu interessieren, egal ob im echten Leben oder Online. Empfindet ihr es ähnlich wie ich? Liebe Grüße Katrin J. Wie immer bitte höflich bleiben😊
 
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Lena
2. Feb. 21:04
Eins noch zum Abschluss wenn ein Autismus erkrankter Menschen seine Gene weitergibt werden dann die nachkommen auch an Autismus leiden?
Tatsächlich gibt es Neurodivergenzen und ein Haufen Erkrankungen, die bei den Nachkommen zu einer familiären Disposition führen.
 
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Heike
2. Feb. 21:06
Wie kommt es dann dazu das gesunde Menschen an Autismus erkrankte Kinder bekommen? Unwahrscheinlich aber kommt vor.
Es muss nicht von den Genen der Eltern kommen, es gibt auch spontane Mutationen also Veränderungen an Genen, die zu Autismus führen.
 
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Lena
2. Feb. 21:06
Wie kommt es dann dazu das gesunde Menschen an Autismus erkrankte Kinder bekommen? Unwahrscheinlich aber kommt vor.
Ist halt die Frage, ob die Eltern tatsächlich gesund sind- ist ja nicht so das jeder Mensch auf sämtliche Neurodivergenzen fachmännisch durchgetestet ist.
Gerade eine ASS bleibt gerne unentdeckt
 
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Sylvia
2. Feb. 21:07
Hab mich erbarmt..ich hoffe es artet nicht aus..
Wir moderieren deeskalierend mit….😊
 
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Olli
2. Feb. 21:07
Wie kommt es dann dazu das gesunde Menschen an Autismus erkrankte Kinder bekommen? Unwahrscheinlich aber kommt vor.
Auch Gene von gesunden Menschen können verändert werden, z.B. durch Strahlung. Aber gern weiter im anderen Thread.
 
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Pia
2. Feb. 21:07
Ich möchte gerne mal ein großes Lob aussprechen: Bis jetzt habe ich nur nette Erfahrungen auf dieser App gemacht und freue mich jedes Mal zu sehen wie sehr die Hunde von ihren Besitzern geliebt werden 😊🫶🏻

Tatsächlich habe ich im "realen" Leben schon viele ungewollte Diskussionen über Hundethemen führen müssen 🫣 Deswegen nehme ich mich da mittlerweile sehr zurück was andere Hundebesitzer betrifft. Wenn sich Hunde treffen die sich verstehen ist das toll und man kann sich mit den Besitzern oberflächlich unterhalten und das reicht mir dann schon. Ist besser für die innere Ruhe :) ☀️
 
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Sylvia
2. Feb. 21:12
Liebe Kathrin und an alle Schreiber
Danke für diesen Thread. Sehr freundlich und entspannend hier.
 
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Katja
2. Feb. 21:16
Gute Frage. Ich bewerte das für mich tatsächlich jedesmal neu. Jeder Fall ist individuell mit ganz vielen Punkten über Hund oder Halter die man nicht kennt. Jeder definiert doch für sich ab wann was als übegriffig empfunden wird. Ein freundliches Ansprechen auf ein Thema (zB Übergewicht beim Hund) kann dann schon für manche zuviel sein.
Dann kehre ich doch mal zum Thema zurück -> Danke für eure ganzen Meinungen zum Thema übergriffig oder nicht! Find ich total spannend!

Ich finde es auch gerade in dem Beispiel hier (Gewicht des Hundes) schwierig bis eigentlich unmöglich, dazu was schriftlich zu kommentieren… es sei denn, der Angesprochene bittet explizit drum!
Diffizile Themen brauchen meines Erachtens nach zwingend die persönliche Interaktion: Man muss die Mimik sehen und wie der andere auf bestimmte Sachen reagiert. Sowas geht nicht im Rahmen eines Forums… finde ich jedenfalls!
 
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Jörg
2. Feb. 21:22
Ich habe mich bereits im passenden Thema dazu geäußert. Und möchte hier zum eigentlichem Thema zurück kehren. Vielen Dank für euer Verständnis.
 
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Katja
2. Feb. 21:26
Ich muss hier noch mal ein klares Statement zur Verantwortung nachschieben (erst heute wieder ein aktuelles Thema erlebt und mein größter Triggerpunkt) Es ist für mich schlichtweg verantwortungslos, bestimmte Rassen in ein Umfeld zu pressen, das ihrer Genetik komplett widerspricht. Ein Hund, dessen Instinkt auf Weite, Schutz oder eigenständiges Arbeiten ausgelegt ist, gehört nicht in einen Großstadt Plattenbau. Da nützt auch die beste Erdung oder die meiste Liebe nichts, das ist ein Kampf gegen die Natur des Tieres, den am Ende immer der Hund verliert. Die Toxizität entsteht oft dort, wo Menschen ihren persönlichen Wunsch (Ich will aber genau diese Rasse) über die Bedürfnisse des Hundes stellen. Wenn der Hund dann in der Enge der Stadt rassetypisch reagiert und zum Problem wird, wird online oft nur über Trainingsmethoden gestritten. Aber die eigentliche Frage stellt keiner: Darf man das dem Hund überhaupt antun? Wahre Intuition und Respekt vor dem Lebewesen fangen für mich damit an, einzusehen, wo meine Möglichkeiten enden. Alles andere ist Egoismus auf Kosten des Tierwohls.
Wobei ich hier sagen muss, dass ich hier höchsten Respekt vor einigen Leuten hier habe, die denn doch irgendwann zugeben, dass sie sich das alles anders vorgestellt haben (trotz größter Sorgfalt, kann man eben immer ein Exemplar erwischen, was einfach nicht zu einem passt!) und jetzt zugeben müssen, dass der Hund wahrscheinlich mit einem anderen Halter glücklicher wäre!
Gab ja doch schon so den ein oder anderen Thread…

Und auch es gab auch immer das Übliche „Du brauchst nur den richtigen Trainer“ oder „dann musst Du Dich halt anpassen, das Leben ist kein Ponyhof“… aber auch immer Stimmen, die die Auffassung vertreten haben, dass beide glücklich werden müssen: Hund UND Mensch!

Und das mag ich echt hier an diesem Forum: wenn man die ganzen getriggerten Leute einfach mal ignoriert, bleibt verdammt viel wertvoller Zuspruch auch für schwere Entscheidungen übrig.
So zumindest mein Eindruck…

Und dafür wollte ich euch allen hier an dieser Stelle mal danke sagen dafür!🤗