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Andrea
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Anzahl der Antworten 234
zuletzt 26. Jän.

Habt ihr Angst vor dem Wolf?

Mittlerweile soll es in deutschen Wäldern um die 2000 Wölfe geben. Tendenz steigend um 30% jährlich. Habt ihr eigentlich keine Angst wenn ihr im Wald spazieren geht.
 
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Katja
24. Jän. 10:11
Guter Gedanke..Ich habe eine Petition gestartet, da grosse Teile der Jägerschaft für ganzjährige Jagd plädieren, insbesondere wollen sie jedes Jahr 40 Prozent der Wolfswelpen entnehmen. Wölfe sind für viele, kurzsichtig denkende Jäger Konkurrenz. Hier meine Petition https://c.org/GZwqVsL8Np
Hättest Du da vielleicht mal eine Quelle für Deine Aussagen zur Position der „Jägerschaft“?

Ich habe versucht, was zu finden, was mir einen sachlichen Überblick über die Positionen für und wider der Änderung des Bundesjagdgesetzes gibt… Habe aber auf beiden Seiten nur weitestgehend Populismus gefunden. Schade, ich würde mich dazu gerne informieren…
 
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Sonja
24. Jän. 10:18
Nein wieso auch....Wildschweine sind viel gefährlicher !! Gibt jedes Jahr mehere Wildschweinangriffe auf Spaziergänger/Wanderer, ( mit/ohne Hunde). Sogar Rinder sind um einiges gefährlicher als Wölfe, auch da gibts jedes jahr Verletzte und auch tote Spaziergänger/Wanderer durch "Rinder angriffe" 🤗.In Wolfebieten gehören Hunde einfach an die Leine. Selbst in Wäldern ohne Wölfen haben Hunde auf dem Weg zu bleiben ( auch keine 10m davon entfernt im unterholz) , und wenn das vom HH nicht gewährleistet werden kann dann gehören sie im Wald an die Leine. Hunde, egal welche grösse/rasse etc.haben micht im "Unterholz" zu stöbern.....
 
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Katja
24. Jän. 10:22
Ich weiß nicht ob Verbote oder etwas ähnliches helfen würden. Denn Verbote sind oftmals in manchen Köpfen dafür da um gebrochen zu werden. Vielmehr sollte mehr Aufklärung erfolgen, so wie es hier schon jemand schrieb, Wissen vermitteln, mit dem wie es jetzt ist umgehen und Leben lernen. Das sollte nicht nur für Erwachsene sein, sondern schon in Schulen und Kindergärten anfangen. Da sollte muss man einen guten Mittelweg zwischen "Bitte habt keine Angst" und "Bitte nicht streicheln, es sind keine Kuscheltiere" finden.
Das fällt halt generell unter Naturerziehung, oder?

Im Wald gibt’s nunmal Dornen, giftige Pilze und Beeren und auch Tiere, die sich durch Töten anderer Tiere ernähren und u.U. auch dem Menschen, je nach Situation, nicht unbedingt wohlgesonnen sind!
Eine „hier ist alles sicher“-Mentalität (die ja Kinder zunehmend erfahren, aber das ist ein anderes Thema) gibt’s da eben nicht, es sei denn, man betoniert alles zu und stellt Plastik-Bäume drauf!😬
Und das müssen auch Kinder lernen.

Der erste Spaziergang im Dunkeln, nachdem klar war, dass die Wölfe da waren, war mir auch sehr sehr mulmig und ich hatte echt überlegt, ob ich den jetzt wirklich mache oder es lieber bleiben lasse!

Ich hab mir dann ganz intensiv bewusst gemacht, dass der neben all dem anderen Raubzeug eben auch dazugehört… nur eben ein bisschen größer/mächtiger und ganz schön clever. Und das war der Punkt, wo ich gedacht habe: Der wäre doch ganz schön blöd, wenn der jetzt ausgerechnet über mich und Polli herfallen würde!
Also hab ich den Spaziergang trotzdem gemacht… wahrscheinlich nicht alleine 😳…

Seitdem handle ich einfach bewusster und halte auch Polli mehr in der direkten Nähe. Und frischen Aufbruch kriegt sie jetzt nur noch gezielt bei uns…
 
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Ivonne
24. Jän. 10:31
Das fällt halt generell unter Naturerziehung, oder? Im Wald gibt’s nunmal Dornen, giftige Pilze und Beeren und auch Tiere, die sich durch Töten anderer Tiere ernähren und u.U. auch dem Menschen, je nach Situation, nicht unbedingt wohlgesonnen sind! Eine „hier ist alles sicher“-Mentalität (die ja Kinder zunehmend erfahren, aber das ist ein anderes Thema) gibt’s da eben nicht, es sei denn, man betoniert alles zu und stellt Plastik-Bäume drauf!😬 Und das müssen auch Kinder lernen. Der erste Spaziergang im Dunkeln, nachdem klar war, dass die Wölfe da waren, war mir auch sehr sehr mulmig und ich hatte echt überlegt, ob ich den jetzt wirklich mache oder es lieber bleiben lasse! Ich hab mir dann ganz intensiv bewusst gemacht, dass der neben all dem anderen Raubzeug eben auch dazugehört… nur eben ein bisschen größer/mächtiger und ganz schön clever. Und das war der Punkt, wo ich gedacht habe: Der wäre doch ganz schön blöd, wenn der jetzt ausgerechnet über mich und Polli herfallen würde! Also hab ich den Spaziergang trotzdem gemacht… wahrscheinlich nicht alleine 😳… Seitdem handle ich einfach bewusster und halte auch Polli mehr in der direkten Nähe. Und frischen Aufbruch kriegt sie jetzt nur noch gezielt bei uns…
Joa, es sollte vielleicht mit in die Naturerziehung aufgenommen werden, vielleicht einen Schulausflug ins Wolfcenter, wo Leute mit Ahnung über Wölfe den Kids etwas dazu erzählen..
 
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Maria
24. Jän. 10:34
Mich wundert es immer, wenn mich Menschen fragen, ob ich nicht Angst vorm Wolf hätte, wenn ich im Wald unterwegs bin. Dabei war ich nicht mal in Wolfsgebieten unterwegs.

Wie viele andere habe ich eher ein Auge auf Wildschweine und deren Spuren.

Einmal war ich am Stadtrand unterwegs, auf einer Wiese, die von Hunden hoch frequentiert ist. Auf drei Seiten grenzt die Wiese an einen Wald und einen verwilderten Friedhof. Zu einer Seite grenzt sie an einen asphaltierten Weg, auf dem auch Autos unterwegs sind. Mitten auf der Wiese steht Gebüsch, zwei drei Bäume und eine Brombeerhecke. Auf der vom Weg abgewandten Seite stehen Bänke. Dort haben wir mal eine Frau überrascht, die dann ganz erleichtert meinte, sie dachte, da käme ein Wolf.

Da hat jemand gute Arbeit geleistet, Angst zu schüren. 😬
 
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Sonja
24. Jän. 10:39
Genau so gehts mir auch. Ich bin halt keine Susi Sorglos.
Informiere dich mal gründlich bezüglich Wölfe aus wissenschaftlichen Quellen....wen das wirklich die auch die "Angst vor Wölfen" verliehren....In ausgewiesenen Wolfgebieten den Hund einfach an die Leine nehmen, das bringt (den Hund nicht um). 🤗 Es ist übrigens um zig faches wahrscheinlucher das dein Hjnd von einem.snderen Hund angegeiffen wird, von 3inem Fahrzeug angefahren oder das er einn Giftköder frisst etc...als von Wolf/Wölfen angegriffen zu werden. Also dürftest eigentlich gar nicht mehr mit deinem Hund raus aus sorge um ihn. Es gab einzelne fälle wo ein Hunden von Wolf angegriffen/getöter wurde aber das waren alles entweder Jaghunde oder "jagd-ambitionierte" Hunde die ohne Leine unterwegs waren und in ein Wolfrevier gerieten... ❕️Es werden übrigens nicht wenige Jagdhunde in Wolfreien Gebieten währd der Jagd verletzt/angegriffen .....nur wird das eben nicht an die öffentlichkeit gezerrt....❕️
 
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Sonja
24. Jän. 10:47
Hm ich habe schon ein bissl Angst um meine beiden. Ich hatte ein Erlebnis im Zoo. Ich meine gerade die Wölfe im Zoo sehen ja öfter Hunde und müssten daran gewöhnt sein, aber dieser Wolf starte Louis star an und ging stocksteif auf uns zu, nicht nur Louis fand das gruselig, ich auch..wenn mir sowas im Wald passiert🙈 Sollten wir Wölfen begegnen hoffe ich sehr das Ava Angst hat und die Schnute hält. Da sie aussieht wie ein MiniLandser ist vermutlich irgendwo in den Ahnen ein Herdi verbaut..so benimmt sie sich auch manchmal. Ich gehe nur in einer Gruppe in den Wald ..aber das war auch schon vor den Wolfsichtungen so. Wir haben seit drei Jahren einen Wolf, der immer direkt bei uns vorbeikommt (Wildkamera) da kann ich aber nichts negatives sagen. Unsere Ponys lässt er in Ruhe, darunter sind zwei sehr alte Shettys und ein MiniShetty von 75cm ...die drei wären leichte Beute. Aber er tut ihnen nichts.
Wölfe im Zoo /Tierparks kannst absolut nicht mit Wildlebenden Wölfen vergleichen ! Die verhalten sich, und das ist wissenschsftlich belegt; völlig anders als Wildlebende. ( wie auch z.B. Füchse: die welche in Wäldern leben verhalten sich sich völlig andres als welche die überwiegend am "Stadtrand" leben) .
 
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Sonja
24. Jän. 11:09
Aber das wissen die wenigsten. Ich gehörte bis eben dazu. Eingedämmt ja, ausgerottet wußte ich nicht Allerdings nur weil es bei uns zur Zeit ausgerottet ist, heißt das ja nicht, das es nie wieder aufflackern wird. Aber das sind ungelegte Eier...und solang meine Hunde eine aktive TollwutImpfung hat, wären wir ja eh überwiegend safe
Gibt zwei arten vonTollwut : die a)Terrestrische , also die "klassische" ( früher hauptsächlich von Füchsen übertragen) , die gilt in D als ausgerottet. b) Fledermaustollwut: die wird spezivisch von Fledermäusen übertragen, gilt in D"nur" als eingedämmt. Symptome sond von von den nahezu gleich und beide als , nach ausbruch der symptone, zu 99% nicht mehr heilbar. Die Tollwutimpfubg beim Hund schützt vor beiden Arten, daher wird die Impfung auch navh wie vor empfohlen ist abe nicht mehr pflicht...
 
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wolf
24. Jän. 11:13
Eine gezielte Jagd heißt ja nicht, dass man alles abknallt. Aber wenn wir es in Zukunft hinbekommen, dass wir einzelne Wölfe jagen, könnte die gesamte Art wieder mehr scheu zeigen. Das Problem ist, dass wir momentan auf der einen Seite Menschen haben, die wirklich alles abknallen wollen und auf der anderen Seite Menschen, die auf keinen Fall auch nur einen einzigen Wolf verlieren wollen, selbst wenn dieser eine Gefahr für alle anderen ist. Ich hoffe, dass wir das demnächst geregelt bekommen. Etwas mehr Scheu seitens der Wölfe würde gegen die Ängste helfen.
Gezielte Entnahmen sind bereits möglich, momentan ist die Debatte um die Bejagung leider in Richtung, alles rigorous abknallen. Leider wird da seitens einiger lauter Jäger sehr komisch argumentiert. Nur das Beispiel Fuchs, als diese noch Tollwut hatten, wurden sie mit dieser Begründung bejagt. Nachdem Tollwut unter Kontrolle war, wird behauptet, daß sie nicht mehr natürlich reguliert werden und sie werden weiter bejagt mit Hinweis auf Artenschutz. Nun kommt der Wolf als Konkurrenz zu den Füchsen und soll auch bejagt werden. Am besten mit Welpenabschüssen da man ja bei Füchsen bereits so schön festgestellt hat, daß eine Bejagung der Welpen zu mehr Nachwuchs führt, man also mehr jagen kann. Dann wird sich beklagt, daß Deiche durch Kleintiere zerstört werden, daß es zu viel Wildfrass gibt, also auch hier regulieren, kontrollieren, sprich Jagen. Es wird Räude als natürlicher Regulator bei zu hoher Wolfs-- oder Fuchsdichte festgestellt, also mit dem Argument eines prophylaktischen Tierschutzes wird die Jagd wieder als Lösung genannt. Irgendwie denken mit Jäger nicht angemessen in komplexen System, wie es das Ökosystem nun einmal ist, sondern so gerade und linear, wie eine Kugel fliegt, mit genau so einem kurzen Zeitraum. Dabei verfangen sie sich in Zirkularitäten, bei denen die Jagd die Ursache eines Problems ist und gleichzeitig als Lösung verkauft wird.
 
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wolf
24. Jän. 11:17
Mir kam gerade der Gedanke, das gerade bei der älteren Generation, wie das bei jüngeren Generationen ist kann ich nicht einschätzen, die Angst vorm Wolf auch durch früher erzählten Märchen herrühren. Natürlich sind wir alle erwachsen, aber wer weiß wie tief es sich verankert, was in früher Kindheit erzählt wird. Ich finde nicht, das deshalb keine Märchen mehr erzählt werden sollten, aber es sollte dazu Aufklärung geben. Wir erklären ja zb auch das es böse Hexen nicht gibt. Es gibt Geschichten über böse und über gute Hexen..leider kenne ich nur Märchen über den "bösen Wolf" ...vielleicht ist es an der Zeit nicht nur die alten zu erzählen sondern auch Märchen zu erfinden, die von einem "guten Wolf" erzählen. Vielleicht zeugt mein Gedanke auch von zuviel Kaffee am Morgen 😅 aber mit dem Gedanken beschäftige ich mich grad wirklich.
Das ist ein komplexes Thema und stark in unserer Kultur verankert, die vom Christentum geprägt ist. In vielen Kulturen hat der Wolf ein positives Bild, so auch in der alten germanischen Kultur, in der Wodan von zwei treuen Wölfen begleitet wird. Im Zuge der Verteufelung des Heidentums wurde auch der Wolf als Symbol des Bösen abgestempelt.

https://www.swr.de/kultur/gesellschaft/monster-oder-rebell-wie-der-wolf-kulturgeschichte-schreibt-100.html

https://www.kuefermartishuus.li/wp-content/uploads/2020/04/Der-Wolf-Ausstellungstexte_Optimize.pdf