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Anesa
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 98
zuletzt 27. Feb.

Futterverweigerung

Mein Hund wurde am Donnerstag gebissen - ich wollte ihm etwas "gönnen" & gab ihm Leberwurst. Seitdem frisst er nicht normal - Leberwurst, Hühnerleckerlis - Hühnerfleisch aber nicht sein Futter - das ignoriert er total. Gestern hat er den ganzen Tag gehungert und dann 2x Gelb erbrochen + Magenknurren. Abends dann das Futter gefressen aber NUR weil Hühnerfleisch etwas dabei war. Hat wer Tipps? War gestern beim TA und hab das angesprochen die meinte er wird schon fressen - soll er fasten. Futter wechseln kann ich nicht weil ers dann wieder nicht verträgt. Wir waren seitdem Vorfall 4x beim Tierarzt - er hat sich erholt von dem Vorfall aber mäkelt jz so. Wenn ich ihm nichts gebe wird er wieder erbrechen. Geb ich was anderes gehts dann wieder so weiter - bin mit meinem Latein am Ende. Jz in der früh will er garnichts - er geht allg. nicht mehr zu seinem Futternapf er wartet. Bauch ist weich, Kot war gestern normal und auch Wasser getrunken gestern.
 
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Annett
27. Feb. 11:09
Hm, an der Geschichte stört mich das erbrechen. Da stimmt ja etwas nicht .evtl Gastritis bekommen für h den Vorfall. Pantoprazol 20 mg in der Apo kaufen .Morgens und anders mal eine Woche geben dann nur noch einmal am Tag . Das würde ich auch mal probieren.
Also ich würde jetzt nicht so einfach ein Medikament empfehlen und schon gar keine Dosierung, ohne das zumindest vorher mit einem Tierarzt abzusprechen. Gerade die Dosis ist fast immer abhängig vom Gewicht des Hundes und da hat ja jeder Hund ein anderes. Mein Mailo wiegt knapp 15,5 kg. Im Internet steht für Hunde eine Dosis von 0,5 bis 1 mg pro Kg Körpergewicht. Das wäre bei Mailo eine Dosis von 7,5 - 15,5 mg am Tag. Da wären 20 mg schonmal zu viel. Dazu kommt, dass man diese Tabletten glaube ich nicht durchbrechen darf. Solche Empfehlungen finde ich immer schwierig, auch wenn sie natürlich gut gemeint sind. Und dann kommt es natürlich auch darauf an, ob und was der Hund da tatsächlich hat. Also bitte zumindest beim Tierarzt absichern.
 
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Annett
27. Feb. 11:18
Hallo, wir waren bis dato 4x beim TA und 1x in der Tierklinik. Er wurde am Ohr gebissen & geschüttelt. Gestern wurde das Ohr wieder angeschaut - schaut gut aus. Nicht heiss,kein Eiter usw. Stress die ersten 2 Tage aber seitdem ist er ganz normal und auch nicht ängstlich mehr. Hab's auch gestern beim TA angesprochen - sie ist der gleichen Meinung das er auf was besseres leckeres wartet.
Das mit dem Ohr klingt jetzt nicht so dramatisch, aber das Schütteln ist schon eine ganz andere Nummer. Es ist ein Instinkt und zwar einer mit Tötungsabsicht. Von einer Bekannten wurde dem Hund (klein und zart) so von einem großen Hund, der aus einem Grundstück kam, das Genick im Urlaub gebrochen. Der Kleine war sofort tot. Damit ist nicht zu spaßen. Nicht, dass doch innen noch etwas kaputt gegangen ist….🤷‍♀️Aber ihr wart ja nun 5 mal in der Klinik und beim Arzt und habt das ja bestimmt auch gesagt. Da sollte man ja mal davon ausgehen, dass das abgeklärt wurde.
 
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Steffi
27. Feb. 11:19
@ alle : wollt ein Update geben - über 24Std hat er von sich aus gefastet. Hunger war gross aber sein NF wollte er nicht. Gestern war dann der Hunger grösser als die Sturheit und er hat ganz normal & regelmässig gefressen. Heute auch schon. Vielen Dank trzdm für die ganzen Tipps. Hab aus dem gelernt und es gibt keine Extras mehr hihi
Wie schön, das freut mich. Und dass Du Dir Gedanken gemacht und die Situation analysiert hast, ist ja auch genau richtig. Es kann für die Futterverweigung ja auch zu beachtende Gründe geben, z.B. medizinische.
Stumpfes 'kein Hund verhungert vor dem vollen Napf" finde ich sehr kurz gedacht, manipulieren lassen muss man sich aber auch nicht😄
 
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Anesa
27. Feb. 11:48
Das mit dem Ohr klingt jetzt nicht so dramatisch, aber das Schütteln ist schon eine ganz andere Nummer. Es ist ein Instinkt und zwar einer mit Tötungsabsicht. Von einer Bekannten wurde dem Hund (klein und zart) so von einem großen Hund, der aus einem Grundstück kam, das Genick im Urlaub gebrochen. Der Kleine war sofort tot. Damit ist nicht zu spaßen. Nicht, dass doch innen noch etwas kaputt gegangen ist….🤷‍♀️Aber ihr wart ja nun 5 mal in der Klinik und beim Arzt und habt das ja bestimmt auch gesagt. Da sollte man ja mal davon ausgehen, dass das abgeklärt wurde.
Ja hat mich auch stark traumatisiert - vor all dem hatte ich auch Angst nicht das was kaputt gegangen ist aber waren dann nachts am tag des Vorfalls in der Tierklinik - die hat alles abgegriffen auch am Hals/Nacken rauf runter links rechts usw. war alles in Ordnung. Der Vorfall ist jz 1 Woche 1 Tag her. Glaub wäre was hätte man das bald mal bemerkt
 
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Anesa
27. Feb. 11:50
Wie schön, das freut mich. Und dass Du Dir Gedanken gemacht und die Situation analysiert hast, ist ja auch genau richtig. Es kann für die Futterverweigung ja auch zu beachtende Gründe geben, z.B. medizinische. Stumpfes 'kein Hund verhungert vor dem vollen Napf" finde ich sehr kurz gedacht, manipulieren lassen muss man sich aber auch nicht😄
Jaaa ich muss aber sagen war voller Sorge - auch wenn er's absichtlich verweigert hat - ich hatte so ein schlechtes Gewissen zu wissen er hat Hunger aber ich musste auch stur bleiben. Muss sagen hab ja einen Shih tzu Mix & lt. meinen Recherchen sind die alle so stur unf mäkelig wenn's um Futter geht.
Seit 2 Tagen frisst er normal - zwar braucht er etwas "anstoss" aber nachdem ersten Bissen gehts runter wie bei nem Drescher 🫣😂
 
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Rebecca
27. Feb. 12:53
Suki musste mal viel Wasser trinken. Hab es einmalig geschmacklich mit Lachscreme aufgepeppt. Das Ergebnis war das sie über eine Woche lang kein normales Wasser mehr wollte🫣. Gut gemeint ist leider nicht immer auch gut gemacht. Ich denke das es bei euch ähnlich ist. Da steckt sicher nix gesundheitliches dahinter sondern eher rummäkeln in der Hoffnung auf was besseres.
Das kenne ich auch. Unsere Hündin ist auch eher mäkelig und vor allem eher von der cleveren Sorte. Wir müssen auch wahnsinnig aufpassen, wann es hier was gibt (bei Sachen, die nicht zum regulären Futter gehören).
Ganz am Anfang war uns das noch nicht bewusst und wir haben ein paar Mal das Futter umgestellt. Das führte dann dazu, dass die ersten paar Tage mit Begeisterung das neue gefressen wurde (Reste vom alten natürlich nicht gefressen, da sie einen empfindlichen Magen hat, haben wir über längere Zeit umgestellt und dann prozentual angepasst parallel gefüttert, also erst 25/75, dann 50/50, dann 75/25 etc) und dann quasi wieder abgewartet wurde, ob nicht vielleicht was besseres für sie rausspringt. Wir wollten natürlich das alte Futter noch loswerden (naiverweise haben wir erst gedacht, das schmeckt ihr halt einfach nicht und das "System" nicht erkannt). Letztendlich gipfelte es darin, dass der Hund nur noch gefressen hat, wenn wir das Futter mit mindestens 2 Highlights "gepimpt" hatten (wir haben Erdnussmus und Joghurt gehabt, das kann man nicht einfach "rauspflücken" und alle abzulecken und wieder auszuspucken war ihr dann doch zu aufwendig) und jemand sie mit einem Löffel gefüttert hat!!! In dem Moment waren wir einfach so verzweifelt, weil der Hund nicht fressen wollte, wie absurd das ist, haben wir erst im Nachhinein gemerkt. Ihr dürft gerne herzlichst lachen, das tue ich inzwischen auch...😂

Unsere Lösung war auf jeden Fall bei einem Futter bleiben und nicht zu oft anbieten. Wir füttern 3× am Tag nach dem Gassi. Da haben wir ihr das Futter gegeben und wenn sie es "endgültig" stehen lassen hat (also wieder aufs Kissen gelegt, nicht nur kurz trinken) haben wir es direkt wieder weggeräumt.
Ich weiß, wie viel Sorgen man sich macht, wenn der Hund nicht frisst, aber solange er ansonsten gesund und fit ist (bei Welpen, sehr alten Hunden, Nierenproblemen oder ähnlichem wäre ich nochmal vorsichtiger), schafft er schon ein paar Tage ohne Futter/mit weniger Futter. Vor allem, weil er sich selbst ja wieder dafür entscheiden könnte, zu fressen. Wenn er das Futter vorher mochte, ist es ja auch nicht der "pure Ekel", der ihn das Futter verweigern lässt, sondern die Hoffnung auf etwas besseres (die du ja nicht immer weiter erfüllen kannst). Damit tust du euch beiden, spätestens langfristig auch keinen Gefallen.

@Katrin J.: wie habt ihr das mit dem Wasser denn gelöst? Wenn der Hund länger nichts/zu wenig trinkt, würde ich mir auf Dauer schon mehr Sorgen machen...🙈
 
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Katrin
27. Feb. 13:05
Das kenne ich auch. Unsere Hündin ist auch eher mäkelig und vor allem eher von der cleveren Sorte. Wir müssen auch wahnsinnig aufpassen, wann es hier was gibt (bei Sachen, die nicht zum regulären Futter gehören). Ganz am Anfang war uns das noch nicht bewusst und wir haben ein paar Mal das Futter umgestellt. Das führte dann dazu, dass die ersten paar Tage mit Begeisterung das neue gefressen wurde (Reste vom alten natürlich nicht gefressen, da sie einen empfindlichen Magen hat, haben wir über längere Zeit umgestellt und dann prozentual angepasst parallel gefüttert, also erst 25/75, dann 50/50, dann 75/25 etc) und dann quasi wieder abgewartet wurde, ob nicht vielleicht was besseres für sie rausspringt. Wir wollten natürlich das alte Futter noch loswerden (naiverweise haben wir erst gedacht, das schmeckt ihr halt einfach nicht und das "System" nicht erkannt). Letztendlich gipfelte es darin, dass der Hund nur noch gefressen hat, wenn wir das Futter mit mindestens 2 Highlights "gepimpt" hatten (wir haben Erdnussmus und Joghurt gehabt, das kann man nicht einfach "rauspflücken" und alle abzulecken und wieder auszuspucken war ihr dann doch zu aufwendig) und jemand sie mit einem Löffel gefüttert hat!!! In dem Moment waren wir einfach so verzweifelt, weil der Hund nicht fressen wollte, wie absurd das ist, haben wir erst im Nachhinein gemerkt. Ihr dürft gerne herzlichst lachen, das tue ich inzwischen auch...😂 Unsere Lösung war auf jeden Fall bei einem Futter bleiben und nicht zu oft anbieten. Wir füttern 3× am Tag nach dem Gassi. Da haben wir ihr das Futter gegeben und wenn sie es "endgültig" stehen lassen hat (also wieder aufs Kissen gelegt, nicht nur kurz trinken) haben wir es direkt wieder weggeräumt. Ich weiß, wie viel Sorgen man sich macht, wenn der Hund nicht frisst, aber solange er ansonsten gesund und fit ist (bei Welpen, sehr alten Hunden, Nierenproblemen oder ähnlichem wäre ich nochmal vorsichtiger), schafft er schon ein paar Tage ohne Futter/mit weniger Futter. Vor allem, weil er sich selbst ja wieder dafür entscheiden könnte, zu fressen. Wenn er das Futter vorher mochte, ist es ja auch nicht der "pure Ekel", der ihn das Futter verweigern lässt, sondern die Hoffnung auf etwas besseres (die du ja nicht immer weiter erfüllen kannst). Damit tust du euch beiden, spätestens langfristig auch keinen Gefallen. @Katrin J.: wie habt ihr das mit dem Wasser denn gelöst? Wenn der Hund länger nichts/zu wenig trinkt, würde ich mir auf Dauer schon mehr Sorgen machen...🙈
Suki bekam damals Nassfutter, so war einiges an Flüssigkeit ja bereits gut abgedeckt. Sie bekam einfach nur normales Wasser hingestellt. Igendwann kam ich auf die Idee ihr abends einen Kausnack der durstig machte (Rinderkopfhaut zB) zu geben. Da siegte dann nachts der Durst😅. Ab da hat sie wieder normal gesoffen.
 
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Kerstin
27. Feb. 13:19
Es kommt auch immer auf den Hund an. Milo hatte in der Pubertät eine Phase, wo er morgens schlecht gefressen hat. Irgendwann sind wir dahinter gekommen, dass er erst seine Blase entleeren möchte und danach Frühstücken. Geht uns ja auch nicht anders.

Einmal kam er zu mir und wir beide haben so ein Ritual, dass er immer erstmal was zum Kauen bekommt, wenn er zu mir kommt. An dem Tag wollte er das nicht. Bei einem eigentlich immer hungrigen Labbi schon seltsam. Am Tag vorher war eine Lieferung mit seinen geliebten Hasenohren und getrockneten Pansen gekommen. Das hatte er mitgekriegt. Ich dachte, er wartet darauf, aber auch das hat er nicht angerührt. Ich habe dann nal zum Telefon gegriffen und Milos Herrchen angerufen und gefragt, ob er sein Frühstück gegessen hat. Herrchen meinte, er wisse es nicht, Frauchen hat gefüttert. Also Milos Frauchen angerufen. Die erzählte mir, Herrchen hätte Milo gefüttert...🤔Damit war klar, dass der arme Milo gar kein Frühstück bekommen hatte. Gut, dass ich immer 2 Dosen Nassfutter im Schrank habe. So gab es dann Frühstück mittags um 1 und danach schmeckten auch die Kausachen wieder.