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Oliver
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zuletzt 22. Apr.

Urin lecken

Unser Rüde 13 Monate leckt andauernd den Urin anderer Hunde auf ist das normal? Wenn ja wie gewöhnt man ihn das ab ? Vielen Dank Okiver
 
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Anna
22. Apr. 06:32
Ist klar bei einem Rüden. Das Schlecken kann nur durch viel Training eingeschränkt werden. Lassen wird er es vermutlich nie ganz. Der Herr muss checken welche Damen eventuell bald Paarungsbereit sind. Ich würde ihm viel Schnüffelaufgaben stellen (strengt an macht müde), den Vorgang unterbrechen und die Aufmerksamkeit auf mich lenken,
Das ist ganz normales Verhalten im übrigen auch bei Mädchen
 
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Anna
22. Apr. 06:37
Rocket lässt es seitdem und ist viel entspannter. Wegen dem extremen Stress weil er nur am Spuren suchen war wurde er ja auch kastriert. Man kann nicht alles pauschalisieren.
Da hast du ganz recht meine kastrierte Hündin macht das auch aber sehr selten
 
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Anna
22. Apr. 06:44
Ist normal weil der Rüde abcheckt welche Chicks grad läufig sind. Musst ihm halt zuvor kommen und es für dich beanspruchen -> körperlich wegdrängeln/ draufstellen/ davorstellen / ihm den Weg versperren. Dauert ein bisschen aber sie checken es in der Regel. Da Rocket das wirklich zwanghaft gemacht hat und nur am Spuren suchen war hat er dann trotz Verbot versucht es heimlich zu machen was für uns beide riesen Stress war und unsere Beziehung sehr belastete. Hab ihm dann nen Maulkorb mit Leckschutz geholt, seitdem wurde es etwas besser und ich konnte mich wieder entspannen weil ich nicht mehr Angst haben musste das er sich wieder Krankheiten einfängt. Von dem Stress bekam er auch immer Durchfall, er hat nen Stressdarm. Anfang des Jahres hatte ich dann mit nem Chip getestet wie er auf ne Kastration reagiert und es war soooo ne Wohltat. Er hat garnicht mehr wie besessen nach Spuren gesucht oder auf Zwang versucht da dran zu kommen, war nicht mehr unter Dauerstrom und total entspannt. Wir konnten endlich richtig entspannt Gassi gehen. Lustigerweise auf Läufige Hündinnen selbst reagiert er null, stand schonmal eine in Standhitze vor ihm und hat ihn angeflirtet, hat ihn null gejuckt. Aber die Spuren draußen (hier sind auch extrem viele Hunde und eben auch läufige Damen) haben ihn total fertig gemacht. Vor fast 4 Wochen als der Chip nachließ fing es wieder an das er null bei mir und mit mir war sondern eben wieder nur am Spuren suchen und extremst unter Strom. Hat dann tatsächlich 2 Wochen lang fast nix gefressen. War echt voll die Krise, hab ihn dann vor ner Woche ganz kastrieren lassen. Bin so froh das jetzt entgültig Schluss ist, das ist für alle einfach sau der Stress dann. In der Pubertät ists normal das Sexualverhalten extremer ist, normal gibt sich das wenn sie erwachsen werden, aber gibt eben auch Hunde die nicht darauf klarkommen und da ist die Kastration eben dann das richtige. Also erstmal warten wie er sich entwickelt, wenn er erwachsen ist und du merkst er ist trotzdem total gestresst oder so kann man es dann testen. Über Training geht viel und es ist auch super wichtig, aber eben auch nicht alles.
Meine hat auch einen reizdarm aber ich muß sagen wir haben sie immer machen lassen uns und sie nicht gestresst und sie ist da von eben nicht krank geworden ganz im Gegenteil sie hätte tazchlich nur ein mal spulwürmer in fast 10 jehren sie ist allerdings ein kastriertes Mädchen und kein potenter rüde
 
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Marion
22. Apr. 06:53
Ist aber kein Kastrationsgrund....einfach mal aufhören mit dem kastrieren und es hört auf, es werden noch immer viele Hunde unnötig und wegen "lapalien" wie die TE schreibt kastriert.....
Ich sehe das differenzierter.
Es ist nicht alles schwarz-weiß.

Es gibt Hunde, da kann man erzieherisch einwirken.
Und es gibt Hunde, die können das nicht wegstecken.

Lolli bspw. muss ich das Lecken komplett verbieten, weil er davon high wird. Nein, ich übertreibe nicht. Wenn ich es ein paar vereinzelte Male zulasse, beginnt er anschließend sogar zu taumeln. Es macht ihn absolut süchtig wie einen Alkoholiker auf Alkohol. Er steht dann auch problemlos eine halbe Stunde da und kann sich ohne Hilfe nicht mehr von selbst losreißen. Er bekommt dann auch rein gar nichts mehr mit.
Nicht, weil er nicht will, sondern weil er nicht kann.
Er hatte auf Spaziergängen dadurch überhaupt keine Lebensqualität mehr.
Da war definitiv ein beträchtlicher Leidensdruck vorhanden.
Hab in meinem Umkreis auch noch keinen intakten Rüden erlebt, der da so heftig drauf reagierte. Es tat weh, ihm zuzusehen.
On top die Giardien, die er sich dadurch mehrfach einfing.

Das einzige, was hilft, ist etwas vom Timing her passend zwischen ihn und sein Suchtmittel zu knallen. Dadurch sucht er mittlerweile nur noch selten Pipistellen auf. Alles andere hat nichts gebracht.
Da er ansonsten aber überhaupt keine sexuellen Probleme hat (sogar von läufigen Hündinnen abrufbar ist) und das Werfen der doppelten Trainingsdisc ihm Lebensqualität zurückgeben konnte, wird es keine Kastration geben (zumal eine Kastration wahrscheinlich auch nichts mehr an der Gewohnheit ändern könnte, da hätte sie früher erfolgen müssen).

So wie Lisa-Eileen es formuliert hat, scheint es bei Rocket aber nicht funktioniert zu haben. Er hat scheinbar gelitten.

Ich bin absolut gegen eine Kastration ohne Leidensdruck und ich finde es wichtig, mindestens die Pubertät abzuwarten, vorallem da es danach ja meist besser wird.

Aber nur weil 99 Hunde mit dem Pipilecken klarkommen, heißt das nicht, dass der 100. nicht sehr darunter leiden kann.

Aber ja, ich stimme zu, dass zu oft zu schnell kastriert wird.
 
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Anna
22. Apr. 07:39
Ist aber kein Kastrationsgrund....einfach mal aufhören mit dem kastrieren und es hört auf, es werden noch immer viele Hunde unnötig und wegen "lapalien" wie die TE schreibt kastriert.....
Ich bin nicht so wirklich bei der das lecken ist was ganz normales und kein Kastrations Grund( ja) ich kenne aber tazchlich viele rüden die einfach nicht normal Leben können weil sie so Hormon gesteuert sind es ist eben auch nicht normal alle anderen Hunde zu besteigen der rüde meiner bekannten fürd sich wie ein Vergewaltiger auf er besprigt alles und jeden da er aber ein sehr großer Hund ist kann man in auch nicht ein Fach machen lassen. Früher hat man das durchaus so gemacht ich kannte einen rüden der es auch einfach nicht kapieren wollte und der knap überlebt hatt nach dem eine Hündin in in den hoden gebissen hat weil er einfach zu aufdringlich wahr das schlimme bei dem rüden endete sich das Verhalten durch die Kastration dann auch nicht mehr auch wenn er sonst der coolste Hund der ganzen Stadt wahr denn irgendwie jeder kannte wahr sein Sozialverhalten eher so lala mit rüden wollte er nix zu tun haben und hilt sich vern aber Mädels wurden gründsetzlich angeflirtet und auch schnell bestiegen mein damaliger Pflege Hund wahr nicht so begeistert da von das er immer an ihr rum juckelte
 
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Antje
22. Apr. 08:30
Ich habe Martin Rütter zu dem Thema schon einiges sagen hören (ich meine, es war in einer Talkshow – oder doch beim Hundeprofi?). Hier mal die Quintessenz: Zum Thema Pipi-Lecken: "Das Lecken am Urin ist für den Hund kein Ekel-Faktor, sondern pure Information. Das ist das Social Media des Hundes. Da steht drin: Wer war hier, wie alt ist die Dame, ist sie gut drauf und was hat sie gefrühstückt? Wer seinem Hund das Schnüffeln und Lecken komplett verbietet, verpasst ihm quasi ein permanentes Informations-Blackout." Zum Thema Kastration: "In Deutschland wird oft so schnell kastriert, dass man das Gefühl hat, die Leute hätten Angst, das Verhalten könnte ansteckend sein. Aber Leute, versteht doch: Ein Rüde, der Pipi leckt und mit den Zähnen klappert, ist nicht krank. Der ist einfach nur ein Kerl! Wer den Hund deshalb unters Messer legt, müsste konsequenterweise auch jedem Pubertierenden das Handy wegnehmen den Internetanschluss kündigen und ihn im Keller einsperren." Zum Thema Training: "Wenn dein Hund jeden Pipi-Cocktail vom Boden aufsaugt und dich dabei komplett vergisst, dann ist das kein hormoneller Defekt, sondern ein Erziehungsproblem. Der Hund hat schlicht gelernt: Ich entscheide hier, wo es langgeht und wie lange wir an dieser Pfütze stehen. Da hilft kein Skalpell, da hilft eine klare Ansage und ein ordentliches Rückruftraining." Er trifft es meiner Meinung nach richtig gut 👍🏼
Genau so, wie es hier beschrieben ist, halte ich das auch mit Pino.
Solange er draußen nur "Infos" sammelt, sage immer Zeitung liest, wird er tatsächlich auch nicht kastriert.
Wenn das nicht medizinisch notwendig wird, bleibt er intakt(haben wir schon bei Kenny so gemacht).

Natürlich muß das jeder Rüdenhalter selbst entscheiden, aber solange es nicht in der Lebensqualität Einschränkungen gibt ( nicht fressen, zu Hause nur noch "weinen"), solange bleibt Pino intakt.
Mein Bruder hat seinen 70 kg schweren Briard (3 Jahre alt) damals verloren, weil die Narkose überdosiert wurde, er ist nie wieder wach geworden.
Und eine Narkose bedeutet IMMER Risiken.
 
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Lisa-Eileen
22. Apr. 09:13
Ist aber kein Kastrationsgrund....einfach mal aufhören mit dem kastrieren und es hört auf, es werden noch immer viele Hunde unnötig und wegen "lapalien" wie die TE schreibt kastriert.....
Ich sagte ja das wenn es schlimm bleibt machts Sinn und net das man das generell und vorallem net schon während der Pubertät machen muss.
 
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Lisa-Eileen
22. Apr. 09:23
Genau so, wie es hier beschrieben ist, halte ich das auch mit Pino. Solange er draußen nur "Infos" sammelt, sage immer Zeitung liest, wird er tatsächlich auch nicht kastriert. Wenn das nicht medizinisch notwendig wird, bleibt er intakt(haben wir schon bei Kenny so gemacht). Natürlich muß das jeder Rüdenhalter selbst entscheiden, aber solange es nicht in der Lebensqualität Einschränkungen gibt ( nicht fressen, zu Hause nur noch "weinen"), solange bleibt Pino intakt. Mein Bruder hat seinen 70 kg schweren Briard (3 Jahre alt) damals verloren, weil die Narkose überdosiert wurde, er ist nie wieder wach geworden. Und eine Narkose bedeutet IMMER Risiken.
Ich finds halt schwierig weil halt immer nur von nicht essen oder jaulen geredet wird oder hypersexualität wenn der Hund dann alles anrammelt.
Hunde wie Rocket die still leiden, dauerhaft unter Strom sind und nur drauf fixiert sind werden oft übersehen oder ignoriert.
Auch das ist Leiden, das fängt nicht erst bei so extremem Verhalten an.
Ich hab selbst PMDS und leide sehr wegen Zyklus und Hormonen, daher macht es mich erstrecht sauer wenn man da keine Hilfe kriegt oder eben jetzt dieser Anti Kastrations Trend.
Klar wird an manchen Stellen zu schnell kastriert, aber wie es mittlerweile schlecht geredet wird und wie viel Scheiße drüber gelabert wird das es sooo böse wäre (ausgenommen zu früh kastrierte Hunde, das ist das einzig schädliche halt) ist halt einfach genauso Schwachsinn.
So viele die dann den Hund leiden lassen weil sie Angst vor Kastration haben oder ihr fragiles Ego pushen müssen ist genauso ungesund wie alles zu früh oder pauschal zu kastrieren.
Einfach gucken wenn der Hund erwachsen ist und mit seinen Horrormonen net klar kommt ist die Kastration sinnvoll, wenn nicht dann kann er auch unkastriert bleiben.
 
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Bianca
22. Apr. 09:46
Unser macht das auch.
18 monate alt jetzt, riechen, lecken, Zähne klappern. Aber sobald er merkt, ich will nicht warten, ist er sofort wieder bei mir.
Ich lasse ihn nicht immer lecken, manchmal muss er auch dran vorbei und konnte nur kurz schnüffeln.

Also bisserl Bildzeitung lesen sollte man ihm schon gönnen😅.
 
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Oliver
22. Apr. 13:47
Vielen Dank für eure Hilfe 😊