Ich bin sehr fasziniert von Wölfen, was nicht automatisch bedeutet , dass ich keine Angst hätte. Ich kann sehr gut verstehen, dass jemand der nah am Wald wohnt in dem Wölfe angesiedelt sind ein ungutes Gefühl beim Spaziergang im Wald hat. Und Angst ist ein Gefühl, welches man nicht an- oder ausschalten kann. Versuchen, nicht alleine im Wald zu sein ist ein netter Rat, aber wenn du nur Wald um dich rum hast, nicht ständig jemanden als Begleitung zur Verfügung hast und deine Spaziergänge nunmal tagtäglich durch den Wald führen, dann ist der Rat eben doch nicht hilfreich. Ich persönlich wohne in keinem Wolfsgebiet, und habe daher aktuell keine Angst. Mir geht es eher darum, hier mal klar zu machen, dass nicht jeder, der Angst vor dem Wolf hat, gleich dem Wolf seine Daseinsberechtigung streitig macht, und vielleicht sogar Wolfsfan sein kann.
Ich denke, Angst ist ein starkes Wort, und man muß sich überlegen, ob es das Gefühl richtig beschreibt. Als mir ein Wolf gegenüber war, hatte ich auch ein mulmiges Gefühl. Wenn ich mit dem Hund unterwegs bin und Hinweise auf einen Wolf bemerkt habe, bin ich extra vorsichtig oder gehe vlt auch wieder zurück.
Aber hier klingt es nach einer tiefsitzenden Angst, und die führt bei einigen Menschen auch dazu, daß sie den Abschuss fordern. Auch wenn die Angst keinen realen Anlaß haben braucht und in Relation zu anderen Faktoren nicht sein muß. Aber immer wieder so eine Angst zu erleben, wirkt sich auf Psyche und Körper aus und man darf sie nicht unterschätzen und sollte etwas unternehmen, um sie nicht zu oft zu erleben. Ich denke daher schon, daß man die Angst vor Wölfen nicht kleinreden oder lächerlich machen darf.