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Julia
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 24
zuletzt 2. Okt.

Territoriales Verhalten vor der Haustür

Wie erkläre ich meinem Rüden (am Ende vom Video) das das nicht seine Straße ist und ICH aufpasse?
Eine Frau hat ihren Kofferraum aufgeräumt. Mehr nicht. Sie stand halt direkt vor unserem Haus. Dann bellt Mateo ganz oft los. Nachts beruhigt er sich nach sowas kaum bzw braucht echt lang.
Irgendwelche Tips?
Merci schonmal
 
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Aga
30. Sep. 04:49
Also ich sehe auch kein ständiges Rucken an der Leine, für mich könnte es auch mehr Lob geben, denn ich finde die zwei machen das gut. Ich würde auch den Hund auf die abgewandte Seite nehmen als er reagiert hat also in deinem Fall rechts und noch mehr n Bogen laufen sonst finde ich es gut.
 
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SandrA
30. Sep. 05:01
Auf dem Video wirkt das für mich ziemlich deutlich nach Alarm-/Meldeverhalten: Kopf hoch, kurze schnelle Bellserie, nach vorne orientiert, hohe Erregung ABER immer wieder Blickkontakt zu Julia. Und diese Momente würde ich nutzen.

Denn Mateo bekommt hier über die ganze Zeit die Möglichkeit, sich mit der Frau vor dem Haus allein auseinanderzusetzen. Er läuft zudem auf der Reizseite und bekommt keine wirkliche Alternative angeboten. Für ihn scheint sein Auftrag am Ende klar. Das Anstupsen beendet zwar gerade das Verhalten, beantwortet aber nicht seine Fragen (und er fragt oft), was er stattdessen tun soll.

Ich würde deshalb schon vorher eingreifen: Reiz wahrnehmen- Orientierung zu mir - Distanz bzw. Position verändern - ruhiges Verhalten bestätigen. Auch nachts würde ich die Situation möglichst früh und ruhig auflösen, bevor er sich hochfährt. Denn wenn er erst voll im Alarmmodus ist, kann man schlecht noch „erklären“, dass das jetzt nicht seine Aufgabe ist.

Ist es passiert greift nur noch Management - einen Hund in so einer Situation körperlich zu begrenzen oder kurz zu unterbrechen, find ich erstmal legitim. Aber wichtig finde ich auch, dass einem klar ist, den Hund dadurch lediglich aus dem Verhalten herausgenommen zu haben - er hat dadurch nicht gelernt, was seine Aufgabe stattdessen ist. Eben dies sollte viel früher/vor oder nach der Erregung passieren. Mateo fragt seine Halterin mMn auf dem Weg zum Reiz sehr oft an 😉
Die Frage wäre auch, wie es nach der Begegnung weiter geht? „Flucht“ aus der Situation oder darf Mateo störende Eindringlinge aus entsprechender Distanz ruhig noch ein wenig beobachten? Bekommt er Zeit die Aufregung zu regulieren und zu verarbeiten?
 
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Tina
30. Sep. 06:57
Ich finde es auch gar nicht so negativ und nicht dramatisch.
Zu kurz finde ich die Leinen für einen Weg durch die Stadt nicht.


Mir fällt auf, dass der "Beller" derjenige ist, der insgesamt an der Leine so schon nach vorn geht und scheinbar gern der erste sein möchte. Da würde ich bereits konsequent korrigieren und den Hund wieder auf meine Höhe oder gar hinter mich bringen.

Ansonsten wie es viele schon geschrieben haben - bei Mensch/Reiz Hunde zeitig genug vorher auf die abgewandte Seite bringen. Sollte es dennoch mal passieren wie im Video, dann würde ich nicht mitm Fuß schlackern, sondern an der Leine zum Hund "hangeln", diesen umrunden /körperlich begrenzen, auf die richtige Seite verweisen, geordnet weiter gehen.


Wir hatten das von Beginn an mit aufgebaut, das mein Hund auf meine andere Seite geht bei so Reizen. Wechselwort oder Wort für links/rechts funktioniert da sehr gut. Mittlerweile wechselt sie schon oft von allein bei so Situationen ohne das ich es sagen muss. Für sie ist damit klar, dass sie das nicht zu klären hat wenn da jemand ist/steht/rennt/etc.

Und ansonsten kann ich das mit dem mangelnden Lob nicht so richtig verstehen. Ich lobe meinen Hund auch nicht nach allen 10-20 Schritten draußen... Das braucht es mMn auch nicht bei guter Führung und normalen Alltagswegen. Wenn der Hund es schafft in so einer für ihn schweren Situation sich an seinem Mensch zu orientieren und ruhig zu bleiben, dann ist natürlich ein Lob angebracht.

Mit fällt noch die Kleinigkeit ein - wenn ihr das Haus verlasst, du solltest immer zuerst raus gehen. Dann erst die Hunde. Du signalisiert damit, dass du die Lage checkst und quasi die Aufgabe vom "Sicherheitscheck" draußen übernimmst und führst und die Hunde diese Aufgabe nicht ausführen. Beim rein kommen darf es anders herum sein, dass die Hunde zuerst das Haus betreten dürfen. Denke mal wenn das feste Routine wird, könnte es sich (auch nachts) etwas legen.
 
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Hannelore
30. Sep. 08:39
Liebe Julia, bei uns leben seit 45 Jahren Cockerspaniels. Über 200 Welpen wurden bei uns geboren. Es ist eben so, dass die Cocker sehr wachsam sind und sofort anschlagen wenn sich etwas draußen bewegt. Manchmal muss man einfach Hündisch denken !!!! Mein Revier , auf das passe ich auf. 😁
 
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Kirsten
30. Sep. 09:25
Liebe Julia,
Zu Mateo wurde ja schon viel gesagt. Was mir noch auffällt:
Deine Angel puffert enorm viel ab, schiebt sich dazwischen, ohne dabei einen zusätzlichen Konflikt aufzumachen. Du hast eine tolle Hündin die in der Situation unterstützend einwirkt und Mateo im Fluss hält. Ich finde aus ihrem Verhalten, kann man etwas mitnehmen.
 
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Julia
1. Okt. 09:57
Liebe Julia, Zu Mateo wurde ja schon viel gesagt. Was mir noch auffällt: Deine Angel puffert enorm viel ab, schiebt sich dazwischen, ohne dabei einen zusätzlichen Konflikt aufzumachen. Du hast eine tolle Hündin die in der Situation unterstützend einwirkt und Mateo im Fluss hält. Ich finde aus ihrem Verhalten, kann man etwas mitnehmen.
Ja, meine Angel ist klasse. Was würde ich ohne sie machen 😉
 
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Julia
1. Okt. 10:00
Ich finde es auch gar nicht so negativ und nicht dramatisch. Zu kurz finde ich die Leinen für einen Weg durch die Stadt nicht. Mir fällt auf, dass der "Beller" derjenige ist, der insgesamt an der Leine so schon nach vorn geht und scheinbar gern der erste sein möchte. Da würde ich bereits konsequent korrigieren und den Hund wieder auf meine Höhe oder gar hinter mich bringen. Ansonsten wie es viele schon geschrieben haben - bei Mensch/Reiz Hunde zeitig genug vorher auf die abgewandte Seite bringen. Sollte es dennoch mal passieren wie im Video, dann würde ich nicht mitm Fuß schlackern, sondern an der Leine zum Hund "hangeln", diesen umrunden /körperlich begrenzen, auf die richtige Seite verweisen, geordnet weiter gehen. Wir hatten das von Beginn an mit aufgebaut, das mein Hund auf meine andere Seite geht bei so Reizen. Wechselwort oder Wort für links/rechts funktioniert da sehr gut. Mittlerweile wechselt sie schon oft von allein bei so Situationen ohne das ich es sagen muss. Für sie ist damit klar, dass sie das nicht zu klären hat wenn da jemand ist/steht/rennt/etc. Und ansonsten kann ich das mit dem mangelnden Lob nicht so richtig verstehen. Ich lobe meinen Hund auch nicht nach allen 10-20 Schritten draußen... Das braucht es mMn auch nicht bei guter Führung und normalen Alltagswegen. Wenn der Hund es schafft in so einer für ihn schweren Situation sich an seinem Mensch zu orientieren und ruhig zu bleiben, dann ist natürlich ein Lob angebracht. Mit fällt noch die Kleinigkeit ein - wenn ihr das Haus verlasst, du solltest immer zuerst raus gehen. Dann erst die Hunde. Du signalisiert damit, dass du die Lage checkst und quasi die Aufgabe vom "Sicherheitscheck" draußen übernimmst und führst und die Hunde diese Aufgabe nicht ausführen. Beim rein kommen darf es anders herum sein, dass die Hunde zuerst das Haus betreten dürfen. Denke mal wenn das feste Routine wird, könnte es sich (auch nachts) etwas legen.
Rein und raus gehe ich zuerst. Yes. Wir haben einige Hunde in der Gegend, die mit Vorsicht zu genießen sind. Kam auch schon vor, dass die genau beim rausgehen vor der Tür standen. Daher check ich erst die Lage. Beim Reingehen auch, weil Mateo bellt, wenn grad einer rauskommt. Das möchte ich natürlich nicht. DanköÖö für deine Infos!
 
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Arinka
1. Okt. 12:26
Liebe Julia, bei uns leben seit 45 Jahren Cockerspaniels. Über 200 Welpen wurden bei uns geboren. Es ist eben so, dass die Cocker sehr wachsam sind und sofort anschlagen wenn sich etwas draußen bewegt. Manchmal muss man einfach Hündisch denken !!!! Mein Revier , auf das passe ich auf. 😁
Von euch würde ich sofort einen Welpen nehmen!
Vielen Dank für diese gesunde und "hündische" Einstellung.
Ich habe auch seit über 40 Jahren Hunde und erschrecke immer wieder, was viele heutzutage nicht mehr sollen oder dürfen.
 
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Lisa-Eileen
1. Okt. 15:42
Ich würde generell gucken wenn er dazu neigt sich für Dinge verantwortlich zu fühlen das du ihn generell hinter dir laufen lässt nicht nur beim rausgehen (sonst zeigst du ihm ja das du nur beim rausgehen sicherst, er dann aber draußen zuständig ist zu sichern), das hat mir bei Rocket extrem viel gebracht und er konnte so lernen sich rauszunehmen und nicht alles regeln zu wollen und wurde dadurch viel entspannter.
Und eben wie die anderen schon sagten auf die Reiz abgewandte Seite schicken wenn er da noch nicht ohne Probleme dran vorbeigehen kann.
Der Fuß war in der Situation auch nicht so sinnvoll, besser wärs gewesen ihm den Raum zu zu machen also dich vor ihn und zwischen den Reiz zu platzieren und das möglichst frühzeitig.
 
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Ingo
2. Okt. 05:44
Ich passe nicht allein auf, sondern nutze die Genetik/Eigenschaften meines Hundes und wir sind ein Team. Das Bellen ist für mich okay gewesen und ich hätte es einfach nur korrigiert. Solltest du solche Situationen vermeiden und aus dem Weg gehen wollen, kann es passieren, dass du deinen Hund damit bestätigst.