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Maria
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zuletzt 18. Jän.

KI und Hundehaltung

Hallo, auf Dogorama ist KI bei den Nutzern hauptsächlich in der Bilderstellung sichtbar. Nutzt ihr KI noch für andere Zwecke? Arbeitsbedingungt spiele ich viel mit Copilot, dem Tool von Microsoft rum. Da gebe ich auch immer wieder Fragen zu den Hunden ein. Heute habe ich bspw. ein Foto eines Urinteststreifens eingespielt und der wurde dann für mich interpretiert. Interessanterweise hat er die Ergebnisse für zwei Hunde unterschiedlich interpretiert. Im Anschluss habe ich mir einen Ernährungsplan nach traditioneller chinesischer Medizin erstellen lassen. Gut finde ich, dass der Copilot immer dazu schreibt, dass die Aussagen fehlerhaft sein können. Ich empfinde es aber als eine sehr gute Grundlage für ein weiteres Vorgehen, z.B. für Gespräche mit der Tierärztin etc. Wie seht ihr das?
 
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Maria
17. Jän. 11:57
Beide Begriffe sind Konzepte, keine Personen, keine Eigenschaften und kein Zustand, den jemand „hat“. Also Bezugsrahmen oder Annahmen darüber, wie Denken, Kommunikation und Leistungsfähigkeit typischerweise funktionieren sollten und wo dieser Bezugsrahmen nicht passt, Barrieren bestehen und Unterstützung Teilhabe ermöglicht.
Aber dann wäre das Konzept ja komplett situationsbezogen bzw systembezogen. Da kann jemand in einem Freundeskreis/ Beruf als “neurodivergent” bezeichnet werden, weil er oder sie nicht hineinpasst, in einem anderen Freundeskreis/Beruf nicht?

Edit: dann finde ich die Bezeichnung neurodivergent auch unpassend. Denn die bezieht sich offenbar auf Personen/Eigenschaften. Ich hatte mal gelesen, dass darunter ursprünglich Diagnosen wie ADHS, Autismusspektrumstoerungen, Ticks usw subsumiert wurden.
 
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SandrA
17. Jän. 12:12
Aber dann wäre das Konzept ja komplett situationsbezogen bzw systembezogen. Da kann jemand in einem Freundeskreis/ Beruf als “neurodivergent” bezeichnet werden, weil er oder sie nicht hineinpasst, in einem anderen Freundeskreis/Beruf nicht? Edit: dann finde ich die Bezeichnung neurodivergent auch unpassend. Denn die bezieht sich offenbar auf Personen/Eigenschaften. Ich hatte mal gelesen, dass darunter ursprünglich Diagnosen wie ADHS, Autismusspektrumstoerungen, Ticks usw subsumiert wurden.
Ja, genau, Menschen sind nicht per Se neurodivergent oder neuronormativ – sie werden es in Relation zu einem bestimmten Bezugsrahmen.

In einem Umfeld, das zu den eigenen Denk-, Kommunikations- oder Wahrnehmungsweisen passt, entstehen auch keine Barrieren. In einem anderen Kontext können dieselben Eigenschaften aber als „abweichend“ markiert werden.

Ich habe z. B. ein Buch über einen Rollstuhlfahrer gelesen, der beschrieben hat, dass er sich in den USA kaum eingeschränkt gefühlt hat, nicht, weil er weniger beeinträchtigt, sondern weil die Umgebung barrierearm gestaltet war.
Die Einschränkung lag also vor allem im System.
Auch die sog „Lernbehinderung“ ist stark kontextabhängig.
Vor Industrialisierung und standardisierter Schulbildung wären viele heutige Diagnosen gar nicht relevant gewesen, weil der Bezugsrahmen ein anderer war.

Und ich gebe dir recht, dass die Begriffe Neurodiv. und Neuronorm. aus einer eher defizitorientierten Diagnosetradition stammen.
In neueren Ansätzen wird er aber relational verstanden, als Beschreibung von Passung oder Nicht-Passung zwischen Person und System.
Das fühlt sich widersprüchlich an, kann aber durchaus auch Zeichen des Übergangs sein.😅
 
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Oliver
17. Jän. 12:18
Deinem ersten Satz stimme ich zu - beim zweiten verstehe ich nicht was du meinst, magst du es nochmal erklären? Ah, Du hast editiert. Danke ☺️
Bin manchmal lahm.
 
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Lisa-Eileen
17. Jän. 12:24
Sollte eigentlich sehr ähnlich sein. Copilot nutzt glaub ich auch ChatGPT als Grundlage. Ich kann Copilot ja mal nach seiner Beziehung zu ChatGPT fragen. 😄
Haha, geil.😭🤣
 
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SandrA
17. Jän. 12:26
Normen werden immer durch die Gesellschaft und den Zeitgeist festgelegt. Das Thema Sicherheitspolitik wurde in den letzten Jahren gesellschaftlichen ausgeblendet, es war "anderst" oder "schlecht". Das hat unsere Gesellschaft in die prekäre Situation gebracht in der wir heute sind. In den nächsten zehn Jahren werden wir sicherheitspolitische Änderungen in unsere Gesellschaft haben, die jeden betreffen werden und diese dann als - zwangsweise - "normal" empfinden. Sozialwissenschaftlich verordnete Konzepte sind schwierig. Letzte Woche hat eine ehemalige Grundschullehrerin meines Kindes mir gesagt, dass das Konzept Inklusion in der Grundschule gescheitert ist. "Das kann man abhaken"(Originalzitat). Und es ist gute Pädagogin, die keine Burnout hat und schon zig Wochen krankgeschrieben ist. Nur Beispiele wie Normen/Konzepte sich ändern können. Und .... eine Lehrerin meines Kindes auf dem Gymnasium hat den Kindern mitgeteilt, nicht den Eltern, daß sie die zukünftige Elite in Deutschland sind. Das ist Stand der Schulpolitik, kann man gut oder schlecht finden.
Ja, sie ändern sich, aber Sozialwissenschaftliche Konzepte verordnen nichts. Sie beschreiben und analysieren.
Wenn Inklusion in der Schule als gescheitert erlebt wird, liegt das aus meiner Sicht weniger am Konzept als an den Rahmenbedingungen, wie fehlende Ressourcen, Zeit, Personal, Unterstützung (was nicht heißt, dass der Begriff nicht auch kritisch betrachtet wird). Das ist kein individuelles Versagen aber auch kein Beweis gegen das Konzept, sondern gegen seine Umsetzung.
 
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Lisa-Eileen
17. Jän. 12:36
Aber dann wäre das Konzept ja komplett situationsbezogen bzw systembezogen. Da kann jemand in einem Freundeskreis/ Beruf als “neurodivergent” bezeichnet werden, weil er oder sie nicht hineinpasst, in einem anderen Freundeskreis/Beruf nicht? Edit: dann finde ich die Bezeichnung neurodivergent auch unpassend. Denn die bezieht sich offenbar auf Personen/Eigenschaften. Ich hatte mal gelesen, dass darunter ursprünglich Diagnosen wie ADHS, Autismusspektrumstoerungen, Ticks usw subsumiert wurden.
Neurodivergent sind Autisten, ADHSler, AuDHDler was Neurotypen sind also wie deine Gehirnstruktur gebaut ist.
Je nachdem verarbeitet das Gehirn Reize viel extremer und ist viel Reizempfindlicher und empfänglicher zb aber mam kommuniziert zb auch sehr direkt und ehrlich, wohingegen zb neurotypische Menschen sogenannte Alisten (kp obs richtig geschrieben ist🙊) oft sehr abgestumpft sind im Vergleich zu neurodiversen Menschen, es gibt zwischen ihnen oft Missverständnisse und Streits weil sie die Welt ganz anders wahrnehmen.
Sie meinen oft wir Neurodivergenten wären unfreundlich, unhöflich, asozial oä weil wir ein anderes Konzept haben zu kommunizieren.
Aber auch zb psychische Erkrankungen zählen teils zur Neurodivergenz.
Ich weiß da jetzt nicht alle die reinzählen aber zb (k)PTBS, ich mein auch Depression.
Weil es die Hirnchemie/ Struktur verändert.
Also was die Vorredner sagen ist schon richtig.
Die Gesellschaft, die Alisten haben vorgegeben das ihre Art und Weise DAS richtige ist und die Norm ist.
Darauf ist alles aufgebaut in der Gesellschaft.
Neurodivergenz wurde lange Zeit als Störung hingestellt, mittlerweile weiß man das es etwas normales ist.
Jeder Mensch hat einen Neurotyp und gehört somit einem der Typen oder Mischungen daraus an.
Da die Gesellschaft aber nur auf den Neurotypischen Typ Alist aufgebaut ist haben wir Neurodiversen Menschen Barrieren in der Gesellschaft weshalb es auch als Behinderung gilt weil wir durch gewisse Sachen wie sie sind behindert werden weil sie eben nicht nach unseren Bedürfnissen gemacht wurden.
Also ich hoffe du verstehst mich.🥲😅
 
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Steffi
17. Jän. 13:02
Neurodivergent sind Autisten, ADHSler, AuDHDler was Neurotypen sind also wie deine Gehirnstruktur gebaut ist. Je nachdem verarbeitet das Gehirn Reize viel extremer und ist viel Reizempfindlicher und empfänglicher zb aber mam kommuniziert zb auch sehr direkt und ehrlich, wohingegen zb neurotypische Menschen sogenannte Alisten (kp obs richtig geschrieben ist🙊) oft sehr abgestumpft sind im Vergleich zu neurodiversen Menschen, es gibt zwischen ihnen oft Missverständnisse und Streits weil sie die Welt ganz anders wahrnehmen. Sie meinen oft wir Neurodivergenten wären unfreundlich, unhöflich, asozial oä weil wir ein anderes Konzept haben zu kommunizieren. Aber auch zb psychische Erkrankungen zählen teils zur Neurodivergenz. Ich weiß da jetzt nicht alle die reinzählen aber zb (k)PTBS, ich mein auch Depression. Weil es die Hirnchemie/ Struktur verändert. Also was die Vorredner sagen ist schon richtig. Die Gesellschaft, die Alisten haben vorgegeben das ihre Art und Weise DAS richtige ist und die Norm ist. Darauf ist alles aufgebaut in der Gesellschaft. Neurodivergenz wurde lange Zeit als Störung hingestellt, mittlerweile weiß man das es etwas normales ist. Jeder Mensch hat einen Neurotyp und gehört somit einem der Typen oder Mischungen daraus an. Da die Gesellschaft aber nur auf den Neurotypischen Typ Alist aufgebaut ist haben wir Neurodiversen Menschen Barrieren in der Gesellschaft weshalb es auch als Behinderung gilt weil wir durch gewisse Sachen wie sie sind behindert werden weil sie eben nicht nach unseren Bedürfnissen gemacht wurden. Also ich hoffe du verstehst mich.🥲😅
Wichtig für mich in diesem Zusammenhang ist der Begriff 'Beschreibung', d.h. dass man die unterschiedlichen neurologischen Typen ohne Bewertung betrachtet. Unterschiede sind in meinen Augen nicht schlecht sondern bieten Chancen.
Was mich wirklich betroffen gemacht hat ist, dass zwei junge Menschen in meinem Freundes und Familienkreis bestimmte Eigenschaften 'maskiert' haben. Mein Neffe hat sich mit einer unerkannten Leseschwäche durch das starre Korsett eines bayrischen Gymnasiums zum Abitur gekämpft. Mein Patenkind hat sich als junger Erwachsener diversen Untersuchungen unterzogen, um für sich herauszufinden 'was ist das, was mich von anderen unterscheidet'..Ganz klare ADHS- Diagnose, die für ihn befreiend war.
 
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Yvonne
17. Jän. 13:03
Mal als Beispiel, in einem Thread schrieb ein Teilnehmer mit seltsamer Sytax, sein Hund dürfe selber alle Entscheidungen treffen, das sei für ihn wichtig. Außerdem dürfe er natürlich auch selber entscheiden, wo er liegt, natürlich auch ohne Aufforderung auf die Couch usw. Einige Zeit später antwortete dieser Teilnehmer als erster auf eine Frage, in der es um Erziehungsfragen und Probleme ging mit einem - wie von Steffi beschriebenen sehr langen und gut strukturiertem Text mit Aufzählungen - wie ein Hund erzogen werden sollte. Unter anderem wurde in der Aufzählung empfohlen, dem Hund nicht zuviele Entscheidungen zu überlassen und auch vorzugeben, wo der Hund sich aufzuhalten hat (Raumverwaltung). Da werde ich persönlich schon skeptisch. Für mich hat das was von "mit fremden Federn schmücken", tut keinem weh, entspricht aber doch irgendwie nicht dem Sinn eines Austauschs, zumindest in meiner Welt 💁🏼‍♀️
Ja, gut, dass ist dann selbstentlarvend.
 
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A.
17. Jän. 13:06
Ich bin da recht vorsichtig, gerade in der Medizin sind doch viele Defizite, es gab gerade da viele falsche Antworten.
 
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Sina
17. Jän. 13:09
Ich bin da recht vorsichtig, gerade in der Medizin sind doch viele Defizite, es gab gerade da viele falsche Antworten.
Als Laie muss man natürlich vorsichtig sein, und sollte sich nicht blind darauf verlassen.
Unterstützend liefert die KI in der Medizin aber mittlerweile sehr gute Ergebnisse.

https://www.mdr.de/wissen/medizin-gesundheit/news-chatgpt-besser-als-aerzte-bei-klinischen-schlussfolgerungen-100.html