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Katrin
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heute 21:03

Toxische Hundebubble?

Wir alle hier haben eins gemeinsam, wir lieben Hunde. Wir wollen ihnen ein glückliches und tolles Leben bieten und eine schöne gemeinsame Zeit haben. Gleichzeitig erlebe ich zunehmend das es in der Hundebubble immer schlimmer zugeht. Ganz egal um welches Thema es geht es wird zum Teil verbal aufeinander eingedroschen. Während man von Angesicht zu Angesicht eher einen gemäßigten Ton einschlägt eskaliert es in Foren/ auf social media umso mehr. Meinungen treffen auf wissenschaftliche Fakten, eigene Erfahrungen werden als das einzig wahre angesehen und neue Ideen und Erkenntnisse als Blödsinn abgetan usw. So individuell wie wir Menschen und unsere Hunde sind so individuell sind die einzelnen Geschichten die jeder von uns zu verschieden Themen zu erzählen hat. Wenn wir alle diesen Geschichten offen lauschen würden könnten wir sicher vieles von einander lernen. Stattdessen führen wir Glaubenskriege über Trainingsmethoden, Ernährung, Gesundheit bis hin zur richtigen Leine, Halsband/Geschirr uvm. Haben wir verlernt wie man richtig mit unseren Mitmenschen umgeht? Wie man Kritik äußert und auch richtig annehmen kann? Wie man sachlich diskutiert ohne mit den moralischen Zeigefinger auf andere zu zeigen? Wenn ja was sagt das über uns als Hundehalter aus? Wenn wir nichtmal mehr vernünftig mit unseren Mitmenschen reden oder umgehen können, wie soll einem das dann beim Hund gelingen? Wenn die eigene Impulskontrolle und Frustrationstoleranz schon beim verfassen eines Kommentars vesagt, wie läuft das dann in einer echten herausfordernden Situation ab? Mich würden eure Meinungen und Erfahrungen und Gedanken dazu interessieren, egal ob im echten Leben oder Online. Empfindet ihr es ähnlich wie ich? Liebe Grüße Katrin J. Wie immer bitte höflich bleiben😊
 
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Carola
2. Feb. 20:28
Ich verstehe schon was du meinst. Und respektiere das auch dennoch muss man sich generell mal immer die Frage stellen ob Tierhaltung nicht grundsätzlich egoistisch ist. Das fängt bei Fischen an, geht weiter über Vögel, Katzen, Hund, Pferd usw. ich glaub es gibt da keine pauschal sondern kommt auf den Karakter des Tieres an. Klar ist es nicht Ratsam einen Kangal im 5 Stock in einer Einzimmerwohnung zu halten. Aber wenn der Karakter des Hundes es her gibt spricht eigentlich auch nichts dagegen. Es kommt halt immer auf das Tier an. Das wäre jetzt auch nicht richtig wenn man sagen würde ein Border Collie wird nur froh wenn er eine Herde zum Hüten hat. Das ist einfach eine pauschale die nicht generell anwendbar ist.
Charakter und Genetik haben nicht zwingend etwas miteinander zu tun. Wenn aber ein Hund genetisch so ausgerichtet ist dass er eine bestimmte Aufgabe erfüllt/erfüllen muss dann wird er es-vielleicht in abgewandelter Form- immer tun wollen. Ich habe aus gutem Grund Hunde denen ich einen Job geben kann der ihrer Veranlagung und Genetik entspricht. Das hat aber nichts mit dem Charakter zu tun. Der ist trotz gleicher genetischer Veranlagung völlig unterschiedlich.
 
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Sylvia
2. Feb. 20:29
Ja dann… mal wieder neu aufwärmen und umrühren..
Da testen wir mal unserer diplomatischen Fähigkeiten 😅
 
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Celine
2. Feb. 20:30
Jeder Haushund wird eigentlich gegen seine Biologie gehalten. Ich glaube nicht das ein CC halter es Klasse finden würde wenn sein Hund den Besuch nicht rein lässt, genauso wird ein Jagd Hunde Halter bestimmt nicht begeistert sein wenn sein Hund auf eigene Faust jagen geht. Das was du ansprichst ist der Trieb eines Hundes und an denen muss man mit jedem Hund arbeiten das er sie nicht selbst ständig auslebt.
Ich glaube, wir reden hier aneinander vorbei. Natürlich muss man an Trieben arbeiten, das bestreitet niemand. Aber es gibt einen massiven Unterschied zwischen dem Management von Eigenschaften in einem passenden Umfeld und dem Versuch, die biologische Identität eines Tieres in einem völlig unpassenden Lebensraum komplett zu unterdrücken.

Ein Jagdhund, der im Wald arbeiten darf, kann im Haus zur Ruhe kommen. Ein Herdenschutzhund, der in der Stadt im Minutentakt mit Reizen (Fremden, Lärm, Enge) bombardiert wird, die seine Genetik als ‚Gefahr‘ einstuft, steht unter Dauerstress. Das kann man nicht ‚wegtrainieren‘, das ist eine Qual für das Tier.

Wenn wir so tun, als wäre jede Form der Hundehaltung ohnehin ‚gegen die Biologie‘ und deshalb der Plattenbau für den Kangal auch egal, dann machen wir es uns als Halter viel zu einfach und stehlen uns aus der Verantwortung. Für mich ist das eine Sackgasse in der Argumentation, die am Ende immer auf Kosten der Hunde geht. Deshalb klinke ich mich an dieser Stelle aus der Diskussion aus, für mich fängt Respekt vor dem Tier da an, wo man seine Natur nicht nur als ‚Problem‘ sieht, das man wegerziehen muss.
 
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Michi
2. Feb. 20:30
Jeder Haushund wird eigentlich gegen seine Biologie gehalten. Ich glaube nicht das ein CC halter es Klasse finden würde wenn sein Hund den Besuch nicht rein lässt, genauso wird ein Jagd Hunde Halter bestimmt nicht begeistert sein wenn sein Hund auf eigene Faust jagen geht. Das was du ansprichst ist der Trieb eines Hundes und an denen muss man mit jedem Hund arbeiten das er sie nicht selbst ständig auslebt.
Ein Hund ist seit 30000 Jahren domestiziert und zum Begleiter des Menschen geworden .
Rassen sind spezialisiert worden.
Ein Jagdhund muss/ soll nicht auf eigene Faust jagen sondern im Verbund mit seinem Menschen.
Und ein HSH ist seit sehr langer Zeit auf seine Aufgabe gezüchtet worden.
Es gibt sehr viele Rassen unter denen jeder einen passenden Hund finden kann.
Wählt man nur nach Optik aus, dann gelingt das halt nicht!
 
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Jörg
2. Feb. 20:31
Charakter und Genetik haben nicht zwingend etwas miteinander zu tun. Wenn aber ein Hund genetisch so ausgerichtet ist dass er eine bestimmte Aufgabe erfüllt/erfüllen muss dann wird er es-vielleicht in abgewandelter Form- immer tun wollen. Ich habe aus gutem Grund Hunde denen ich einen Job geben kann der ihrer Veranlagung und Genetik entspricht. Das hat aber nichts mit dem Charakter zu tun. Der ist trotz gleicher genetischer Veranlagung völlig unterschiedlich.
Spitz na wunderbar das sind super Wachhunde, dürfen sie jetzt bei dir den Besuch nicht rein lassen. Wenn sie es tun wäre es gegen ihre Genetik. Oder was dürfen sie bewachen? Oder ist es ein Trieb den du kontrollierst?
 
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Celine
2. Feb. 20:34
Ja das finde ich auch beachtlich! Da wird von 2% Genen geredet und wenn man mal bedenkt dass z.B beim Menschen ein einziges Gen welches defekt ist, unglaubliche Auswirkungen haben kann. Man denke nur an Trisomie, Mukoviszidose, tuberöse sklerose und da liegt der Fehler ja nur auf einem einzigen Gen. Und dann hängt es ja sogar noch davon ab wo im Gen der Fehler oder Defekt liegt. Davon hängen nämlich die Auswirkungen ab. Da kann mir keiner erzählen dass 2% Genabweichung keine Auswirkung haben.
Ein guter Punkt! Dieser Vergleich mit der Genetik macht erst so richtig deutlich, wie absurd es ist, die Veranlagung eines Hundes kleinzureden. Es sind oft die kleinsten Details im Bauplan, die entscheiden, wie ein Lebewesen die Welt wahrnimmt und auf sie reagiert
 
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Carola
2. Feb. 20:35
Spitz na wunderbar das sind super Wachhunde, dürfen sie jetzt bei dir den Besuch nicht rein lassen. Wenn sie es tun wäre es gegen ihre Genetik. Oder was dürfen sie bewachen? Oder ist es ein Trieb den du kontrollierst?
Ja es sind Wachhunde aber keine Schutzhunde! Und ja sie machen Krach wenn jemand kommt und das sollen sie auch. Sie bewachen ihr Revier sehr genau und kontrollieren es auch und das dürfen sie-ja sie sollen das sogar .
Was nicht heißt dass niemand rein darf: Unterschied Wachhund zum Schutzhund.
Ein spitz bleibt immer auf Abstand und geht nicht an einen fremden Menschen heran. Dabei aber kann er zugegebenermaßen ziemlich unfreundlich sein.
Trotzdem muss man natürlich den vorhandenen trieb in Bahnen leiten und die Hunde entsprechend trainieren. Aber ich trainiere meine Hunde nicht gegen ihre Veranlagung sondern ich arbeite mit ihrer Veranlagung.
 
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Jörg
2. Feb. 20:36
Ein Hund ist seit 30000 Jahren domestiziert und zum Begleiter des Menschen geworden . Rassen sind spezialisiert worden. Ein Jagdhund muss/ soll nicht auf eigene Faust jagen sondern im Verbund mit seinem Menschen. Und ein HSH ist seit sehr langer Zeit auf seine Aufgabe gezüchtet worden. Es gibt sehr viele Rassen unter denen jeder einen passenden Hund finden kann. Wählt man nur nach Optik aus, dann gelingt das halt nicht!
Richtig der Hund muss mit dem Menschen zusammen arbeiten. Und bestimmt Triebe die in der Genetik liegen dürfen Hunde hier zu Lande nicht ausleben. Shar Pai wurden doch auch als Kampfhunde wie es im Volksmund gerne genannt wird gezüchtet. Liegt also an den Gehne oder ist es ein Trieb den du unter Kontrolle hast?
 
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Jörg
2. Feb. 20:39
Ja es sind Wachhunde aber keine Schutzhunde! Und ja sie machen Krach wenn jemand kommt und das sollen sie auch. Sie bewachen ihr Revier sehr genau und kontrollieren es auch und das dürfen sie-ja sie sollen das sogar . Was nicht heißt dass niemand rein darf: Unterschied Wachhund zum Schutzhund. Ein spitz bleibt immer auf Abstand und geht nicht an einen fremden Menschen heran. Dabei aber kann er zugegebenermaßen ziemlich unfreundlich sein. Trotzdem muss man natürlich den vorhandenen trieb in Bahnen leiten und die Hunde entsprechend trainieren. Aber ich trainiere meine Hunde nicht gegen ihre Veranlagung sondern ich arbeite mit ihrer Veranlagung.
Ja was ist es denn jetzt Gene oder Trieb? Wenn es am Gen liegt ist es unkontrollierbar. Triebtäter vererben auch ihre Gene heißt noch lange nicht das die nachkommen diesen Trieb auch ausleben.
 
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Michi
2. Feb. 20:39
Richtig der Hund muss mit dem Menschen zusammen arbeiten. Und bestimmt Triebe die in der Genetik liegen dürfen Hunde hier zu Lande nicht ausleben. Shar Pai wurden doch auch als Kampfhunde wie es im Volksmund gerne genannt wird gezüchtet. Liegt also an den Gehne oder ist es ein Trieb den du unter Kontrolle hast?
Ein Shar Pei war ein Hund der Bauern. Er musste bewachen, hüten, jagen.
Später wurden er auch zum Kämpfen genommen, das ist aber nicht seine Genetik.
Mein Hund lebt keinen Trieb aus und verlangt auch nicht danach.
Er hat übrigens ein hervorragendes Sozialverhalten, was tatsächlich nicht rassetypisch ist.
Das hat er , weil ich mit ihm von Anfang an daran gearbeitet habe.