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Jennifer
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zuletzt 15. Feb.

Cbd bei Epilepsie

Hallo zusammen… meine kleine Nova hatte gestern Cluster Anfälle und musste über Nacht in der Tierklinik bleiben. Sie bekommt dort nun Medikamente Aber zum Glück darf sie gleich wieder mit Nachhause. Meine Frage hat Jemand Erfahrungen mit cbd Öl bei epileptischen Anfällen? Ich würde gerne bald das Medikament ausschleichen lassen und dann auf Natur Medizin umsteigen Würde mich freuen wenn sich jemand austauschen möchte der vielleicht ähnliche Erfahrungen macht oder gemacht hat. Danke schon mal☺️🙏🏽
 
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Katrin
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14. Feb. 16:15
Ich bin selber Epileptikerin. Öle oder ähnliches kann man in Absprache mit dem Doc gerne zusätzlich geben aber bitte niemals alleine anstelle von nachweislich wirksamen Medis. Cluster Änfälle sind übel und können schwere Folgen haben. Gut eingestellt verringern sich die Risiken.
 
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Würmeldürm
14. Feb. 16:06
Hallo Jennifer, über cbd in Zusammenhang mit Epilepsie weiß ich leider nichts .
Aber MCT - Öl soll angeblich helfen. Sowohl beim Menschen, als auch bei Hunden.
 
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Katrin
14. Feb. 16:15
Ich bin selber Epileptikerin. Öle oder ähnliches kann man in Absprache mit dem Doc gerne zusätzlich geben aber bitte niemals alleine anstelle von nachweislich wirksamen Medis. Cluster Änfälle sind übel und können schwere Folgen haben. Gut eingestellt verringern sich die Risiken.
 
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M.
14. Feb. 16:16
Hallo, es tut mir sehr leid zu hören, dass Nova Clusteranfälle hatte.
Die aktuelle Studienlage beim Hund zeigt, dass CBD in manchen Fällen die Anfallshäufigkeit etwas reduzieren kann, aber die Wirkung ist uneinheitlich und wissenschaftlich bislang nur als ergänzende Therapie untersucht worden, NICHT als Ersatz für antiepileptische Medikamente (z. B. McGrath et al., 2019; Reviews u. a. Wakshlag, 2020). Es gibt derzeit keine belastbare Evidenz dafür, dass CBD eine klassische Epilepsietherapie sicher ersetzen kann. Gerade bei Clusteranfällen ist die Situation medizinisch besonders ernst. Ein zu frühes Ausschleichen der Medikamente kann die Anfallskontrolle deutlich verschlechtern und sogar Rebound-Anfälle begünstigen. Das ist kein theoretisches Risiko, sondern klinisch gut dokumentiert. Naturmedizin klingt verständlich und nachvollziehbar, aber bei Epilepsie ist Stabilität des Gehirns das zentrale Ziel. Zudem ist CBD kein harmloses Wundermittel. Die Dosierungen sind nicht standardisiert, die Produktqualität schwankt stark und es gibt bekannte Wechselwirkungen mit Antiepileptika sowie mögliche Veränderungen der Leberwerte. Ich würde daher wirklich davon abraten, die Medikamente eigenständig auszuschleichen und das unbedingt mit der Tierklinik oder einer neurologisch spezialisierten Tierärztin zu besprechen, bevor irgendetwas verändert wird.
 
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Würmeldürm
14. Feb. 16:48
Ich bin selber Epileptikerin. Öle oder ähnliches kann man in Absprache mit dem Doc gerne zusätzlich geben aber bitte niemals alleine anstelle von nachweislich wirksamen Medis. Cluster Änfälle sind übel und können schwere Folgen haben. Gut eingestellt verringern sich die Risiken.
Hallo Katrin , hast du denn als Epileptikerin selbst schon Erfahrung mit ketogener Ernährung mit MCT - Öl gemacht? Du hast dich vielleicht schon eingelese; es gibt ja einige Studien. Die klingen vielversprechend. Was hältst du davon?
Nicht unbedingt als Ersatz für Epilepsiemedikamente , sondern begleitend?
 
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Jennifer
14. Feb. 16:50
Hallo Jennifer, über cbd in Zusammenhang mit Epilepsie weiß ich leider nichts . Aber MCT - Öl soll angeblich helfen. Sowohl beim Menschen, als auch bei Hunden.
Oh super das hab ich zuhause und nutze es selber danke
 
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Jennifer
14. Feb. 16:51
Ich bin selber Epileptikerin. Öle oder ähnliches kann man in Absprache mit dem Doc gerne zusätzlich geben aber bitte niemals alleine anstelle von nachweislich wirksamen Medis. Cluster Änfälle sind übel und können schwere Folgen haben. Gut eingestellt verringern sich die Risiken.
ok 👌 Danke
Ich würde es auch wenn alles mit einem arzt besprechen
 
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Jennifer
14. Feb. 16:53
Hallo, es tut mir sehr leid zu hören, dass Nova Clusteranfälle hatte. Die aktuelle Studienlage beim Hund zeigt, dass CBD in manchen Fällen die Anfallshäufigkeit etwas reduzieren kann, aber die Wirkung ist uneinheitlich und wissenschaftlich bislang nur als ergänzende Therapie untersucht worden, NICHT als Ersatz für antiepileptische Medikamente (z. B. McGrath et al., 2019; Reviews u. a. Wakshlag, 2020). Es gibt derzeit keine belastbare Evidenz dafür, dass CBD eine klassische Epilepsietherapie sicher ersetzen kann. Gerade bei Clusteranfällen ist die Situation medizinisch besonders ernst. Ein zu frühes Ausschleichen der Medikamente kann die Anfallskontrolle deutlich verschlechtern und sogar Rebound-Anfälle begünstigen. Das ist kein theoretisches Risiko, sondern klinisch gut dokumentiert. Naturmedizin klingt verständlich und nachvollziehbar, aber bei Epilepsie ist Stabilität des Gehirns das zentrale Ziel. Zudem ist CBD kein harmloses Wundermittel. Die Dosierungen sind nicht standardisiert, die Produktqualität schwankt stark und es gibt bekannte Wechselwirkungen mit Antiepileptika sowie mögliche Veränderungen der Leberwerte. Ich würde daher wirklich davon abraten, die Medikamente eigenständig auszuschleichen und das unbedingt mit der Tierklinik oder einer neurologisch spezialisierten Tierärztin zu besprechen, bevor irgendetwas verändert wird.
Hallo ja danke. Das mache ich sowieso
Ich habe eine pythotherapeutin gefunden und sobald ich einen Termin dort habe werde ich wenn alles mit ihr zusammen machen. Nicht auf eigene Faust. Mir ist erstmal wichtig Informationen zu sammeln um dann zu schauen was für uns am besten passt
 
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Katrin
14. Feb. 17:23
Hallo Katrin , hast du denn als Epileptikerin selbst schon Erfahrung mit ketogener Ernährung mit MCT - Öl gemacht? Du hast dich vielleicht schon eingelese; es gibt ja einige Studien. Die klingen vielversprechend. Was hältst du davon? Nicht unbedingt als Ersatz für Epilepsiemedikamente , sondern begleitend?
Begleitend KANN es für einige sinnvoll sein, für andere macht es keinen Unterschied meiner Erfahrung nach. Die ketogene Diät wirkt bei Kindern zB recht gut meines Wissens nach. Es ist wie so oft abhängig von verschiedenen Faktoren und kommt oft erst zum Einsatz wenn Medis unzureichend oder gar nicht wirken. Ich bekam meine Epilepsie erst im Teeniealter und konnte schnell sehr erfolgreich mit Medis eingestellt werden, zeitgleich hat man auch Ernährungspläne für meine Mutter zusammengestellt. Nunja, ich war davon eher weniger begeistert und hab das nur 6M mitgemacht und dann rebelliert.

Wichtig ist das man alles in enger Absprache mit den Ärzten macht. Ganz besonders wenn man für andere die Verantwortung übernimmt.

Ich hab mehrmals unter ärztlicher Aufsicht das ganze versucht auszuschleichen. Klappte nicht, die Anfallsbereitschaft stieg wieder. Beim Menschen kann man das überwachen, beim Hund eher weniger. Seit ein paar Jahren bin ich jetzt aber seit einigen Jahren ohne Medis anfallsfrei unterwegs. Ich kenne aber das Risiko und entscheide das für mich selbst und nehme dafür auch Einschränkungen in kauf die ich mit Medis nicht hätte.


Ich kenne einige (ewachsene) Epileptiker aber alle sind recht gut mit Medis eingestellt ernähren sich nicht ketogen und nutzen soweit mir bekannt ist auch keine Öl. Eben weil die Medis einen guten Job machen.
 
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Jennifer
15. Feb. 07:23
Begleitend KANN es für einige sinnvoll sein, für andere macht es keinen Unterschied meiner Erfahrung nach. Die ketogene Diät wirkt bei Kindern zB recht gut meines Wissens nach. Es ist wie so oft abhängig von verschiedenen Faktoren und kommt oft erst zum Einsatz wenn Medis unzureichend oder gar nicht wirken. Ich bekam meine Epilepsie erst im Teeniealter und konnte schnell sehr erfolgreich mit Medis eingestellt werden, zeitgleich hat man auch Ernährungspläne für meine Mutter zusammengestellt. Nunja, ich war davon eher weniger begeistert und hab das nur 6M mitgemacht und dann rebelliert. Wichtig ist das man alles in enger Absprache mit den Ärzten macht. Ganz besonders wenn man für andere die Verantwortung übernimmt. Ich hab mehrmals unter ärztlicher Aufsicht das ganze versucht auszuschleichen. Klappte nicht, die Anfallsbereitschaft stieg wieder. Beim Menschen kann man das überwachen, beim Hund eher weniger. Seit ein paar Jahren bin ich jetzt aber seit einigen Jahren ohne Medis anfallsfrei unterwegs. Ich kenne aber das Risiko und entscheide das für mich selbst und nehme dafür auch Einschränkungen in kauf die ich mit Medis nicht hätte. Ich kenne einige (ewachsene) Epileptiker aber alle sind recht gut mit Medis eingestellt ernähren sich nicht ketogen und nutzen soweit mir bekannt ist auch keine Öl. Eben weil die Medis einen guten Job machen.
Danke 🙏🏽
 
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Janina
15. Feb. 19:02
Wenn ich das richtig sehe, ist ein Phythotherapeut keine geschützte Bezeichnung. Wenn das so ist, wie bei Tierheilpraktikern und Co. gibt es keine einheitliche Ausbildung oder vereinheitlichte Examina. (Bitte um Korrektur, wenn das falsch ist) Epilepsie ist eine ernsthafte Erkrankung. Mit jedem Anfall gehen Gehirnzellen unwiederbringlich verloren. Deswegen ist es wirklich wichtig, sich damit an jemanden zu wenden, der das studiert hat, anerkannte Fortbildungen besucht und Studien zu dem Thema versteht und der anerkannte Examina vorweisen kann also einem Tierarzt oder Fachtierarzt!
Vielleicht habe ich das auch falsch verstanden und du lässt dich neben einem Tierarzt auch noch nebenbei von einer Phyotherapeuten begleiten. Dann vergiss bitte, was ich geschrieben habe :)