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Anzahl der Antworten 34
zuletzt 3. Jän.

Stachelhalsband mit Noppen

‼️Ich brauche bitte euren Rat‼️ Hallo zusammen, ich wende mich an euch, weil mich eine Situation sehr beschäftigt und ich mir unsicher bin, wie ich richtig handeln soll. Eine Bekannte von mir hält seit über 30 Jahren Schäferhunde. Ihre Erziehungsmethoden waren und sind sehr hart und stark aversiv geprägt. Aktuell nutzt sie bei ihrem Hund unter anderem ein Stachelhalsband mit Gumminoppen. Mir ist bewusst, dass Stachelhalsbänder tierschutzrelevant sind, und genau deshalb belastet mich diese Situation sehr. Ich habe große Zweifel, ob Belehren oder Diskutieren hier überhaupt etwas bewirken würde, da diese Methoden für sie seit Jahrzehnten als „normal“ und richtig gelten. Gleichzeitig fällt es mir schwer, einfach wegzusehen, weil mir das Wohl des Hundes sehr am Herzen liegt. Ich möchte keinen Streit auslösen und niemanden bloßstellen, suche aber ehrliche Einschätzungen und Erfahrungen von euch: Wie würdet ihr mit so einer Person umgehen? Gibt es aus eurer Sicht überhaupt eine Chance, respektvoll etwas zu bewirken, oder ist es sinnvoller, klare persönliche Grenzen zu ziehen? Wo zieht ihr für euch die Grenze zwischen „aushalten“, „ansprechen“ und „eingreifen“? Mir geht es nicht darum, jemanden anzugreifen, sondern darum, verantwortungsvoll mit einer Situation umzugehen, in der Tierschutz eine Rolle spielt. Ich bin dankbar für jeden konstruktiven Rat, jede Erfahrung und jede Perspektive. Vielen Dank fürs Lesen und für eure Unterstützung 💚
 
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Heike
2. Jän. 18:55
Ich denke, Belehren und Diskutieren wird schwierig werden. Ich würde es ihr gegenüber ansprechen, dass für mich Stachelhalsbänder und aggressive Erziehungsmethoden unakzeptabel sind und die Halsbänder auch nicht erlaubt sind. Bleibt sie uneinsichtig, würde ich sie beim nächsten Tierschutzverein melden und um eine Kontrolle bitten.
Die Anzeige kann auch anonym sein.
Ich könnte eine Bekannte nicht in meinem Umkreis haben, die schlecht mit dem Hund oder auch anderen Tieren umgeht.
 
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Maria
2. Jän. 19:04
Vielleicht könnte man noch auf Trainer:innen verweisen, die sich von solchen Methoden abgewendet haben. Anita Balser (HTS) erzählt in ihrem Podcast von ihrer Geschichten und warum sie sich von solchen Methoden abgewendet hat. Jan Nijboer kommt ursprünglich auch aus dieser Richtung.
 
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Sebbi
2. Jän. 19:10
Das sind die alten Hasen. Erzählen brauchst du denen nichts. Die wissen das, aber sie haben ihre Meinung schon lange manifestiert und wissen eh alles besser. 🙄

Ob das Melden was bringt, wage ich zu bezweifeln.

Da denke ich an Sebbis Beißunfall.
Ich musste das melden, weil meine Krankenkasse das wegen meiner Verletzungen einforderte.

Der Halter hatte definitiv keine Ahnung von Hunden.
Der Hund war nicht angemeldet, nicht geimpft, nicht versichert – und es war schon seine dritte Beißattacke.

Der Halter wird immer noch regelmäßig mit dem gleichen Hund gesichtet.
Juckt doch eh keine 🐖.
 
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P.
2. Jän. 19:27
Meine ehrliche Einschätzung: Wenn ich hier überhaupt kommentieren darf (bin ja blockiert 😅):Menschen, die seit Jahrzehnten stark aversiv arbeiten, sind durch Diskussionen meist kaum erreichbar. Für sie ist das „bewährt“ und damit richtig. Belehren oder Argumentieren führt dann oft eher zu Abwehr als zu Veränderung. Das ist frustrierend, aber leider Realität. Wenn es überhaupt eine Chance gibt, dann nur sehr vorsichtig und über Beziehung: ruhig bleiben, keine Vorwürfe, eher Fragen stellen oder durch eigenes Vorleben zeigen, dass es auch anders geht. Ob das angenommen wird, hängt komplett von der Offenheit der Person ab – und die kann man halt nicht erzwingen. Gleichzeitig finde ich persönliche Grenzen setzen enorm wichtig. Man darf klar sagen, dass man diese Methoden kritisch sieht und sie für tierschutzrelevant hält.
Wieso bist du blockiert? Sehe ich übrigens genauso
 
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Guido
2. Jän. 19:29
Mal ehrlich, braucht man das wirklich?.
 
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Carola
2. Jän. 20:07
Also ich habe es mal gegoogelt und so wie es aussieht sind die Dinger auch mit Gumminoppen verboten.
Darauf würde ich die Dame vielleicht einmal vorsichtig und freundlich hinweisen aber man kann nur im Sinne der Hunde hoffen dass es auch ankommt.
Ich würde mal beim Veterinäramt anrufen und fragen was man tun könnte. Vielleicht hilft ja ein Hinweis seitens des Amtes.

Ich finde es immer komisch dass Leute die schon lange Hunde haben immer wieder angegriffen werden als ob sie keine Ahnung hätten! Natürlich gibt es welche die keine Ahnung haben und das 30 Jahre lang und ich glaube auch nicht dass sich dann etwas ändert.
Ich habe auch seit über 30 Jahren Hunde und noch nie ein Stachelhalsband oder so etwas benutzt. Das nur so nebenbei.
Natürlich waren Erziehungsmethoden vor 20 oder 30 Jahren oder auch schon vor 15 Jahren noch ganz anders als heute, was aber ja nicht heißt dass man damals seine Tiere gequält hätte oder es heute tun würde.
 
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Sonja
2. Jän. 22:06
Ich persönlich distanziere mich von solchen Leuten. Einer Trainerin, die den Einsatz von Strom in bestimmten Situationen befürwortet (und auch die Wasserflasche gerne in die Hand nimmt) habe ich den Rücken gekehrt. Hätte ich Beweise, hätte ich sie angezeigt, mindestens beim Veterinäramt.
Also in Deinem Fall würde ich mit der Bekannten sprechen, dass das inakzeptable Methoden sind, die Du anzeigen wirst, und dann den Kontakt abbrechen. Und ich würde es tatsächlich anzeigen, wenn Du Beweise hast.
 
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Sebbi
2. Jän. 22:13
Für wen?
 
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Sebbi
2. Jän. 22:19
Entsetzlich, wie manche Typen mit Tieren umgehen. Würde evtl. eine Meldung beim Tierschutzverein etwas bewegen.
Es gibt ca. 750 Tierschutzvereine in Deutschland. Hast Du da einen bestimmten im Sinn, oder denkst Du an den nächsten, örtlichen Verein?
 
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Sebbi
2. Jän. 22:46
Ich denke, Belehren und Diskutieren wird schwierig werden. Ich würde es ihr gegenüber ansprechen, dass für mich Stachelhalsbänder und aggressive Erziehungsmethoden unakzeptabel sind und die Halsbänder auch nicht erlaubt sind. Bleibt sie uneinsichtig, würde ich sie beim nächsten Tierschutzverein melden und um eine Kontrolle bitten. Die Anzeige kann auch anonym sein. Ich könnte eine Bekannte nicht in meinem Umkreis haben, die schlecht mit dem Hund oder auch anderen Tieren umgeht.
Sehe ich ähnlich.
Wir sind ja alle Hundeprofis mit gefühlt 150 Jahren Erfahrung und das mit Hunden aller Rassen – uns kann doch keiner was erzählen.

Und wenn man so jemandem dann sagt:
* Es ist nicht mehr zeitgemäß.
* Es gibt bessere Trainingsansätze.
* Es ist verboten, Tieren Leid zuzufügen.
* Stachelhalsbänder sind verboten.

Das würde definitiv als Majestätsbeleidigung aufgefasst werden.
Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass es danach klatscht – nur leider kein Beifall.

Es bleibt also nur der Kontakt zum Veterinäramt, am besten direkt mit verwendbaren Fotos.