Hier wurden schon sehr sehr viele gute Argumente genannt!
Zu unterschätzen ist echt nicht die soziale Komponente: ich bin jetzt 6 Jahre im Home Office, hab während Corona angefangen und dazu noch während Corona den Job gewechselt -> bin von vorher Stechuhr zu vollkommen offen gewechselt, die Kollegen 400km weg… die hab ich zum ersten Mal nach 1,5 Jahren gesehen -> nur am Telefon, nix beim Kaffee quatschen, gemeinsam Essengehen, Weihnachtsfeier etc.
Das war eine ziemliche Umstellung für mich! Möcht‘s jetzt aber echt nicht mehr missen.😀
Und oft hab ich das Gefühl, dass ich trotz ausschließlich telefonischer Anbindung eigentlich die bin, die noch am Besten informiert ist!😬
Das ist aber echt ne Sache der Persönlichkeit und das muss man wollen…
Generell tun sich, meiner Erfahrung nach, deutsche Firmen mit fehlender Präsenz schwerer, da wird gute Arbeit oft noch an der Zahl der Anwesenheitsstunden gemessen…😫… is halt für den Chef einfacher.
Ich arbeite in nem amerikanischen Konzern und meine Chefin sitzt drüben. Der ist egal, wo ich bin, Hauptsache, ich gehe ans Telefon, wenn sie was will und liefere ansonsten pünktlich meine Ergebnisse!
Meine Kollegen sind auch komplett über die Welt verstreut… da gibt es also keinen Ort, wo ich mich ans Team „anbinden“ könnte.
Ich arbeite übrigens im Lieferanten-Qualitätswesen für verschiedene Fabriken in Europa, d.h. ich habe hauptsächlich mit Lieferanten zu tun, weniger mit nem Konzern-eigenen Standort.
Allerdings bin ich dadurch auch recht viel unterwegs… die Zeit muss dann mein Freund abdecken: der arbeitet bei ner großen deutschen Firma und ist daher angehalten, 1x die Woche im Büro aufzuschlagen.
Das kriegen wir koordiniert!😀