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Katrin
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Anzahl der Antworten 397
heute 09:45

Toxische Hundebubble?

Wir alle hier haben eins gemeinsam, wir lieben Hunde. Wir wollen ihnen ein glückliches und tolles Leben bieten und eine schöne gemeinsame Zeit haben. Gleichzeitig erlebe ich zunehmend das es in der Hundebubble immer schlimmer zugeht. Ganz egal um welches Thema es geht es wird zum Teil verbal aufeinander eingedroschen. Während man von Angesicht zu Angesicht eher einen gemäßigten Ton einschlägt eskaliert es in Foren/ auf social media umso mehr. Meinungen treffen auf wissenschaftliche Fakten, eigene Erfahrungen werden als das einzig wahre angesehen und neue Ideen und Erkenntnisse als Blödsinn abgetan usw. So individuell wie wir Menschen und unsere Hunde sind so individuell sind die einzelnen Geschichten die jeder von uns zu verschieden Themen zu erzählen hat. Wenn wir alle diesen Geschichten offen lauschen würden könnten wir sicher vieles von einander lernen. Stattdessen führen wir Glaubenskriege über Trainingsmethoden, Ernährung, Gesundheit bis hin zur richtigen Leine, Halsband/Geschirr uvm. Haben wir verlernt wie man richtig mit unseren Mitmenschen umgeht? Wie man Kritik äußert und auch richtig annehmen kann? Wie man sachlich diskutiert ohne mit den moralischen Zeigefinger auf andere zu zeigen? Wenn ja was sagt das über uns als Hundehalter aus? Wenn wir nichtmal mehr vernünftig mit unseren Mitmenschen reden oder umgehen können, wie soll einem das dann beim Hund gelingen? Wenn die eigene Impulskontrolle und Frustrationstoleranz schon beim verfassen eines Kommentars vesagt, wie läuft das dann in einer echten herausfordernden Situation ab? Mich würden eure Meinungen und Erfahrungen und Gedanken dazu interessieren, egal ob im echten Leben oder Online. Empfindet ihr es ähnlich wie ich? Liebe Grüße Katrin J. Wie immer bitte höflich bleiben😊
 
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Carola
31. Jän. 16:33
Es ist noch gar nicht lange her da habe ich zB HH die ihren Hund vegan ernähren für ideologische Spinner gehalten sie aber halt nicht so betitelt. Das wurde unter Blödsinn abgelegt und abgehakt bis ich mich dann doch einfach mal genauer damit befasst habe. Heute frisst mein Hund ebenfalls ein veganes Hauptfutter. Ich war früher halt tatsächlich auch der Meinung ein Hund bräuchte unbedingt Fleisch. Ist schließlich etwas das einem jeder erzählt und ein Bild mit dem man groß wurde. Heute ist mein Wissenstand ein ander. Ich hab obwohl ich es für Blödsinn hielt mich totzdem damit befasst und so dazugelernt eben weil ich dazulernen wollte und nicht weil andere auf mich eingeredet haben oder gar mit der Moralkeule kamen. Ich hab aber zunehmend das Gefühl das dazulernen nur dann für manche eine Option ist wenn sie damit ihre Meinung/Erfahrung festigen können. Niemand liegt schließlich gerne falsch.
Nicht alle Menschen wollen dazu lernen das ist aber nicht nur bei Hunden so sondern überall. Ob man jetzt eine Überzeugung oder Meinung mal revidieren muss oder ob man sich selbst bestätigt fühlt hängt ja auch von der Sache ab.
Was die Fütterung angeht das ist ja nun ein ordentlicher Kriegsschauplatz an dem ich mich persönlich überhaupt nicht beteilige da ich für meine Hunde das richtige Futter gefunden habe was ihnen zuträglich ist.
Hier musste ich auch meine Überzeugung komplett revidieren da ich Barf ursprünglich für eine gute Sache hielt bis mein Hund schwer erkrankte weil dieses Futter einfach nichts für ihn war. Nach ausgiebiger Beratung durch den Tierarzt haben wir dann nach einigem Hin und Her das Richtige Futter gefunden. Ich würde aber nie jemandem Vorschriften machen wie auch immer er seinen Hund ernähren möchte solange es dem Hund zuträglich ist. Auch hier gilt was für einen richtig ist muss für den anderen nicht unbedingt richtig sein.
Genauso musste ich mit meinem früheren Hund mit völlig anderen Trainingsansätzen arbeiten um die vorhandenen Probleme in den Griff zu bekommen.

Das würde ich bei meinem jetzigen Hunden so niemals tun weil es einfach überhaupt nicht nötig ist da sie"sanfte" Hunde sind und bestimmte Probleme nicht vorhanden sind.
Obwohl ich Hunde Erfahrung hatte und zwar reichlich bin ich mit meiner Anouk so in die Hundeschule gegangen weil ich der Meinung war dass ich mich auf den neuesten Stand bringen müsse und und man ja schließlich viel dazulernen kann. Soweit war das Training und der Kurs auch okay aber als es ans deckentraining ging und ich das einmal mit meinem Hund machte merkte ich sofort dass ich diesen Ansatz für diesen Hund absolut nicht anwenden konnte. Ich habe dann einen anderen Weg gesucht-außerhalb vom Training in der Hundeschule- der zu meinem Hund passte und siehe da! Das deckentraining funktioniert wunderbar.
Es gibt eben nicht nur einen sondern es gibt viele Wege.
 
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🐶Sascha
31. Jän. 16:34
Ohne toxisch wirken zu wollen: Ein paar Absätze mehr hätten dem Text zwecks verbesserter Lesbarkeit sehr gut getan.


Zum Inhalt: Das habe ich in der Frühzeit der Hundehaltung genau so auch erlebt und die entsprechenden Medien / Menschen einfach hinter mir gelassen.

ICH muss mit meinen Hund glücklich sein.

ICH muss mit den Konsequenzen meiner (Nicht) Erziehung leben.

ICH erlebe meinen und Tag für Tag und nicht nur in einem 20 Sekunden Video, das ich irgendwo poste, woraufhin sich alle "Hundetrainer" drauf stürzen.

Von daher nehme ich zwar immer gerne hilfreiche Tipps entgegen und versuche auch welche zu geben.

Ich Versuche aber nicht zu erziehen und möchte auch nicht erzogen werden (ist es schon zu spät " Was genetisch schon versaut ist, kann man auch durch Schläge nicht mehr richten".🤪)
 
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San
31. Jän. 16:42
Würde deinem Thread an sich gern ein Pfötchen geben 🙂 geht aber scheinbar nicht..
Dann als Kommentar, gute Idee das als Thema zu machen 😊 Dankeschön
(Ich hab nach den letzten 24Std hier an mehreren Ecken, glaub ich gerade gar keine mentalen Kapazitäten mehr mich hier irgendwie oder irgendwo zu beteiligen, kommt vielleicht nochmal die Tage, deswegen erstmal nur ein Pfötchen für den Thread ☺️)
 
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Micha
31. Jän. 16:52
Hallo , das war wohl Gedankenübertragung . Dieses vielschichtige Thema liegt mir auch auf der Seele . Krankheitsbedingt kann ich mich der App verstärkt widmen . Mir ist auch einiges aufgefallen. Der Ton macht die Musik. Man kann verschiedener Meinung sein, deswegen sollte man nicht beleidigend reagieren . Werte wie Toleranz , Respekt und Empathie , was uns unsere Lieblinge lehren , finden immer weniger Beachtung. Das ist doch wirklich schade . Ich habe in der App nette Menschen kennen gelernt, wir begegnen uns mit Respekt, drohende Zeigefinger haben da nichts zu suchen . Es ist doch super , wenn man sich austauschen kann oder jemanden helfen kann. Dogorama bietet viele Möglichkeiten in den Gruppen , die Köderwarnungen können lebensrettend sein . Dennoch muss ich sagen, hatte ich zwischendurch auch überlegt die App zu löschen , weil die Kommunikation unterirdisch war , obwohl es nicht um mich ging. Wäre doch schön , wenn diese App familienfreundlich bleibt
 
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Katrin
31. Jän. 17:02
Würde deinem Thread an sich gern ein Pfötchen geben 🙂 geht aber scheinbar nicht.. Dann als Kommentar, gute Idee das als Thema zu machen 😊 Dankeschön (Ich hab nach den letzten 24Std hier an mehreren Ecken, glaub ich gerade gar keine mentalen Kapazitäten mehr mich hier irgendwie oder irgendwo zu beteiligen, kommt vielleicht nochmal die Tage, deswegen erstmal nur ein Pfötchen für den Thread ☺️)
Uhhh das klingt aber nach anstrengenden 24 Stunden.
 
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Katrin
31. Jän. 17:15
Hallo , das war wohl Gedankenübertragung . Dieses vielschichtige Thema liegt mir auch auf der Seele . Krankheitsbedingt kann ich mich der App verstärkt widmen . Mir ist auch einiges aufgefallen. Der Ton macht die Musik. Man kann verschiedener Meinung sein, deswegen sollte man nicht beleidigend reagieren . Werte wie Toleranz , Respekt und Empathie , was uns unsere Lieblinge lehren , finden immer weniger Beachtung. Das ist doch wirklich schade . Ich habe in der App nette Menschen kennen gelernt, wir begegnen uns mit Respekt, drohende Zeigefinger haben da nichts zu suchen . Es ist doch super , wenn man sich austauschen kann oder jemanden helfen kann. Dogorama bietet viele Möglichkeiten in den Gruppen , die Köderwarnungen können lebensrettend sein . Dennoch muss ich sagen, hatte ich zwischendurch auch überlegt die App zu löschen , weil die Kommunikation unterirdisch war , obwohl es nicht um mich ging. Wäre doch schön , wenn diese App familienfreundlich bleibt
Im echten Leben unter Bekannten darf es bei mir gerne auch mal etwas direkter oder schroffer sein. Man kennt sich schließlich. Online befindet man sich unter Fremden. Da sollte der Schreibstil oder Ton auch dementsprechend angemessen und höflich sein.
 
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Lena
31. Jän. 17:18
Tatsächlich fand ich es hier immer noch am angenehmsten und am Wenigsten verurteilend gegenüber anderen Personen (wobei ich jetzt vielleicht auch nicht die krassesten Diskussionen miterlebt habe).

Ein anderes Forum habe ich aufgrund des Tons miteinander und der von dir hier angesprochenen Probleme tatsächlich für mich auch gestrichen.

Seit dem ich aus Erfahrungsberichten lesen musste, wie schlecht es teilweise Menschen ging, weil die Social Media Bubble so krass war zu einem sehr persönlichen Thema- reagiere ich sehr empfindlich, wenn Menschen für ihre persönliche Lebensweise (die keinem ernsthaften Schaden zufügt und/oder Gesetzen widerspricht) verurteilt, schlecht gemacht oder sonst was werden.
 
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Birgit
31. Jän. 17:43
Ja Katrin,
wie oft, triffst du den Kern.

Ich dachte mir immer, nur die Pferdeleute sind extrem. Hier bestätigt sich fast täglich, dass die Hundebubble in nichts nachsteht. Leider.
In meinen Augen wird hier viel übertrieben. Der Hund ist immer noch ein Hund und sollte es auch bleiben dürfen.

Im normalen Leben würden sich die meisten nicht so aufführen wie in solchen Foren.

Ich habe hier schon viele kommen und gehen gesehen. Entweder wurden sie gegangen oder sie sind von selbst wieder verschwunden.
Müsste nicht sein…
Und andere schreiben rein gar nichts um nicht in diese Diskussionen gezogen zu werden.
 
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Stef
31. Jän. 17:52
Ich bin hier fast nur noch in der privaten Gruppe unterwegs und lese hier nur teilweise mit!
Mir ist es einfach zu stressig und manchmal auch zu blöd:
-Leute, die was fragen aber eigentlich keine Antwort wollen
-beleidigt sein wenn Leute höflich aber ehrlich ihre Meinung sagen
-Fragen ob man zum Tierarzt gehen soll usw.
Ich verstehe einfach manche Denkweisen nicht und deshalb halte ich mich zurück und schaue hier nur nach Sachen, die mich interessieren und ernstgemeint sind und ansonsten nur in den privaten Gruppen wo tatsächlich ein anderer Umgang miteinander herrscht!
 
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Carola
31. Jän. 17:52
Tatsächlich fand ich es hier immer noch am angenehmsten und am Wenigsten verurteilend gegenüber anderen Personen (wobei ich jetzt vielleicht auch nicht die krassesten Diskussionen miterlebt habe). Ein anderes Forum habe ich aufgrund des Tons miteinander und der von dir hier angesprochenen Probleme tatsächlich für mich auch gestrichen. Seit dem ich aus Erfahrungsberichten lesen musste, wie schlecht es teilweise Menschen ging, weil die Social Media Bubble so krass war zu einem sehr persönlichen Thema- reagiere ich sehr empfindlich, wenn Menschen für ihre persönliche Lebensweise (die keinem ernsthaften Schaden zufügt und/oder Gesetzen widerspricht) verurteilt, schlecht gemacht oder sonst was werden.
Zum Glück geht es hier ja in den meisten Themen relativ friedlich zu, aber eben nicht immer wie wir in den letzten Tagen sehen konnten.
Hängt alt auch immer vom Thema ab wenn es um Impfung, Zecken und Wurmkur sowie Fütterung geht schlagen die Wogen immer hoch. Verstehen kann ich es nicht insbesondere beim Füttern.
Ich denke auch viele Stellen eben keine Fragen weil keiner sich mit dem Lynchmob den es hier auch gibt, gerne konfrontieren möchte.
Dabei ist das ja eigentlich schade und es gibt ja zum Glück auch Themen wo wirklich gute Ratschläge gegeben werden die möglicherweise den Erstellern weiterhelfen.
Ich persönlich würde konkrete Fragen hier eher auch nicht stellen. Wenn ich Fragen zum Training habe dann frage ich meine Trainer und wenn ich medizinische Fragen habe den Tierarzt.
Aber es gibt ja durchaus Themen die wirklich interessant sind und die einen auch weiterbringen und es ist schön wenn dort konstruktiv diskutiert wird.