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Lisa
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Anzahl der Antworten 22
zuletzt 21. Sep.

Rückruf, Aufmerksamkeit vom Hund bekommen

Hallo,

Meine Hündin ist jetzt 5 Monate alt. Sie ist noch nicht ganz Leinenführig, daher habe ich oft eine Schleppleine benutzt. An der kurzen Leine wechselt sie oft die Richtung oder läuft einem vor die Füße und merkt nicht immer, wo es eigentlich lang geht wenn ich zb eine Straße überquere. Sie kennt das Kommando stopp, wo sie dann stehen bleiben soll, meistens setzt sie sich dabei auch. Und dann sitzt sie zB falsch herum am Bordstein oder Zebrastreifen, weil sie irgendwas hinter uns interessanter findet.

Vor unserem Haus haben wir eine Wiese dort lasse ich sie oft ohne Leine spielen und rennen. Oft kommt auch der nachbarshund dazu, und ich merke das sie eine gewisse Erwartungshaltung entwickelt hat das er immer raus kommt und sie immer auf der Wiese spielen darf.
Mittlerweile ist es aber so, dass sie garnicht mehr hört wenn ich sie zu mir rufe und sie auf dieser Wiese ist. Sie schaut manchmal, aber sie kommt nicht. Und die meiste Zeit ignoriert sie mich komplett. Sie merkt auch, wenn ich nachhause gehen möchte, dann haut sie von mir ab und es endet dann immer mit einem Fang Spiel und ich muss sie richtig austricksen weil sie sehr schnell ist und echt klein ist. Ich habe sie jetzt erstmal nicht mehr auf die Wiese gelassen, und sie weigert sich dann auch oft mit uns an der Wiese vorbei zu gehen weil sie unbedingt auf der Wiese einen Abstrich machen möchte. Ich muss sagen; sie hat schon einige Dinge auf der Wiese gefunden die für sie wahrscheinlich sehr interessant waren. (bananenschalen, Insekten, Katzenkot, Hähnchenknochen) die von den Nachbarskindern einfach dort liegen gelassen wurden. Ich habe schon versucht mich mit leckerlies und Trockenfutter interessant zu machen aber das hält nicht lange an. Wenn sie ein Geräusch hört dann rennt sie direkt los und geht ihren Weg. Ich habe auch ausprobiert wie sie reagiert wenn ich einfach das Grundstück verlasse, aber auch da ist sie so abgelenkt und ist nur am schnüffeln und kriegt es garnicht mit das ich gehe. Im Garten bei meiner Mutter klappt der Rückruf super und sie hört da zB spätestens beim zweiten Mal rufen und kommt direkt neugierig angelaufen. Das wird auch immer belohnt.
Zuhause in meiner Wohnung habe ich mittlerweile auch das Problem, wenn ich sie rufe das sie mich nur anstarrt aber nur stehen bleibt und nicht kommt. Ich brauche bitte ein paar Tipps von euch, hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
 
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Annett
20. Sep. 22:31
Ja sie ist mein erster eigener Hund, wir hatten innerhalb der Familie aber immer Hunde nur da war ich natürlich nicht so mit ganz beteiligt beim Training. Ich habe mir jetzt viel selbst angelesen und viel Martin Rütter geschaut. Ich habe halt wirklich nur das „Problem“ mit der Wiese vor unserer Haustür. Auf anderen Wiesen klappt es gut auch mit dem Rückruf. Aber ich trainiere jetzt mit ihr mehr Augenkontakt, bleibe jetzt manchmal einfach stehen beim Spaziergang und warte bis sie mich anschaut und gehe dann erst weiter und vorhin wollte sie wieder unbedingt auf die Wiese auf dem nachhause Weg und hat sich versucht aus dem Geschirr zu winden. Mit Körpersprache habe ich ihr aber konsequent gezeigt das ich das nicht möchte und sie Richtung Haustür gebracht. Und sie dann nochmal zu mir gerufen in der Hocke und sie dann gelobt weil sie auch gekommen ist. Ich hoffe das ich alles richtig mache weil mir ist es auch irgendwie wichtig das sie hört weil viele haben ja das Klischee das kleine Hunde unerzogen sind und mir ist das ja auch wichtig das wir beide gut zusammen arbeiten
Du schaffst das ganz bestimmt. Klar ist es wichtig, dass sie hört. Je besser ein Hund hört, desto mehr Freiheiten kann man ihm geben, weil man sich auf ihn verlassen kann. Er muss sich aber eben auch auf dich (deine Reaktionen und Handlungen) verlassen können. Dann möchte er dir auch von sich aus gefallen. Du wirst sehen, es wird auch wieder leichter, wenn die Pubertät nachlässt. Und wenn das Problem hauptsächlich diese Wiese ist, dann würde ich sie vorerst meiden, oder zumindest die Leine dranlassen. Nur den Augenkontakt zu trainieren, bringt übrigens nicht wirklich viel. Dein Hund muss gerne bei dir sein und dich interessant finden. Das nennt man dann Bindung. Die entwickelt sich nicht in ein paar Tagen und auch nicht durch das Trainieren von Augenkontakt. Die entwickelt sich durch gemeinsame Erlebnisse und Unternehmungen. Du musst konsequent, verlässlich und berechenbar für den Hund sein.
 
Beitrag-Verfasser
Tina
21. Sep. 03:28
Ja sie ist mein erster eigener Hund, wir hatten innerhalb der Familie aber immer Hunde nur da war ich natürlich nicht so mit ganz beteiligt beim Training. Ich habe mir jetzt viel selbst angelesen und viel Martin Rütter geschaut. Ich habe halt wirklich nur das „Problem“ mit der Wiese vor unserer Haustür. Auf anderen Wiesen klappt es gut auch mit dem Rückruf. Aber ich trainiere jetzt mit ihr mehr Augenkontakt, bleibe jetzt manchmal einfach stehen beim Spaziergang und warte bis sie mich anschaut und gehe dann erst weiter und vorhin wollte sie wieder unbedingt auf die Wiese auf dem nachhause Weg und hat sich versucht aus dem Geschirr zu winden. Mit Körpersprache habe ich ihr aber konsequent gezeigt das ich das nicht möchte und sie Richtung Haustür gebracht. Und sie dann nochmal zu mir gerufen in der Hocke und sie dann gelobt weil sie auch gekommen ist. Ich hoffe das ich alles richtig mache weil mir ist es auch irgendwie wichtig das sie hört weil viele haben ja das Klischee das kleine Hunde unerzogen sind und mir ist das ja auch wichtig das wir beide gut zusammen arbeiten
Du wirst das bestimmt schaffen.

Vielleicht nur eine Anregung für den weiteren Weg....
Bindung, Orientierung und Erziehung entstehen nicht nur durch Training. Auch wenn Du viel liest und Dir Videos anschaust.... Du lernst zwar so viele oberflächliche Methoden und wendest sie an. Dies kann den Hund aber auch verwirren und seine Motivation mit dir zu arbeiten verringern. Eine Falle, in die gerade Ersthundebesitzer gerne tappen....

Wenn sie sich aus dem Geschirr winden will und du körpersprachlich dagegen halten musst, dann zeigt das eins: du hast einen Hund, der im Moment nicht mit Dir arbeiten will, sondern eher gegen dich. Das erschwert dann natürlich jede Trainingsmethode. Hier bist Du gefragt, dass du ihren Fokus und Motivation auf dich lenkst. (mit Augenkontakt hat das nichts zu tun) Du musst als Mensch für sie interessant werden und bleiben.

Im Verlauf des Threads sind wunderbare Beiträge und Anregungen, die Dir dabei helfen könnten. Mir ist aufgefallen, dass Du darauf gar nicht reagiert hast.

Viel Glück und Erfolg für den weiteren Weg. Sei weiterhin offen....