Ich glaube pauschal kann man vorher nie sagen wie es wird.
Meiner hatte zB schon früh Alterserscheinungen, mit 5 hatte er bereits mittelschwere Arthrose, Spondylose etc.
Hat man mich früher gefragt, habe ich eigentlich immer gesagt, dass ich ihm im hohen Alter nichts mehr zumuten werde.
Mittlerweile ist er 12, hat ausgeprägte orthopädische Probleme, hatte zwischenzeitlich starke epileptische Episoden, Hodenkrebs, und bekam dieses Jahr einen Herzschrittmacher.
Sehr oft habe ich mich innerlich auf das baldige Ende eingestellt.
Aber mein Hund, der weiss das alles nicht. Er war immer ein Kämpfer.
Und hat weiterhin die größte Lebensfreude, die man sich wünschen kann.
Hunde bemitleiden sich nicht selbst, solange wir es nicht tun, das ist ihr großer Vorteil.
Er läuft keine lange Strecke mehr, sitzt aber gechillt im Buggy, macht sich immer noch gross bei Hundebegegnungen, liebt seine Leckerchen, tägliche Kuscheleinheiten, ausgiebige Schnüffeleinheiten, wilde Zerrspiele und seine Menschen um ihn herum. Er ist ein rundum glücklicher Senior.
Solange es ihm so gut geht, würde ich ihm auch jetzt alles weitere ermöglichen
Ja, auch eine OP, oder Chemo, wenn realistische Chancen der Heilung bestehen.
Aber sobald ich merken würde, dass seine Lebensfreude nachlässt, die schlechten Tage überwiegen und keine Aussicht auf Besserung in Sicht ist, würde ich abbrechen und ihn gehen lassen.
Das entscheidet aber er, nicht ich. Meine Pflicht ist nur, diese Entscheidung dann zu sehen und in seinem Sinne zu handeln und nicht Vorhersagen für die Zukunft zu treffen.
Jeder hat nur ein einziges Leben.
Und solange das lebenswert ist, kämpfen wir dafür 💪