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Katrin
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 418
heute 07:17

Toxische Hundebubble?

Wir alle hier haben eins gemeinsam, wir lieben Hunde. Wir wollen ihnen ein glückliches und tolles Leben bieten und eine schöne gemeinsame Zeit haben. Gleichzeitig erlebe ich zunehmend das es in der Hundebubble immer schlimmer zugeht. Ganz egal um welches Thema es geht es wird zum Teil verbal aufeinander eingedroschen. Während man von Angesicht zu Angesicht eher einen gemäßigten Ton einschlägt eskaliert es in Foren/ auf social media umso mehr. Meinungen treffen auf wissenschaftliche Fakten, eigene Erfahrungen werden als das einzig wahre angesehen und neue Ideen und Erkenntnisse als Blödsinn abgetan usw. So individuell wie wir Menschen und unsere Hunde sind so individuell sind die einzelnen Geschichten die jeder von uns zu verschieden Themen zu erzählen hat. Wenn wir alle diesen Geschichten offen lauschen würden könnten wir sicher vieles von einander lernen. Stattdessen führen wir Glaubenskriege über Trainingsmethoden, Ernährung, Gesundheit bis hin zur richtigen Leine, Halsband/Geschirr uvm. Haben wir verlernt wie man richtig mit unseren Mitmenschen umgeht? Wie man Kritik äußert und auch richtig annehmen kann? Wie man sachlich diskutiert ohne mit den moralischen Zeigefinger auf andere zu zeigen? Wenn ja was sagt das über uns als Hundehalter aus? Wenn wir nichtmal mehr vernünftig mit unseren Mitmenschen reden oder umgehen können, wie soll einem das dann beim Hund gelingen? Wenn die eigene Impulskontrolle und Frustrationstoleranz schon beim verfassen eines Kommentars vesagt, wie läuft das dann in einer echten herausfordernden Situation ab? Mich würden eure Meinungen und Erfahrungen und Gedanken dazu interessieren, egal ob im echten Leben oder Online. Empfindet ihr es ähnlich wie ich? Liebe Grüße Katrin J. Wie immer bitte höflich bleiben😊
 
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Sylvia
1. Feb. 20:39
Genau sowas meine ich auch mit "Meinung, die auf Falschinformationen beruht" - das ist dann einfach keine Meinung mehr, die man tolerieren muss, sondern sowas darf auch kritisiert werden. Zum Wohle der Hunde.
Ja, aber genau so kann man auch die Homöopathiefraktion akzeptieren, solange sie den Tieren nicht im Ernstfall die schulmedizinische Versorgung vorenthält. Das kann man einmal klar stellen und damit gut sein lassen.
 
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Sebbi
1. Feb. 21:38
Wer denkst Du eigentlich wer Du bist? Nur eine rhetorische Frage.
Wenn das mal nicht herablassend und provokant ist.
Dass es sich um eine rhetorische Frage handelt, macht es eher schlimmer als besser☝🏼
 
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P.
1. Feb. 21:53
Aber dann kannst du dir doch einfach das aus Gesprächen herausnehmen, womit du einverstanden bist. Zum Beispiel das Thema blocken. Person A sagt, ich blocke körperlich. Person B blockiert per Laute. Nur du kennst deinen Hund am besten und weißt, welche Art von Blocken hilfreich wäre.
Ja das mache ich auch, bloß wenn es Menschen gibt, die es nicht umsetzen, nur weil sie noch das veraltete Denken haben und um keinen Preis andere Ansätze überhaupt nicht an sich ran lassen, bleibt mir nicht viel übrig, außer mich zu ärgern.
Und das ist nur so wenn diese Menschen hier arbeiten, privat sieht das schon anders aus. Zum Glück sind aber die wenigsten Assistenten so übergriffig...
 
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Katja
1. Feb. 22:00
Wer denkst Du eigentlich wer Du bist? Nur eine rhetorische Frage.
Naja, man kann ne ausgestreckte Hand ergreifen oder reinbeißen… beides hat nunmal Konsequenzen.

Mir lag es fern, Dich in irgendeiner Weise zu kritisieren… wollte nur beschreiben, wie’s bei mir ankam. Ich hab auch von Dir schon wertvolle Beiträge mitgenommen, deswegen fänd ich’s schade, gar nichts mehr von Dir zu lesen!
Den hier jetzt vergess‘ ich aber einfach schnell wieder, da mir nicht einfällt, was ich daraus mitnehmen soll.🤔
 
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Katja
1. Feb. 22:10
Aber es gibt doch schon Dinge die man Falsch machen kann und aufgeklärt werden sollten. Z.B wenn eine Fütterung propagiert wird, die auf Dauer Gesundheitsschädlich und nicht bedarfdeckend für den Hund ist. Mit dem Wissen was hier in der App zB vom Steffi Schmitt und Tom Hols vermittelt wird, hätte ich viele Fehler nicht gemacht.
Klar, man kann Dinge für falsch halten und auch entsprechende Fakten liefern, warum man das denkt!
Was der andere dann aber daraus macht ist einzig und allein ihm überlassen, finde ich!
Und gerade beim Füttern gibt es nunmal nicht die „einzige Wahrheit“… und sehr sehr viel „Glauben“! Da kommt man mit Argumenten eh nicht gegenan…

Es gab aber z.B. gerade nen Thread zu ner Krallenverletzung. Alle haben zum Tierarzt geraten, aber die TE hat sich für Selber-Behandeln & Abwarten entschieden. Schon gingen die Beschimpfungen los! Das ist doch einfach kein guter Stil und kein Zeichen von gegenseitiger Toleranz.

Ja, ich weiß, jetzt kommt wieder das Totschlag-Argument „Aber das Hundewohl!!!“. An dem Punkt bin ich dann raus: die TE hatte an vielen Stellen durchblicken lassen, dass da noch mehr Faktoren reinspielen (nicht ihr Hund, sah schon besser aus)… allerdings ohne die wirklich im Detail zu nennen. Muss sie meiner Meinung auch nicht: sie hat eine Frage gestellt und von verschiedenen Leuten Meinungen sowie Argumente bekommen -> da kann sie einfach danke sagen, Ziel erreicht! Finde ich jedenfalls.
 
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Sylvia
1. Feb. 22:20
Klar, man kann Dinge für falsch halten und auch entsprechende Fakten liefern, warum man das denkt! Was der andere dann aber daraus macht ist einzig und allein ihm überlassen, finde ich! Und gerade beim Füttern gibt es nunmal nicht die „einzige Wahrheit“… und sehr sehr viel „Glauben“! Da kommt man mit Argumenten eh nicht gegenan… Es gab aber z.B. gerade nen Thread zu ner Krallenverletzung. Alle haben zum Tierarzt geraten, aber die TE hat sich für Selber-Behandeln & Abwarten entschieden. Schon gingen die Beschimpfungen los! Das ist doch einfach kein guter Stil und kein Zeichen von gegenseitiger Toleranz. Ja, ich weiß, jetzt kommt wieder das Totschlag-Argument „Aber das Hundewohl!!!“. An dem Punkt bin ich dann raus: die TE hatte an vielen Stellen durchblicken lassen, dass da noch mehr Faktoren reinspielen (nicht ihr Hund, sah schon besser aus)… allerdings ohne die wirklich im Detail zu nennen. Muss sie meiner Meinung auch nicht: sie hat eine Frage gestellt und von verschiedenen Leuten Meinungen sowie Argumente bekommen -> da kann sie einfach danke sagen, Ziel erreicht! Finde ich jedenfalls.
Ja, da hast du Recht. Du kannst hier eh keinem vorschreiben wie er handeln soll. Beraten, Erfahrungen austauschen und vielleicht noch schreiben, wie man selber handeln würde. Mehr kann man nicht tun
 
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Sonja
2. Feb. 05:43
Klar, man kann Dinge für falsch halten und auch entsprechende Fakten liefern, warum man das denkt! Was der andere dann aber daraus macht ist einzig und allein ihm überlassen, finde ich! Und gerade beim Füttern gibt es nunmal nicht die „einzige Wahrheit“… und sehr sehr viel „Glauben“! Da kommt man mit Argumenten eh nicht gegenan… Es gab aber z.B. gerade nen Thread zu ner Krallenverletzung. Alle haben zum Tierarzt geraten, aber die TE hat sich für Selber-Behandeln & Abwarten entschieden. Schon gingen die Beschimpfungen los! Das ist doch einfach kein guter Stil und kein Zeichen von gegenseitiger Toleranz. Ja, ich weiß, jetzt kommt wieder das Totschlag-Argument „Aber das Hundewohl!!!“. An dem Punkt bin ich dann raus: die TE hatte an vielen Stellen durchblicken lassen, dass da noch mehr Faktoren reinspielen (nicht ihr Hund, sah schon besser aus)… allerdings ohne die wirklich im Detail zu nennen. Muss sie meiner Meinung auch nicht: sie hat eine Frage gestellt und von verschiedenen Leuten Meinungen sowie Argumente bekommen -> da kann sie einfach danke sagen, Ziel erreicht! Finde ich jedenfalls.
Das ist ein gutes Beispiel für das, was ich am Anfang sagte: online ist man auf dem Präsentierteller. Im echten Leben sieht man sich (wenige Leute, Einzelpersonen), fragt was und geht auseinander. Dann macht man was draus oder auch nicht. Irgendwann sieht man sich wieder und berichtet. Oder auch nicht, weil man ja spontane Gespräche und keine Threads hat.
Online müssen sich beide Parteien genauer und anders überlegen, wie sie miteinander reden. Man muss sich Fragen genau so überlegen wie Antworten. Ich kann die Kritiker dieses Threads verstehen, wie auch die Erstellerin im Nachgang. Wenn man mit manchen Infos erst später rauskommt (nicht der eigene Hund z.B.), sind irritierte Antworten am Anfang nachvollziehbar. Oder auch das Gefühl, es wäre ein Vorwand. Als Ersteller hat man entsprechend aber vielleicht einfach nur vergessen etwas zu erwähnen oder etwas entwickelt sich besser als beschrieben oder fotografiert. Wie auch immer. Ich war bei dem Thread auch Team Tierarzt und etwas genervt davon, dass um Meinungen gebeten wird, die in dem Fall 100% übereinstimmend waren (was erstaunlich ist für ein buntes Forum!) um es dann aus "neuen" Gründen anders zu machen. Kommt komisch rüber. Auch weil "die Freundin einer Bekannten" gesagt hat, es wäre nicht so schlimm (ist halt son typischer Move im Netz). Für mich war's dann aber mit nem inneren Augenroller und sinngemäß "na dann viel Glück" auch gut. Keine Ahnung, was noch so abging. Manche Entwicklungen sind schwierig und es ist besser sich zu bedanken und wie im echten Leben bis zum nächsten Mal weiter zu gehen.
 
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Sonja
2. Feb. 05:56
Ja, aber genau so kann man auch die Homöopathiefraktion akzeptieren, solange sie den Tieren nicht im Ernstfall die schulmedizinische Versorgung vorenthält. Das kann man einmal klar stellen und damit gut sein lassen.
Da sagst du was wichtiges. Im Ernstfall die schulmedizinische Versorgung nicht vorenthalten. Bei Klarstellungen bleibt es ja nicht in einem Forum mit tausenden Mitgliedern. Zu jeder Klarstellung kommt jemand, der aufs Gegenteil schwört und die Faktenlage ignoriert. Und dann kommt ein Neuling, der es glaubt und schon wartet der nächste Hund zu lange auf eine adäquate Behandlung. Bei Kleinigkeiten sag ich persönlich ja auch nichts oder nicht mehr viel. Aber bei größeren Sachen find ich's in einem Forum einfach gefährlich. Gerade weil man nicht weiß, welche Gesprächsfetzen sich Leser aus der Entwicklung herausziehen.
 
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Steffi
2. Feb. 06:41
Ja das mache ich auch, bloß wenn es Menschen gibt, die es nicht umsetzen, nur weil sie noch das veraltete Denken haben und um keinen Preis andere Ansätze überhaupt nicht an sich ran lassen, bleibt mir nicht viel übrig, außer mich zu ärgern. Und das ist nur so wenn diese Menschen hier arbeiten, privat sieht das schon anders aus. Zum Glück sind aber die wenigsten Assistenten so übergriffig...
Das ist bestimmt ein Spagat, ein oder mehrere Personen zu finden, die deinen Bedürfnissen entsprechen, auf persönlicher Ebene matchen und im besten Fall auch Hundesachverstand mitbringen. Ich lese so gern von Dir, Sunny und wie gut es bei Euch läuft 👌👋
 
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Svenja
2. Feb. 07:02
Ich habe immer gedacht, dass eine Beziehung persönlicher sein muss, um toxische Mechanismen / Wirkung freisetzen zu können. Nach den so offen und mutig geschilderten Erfahrungen einiger Mitglieder hier, ist das offenbar auch in einem doch sehr anonymen Forum möglich... Ein wichtiges Thema, Danke Katrin.
Ich denke, das hat mit vielen Faktoren zu tun, wie toxisch sich virtuelle "Beziehungen" auswirken.

Wenn du z. B. als sehr junger Mensch schon lernst, deine Meinung und Gefühle zählen nicht und die Menschen, die dich schützen und unterstützen sollen, tun das nicht und machen sich über dich lustig, dann kann das dazu führen, dass du dich ein Leben lang nicht traust, etwas von dir in der Öffentlichkeit oder sogar nur deinem privaten Kreis zu zeigen.
Und wenn du dann irgendwann ausreichend Kompetenzen erlangt hast, es doch mal zu wagen und du gerätst in verbale Attacken, die dich herabsetzen und nieder machen sollen, dann macht das emotional was mit dir, auch wenn man kognitiv die Vorgänge durchschaut.
Und ich glaube, solche Menschen mit solchen Erfahrungen bzw. Mängeln an stärkenden Erfahrungen gibt es mehr als genug.
Andererseits muss man auch immer bedenken, dass auch solche Angriffe in der Regel aus einer tiefen, nicht immer so ganz bewussten Verletzung oder Angst /Sorge heraus entstehen.

Und am Ende spielen auch bei uns Menschen sicher neben individuellen Erfahrungen genetische Faktoren eine große Rolle, wie man mit solchen Dingen umgeht und wie nah sie einem gehen.