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Ivonne
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heute 13:07

TierschutzhundeStammtisch🐕

Willkommen sind alle Tierschutzhundeliebhaber. Ob er/sie gerade ein Familienmitglied ist oder es früher einmal war..ob aus deutschem Tierschutz oder Auslandshund. Teilt gerne eure Freude, eure schönen oder weniger schönen Situationen. Teilt gerne Probleme, vielleicht hat jemand eine Lösung. Schickt gerne Fotos oder Videos❤️ Willkommen sind natürlich auch alle anderen Hundebesitzer, die gerne mitreden möchten. (Wer nur gegen Tierschutzhunde und deren Besitzer wettern möchte, bleibt bitte draußen😉) Ich freue mich auf tolle Gespräche 😍
 
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Barbara
heute 11:09
In der Wohnung liegt er immer in meiner nähe…wenn ich am Schreibtisch sitze liegt er darunter oder daneben, wenn ich auf dem Sofa bin legt er sich neben mich, schläft bei mir im Bett…
Hallo Hedwig, Du bist nicht allein mit dem Verhalten von Bobby, die meisten von uns kennen das Gefühl der der Hilflosigkeit und großen Sorge um unsere Hundis. Die meisten Tips hast Du von Nathalie und Liane schon erhalten. Gebt Euch Zeit. Frollein Lilly hat die ersten vier Wochen bei uns fast nur geschlafen oder unter die Esszimmerbank gekrochen und sie ist ab und an nur nach draußen um sich zu lösen. Manchmal dachte ich sie platzt...
 
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Melanie
heute 11:30
Guten Morgen, Wir wollten uns gerne mal melden, da wir einigermaßen verzweifelt sind. Bobby ist jetzt seit zwölf Tagen hier. Er zeigt eine starke Angst vor anderen Menschen. In der Wohnung ist er zutraulich, aber draußen ist er total panisch und hat Angst vor allem, besonders vor Menschen. Wir wohnen im vierten Stock und müssen dementsprechend jedes Mal durch das Treppenhaus um zumindest kurz in den Garten zu können, obwohl wir schon sehr früh morgens und spät abends rausgehen, treffen wir doch immer wieder Menschen. Bobby verliert dann vor Angst Stuhl und Urin und er wird ganz panisch. Ich habe das Gefühl, dass es schlimmer wird und er sich teilweise richtig rein steigert. Ich versuche ihn schon immer so gut es geht abzuschirmen und anderen Menschen auszuweichen. Das klappt aber nun mal nicht immer. Ich habe große Sorge, dass er sich nicht anders das Leben hier gewöhnen wird. Hinzukommt, dass mein Freund (den hat er schon einmal getroffen und auch große Panik gehabt) in circa anderthalb Wochen wieder zu mir kommt. Er ist die nächsten Monate immer nur am Wochenende da, dann wollen wir aber fest zusammenziehen. Ein Hund aus dem Tierschutz war für uns ein Risiko und wir hätten uns nichts mehr gewünscht, als dass es klappt. Wir haben bei der Vermittlung Anfrage explizit gesagt, dass es uns sehr wichtig ist, dass der Hund einigermaßen offen anderen Menschen gegenüber ist, da wir auch die Betreuung auf lange Sicht nicht zu 100 % alleine bewerkstelligen können und den Hund auch mal zu meiner Schwester oder den Eltern meines Freundes geben müssen. Es bricht uns das Herz, aber mit dieser Angstproblematik ist er für uns langfristig gesehen nicht haltbar. Es zehrt sehr an meinen Reserven, ihn regelmäßig in solchen Ausnahmezuständen zu sehen. Der Organisation, die uns vermittelt hat, vertrauen wir nicht mehr. Ich möchte ihn auch ungern dahin zurückgeben. Sie geben sich zwei Pflegestelle aus, halten jedoch einfach sehr sehr viele Hunde in Zwingern, vermutlich ohne Menschen Kontakt und ohne Gewöhnung an das Alltagsleben mit Menschen. Ich macht das traurig und ich bin sauer auf mich selbst. Wie würdet ihr in diesem Fall fortfahren? Wir sind auch mit einem Hundetrainer in Kontakt. Ich hoffe, dass ihr mich nicht verurteilt.
Hallo Hedwig,
auch wenn dich das jetzt nicht unbedingt beruhigt: nach etwa 14 Tagen saß ich wegen Toni heulend auf der Couch, weil ihre Angst und Panik so erdrückend war und ich mich hilflos gefühlt habe. Einen Trainer einzusetzen und sich Hilfe zu holen ist gut. 12 Tage ist halt einfach noch überhaupt nichts. Bobby ist gerade vermutlich noch viel überforderter als du. Deine Wohnung ist fremd. Das Haus ist fremd. Alles riecht auch fremd. Aus unserer Erfahrung würde ich an deiner Stelle Bobby zu Hause auch größtenteils nicht beachten. Raus völlig selbstverständlich und selbstbewusst. Einfach anleinen und gehen, aber vielleicht lieber erstmal kleine, gleichbleibende Runden. Grottenlangweilig für dich.
Kannst du bei euch im Mehrfamilienhaus mit den Nachbarn reden, dass sie Bobby für die nächsten Monate(!) ignorieren und nicht beachten, also auch nicht angucken? Wenn Bobby einmal eine Bindung aufgebaut hat, wird es besser. Aber das dauert.
Sprich mal mit einem Hundetrainer, der sich mit so super ängstlichen Kandidaten gut auskennt, ob der geplante Einzug von deinem Freund mit der Pflaster-Ab-Methode vielleicht sogar am besten ist.
 
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Melanie
heute 11:35
Habe mich erdreistet laut zu niesen und den Hund dadurch geweckt… melodramatisch kann sie 🙄🤭
 
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Kerstin
heute 12:25
Hallo Hedwig, ich kenne das auch alles von Leo,vor lauter Angst Pipi machen,oder sogar mal ein bisschen Kot verlieren.
Draußen hat er auch keine Leckerlis mehr angenommen, dafür war er viel zu gestresst.
Ich könnte ja auch nix essen in einer Situation wo ich super nervös bin. Da ist ja der Magen wie zugeschnürt.
Die ersten Tage ging Leo noch normal mit raus,dann wollte er plötzlich nicht mehr, weil er gemerkt hat dass es ihn draußen alles stresst.
Wenn ich dann Geschirr und Leine in die Hand genommen habe,hat er immer versucht sich zu verstecken. Ich hab ihn aber trotzdem mit raus genommen und nur ganz kurze Runden gegangen,und immer den gleichen Weg hin und zurück. Als er damit dann ganz gut klar kam,hab ich das langsam gesteigert mit der Länge und anderen Wegen. Dann hat er sich irgendwann auch gefreut aufs Gassi gehen.
Ich war auch anfangs oft richtig verzweifelt und hab mir gedacht,mein Gott, ist das denn noch normal so?
Und natürlich ist das auch sehr schlimm mit anzusehen, wenn es dem Hund so schlecht mit seiner Angst geht. Ich hab da richtig mit gelitten.💔
Aber diese ganzen Sachen werden mit der Zeit wirklich besser,glaub da bitte dran!
Aber das kann mitunter halt auch viele Monate dauern,kommt auf den Hund an. Und es wird auch immer wieder mal Rückschritte geben, bitte da trotzdem nicht aufgeben, das war bei uns anderen mit Angsthund doch genauso.
 
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Kerstin
heute 12:44
Was uns noch super geholfen hat: Bei uns in der Nähe gibt es einen Hundeverein,der auch noch ein extra Training für ängstliche Hunde anbietet. Da bin ich jetzt seit über zwei Jahren. Da gibt es außer Training und Agility auch noch Spiele Gruppen und Gassi Runden.
Die regelmäßigen Gesellschaft von anderen Hunden hat Leo so sehr geholfen. Natürlich hat das auch seine Zeit gedauert, und zuerst hatte er auch dort Angst aber dann hat es ihm langsam Spaß gemacht mit den anderen und er hat dabei viel an Selbstbewusstsein gewonnen,und ab da ging es spürbar aufwärts.
Das hat mich so glücklich gemacht,das lässt sich kaum beschreiben...😊
Vielleicht gibt es ja sowas auch in deiner Nähe. Natürlich würde ich damit aber auch noch einige Zeit warten, dafür ist es sicher noch viel zu früh. Das wären dann ja wieder jede Menge neuer Eindrücke.
Das ist halt auch ein sehr einfacher Weg um andere Hundebesitzer kennen zu lernen mit denen man dann auch privat was unternehmen kann, wenn sich die Hunde verstehen.
Da würde ich mich mal umschauen an deiner Stelle.
Die regelmäßigen Treffen machen wirklich sehr viel Spaß.
Finde es aber auch gut dass du schon mal nach einem Trainer geschaut hast.
 
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Kerstin
heute 12:55
Eine unserer Gassi Runden...😊🐕‍🦺
 
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Ivonne
heute 13:04
Er mag kein Essen…🫠…habe schon sooo viel probiert. Ich weiß auch nicht, wie ich ihn weniger überfordern soll…nur noch in der Wohnung lassen? Das kann ja auch nicht die Lösung sein 🥺
Wir haben hier im Dorf einen Tierschutzhund, der nur draußen frisst und nie aus einem Napf..den haben andere Hunde im Shelter wohl immer vom Napf weggebissen.

Louis geht auch bis heute nicht vor mir oder mit mir zusammen durch die Tür. Immer nur nach mir und flogt mir. Oder wenn er frisst und jemand geht am Napf vorbei, gibt er den sofort frei, geht weg und kommt wieder wenn wir weg sind. Ich glaube er hat sich von sich aus ganz unten im Rang angeordnet. Ava steckt ihre Nase nur noch tiefer in den Napf, damit ihr bloß niemand was wegnimmt.

Jeder Hund ist anders, wenn Louis das Problem mit der Türschwelle hätte, würde ich ihn anleinen, in den Flur treten, ihn nicht ziehen, sondern stehen bleiben mit nicht gespannter Leine, Blick in die Richtung wohin ich will also ihm abgewand und warten...waaaaarten. irgendwann geht Louis den Schritt nach vorn.
Ob das bei anderen Hunden auch klappt weiß ich nicht.
 
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Ivonne
heute 13:07
Ich habe keine Ahnung, wie sich das lösen soll…
Aus welcher Ecke kommst du denn?

Setz das doch einfach mal in dein "Treffen". ...das du einen souveränen älteren Hund suchst, der euch ab und zu begleiten soll, damit dein Hund von ihm lernen kann.