Ich kann da voll mit dir fühlen, uns geht es genau so. Wobei Emma sich auf Hundehaufen eingeschossen hat. Aber sie nascht nicht nur sondern versucht so viel wie möglich zu inhalieren. Das mit dem Anzeigen hat bei uns gar nicht funktioniert. Bei uns war es zum Schluss so schlimm, dass wir zusammen mit unserer Trainerin Schellen eingearbeitet haben und die mit dem Wort "Vorbei" belegt haben. Meistens reicht es mittlerweile nur das Wort zu sagen, aber grad aktuell muss ich sie auch immer wieder raus holen. Werfen zum Glück nicht. Allein die Tatsache, dass ich sie raus hole reicht, dass sie sich dann doch dazu entscheidet weiter zu gehen. Aber ist schon verdammt anstrengend ständig aufpassen zu müssen, ob sie jetzt nur schnüffelt oder sich gleich einen Zwischensnack gönnen will.
Was bei uns aber gut hilft, ist, dass ich sie beim Spaziergang viel beschäftige egal ob Suchspiele ( da kann ich den Keks sogar neben einen Haufen legen), Dinge tragen lassen oder auch einfach nur mal sitzen lassen, Pfote geben, Dinge mit der Nase berühren. Dann hat sie nicht so den Drang nach Haufen zu suchen
Also grundsätzlich könnte es für euch alle, die damit kämpfen, leichter werden, wenn ihr dem Hund klar vermitteln könntet, dass ihr draußen (sowie auch zu Hause) alles Fressbare für euch beansprucht. Heißt also, alles sollte für den Hund genau so sein wie das Futter im Napf, für das der Hund die Bestätigung anfordert bevor er ran geht. Da erzähle ich ja gern immer die Übung mit den geworfenen Leckerle, die mit ja oder nein belegt werden. Diese Übung drinnen wie draußen durchführen kann dem Hund (zumindest mit der Zeit) klar machen, dass er draußen nicht die Vormachtsstellung in Sachen Fressbares hat.
Allerdings entbindet auch das euch nicht immer aufmerksam, wie ein Fuchs, darauf beim Gassi zu achten.
Ihr könnt es mal so sehen, ein anderer Hund, der "sagt" bzw aufgrund seiner Kompetenzen der Meinung ist, dass alles Fressbare primär erst mal ihm gehört, dem fällt das nicht schwer mit dieser Aufmerksamkeit in der Welt zu spazieren. Er hat ja nun mal nichts weiter zu tun, als sich um sein Überleben zu kümmern. Und das ist der Punkt, die Hunde sind immer in diesem "Überlebensmodus", denen ist es so nicht bewusst, dass sie das sein lassen können, weil sie einen Menschen neben sich haben, der dafür Geld verdient, um nicht mehr nach Futter "suchen" zu müssen.