Der Nebel leckte wie eine milchweiße Zunge an den massiven Stämmen der alten Tannen, als die Frau den Schlüssel im Schloss der schweren Holztür umdrehte. Es war kein gewöhnliches Geräusch; es klang wie das Einrasten eines Puzzleteils, das seit Jahrzehnten gesucht worden war.
Hinter ihr schüttelte sich Biscotti den Tau aus dem rot-weißen Fell, wobei seine Ohren ein rhythmisches Klatsch-Klatsch gegen seinen Kiefer vollführten. Er hob die Nase und prüfte die Luft – es roch hier nicht nach Abgasen oder dem Stress fremder Menschen, sondern nach feuchter Erde, Harz und... Freiheit.
Die Frau trat ein und schloss die Tür hinter sich. Das Erste, was sie bemerkte, war die Stille. Aber es war keine leere Stille. Es war ein Taum, von dem sie immer geträumt hatte: Ein Raum, der darauf wartete, mit Leben, Wärme und der Wahrheit gefüllt zu werden. Sie hängte ihre Brille an den Ausschnitt ihres karierten Hemdes und sah sich um