Das klingt alles wirklich super lieb, Celine, und man merkt total, wie wichtig dir Pablo ist. Du willst das Beste für ihn, und das ist ein toller Ansatz.
Mit einem Welpen vergleichen solltest du ihn allerdings nicht. Ein Welpe ist ein unbeschriebenes Blatt.
Pablo hat eine Vorgeschichte. Seine jetzige "Gelassenheit" nach nur fünf Wochen ist meistens noch kein echter Charakter, sondern eine Mischung aus Anpassung und Reizüberflutung. Er funktioniert gerade einfach.
Eine Hundeschul-Gruppe ist für so einen Hund auch kein entspannter Spieltreff, sondern stressige Schwerstarbeit. Wenn er Hundekontakte braucht, ist eine ruhige Runde mit einem einzelnen, entspannten Hund viel besser für den Anfang.
Echte Bindung entsteht bei einem Tierschutzhund in den ersten Monaten nicht durch Training und Grenzen, sondern durch pure Sicherheit, Ruhe und Alltag. Lass ihn erst mal richtig landen, bevor der Ernst des Lebens losgeht. Ihr habt doch alle Zeit der Welt.
Wo vergleiche ich denn bitte Pablo mit einem Welpen? Das habe ich mit keiner Silbe erwähnt.
Ich gebe ihr Tipps, weil ich selber eine Straßenhündin habe.
Sie lief ab Tag eins in einem Hunderudel und in der ersten Woche hat meine Hündin von Auto, Sbahn, Fahrstuhl etc pp alles kennengelernt.
Das alleinsein wurde auch sofort geübt.
Wie gesagt, dass kann man nicht pauschalisieren. Wenn dein Straßenhund länger gebraucht hat, dann ist das auch völlig ok. Aber es geht eben auch anders, deshalb muss man einen Straßenhund noch lange nicht in Watte packen.