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Julia
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 67
zuletzt 1. Juli

Leine oder nicht?

Wie seht ihr das? Rückruf 100 % möglich? Und ist das überhaupt nötig für den Freilauf? Wann mit, wann ohne Leine? Und bei Mehrhundehaltung? Hört euer Hund auch besser ohne Leine? Bin gespannt!
 
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Bri
24. Juni 13:25
Liebe Julia was sind das für schöne Hunde ?
 
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Ute
24. Juni 13:50
Hallo Julia, ein 100-prozentige Rückruf ist aus meiner Sicht nicht möglich denn der Hund ist ein Jäger und ein Lebewesen das eigene Entscheidungen trifft und es kann immer passieren dass er in bestimmten Situationen nicht abrufbar ist. Ich denke mit gutem Training kann man durchaus 98 bis 99% erreichen aber es bleibt immer eine Möglichkeit dass der Hund doch nicht abrufbar ist. Für den Freilauf ist der Rückruf aus meiner Sicht das Wichtigste überhaupt! Für mich ist es der wichtigste Befehl den es gibt. Der zweitwichtigste ist der Stoppbefehl. Im Straßenverkehr, im Wald und in unübersichtlichen Gebieten sind meine Hunde an der Leine. In übersichtlichen Bereichen ohne Straßenverkehr dürfen sie frei laufen. Egal ob man einen oder mehrere Hunde hat- alle müssen auf den Rückruf hören. Ich habe mit meinen Hunden den Rückruf einzeln und gemeinsam geübt und übe es weiterhin täglich. In der Regel orientieren sie sich aneinander und wenn der eine kommt, kommt der andere auch schnell mit. Meine Hunde hören mit und ohne Leine gut allerdings läuft Hund eins besser bei Fuß ohne Leine. Hier muss er sich stärker an mir orientieren und mit der Leine weiß er ja: Mensch hängt ja an mir dran- also kann er mir nicht verloren gehen.
Sehe ich zu 100% genau so ...
Egal ob gross oder klein .
 
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Ute
24. Juni 13:53
Ja, aber deswegen würde ich den Welpen nicht ständig an der Leine haben. Besonders Welpen mit Folgetrieb sollten das üben dürfen. Auch eigenständigere Welpen kann man mal frei laufen lassen, wenn man gut aufpasst, die brauchen Möglichkeit das zu üben. Bei Erwachsenen Hunden wäre ich da vorsichtiger.
Doch sollten sie ! bis sie ihren vorgegeben Radius nicht verlassen .
 
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Elena
24. Juni 14:06
1.) 100% wird nie möglich sein. Hunde sind keine programmierte Roboter.
2.) Für Freilauf ist funktionierender Rückruf (mindestens zu 99%) eine Voraussetzung , meiner Meinung nach. Natürlich sollte man dabei alles im Blick behalten, und rechtzeitig auf unerwartete, mögliche Ablenkungen/Reize achten, und reagieren.
3.) Meine genissen den Freilauf, und ich bin glücklich, meine Hunde dabei zu beobachten. Ich nehme die aber unaufgefordert und rechtzeitig an die Leine, wenn irgendwas atmendes vor mir ist, auf mich kommt, oder fährt, oder sich in der Nähe befindet. Ich setzte auch die Hunde dabei ab. Punkt.
4.) Auch bei zwei Hunden gibt's keine Probleme. Wenn ich explizit einen Hund meine, dann rufe ich zusätzlich auch seinen Namen.
5.) Die hören mittlerweile mit, oder ohne Leine gut. Vielleicht versuche ich demnächst drauf zu achten, und teile die Erfahrung mit.
LG.
 
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Kirsten
25. Juni 10:58
Bei den 100% bzgl. des Rückrufs schließe ich mich den anderen Aussagen an.

Was nötig ist und wann mit Leine geführt werden sollte hängt in meinen Augen immer ein Stück weit von Umgebungsfaktoren, dem Hund und dem Menschen ab.

Bei meiner eigenen Hündin ist die Leine besonders bei fordernden Situationen ein gutes Hilfsmittel.
Dort wo wir sie nicht benötigen kann sie frei laufen.

Ein Hund der zum Sitting zu uns kommt, ist im Freilauf immer eng in meiner Nähe, sodass er leider beim ganz normalen Gehen leider schon öfter versehentlich einen Schuh abbekommen hat 😢. Er klebt in Freilauf eng hinten am Menschen. Ihm hilft die Leine erkunden zu können und eigene Erfahrungen zu machen, ohne mich permanent im Sichtfeld zu haben und sich durchgehend rückversichern zu müssen 😊. Er spürt über die Leine, dass ich da bin. Lasse ich ihn in den Freilauf, habe ich es leicht. Er ist dagegen durchgehend dabei aufzupassen, dass er mich nicht verliert.
 
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SandrA
25. Juni 12:53
Ich finde auch, es kommt vor allem auf den einzelnen Hund an und eben auch darauf, was passieren könnte, wenn es doch einmal schiefgeht.

Bei meinem Rüden z B ist der Trainingsstand inzwischen wirklich gut. Er orientiert sich an mir, bleibt oft von sich aus stehen, hält sich in meiner Nähe auf und lässt sich in vielen Situationen abbrechen. Trotzdem gibt es dieses kleine Restrisiko, dass er doch einmal durchstartet. Und weil dieser Hund genug Potenzial hat, Wild oder auch anderen Hunden gefährlich zu werden, entscheide ich mich da wo ich das Gelände nicht gut überblicken kann für die Absicherung. Nicht weil er schlecht hört, sondern weil mir das verbleibende Restrisiko zu groß ist. Gerade an unübersichtlichen Stellen bin ich dann einfach entspannter und das wirkt sich eher positiv aus als wäre ich unentspannt aber er im Freilauf.

Bei meiner Hündin bin ich vom Freilauf momentan ungefähr so weit entfernt, wie man zu Fuß von hier nach Australien käme. Allerdings kann ich trainieren, Dummyarbeit machen oder sie mit anderen Hunden laufen lassen. Solange sie eine Aufgabe hat, funktioniert vieles erstaunlich gut. Frei durch den Wald laufen? Nope.

Selbst wenn ich irgendwann das Gefühl hätte, dass der Rückruf ganz gut sitzt, würde ich sie im Wald nicht einfach ableinen. Sie ist unfassbar schnell, impulsiv, sehr reizoffen, sofort im Handeln und hartnäckig - schon deshalb hätte sie durchaus das Potenzial, Wild zu gefährden.

Ich hatte immer schon Hunde mit Special Effects, von daher frage ich mich inzwischen nicht mehr: hört der zu 100% ? sondern: was passiert in dem einen Prozent, in dem er nicht funktioniert?

Es gibt sicher Hunde, bei denen man dieses Risiko als sehr gering einschätzen kann. Ich habe solche Hunde jedenfalls nicht.
 
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Jens
1. Juli 05:38
100% Garantie hast Du nie. Der Reiz der deinem Rückruf gegenübersteht entscheidet über kommt oder kommt nicht. Wichtig zu wissen ist welche Reize dein Hund bzw deine Hunde so triggern das alles erlernte zur Nebensache werden kann. Unser endgegner sind Kaninchen. Die müssen nicht mal zu sehen sein, es reicht der Geruch. Rehe, Katzen oder andere Tiere sind egal. Deshalb ist es auch wichtig am Verhalten des Hundes erkennen zu können wann angeborene Instinkte wie z.b. ein Jagdtrieb anspringen. Die Sekunde kann darüber entscheiden ob der Hund verhalten abbricht oder durchbrennt. Unser Hund ist ein ehemaliger Straßenhund. Meiner Meinung nach ticken die ein wenig anders wenn es um erlernte Verhaltensweisen geht. Unserer setzt sich extrem mit seiner Umgebung auseinander, achtet auf alles, hört und sieht alles. Er ist Mega aufmerksam. Das alles bedeutet für uns ihm immer einen Schritt voraus zu sein wenn es um das Erkennen von Dingen angeht die draußen so passieren und ihn triggern könnten. Aber nach 4 Jahren läuft es sehr gut. Er läuft auch ohne Leine sehr gut. Seltene Ausreißer gibt es dennoch. Eben wenn Gerüche ins Spiel kommen. Das heißt dann schnell reagieren. Aber alles in allem, wenn man die Herausforderung annimmt, kann man auch von seinem Hund eine Menge über Körpersprache und Verhalten lernen.