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Katrin
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heute 07:56

Toxische Hundebubble?

Wir alle hier haben eins gemeinsam, wir lieben Hunde. Wir wollen ihnen ein glückliches und tolles Leben bieten und eine schöne gemeinsame Zeit haben. Gleichzeitig erlebe ich zunehmend das es in der Hundebubble immer schlimmer zugeht. Ganz egal um welches Thema es geht es wird zum Teil verbal aufeinander eingedroschen. Während man von Angesicht zu Angesicht eher einen gemäßigten Ton einschlägt eskaliert es in Foren/ auf social media umso mehr. Meinungen treffen auf wissenschaftliche Fakten, eigene Erfahrungen werden als das einzig wahre angesehen und neue Ideen und Erkenntnisse als Blödsinn abgetan usw. So individuell wie wir Menschen und unsere Hunde sind so individuell sind die einzelnen Geschichten die jeder von uns zu verschieden Themen zu erzählen hat. Wenn wir alle diesen Geschichten offen lauschen würden könnten wir sicher vieles von einander lernen. Stattdessen führen wir Glaubenskriege über Trainingsmethoden, Ernährung, Gesundheit bis hin zur richtigen Leine, Halsband/Geschirr uvm. Haben wir verlernt wie man richtig mit unseren Mitmenschen umgeht? Wie man Kritik äußert und auch richtig annehmen kann? Wie man sachlich diskutiert ohne mit den moralischen Zeigefinger auf andere zu zeigen? Wenn ja was sagt das über uns als Hundehalter aus? Wenn wir nichtmal mehr vernünftig mit unseren Mitmenschen reden oder umgehen können, wie soll einem das dann beim Hund gelingen? Wenn die eigene Impulskontrolle und Frustrationstoleranz schon beim verfassen eines Kommentars vesagt, wie läuft das dann in einer echten herausfordernden Situation ab? Mich würden eure Meinungen und Erfahrungen und Gedanken dazu interessieren, egal ob im echten Leben oder Online. Empfindet ihr es ähnlich wie ich? Liebe Grüße Katrin J. Wie immer bitte höflich bleiben😊
 
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Mel und
31. Jän. 18:02
Ich wollte noch hinzufügen, dass ich es auch in den letzten Wochen bemerkenswert fand, wie krass sich einige Personen (ich nenne keine Namen) schon durch einen ihrer Meinung nach unangemessenen Kosenamen für den Hund (z. B. „Walross“) derart getriggert gefühlt haben, dass sofort die Moralkeule ausgepackt werden musste.
Offenbar vollkommen ohne Impulskontrolle, wie du es ja auch schon angesprochen hast. Ich frage mich ernsthaft: Wie kann eine solche Persönlichkeit es im Alltag schaffen, nicht genauso zu sein? Alles fake??Da kann man dann immer ruhig bleiben?
Das frage ich mich wirklich ernsthaft.

Ich hatte z. B. gestern erst wieder eine blöde Situation mit Nio und bin auch etwas lauter geworden.
Um genau zu sein, habe ich ihn richtig angeschrien „HEY“.
Aber in der Situation war es meiner Meinung nach einfach nötig. Schäme ich mich jetzt dafür? Nein.
Hätte man die Situation anders lösen können? Wahrscheinlich .
Aber deswegen bin ich noch kein schlechter Mensch, so wie manche es hier vermutlich deswegen schon darstellen würden.
 
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Su
31. Jän. 18:19
Liebe Katrin,
wieder ein gutes Thema, was Du einbringst! Danke dafür!

Ich persönlich erlebe es so, daß der Umgang miteinander nicht nur in der Hundebubble sondern allgemein gereizter, konfliktunfähiger, vorurteilsbehafteter, abwertender und aggressiver geworden ist. An wohlwollendem Austausch und der Lust auf andere, evtl. unbekannte Perspektiven scheint bei vielen kein Interesse mehr zu bestehen…sehr schade. Wir alle könnten es so gut miteinander haben.

Ein kontroverser Diskurs scheint gefährlich.
 
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Gabriele
31. Jän. 18:22
Manchmal verstehe ich das aufeinander rumgehacke auch nicht. Man kann doch miteinander Meinungen zu einem Thema austauschen, die eben auch kontrovers sein können. Es muss nicht immer einen Konsens geben. Trotzdem sollte man nett und höflich bleiben und die Meinung des anderen eben einfach mal akzeptieren.
Nehmen wir das Beispiel vegane Ernährung beim Hund. Ich habe mich dagegen entschieden. Aber deshalb muss ich mich doch jetzt mit Katrin J. bekriegen. Ich kann doch einfach akzeptieren, dass sie ihren Hund anders ernährt. Andersherum erwarte ich das auch. Wir könnten Erfahrungen und Erlebnisse austauschen ohne uns bekehren zu müssen. Warum können das so viele nicht mehr?
Ganz besonders die Themen zu Auslandstierschutz versus Rassehund vom Züchter und die unqualifizierten Kommentare zu Qualzuchten gehen mir auf den Geist. Es wird überhaupt nicht versucht die andere Seite zu akzeptieren. Über meinen Cavi stelle ich nur etwas in der entsprechenden Gruppe ein - ansonsten würde ich hier auseinandergenommen werden - darauf habe ich schlichtweg keine Lust.
 
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Mel und
31. Jän. 18:23
Ich wollte noch hinzufügen, dass ich es auch in den letzten Wochen bemerkenswert fand, wie krass sich einige Personen (ich nenne keine Namen) schon durch einen ihrer Meinung nach unangemessenen Kosenamen für den Hund (z. B. „Walross“) derart getriggert gefühlt haben, dass sofort die Moralkeule ausgepackt werden musste. Offenbar vollkommen ohne Impulskontrolle, wie du es ja auch schon angesprochen hast. Ich frage mich ernsthaft: Wie kann eine solche Persönlichkeit es im Alltag schaffen, nicht genauso zu sein? Alles fake??Da kann man dann immer ruhig bleiben? Das frage ich mich wirklich ernsthaft. Ich hatte z. B. gestern erst wieder eine blöde Situation mit Nio und bin auch etwas lauter geworden. Um genau zu sein, habe ich ihn richtig angeschrien „HEY“. Aber in der Situation war es meiner Meinung nach einfach nötig. Schäme ich mich jetzt dafür? Nein. Hätte man die Situation anders lösen können? Wahrscheinlich . Aber deswegen bin ich noch kein schlechter Mensch, so wie manche es hier vermutlich deswegen schon darstellen würden.
Die Situation war folgendermaßen:
Wir waren zu viert unterwegs auf dem vereisten, glatten Bürgersteig, also zwei Mensch-Hund-Teams.
Die Hunde natürlich angeleint.
Von hinten fuhr sehr langsam ein Auto an uns vorbei, mit heruntergelassener Scheibe🥶🤷‍♀️ – und einem Hund, der rausgepöbelt hat, direkt neben uns.
Ich habe sofort gesehen, dass Nio von rechts nach links, auf das Auto und den pöbelnden Hund, zuspringen will, und habe „HEY“ geschrien. Das hat auch funktioniert, und er hat es gelassen.
Ich wäre sonst mit absoluter Sicherheit ausgerutscht und möglicherweise sogar auf die Straße geschlittert.
 
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Lena
31. Jän. 18:25
Ich wollte noch hinzufügen, dass ich es auch in den letzten Wochen bemerkenswert fand, wie krass sich einige Personen (ich nenne keine Namen) schon durch einen ihrer Meinung nach unangemessenen Kosenamen für den Hund (z. B. „Walross“) derart getriggert gefühlt haben, dass sofort die Moralkeule ausgepackt werden musste. Offenbar vollkommen ohne Impulskontrolle, wie du es ja auch schon angesprochen hast. Ich frage mich ernsthaft: Wie kann eine solche Persönlichkeit es im Alltag schaffen, nicht genauso zu sein? Alles fake??Da kann man dann immer ruhig bleiben? Das frage ich mich wirklich ernsthaft. Ich hatte z. B. gestern erst wieder eine blöde Situation mit Nio und bin auch etwas lauter geworden. Um genau zu sein, habe ich ihn richtig angeschrien „HEY“. Aber in der Situation war es meiner Meinung nach einfach nötig. Schäme ich mich jetzt dafür? Nein. Hätte man die Situation anders lösen können? Wahrscheinlich . Aber deswegen bin ich noch kein schlechter Mensch, so wie manche es hier vermutlich deswegen schon darstellen würden.
Okay, sowas sind ja nochmal krasse Storys.

Aber gut, wenn du mit den Reaktionen dann umgehen kannst. Das kann je nach Situation nicht jeder und halten sich dann tatsächlich für schlechte Menschen
 
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Katrin
31. Jän. 18:33
Die Situation war folgendermaßen: Wir waren zu viert unterwegs auf dem vereisten, glatten Bürgersteig, also zwei Mensch-Hund-Teams. Die Hunde natürlich angeleint. Von hinten fuhr sehr langsam ein Auto an uns vorbei, mit heruntergelassener Scheibe🥶🤷‍♀️ – und einem Hund, der rausgepöbelt hat, direkt neben uns. Ich habe sofort gesehen, dass Nio von rechts nach links, auf das Auto und den pöbelnden Hund, zuspringen will, und habe „HEY“ geschrien. Das hat auch funktioniert, und er hat es gelassen. Ich wäre sonst mit absoluter Sicherheit ausgerutscht und möglicherweise sogar auf die Straße geschlittert.
Ich bin neulich mit dem rechten Bein weggerutscht (Matsche) wollte mich mit dem linken abfangen und bin unglücklich auf einen großen Schotterstein getreten und umgeknickt. Schwupps lag ich auf dem Boden. Auslöser war Suki im Bitchmodus wegen der Läufigkeit. Da hat sie Phasen wo sie echt schnell gereizt reagiert. Da reicht es schon wenn ein Hund sie falsch anschaut.

Sowas kann echt fix gehen. Das gute daran, Suki war sowas von irritiert das sie den Bitchmodus erstmal für den Rest der Runde ausgestellt hatte.
 
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Maria
31. Jän. 18:38
Ich würde als Problem noch hinzufügen, dass im Forum nicht richtig gelesen wird bzw. dass missverständlich/mehrdeutig formuliert wird. Jeder schreibt ja aus seiner eigenen Erfahrungswert heraus. Hatte jetzt eine Weile überlegt, auf einen Kommentar hier zu antworten, weil er in meinem Verständnis im krassen Gegensatz zu meiner Erinnerung a das Gespraech steht. Nach mehrmaligem Lesen kam mir aber der Gedanke, dass der Kommentar anders gemeint ist.

Schön finde ich es, wenn man bei kontroversen Themen nachfragt, was überhaupt gemeint ist und erstmal versucht, zu verstehen, bevor man dagegen hält.
 
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Katrin
31. Jän. 18:39
Ja Katrin, wie oft, triffst du den Kern. Ich dachte mir immer, nur die Pferdeleute sind extrem. Hier bestätigt sich fast täglich, dass die Hundebubble in nichts nachsteht. Leider. In meinen Augen wird hier viel übertrieben. Der Hund ist immer noch ein Hund und sollte es auch bleiben dürfen. Im normalen Leben würden sich die meisten nicht so aufführen wie in solchen Foren. Ich habe hier schon viele kommen und gehen gesehen. Entweder wurden sie gegangen oder sie sind von selbst wieder verschwunden. Müsste nicht sein… Und andere schreiben rein gar nichts um nicht in diese Diskussionen gezogen zu werden.
Mami Gruppen und Foren sind für mich nach wie vor echt am schlimmsten. Die meide ich wie der Teufel das Weihwasser. Da ist die Hundebubble noch harmlos gegen.
 
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Birgit
31. Jän. 18:41
Mami Gruppen und Foren sind für mich nach wie vor echt am schlimmsten. Die meide ich wie der Teufel das Weihwasser. Da ist die Hundebubble noch harmlos gegen.
😂 Da fehlt mir die Erfahrung.
 
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Katrin
31. Jän. 18:42
Manchmal verstehe ich das aufeinander rumgehacke auch nicht. Man kann doch miteinander Meinungen zu einem Thema austauschen, die eben auch kontrovers sein können. Es muss nicht immer einen Konsens geben. Trotzdem sollte man nett und höflich bleiben und die Meinung des anderen eben einfach mal akzeptieren. Nehmen wir das Beispiel vegane Ernährung beim Hund. Ich habe mich dagegen entschieden. Aber deshalb muss ich mich doch jetzt mit Katrin J. bekriegen. Ich kann doch einfach akzeptieren, dass sie ihren Hund anders ernährt. Andersherum erwarte ich das auch. Wir könnten Erfahrungen und Erlebnisse austauschen ohne uns bekehren zu müssen. Warum können das so viele nicht mehr? Ganz besonders die Themen zu Auslandstierschutz versus Rassehund vom Züchter und die unqualifizierten Kommentare zu Qualzuchten gehen mir auf den Geist. Es wird überhaupt nicht versucht die andere Seite zu akzeptieren. Über meinen Cavi stelle ich nur etwas in der entsprechenden Gruppe ein - ansonsten würde ich hier auseinandergenommen werden - darauf habe ich schlichtweg keine Lust.
Und genau sowas finde ich schade, wenn andere deswegen sich nicht trauen was zu sagen oder posten. Das sollte echt nicht sein.