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Katrin
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 426
zuletzt 17. Feb.

Toxische Hundebubble?

Wir alle hier haben eins gemeinsam, wir lieben Hunde. Wir wollen ihnen ein glückliches und tolles Leben bieten und eine schöne gemeinsame Zeit haben. Gleichzeitig erlebe ich zunehmend das es in der Hundebubble immer schlimmer zugeht. Ganz egal um welches Thema es geht es wird zum Teil verbal aufeinander eingedroschen. Während man von Angesicht zu Angesicht eher einen gemäßigten Ton einschlägt eskaliert es in Foren/ auf social media umso mehr. Meinungen treffen auf wissenschaftliche Fakten, eigene Erfahrungen werden als das einzig wahre angesehen und neue Ideen und Erkenntnisse als Blödsinn abgetan usw. So individuell wie wir Menschen und unsere Hunde sind so individuell sind die einzelnen Geschichten die jeder von uns zu verschieden Themen zu erzählen hat. Wenn wir alle diesen Geschichten offen lauschen würden könnten wir sicher vieles von einander lernen. Stattdessen führen wir Glaubenskriege über Trainingsmethoden, Ernährung, Gesundheit bis hin zur richtigen Leine, Halsband/Geschirr uvm. Haben wir verlernt wie man richtig mit unseren Mitmenschen umgeht? Wie man Kritik äußert und auch richtig annehmen kann? Wie man sachlich diskutiert ohne mit den moralischen Zeigefinger auf andere zu zeigen? Wenn ja was sagt das über uns als Hundehalter aus? Wenn wir nichtmal mehr vernünftig mit unseren Mitmenschen reden oder umgehen können, wie soll einem das dann beim Hund gelingen? Wenn die eigene Impulskontrolle und Frustrationstoleranz schon beim verfassen eines Kommentars vesagt, wie läuft das dann in einer echten herausfordernden Situation ab? Mich würden eure Meinungen und Erfahrungen und Gedanken dazu interessieren, egal ob im echten Leben oder Online. Empfindet ihr es ähnlich wie ich? Liebe Grüße Katrin J. Wie immer bitte höflich bleiben😊
 
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Celine
1. Feb. 10:32
Ach wenn das so einfach wäre mit den unterschiedlichen Standpunkten...das funktioniert leider auch nur wenn man nicht wie ich auf andere angewiesen ist.
Aber dann kannst du dir doch einfach das aus Gesprächen herausnehmen, womit du einverstanden bist.
Zum Beispiel das Thema blocken. Person A sagt, ich blocke körperlich. Person B blockiert per Laute. Nur du kennst deinen Hund am besten und weißt, welche Art von Blocken hilfreich wäre.
 
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Katrin
1. Feb. 10:55
Das ist gut zu lesen, vielleicht passiert etwas im Hintergrund, was ich als Mutter nicht so wahrnehme. Mein Sohn wird im Sommer 15 und ich finde die Situation besorgniserregend. Wir geben als Eltern unser Bestes, um bei der Einordnung vieler Aspekte zu helfen, stoßen aber an unsere Grenzen.
Mein ältester wird im Sommer 20. Der ist gar nicht auf social media unterwegs. WhatsApp hat er nur wegen seinen Feuerwehrgruppen. Kind 3 wird im Sommer 12 und wenn es nach ihr ginge wäre sie überall angemeldet. Man muss da als Elternteil echt ein Auge drauf haben. Manche kids sind da ,,anfälliger" für als andere. Ich denke schon das in den Schulen die Präventionsangebote zunehmen aber oft halt nur als Zusatzangebot bzw als Projekttag uä. Ich würde mir mindestens eine feste Schulstunde pro Woche wünschen wo Kindern der Umgang mit social/media, KI usw beigebracht wird.

Ich war/bin eigentlich gerne auf Instagram unterwegs und hab dort viele Accounts aus der Hundebubble kennengelernt mit denen der Austausch echt Spaß macht. Man muss das echt für sich rausfiltern. Und manchmal kommt sogar ein guter Austausch mit der ,,gegnerischen Seite" in der Kommentarspalte zustande. Aber ich bin ehrlich gesagt auch der Meinung das Social Media so wie es jetzt ist kein Ort für Jugendliche unter 16J. ist.
 
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Momo
1. Feb. 11:22
Es gibt leider viele, die in alles einen persönlichen Angriff hineininterpretieren. Hypothetisches Beispiel: ‚Ich finde es nicht gut, wenn man seine Gassirunden dauerhaft mit der Schleppleine absolviert.‘ Viele übersetzen das wie folgt: ‚Wie kann man seinen Hund ständig nur an der Schleppleine führen? Wenn ihr Ahnung von Hunden und Schleppleinen hättet, würdet ihr so etwas niemals tun!‘ Und schon kracht es.
Ich denke wenn es in dem Thread nicht explizit um diese Fragestellung geht, warum muss ich dann jemanden sagen das ich seinen Weg nicht gut finde? Ich glaube jeder hat seine Einstellung, seine individuellen Vorstellungen. Mir ist z.b. der Freilauf extrem wichtig und z.b. Flexileine geht für mich gar nicht aber es gibt doch nicht nur meinen Weg. Ich würde mich freuen wenn man fragt warum sich derjenige für die Schleppleine, die Flexileine oder den Freilauf entschieden hat und dann gegebenfalls Alternativen aufzeigen.
 
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Maria
1. Feb. 11:25
Aber dann kannst du dir doch einfach das aus Gesprächen herausnehmen, womit du einverstanden bist. Zum Beispiel das Thema blocken. Person A sagt, ich blocke körperlich. Person B blockiert per Laute. Nur du kennst deinen Hund am besten und weißt, welche Art von Blocken hilfreich wäre.
Oder Person A spricht sich fürs körperliche Blocken aus, Person B dagegen. Beide diskutieren nur über Auswirkungen. Es knallt.

Unausgesprochen bleiben die Hintergründe (gute, schlechte Erfahrungen, individueller Charakter von Mensch und Hund etc.)., die Art der Durchführung (Haltung, Energielevel, Emotionalitaet etc.) usw…

Beide sprechen scheinbar über dasselbe, meinen aber Unterschiedliches. 😉

Edit: Momo hat es schön beschrieben.
 
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Celine
1. Feb. 11:44
Oder Person A spricht sich fürs körperliche Blocken aus, Person B dagegen. Beide diskutieren nur über Auswirkungen. Es knallt. Unausgesprochen bleiben die Hintergründe (gute, schlechte Erfahrungen, individueller Charakter von Mensch und Hund etc.)., die Art der Durchführung (Haltung, Energielevel, Emotionalitaet etc.) usw… Beide sprechen scheinbar über dasselbe, meinen aber Unterschiedliches. 😉 Edit: Momo hat es schön beschrieben.
Mein Kommentar galt aber P.B. und da ging es um etwas ganz anderes.

Hier geht es doch gar nicht darum, was man darunter persönlich versteht, sondern was die liebe P.B. für sich mitnehmen möchte.
Sie hört Standpunkte und entscheidet für sich, was hier für ihre Hunde-Mensch-Beziehung angemessen ist.
 
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Maria
1. Feb. 11:48
Mein Kommentar galt aber P.B. und da ging es um etwas ganz anderes. Hier geht es doch gar nicht darum, was man darunter persönlich versteht, sondern was die liebe P.B. für sich mitnehmen möchte. Sie hört Standpunkte und entscheidet für sich, was hier für ihre Hunde-Mensch-Beziehung angemessen ist.
? Kann sie doch gerne machen.
 
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Julia 🐾Nero
1. Feb. 12:01
Ich hatte das Wochenende meine Familie zu Besuch und wir waren bei Holiday on Ice, was wirklich eine tolle Show war, kann ich jedem nur empfehlen!

Jetzt sind sie gerade gefahren, ich habe das große Drama im Forum (zum Glück?) verpasst und mich nun durch den geschlossenen Thread durchgewühlt, bin zumindest auf S. Entschuldigung gestoßen und ärgere mich ein wenig, dass ich mich gar nicht mehr äußern konnte, denn der eine Beitrag von mir, zu dem ich mich hinreißen ließ, wurde glaube ich mindestens einmal hinterfragt bzw es wurde um Erläuterung gebeten.

Zur toxischen Bubble kann ich nur sagen, dass ich meinen Account jetzt bestimmt schon 3 oder 4 Mal gelöscht habe, immer mit mehreren Monaten Pause.

Das hätte ich S. gerne noch mitgeteilt. Nicht um auf sie einzutreten, wenn sie am Boden liegt, sondern zusätzlich die Augen etwas zu öffnen.

Denn ich habe mich durch S. und ihren Freundeskreis hier regelrecht gemobbt gefühlt (und ich nutze das Wort nicht leichtfertig!). Sie hat nicht nur "genervt", wie sie es geschrieben hat, sondern andere Menschen zutiefst verletzt, gekränkt und psychisch belastet und es haben sich einige verabschiedet.

Mein Postingverhalten im Forum hat sich sehr eingeschränkt, in Erziehungssachen melde ich mich kaum noch zu Wort, ich beschränke mich auf Tratsch und was hat mich gefreut Posts. Unter anderem wegen S., die hier nach ihrem Abgang weiter Lobeshymnen für ihren "Einsatz" bekommt.

Und das finde ich macht das toxische in der Bubble aus. Man wird völlig blind für die Gefühle des Gegenübers, der Zweck heiligt die Mittel.
Hinter den Methoden stehen Menschen, hinter den Menschen Geschichten und Erfahrungen. Das ist aber egal, man will nur den Glaubenskrieg gewinnen und nimmt Kollateralschaden für die "gute Sache" gerne und aktiv in Kauf.

Eigentlich habe ich den Anspruch von S. erfüllt. Ich habe nach sehr langer Zeit meine Komfortzone verlassen, hinterfragt was ich da eigentlich meinem Hund antue und über meinen Tellerrand geschaut. Nur war meine ursprüngliche Komfortzone R+ (und ich habe sehr viel Zeit und Geld in R+ Trainer investiert, weil sicher jemand der Meinung sein wird, ich hätte es einfach nicht richtig gemacht) und ich bin davon weggekommen. Nicht weil ich Dominanzphantasien habe, nicht weil ich in den 70er Jahren auf dem Hundeplatz war (da war ich tatsächlich noch nicht geboren), nicht weil ich Wissenschaft ablehne oder einen perfekten Hund will, der funktioniert. Sondern weil ich das bestmögliche Leben für meinen Hund möchte. Die größte Lebensqualität. Ich will, dass er am Leben teilhaben kann und nicht am Leben vorbeigemanaged wird. Ich will, dass er von seinem Umfeld nicht mehr abgelehnt wird, dass er schwimmen und rennen und spielen kann.

Vielleicht öffne ich noch mal einen Thread, in dem ich unseren Werdegang beschreibe und auch noch mal erkläre, was ich damit meinte, dass in manchen Situationen eine positive Strafe den Hund überhaupt erst aufnahmefähig für Lernen und Neubewerten von Situationen machen kann. Allerdings bin ich nach unendlichen Diskussionen mit unter anderem S. echt resigniert und erfolgreich gedeckelt und muss einen günstigen Zeitpunkt raussuchen, in dem ich mich der Diskussion stellen kann.

So das ist jetzt doch ziemlich off topic, aber ich musste das irgendwo loswerden und dieser Thread scheint noch am ehesten den geschlossenen Thread weiterzuführen.
 
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Katrin
1. Feb. 12:08
Ich hatte das Wochenende meine Familie zu Besuch und wir waren bei Holiday on Ice, was wirklich eine tolle Show war, kann ich jedem nur empfehlen! Jetzt sind sie gerade gefahren, ich habe das große Drama im Forum (zum Glück?) verpasst und mich nun durch den geschlossenen Thread durchgewühlt, bin zumindest auf S. Entschuldigung gestoßen und ärgere mich ein wenig, dass ich mich gar nicht mehr äußern konnte, denn der eine Beitrag von mir, zu dem ich mich hinreißen ließ, wurde glaube ich mindestens einmal hinterfragt bzw es wurde um Erläuterung gebeten. Zur toxischen Bubble kann ich nur sagen, dass ich meinen Account jetzt bestimmt schon 3 oder 4 Mal gelöscht habe, immer mit mehreren Monaten Pause. Das hätte ich S. gerne noch mitgeteilt. Nicht um auf sie einzutreten, wenn sie am Boden liegt, sondern zusätzlich die Augen etwas zu öffnen. Denn ich habe mich durch S. und ihren Freundeskreis hier regelrecht gemobbt gefühlt (und ich nutze das Wort nicht leichtfertig!). Sie hat nicht nur "genervt", wie sie es geschrieben hat, sondern andere Menschen zutiefst verletzt, gekränkt und psychisch belastet und es haben sich einige verabschiedet. Mein Postingverhalten im Forum hat sich sehr eingeschränkt, in Erziehungssachen melde ich mich kaum noch zu Wort, ich beschränke mich auf Tratsch und was hat mich gefreut Posts. Unter anderem wegen S., die hier nach ihrem Abgang weiter Lobeshymnen für ihren "Einsatz" bekommt. Und das finde ich macht das toxische in der Bubble aus. Man wird völlig blind für die Gefühle des Gegenübers, der Zweck heiligt die Mittel. Hinter den Methoden stehen Menschen, hinter den Menschen Geschichten und Erfahrungen. Das ist aber egal, man will nur den Glaubenskrieg gewinnen und nimmt Kollateralschaden für die "gute Sache" gerne und aktiv in Kauf. Eigentlich habe ich den Anspruch von S. erfüllt. Ich habe nach sehr langer Zeit meine Komfortzone verlassen, hinterfragt was ich da eigentlich meinem Hund antue und über meinen Tellerrand geschaut. Nur war meine ursprüngliche Komfortzone R+ (und ich habe sehr viel Zeit und Geld in R+ Trainer investiert, weil sicher jemand der Meinung sein wird, ich hätte es einfach nicht richtig gemacht) und ich bin davon weggekommen. Nicht weil ich Dominanzphantasien habe, nicht weil ich in den 70er Jahren auf dem Hundeplatz war (da war ich tatsächlich noch nicht geboren), nicht weil ich Wissenschaft ablehne oder einen perfekten Hund will, der funktioniert. Sondern weil ich das bestmögliche Leben für meinen Hund möchte. Die größte Lebensqualität. Ich will, dass er am Leben teilhaben kann und nicht am Leben vorbeigemanaged wird. Ich will, dass er von seinem Umfeld nicht mehr abgelehnt wird, dass er schwimmen und rennen und spielen kann. Vielleicht öffne ich noch mal einen Thread, in dem ich unseren Werdegang beschreibe und auch noch mal erkläre, was ich damit meinte, dass in manchen Situationen eine positive Strafe den Hund überhaupt erst aufnahmefähig für Lernen und Neubewerten von Situationen machen kann. Allerdings bin ich nach unendlichen Diskussionen mit unter anderem S. echt resigniert und erfolgreich gedeckelt und muss einen günstigen Zeitpunkt raussuchen, in dem ich mich der Diskussion stellen kann. So das ist jetzt doch ziemlich off topic, aber ich musste das irgendwo loswerden und dieser Thread scheint noch am ehesten den geschlossenen Thread weiterzuführen.
Das ist ja eine heftige Geschichte. Ich finde es so schade wenn Leuten der aktive Austausch oder auch das Fragen stellen so madig gemacht wird oder sie sogar Angst davor haben kleingeredet zu werden.

Nennt mich gerne naiv aber ich persönlich bin der Meinung das man sich in Foren oder auch in der echten Welt draußen eher gegenseitig unterstützen sollte.
 
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Sebbi
1. Feb. 12:21
Ich denke wenn es in dem Thread nicht explizit um diese Fragestellung geht, warum muss ich dann jemanden sagen das ich seinen Weg nicht gut finde? Ich glaube jeder hat seine Einstellung, seine individuellen Vorstellungen. Mir ist z.b. der Freilauf extrem wichtig und z.b. Flexileine geht für mich gar nicht aber es gibt doch nicht nur meinen Weg. Ich würde mich freuen wenn man fragt warum sich derjenige für die Schleppleine, die Flexileine oder den Freilauf entschieden hat und dann gegebenfalls Alternativen aufzeigen.
Wenn ich für meinen Weg ausschließlich Bestätigung erwarte und dulde, ist ein öffentliches Forum doch eigentlich die falsche Adresse.
Wozu sollte ich meine Meinung – sofern sie für mich ohnehin in Stein gemeißelt ist – überhaupt posten, außer um bewusst die Konfrontation zu suchen?

Im Allgemeinen sucht man doch den Dialog. Wenn dieser nur mit Gleichgesinnten gewünscht ist, besteht die Möglichkeit, das bereits im Eröffnungsthread mit einem entsprechenden Hinweis deutlich zu machen.

Im Übrigen liegt genau da das Problem: Viele fühlen sich persönlich angegriffen, obwohl das Gegenüber in diesem Augenblick eventuell eher das Wohl des Hundes im Sinn hat.

Statt sofort zum Gegenangriff zu blasen, könnte man auch einfach mal hinterfragen.
Das Ergebnis wäre ein echter Dialog – und Dialoge sind schließlich die Essenz eines Forums, oder nicht?
 
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Momo
1. Feb. 12:22
Ich hatte das Wochenende meine Familie zu Besuch und wir waren bei Holiday on Ice, was wirklich eine tolle Show war, kann ich jedem nur empfehlen! Jetzt sind sie gerade gefahren, ich habe das große Drama im Forum (zum Glück?) verpasst und mich nun durch den geschlossenen Thread durchgewühlt, bin zumindest auf S. Entschuldigung gestoßen und ärgere mich ein wenig, dass ich mich gar nicht mehr äußern konnte, denn der eine Beitrag von mir, zu dem ich mich hinreißen ließ, wurde glaube ich mindestens einmal hinterfragt bzw es wurde um Erläuterung gebeten. Zur toxischen Bubble kann ich nur sagen, dass ich meinen Account jetzt bestimmt schon 3 oder 4 Mal gelöscht habe, immer mit mehreren Monaten Pause. Das hätte ich S. gerne noch mitgeteilt. Nicht um auf sie einzutreten, wenn sie am Boden liegt, sondern zusätzlich die Augen etwas zu öffnen. Denn ich habe mich durch S. und ihren Freundeskreis hier regelrecht gemobbt gefühlt (und ich nutze das Wort nicht leichtfertig!). Sie hat nicht nur "genervt", wie sie es geschrieben hat, sondern andere Menschen zutiefst verletzt, gekränkt und psychisch belastet und es haben sich einige verabschiedet. Mein Postingverhalten im Forum hat sich sehr eingeschränkt, in Erziehungssachen melde ich mich kaum noch zu Wort, ich beschränke mich auf Tratsch und was hat mich gefreut Posts. Unter anderem wegen S., die hier nach ihrem Abgang weiter Lobeshymnen für ihren "Einsatz" bekommt. Und das finde ich macht das toxische in der Bubble aus. Man wird völlig blind für die Gefühle des Gegenübers, der Zweck heiligt die Mittel. Hinter den Methoden stehen Menschen, hinter den Menschen Geschichten und Erfahrungen. Das ist aber egal, man will nur den Glaubenskrieg gewinnen und nimmt Kollateralschaden für die "gute Sache" gerne und aktiv in Kauf. Eigentlich habe ich den Anspruch von S. erfüllt. Ich habe nach sehr langer Zeit meine Komfortzone verlassen, hinterfragt was ich da eigentlich meinem Hund antue und über meinen Tellerrand geschaut. Nur war meine ursprüngliche Komfortzone R+ (und ich habe sehr viel Zeit und Geld in R+ Trainer investiert, weil sicher jemand der Meinung sein wird, ich hätte es einfach nicht richtig gemacht) und ich bin davon weggekommen. Nicht weil ich Dominanzphantasien habe, nicht weil ich in den 70er Jahren auf dem Hundeplatz war (da war ich tatsächlich noch nicht geboren), nicht weil ich Wissenschaft ablehne oder einen perfekten Hund will, der funktioniert. Sondern weil ich das bestmögliche Leben für meinen Hund möchte. Die größte Lebensqualität. Ich will, dass er am Leben teilhaben kann und nicht am Leben vorbeigemanaged wird. Ich will, dass er von seinem Umfeld nicht mehr abgelehnt wird, dass er schwimmen und rennen und spielen kann. Vielleicht öffne ich noch mal einen Thread, in dem ich unseren Werdegang beschreibe und auch noch mal erkläre, was ich damit meinte, dass in manchen Situationen eine positive Strafe den Hund überhaupt erst aufnahmefähig für Lernen und Neubewerten von Situationen machen kann. Allerdings bin ich nach unendlichen Diskussionen mit unter anderem S. echt resigniert und erfolgreich gedeckelt und muss einen günstigen Zeitpunkt raussuchen, in dem ich mich der Diskussion stellen kann. So das ist jetzt doch ziemlich off topic, aber ich musste das irgendwo loswerden und dieser Thread scheint noch am ehesten den geschlossenen Thread weiterzuführen.
Das hast du so schön und anschaulich geschrieben.
Ich habe mich noch nicht so viel beteiligt aber auch deshalb weil ich genau das was du beschreibst auch beobachtet habe.
Ich finde es auch so schön was du dir für deinen Hund wünschst und wie nachvollziehbar du deinen Weg beschrieben hast.