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Andrea
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Anzahl der Antworten 234
zuletzt 26. Jän.

Habt ihr Angst vor dem Wolf?

Mittlerweile soll es in deutschen Wäldern um die 2000 Wölfe geben. Tendenz steigend um 30% jährlich. Habt ihr eigentlich keine Angst wenn ihr im Wald spazieren geht.
 
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Sonja
24. Jän. 11:21
Warum reiten eigentlich alle auf dem Wald herum? Mir sind auf unseren Feldern und in den Feuchtwiesen auch schon Wölfe begegnet, da brauchte ich noch nicht mal im Wald sein. Wenn ich Angst hätte, dann müsste ich die hier überall haben.
Wald hat halt was hmmm besonderes 🤔🤗..... für einige faszinierend ( da gehöre ich auch dazu😉) für andere unheimlich... Ich kenne so einige leute HH und auch nicht HH die gehen in der Dunkelheit/Dämmerung nicht mehr in den Wald, ich hingegen geniesse es..😉 Fragt man diese Leute wissen sie meisten keine einleuchtende/rationale Antwort, resp wissen eigentlich selbst nicht wesshalb das bei ihnen so ist....🤗...vielleicht die Geräusche, Unübersicht, Filme (wie Blair Witch Projekt😉) , Bücher, Märchen, Romane, Gruselgeschichten.....oder...oder vielleicht weil man sich gegenüber der Natur einfach nur klein/unbedeutend ist...etc
 
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Olli
24. Jän. 11:25
Wald hat halt was hmmm besonderes 🤔🤗..... für einige faszinierend ( da gehöre ich auch dazu😉) für andere unheimlich... Ich kenne so einige leute HH und auch nicht HH die gehen in der Dunkelheit/Dämmerung nicht mehr in den Wald, ich hingegen geniesse es..😉 Fragt man diese Leute wissen sie meisten keine einleuchtende/rationale Antwort, resp wissen eigentlich selbst nicht wesshalb das bei ihnen so ist....🤗...vielleicht die Geräusche, Unübersicht, Filme (wie Blair Witch Projekt😉) , Bücher, Märchen, Romane, Gruselgeschichten.....oder...oder vielleicht weil man sich gegenüber der Natur einfach nur klein/unbedeutend ist...etc
Doch ich hab' ne rationale Antwort. Wenn ich abends in den Wald gehen würde und es würde etwas passieren,(sowas Banales wie Stolpern über Luftwurzel oder einfaches Umknicken) findet mich kein Mensch vor dem nächsten Tag. Bei den Temperaturen wär's das und Handyempfang ist auch nicht garantiert.
 
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Sonja
24. Jän. 11:32
Gezielte Entnahmen sind bereits möglich, momentan ist die Debatte um die Bejagung leider in Richtung, alles rigorous abknallen. Leider wird da seitens einiger lauter Jäger sehr komisch argumentiert. Nur das Beispiel Fuchs, als diese noch Tollwut hatten, wurden sie mit dieser Begründung bejagt. Nachdem Tollwut unter Kontrolle war, wird behauptet, daß sie nicht mehr natürlich reguliert werden und sie werden weiter bejagt mit Hinweis auf Artenschutz. Nun kommt der Wolf als Konkurrenz zu den Füchsen und soll auch bejagt werden. Am besten mit Welpenabschüssen da man ja bei Füchsen bereits so schön festgestellt hat, daß eine Bejagung der Welpen zu mehr Nachwuchs führt, man also mehr jagen kann. Dann wird sich beklagt, daß Deiche durch Kleintiere zerstört werden, daß es zu viel Wildfrass gibt, also auch hier regulieren, kontrollieren, sprich Jagen. Es wird Räude als natürlicher Regulator bei zu hoher Wolfs-- oder Fuchsdichte festgestellt, also mit dem Argument eines prophylaktischen Tierschutzes wird die Jagd wieder als Lösung genannt. Irgendwie denken mit Jäger nicht angemessen in komplexen System, wie es das Ökosystem nun einmal ist, sondern so gerade und linear, wie eine Kugel fliegt, mit genau so einem kurzen Zeitraum. Dabei verfangen sie sich in Zirkularitäten, bei denen die Jagd die Ursache eines Problems ist und gleichzeitig als Lösung verkauft wird.
Bezüglich Füchse/Fuchsjagd ist Luxemburg (derzeit) ein gutes beispiel, sozusagen ein grosses "experinent mit positivem Ausgang" .Seit 2015 ist dort die Fuchsjagd verboten , und nun rund 10 Jahre später; es gab/gibt keine Fuchsüberpopulation, die üblichen Beutetiere von Füchsen wie Rebhuhn, Hase etc. sind nsch wie vor nicht gefährdet und sogar der Fuchbandwurm-befall ging um ca. die HÄLFTE zurück....Die Natur ist nach wie vor fähig sich selbst zu regulieren sofern der Mensch die Finger davon lässt....
 
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wolf
24. Jän. 11:36
Hättest Du da vielleicht mal eine Quelle für Deine Aussagen zur Position der „Jägerschaft“? Ich habe versucht, was zu finden, was mir einen sachlichen Überblick über die Positionen für und wider der Änderung des Bundesjagdgesetzes gibt… Habe aber auf beiden Seiten nur weitestgehend Populismus gefunden. Schade, ich würde mich dazu gerne informieren…
Kennst du den Wolfspodcast? Dort wird oft recht sachlich pro Wolf diskutiert. Seitens Jäger muß man graben, die Jägerschaft darf man nicht pauschalisieren, da sich auch einige von Ihnen gegen die Jagd auf Wölfe stellen. Daher sind nicht alle Jäger gleich Wolfsgegner, entsprechend ist es schwierig, dort auch klare Aussagen zu finden. Das bittere ist, daß viele Positionen und Herangehensweisen der Jäger auf alte Denkstrukturen aufbauen, die inzwischen von der Wissenschaft überholt und korrigiert wurden. Aber nur wenige Jäger arbeiten eng mit der Wissenschaft zusammen, einigen geht es leider doch mehr um den Abschuss und die Trophäe.
 
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Sonja
24. Jän. 11:37
Doch ich hab' ne rationale Antwort. Wenn ich abends in den Wald gehen würde und es würde etwas passieren,(sowas Banales wie Stolpern über Luftwurzel oder einfaches Umknicken) findet mich kein Mensch vor dem nächsten Tag. Bei den Temperaturen wär's das und Handyempfang ist auch nicht garantiert.
Dann nimmst halt eine Taschenlampe mit....bei solchen "ängsten" sollte man besser auf dem Sofa bleiben, aber selbst da kannst runterfallen....die meisten unfälle passieren nach wie vor im Haushalt....und nicht selten kommt es vor das Menschen erst tage später in der Wohnung gefunden werden.....
also mit rationalität hat diese Aussage nichts zu tun...
 
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Ivonne
24. Jän. 11:41
Dann nimmst halt eine Taschenlampe mit....bei solchen "ängsten" sollte man besser auf dem Sofa bleiben, aber selbst da kannst runterfallen....die meisten unfälle passieren nach wie vor im Haushalt....und nicht selten kommt es vor das Menschen erst tage später in der Wohnung gefunden werden..... also mit rationalität hat diese Aussage nichts zu tun...
Ich hab's noch gesehen🤣 im ersten Moment dachte ich du willst einen Scherz machen mit bayrischem Dialekt 🤣🙈 ...so liest sich das bei mir auch immer wenn ich grad nur eine Hand zum schreiben frei hab🤭
 
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wolf
24. Jän. 11:52
Warum reiten eigentlich alle auf dem Wald herum? Mir sind auf unseren Feldern und in den Feuchtwiesen auch schon Wölfe begegnet, da brauchte ich noch nicht mal im Wald sein. Wenn ich Angst hätte, dann müsste ich die hier überall haben.
https://wald.journalistenschule-ifp.de/die-dunkle-seite-des-waldes
 
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Uwe
24. Jän. 11:54
Nein vorm Wolf nicht er meidet Menschen .Wildschweine oder ein Dachs sind gefährlicher
 
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Vivi &
24. Jän. 11:59
Gezielte Entnahmen sind bereits möglich, momentan ist die Debatte um die Bejagung leider in Richtung, alles rigorous abknallen. Leider wird da seitens einiger lauter Jäger sehr komisch argumentiert. Nur das Beispiel Fuchs, als diese noch Tollwut hatten, wurden sie mit dieser Begründung bejagt. Nachdem Tollwut unter Kontrolle war, wird behauptet, daß sie nicht mehr natürlich reguliert werden und sie werden weiter bejagt mit Hinweis auf Artenschutz. Nun kommt der Wolf als Konkurrenz zu den Füchsen und soll auch bejagt werden. Am besten mit Welpenabschüssen da man ja bei Füchsen bereits so schön festgestellt hat, daß eine Bejagung der Welpen zu mehr Nachwuchs führt, man also mehr jagen kann. Dann wird sich beklagt, daß Deiche durch Kleintiere zerstört werden, daß es zu viel Wildfrass gibt, also auch hier regulieren, kontrollieren, sprich Jagen. Es wird Räude als natürlicher Regulator bei zu hoher Wolfs-- oder Fuchsdichte festgestellt, also mit dem Argument eines prophylaktischen Tierschutzes wird die Jagd wieder als Lösung genannt. Irgendwie denken mit Jäger nicht angemessen in komplexen System, wie es das Ökosystem nun einmal ist, sondern so gerade und linear, wie eine Kugel fliegt, mit genau so einem kurzen Zeitraum. Dabei verfangen sie sich in Zirkularitäten, bei denen die Jagd die Ursache eines Problems ist und gleichzeitig als Lösung verkauft wird.
Die gezielte Entnahme bezieht sich auf Einzeltiere, die auffällig geworden sind. Das ist ein riesiger Aufwand, rauszufinden, welcher Wolf jetzt genau betroffen ist. Was mir vorschwebt, ist eher eine gezielte Bejagung, mit einer geringen Pfote. So dass man die Rudel insgesamt von den Siedlungen weg treibt. Ähnlich wie beim Rotwild, wo Zonen ausgeschrieben sind, in den Rotwild erlaubt ist, Zonen, in denen das Durchziehen erlaubt ist und Zonen in denen Rotwild konsequent geschossen wird.
Das könnte man mit Wölfen auch so handhaben, dass man Zonen schafft, in denen Wölfe nur in Ausnahmen bejagt werden dürfen, Zonen in denen Wölfe nur begrenzt gejagt werden dürfen und Zonen in den Wölfe rigoros gejagt werden.
Selbstverständlich mit einem guten Monitoring und mit besser zusammenhängenden Flächen als beim Rotwild. Stichwort Habitat Fragmentierung, das Problem haben wir beim Rotwild, das müssen wir beim Wolf nicht forcieren.

Ich bin kein Fan davon, wie die Jagd entweder durch Jäger reguliert wird, oder durch Jagd Gegner. Beides sind keine guten Berater.

Vielen schwebt beim Wolf ein natürliches Gleichgewicht vor. Das Problem ist, dass wir nicht in einer natürlichen Umgebung leben. Und gerade in (dicht) besiedelten Bereichen, ist der Konflikt zwischen Mensch und Wolf vorprogrammiert. Deswegen muss man da besonders eingreifen. Gleichzeitig bin ich absolut dafür, naturnahe Bereiche zu schaffen, in denen der Wolf auch natürlich leben darf.
 
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wolf
24. Jän. 12:04
Hättest Du da vielleicht mal eine Quelle für Deine Aussagen zur Position der „Jägerschaft“? Ich habe versucht, was zu finden, was mir einen sachlichen Überblick über die Positionen für und wider der Änderung des Bundesjagdgesetzes gibt… Habe aber auf beiden Seiten nur weitestgehend Populismus gefunden. Schade, ich würde mich dazu gerne informieren…
https://www.jagdverband.de/sites/default/files/Wolf_Wildtiermanagement_2019.pdf

https://www.landesjagdverband.de/fileadmin/Medien/LJV/Bilder/2__Unser_Verband/Positionspapiere/2023_Positionspapier_Jagdausbildung/2023_Wolfsposition_LJV_BW.pdf

https://jagd-bayern.de/positionspapier-grosse-beutegreifer

https://www.jagdverband.de/djv-kernforderungen-zum-wolf-im-jagdrecht

https://www.jagdverband.de/sites/default/files/2025-12/2025-12_FuA_Wolf_im_Jagdrecht.pdf