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Dogorama
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heute 16:15

Leinenpflicht – nervige Einschränkung oder sinnvoller Schutz?

Frühling und Sommer bedeuten mehr Natur, mehr Bewegung – und für viele Hunde eigentlich auch Freilauf, Schnuppern, Rennen & Schwimmen. 😍 Gleichzeitig gilt in vielen Regionen die Leinenpflicht, besonders während der Setz- und Brutzeit. Diese beginnt in einen Regionen bereits am 1. März und gilt teilweise bis zum 30. September. Für manche Hundehalter:innen ist das frustrierend: Der Hund hört gut, bleibt in der Nähe, braucht Auslauf. Warum also anleinen? Andere sehen genau darin einen wichtigen Schutz: für Wildtiere, Bodenbrüter, Jungtiere – und am Ende auch für die Hunde selbst. Dabei prallen oft zwei Sichtweisen aufeinander: • „Mein Hund hat einen sicheren Rückruf.“ • „Wildtiere können trotzdem gestresst oder verletzt werden.“ • „Freilauf ist wichtig für Auslastung und Wohlbefinden.“ • „Nicht jeder Hund reagiert vorhersehbar – auch gut erzogene nicht.“ Gerade die Setz- und Brutzeit macht die Situation komplex. Wildtiere fliehen oft nicht sichtbar, sondern verharren – was Hunde leicht zum Nachsetzen verleiten kann, selbst ohne Jagdtrieb. 👉 Die zentrale Frage: Wie viel Freiheit ist verantwortungsvoll – und wo beginnt Rücksicht? 👉 Diskutiert mit: ➡️ Wie steht ihr zur Leinenpflicht während der Setz- und Brutzeit? ➡️ Reicht ein guter Rückruf eurer Meinung nach aus? ➡️ Wo wünscht ihr euch mehr Differenzierung – und wo klare Regeln?
 
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Jochen
heute 15:42
Deshalb ist Schleppleine in vielen Regionen zur Brut- und Setzzeit nicht erlaubt, sondern eine Leinenlänge von 1,5-2,5 Metern (unterschiedlich von Region zu Region) weil der Hund damit auch rechts und links ins Dickicht kann, wie ich vor kurzem in einem Vortrag gelernt habe
Einen Hund das halbe Leben an einer 1,5m Leine zu führen, halte ich für Tierquälerei. Da sollte sich die Gesellschaft dann eher fragen, ob sie Hundehaltung nicht ganz verbieten wollen.

Und auch Hundefreilaufflächen sind kein Ersatz. Hunde müssen ihr Tempo beim Spaziergang auch selbst bestimmen können, sich zurückfallen lassen können um dann wieder voraus zu laufen, Zeit haben sich Schnüffelstellen zu widmen, das geht alles bei 1,5m nicht.

Auch das wilde Pauschalisieren in diesem Thread ist hanebüchen. Bei uns sehen große Teile des Waldes aus wie auf dem Bild. Da gibt es keine Bodenbrüter am Wegesrand und dort werden auch keine Kitze abgelegt, da brettert täglich mindestens zweimal der Jäger mit seinem fetten Pickup vorbei (nachdem er Böcke mit Höllenlärm geschossen hat in der Brut- und Setzzeit) und überdies ist der Wald ist weithin einsehbar.
 
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Tim
heute 15:44
Ich habe 34 kg an der Schleppleine, aber nicht auf 12 Meter, wenn die Anlauf nimmt geht das nicht, die hat starken Jagdtrieb. Ich finde deinen Gedanken richtig, dass wenn man den Hund an der Leine dann nicht halten kann sollte man sich Gedanken machen überhaupt einen Hund zu halten. Ich finde das muss gewährleistet sein, dass ich halten kann. Ich persönlich mache Krafttraining aus diesem Grund, ich hab n Muskelpaket an der Leine aber das muss einfach passen.
Man sollte einem Hund sowieso nie die ganze Schleppleine direkt frei zur Verfügung stellen. Wenn ich hier mal Hunde habe ,die nicht ohne Leine laufen können, sind die meist auch an der Schleppleine. Da wickel ich sie dann immer auf& ab. Je nachdem wie der Hund läuft. Die Hände sind jedenfalls dann immer gut beschäftigt auf den Runden. Aber wenn so ein 20,25 ,30 oder mehr Kilo Hund ,10 bis 15 m anläuft, dann hält man den nicht. Nicht ohne rumgerissen zu werden. Ich denke man lässt dann reflexartig los. Ich bin auch ziemlich gut trainiert,glaube aber innerhalb von zwei Sekunden kriegt man so einen festen Stand und Vorbereitung nicht hin. Entweder wird man da mitgerissen oder die Schulter wird ausgekugelt oder man lässt los. Je nachdem in welche Richtung der Hund rennt und wie schnell. Das jetzt so die Szenarien, die mir einfallen.
 
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Aga
heute 16:15
Man sollte einem Hund sowieso nie die ganze Schleppleine direkt frei zur Verfügung stellen. Wenn ich hier mal Hunde habe ,die nicht ohne Leine laufen können, sind die meist auch an der Schleppleine. Da wickel ich sie dann immer auf& ab. Je nachdem wie der Hund läuft. Die Hände sind jedenfalls dann immer gut beschäftigt auf den Runden. Aber wenn so ein 20,25 ,30 oder mehr Kilo Hund ,10 bis 15 m anläuft, dann hält man den nicht. Nicht ohne rumgerissen zu werden. Ich denke man lässt dann reflexartig los. Ich bin auch ziemlich gut trainiert,glaube aber innerhalb von zwei Sekunden kriegt man so einen festen Stand und Vorbereitung nicht hin. Entweder wird man da mitgerissen oder die Schulter wird ausgekugelt oder man lässt los. Je nachdem in welche Richtung der Hund rennt und wie schnell. Das jetzt so die Szenarien, die mir einfallen.
Nachdem ich einen Vorfall hatte wo ich unaufmerksam war und in die Natur geschaut habe, Amira lief locker an der Leine und ich habe nicht gemerkt, dass sich die Schleppleine mit einer Schlaufe um meinen Fuß gewickelt hatte, plötzlich ist uns ein Reh vor die Füße gelaufen. Das Ergebnis war eine angerissene Achillessehne und ne fiese Brandverletzung. Das passiert mir nicht mehr. Die Leine ist nur so lang wie es die Situation erlaubt, höchstens mal zum schnüffeln oder begrüssen von anderen Hunden länger.