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zuletzt 19. Sep.

Das ewige ziehen an der Leine

Hallo zusammen, hätte gerne eure Tipps und Tricks wie wir es doch endlich schaffen, dass Sammy (Labrador) nicht mehr so zieht.
Sammy geht immer schon gerne Voraus, was wenn er freiläuft gut ist da wir alles gut sehen können (z. B. falls er was Essbares gefunden hat). Was wir schon gefunden haben das er nicht zieht ist wenn wir einen Ball dabeihaben, aber immer einen Ball dabei haben wollen, wollen wir nicht.
Hundeschule und Einzeltrainer hatten wir schon, leider nur mit mäßigem Erfolg.
Vor allem zieht er wenn’s nach Hause geht 🫣.
Freue mich auf eure Tipps und Tricks.
 
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Aga
18. Sep. 10:21
Führleine = Fuß? 🤦‍♂️
Du scheinst den Unterschied zwischen Fuß und Leinenführigkeit nicht zu verstehen, dafür kann ich auch nichts 🤷‍♀️
 
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Stéfanie
18. Sep. 10:32
Wieso muss immer geurteilt werden, wie andere mit ihren Hunden arbeiten?
Die ursprüngliche Frage ist ja, was andere im Thema Leinenführigkeit unternehmen und die fragende Person so möglicherweise etwas für sich herausziehen kann.
Mir ist es wichtig, dass meine Hündin an jeder Leinenlänge nicht zieht. Wenn ich ihr Freizeit gebe zum schnüffeln, soll sie nicht in die Leine gehen. Wenn wir an neuen Orten sind, soll sie nicht in die Leine gehen und zick Zack laufen, so dass ich über sie stolpere.
Seit den Sommerferien arbeiten wir intensiver an diesen Sachen. Angefangen habe ich mit Akzeptanzübungen, die ich über André Vogt bezogen habe.
Auch hole ich mir vor jedem Gassigang ihre Aufmerksamkeit mit einer klar geregelten Futtersuche bevor wir auf die Straße gehen. Entweder in der Wohnung oder vor der Wohnungstür oder im Hausflur.
Ich beschäftige sie bei jedem Gassigang und sie darf ihre Hundebedürfnisse befriedigen und zwar mache ich das nicht punktuell sondern nonchalant im Vorbeigehen und dann wieder gut an der Leine laufen - damit fahre ich momentan sehr gut. Wir sind gerade an einem fremden Ort mit vielen Reizen und es ist für mich viel schöner als im Sommer. Da war jedes Rausgehen einfach nur ätzend. Das ist mein Weg… der muss für andere so nicht funktionierend erscheinen.
Das darf jede/r für sich entscheiden und muss auch nicht diskutiert werden.
 
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Sebbi
18. Sep. 16:20
Du scheinst den Unterschied zwischen Fuß und Leinenführigkeit nicht zu verstehen, dafür kann ich auch nichts 🤷‍♀️
Ich weiß ja nicht wie breit deine Füße sind…
Aber Kommando „Fuß“ ist klar definiert. Es bedeutet eine exakte, hochkonzentrierte Position nah am Bein für wenige Minuten zb. im Hundesport.
Leinenführigkeit dagegen bedeutet Alltagsordnung an der Führleine,(1m bis maximal 2m) bei der die Leine entspannt bleibt.

Wenn Dein Hund an der entspannten Leine bei Dir im Fuß läuft, und die maximalen zwei Meter dabei fast voll nutzen muss, fallen mir nur drei mögliche Optionen ein:
1. Dein Fuß ist nicht das gängige Fuß nah am Bein.
2. Dein Hund könnte zu fettleibig sein.
3. Du läufst im Spagat mit deinem Hund.
🤔🤔🤔

Wer behauptet, dass es zwischen Prüfungsfuß und Freilauf nur Schleppleine oder Flexileine in der Hand gibt, lässt das wichtigste Werkzeug für den Alltag völlig unter den Tisch fallen.

Eine Führleine ist bei zwei Metern zu Ende. Alles was länger ist, gibt Raum zum Anlaufnehmen und Verhandeln. Das ist dann kein Führen mehr, sondern Verwalten von Aktionsradius.

Ich selbst habe genau zwei Leinenlängen regelmäßig im Einsatz:
Ein Meter, wenn wir in Fußgängerzonen oder Gegenden mit erhöhten Menschenansammlungen unterwegs sind oder eben auf dem Trainingsplatz im HSV.
Drei Meter, weil ich die Schlaufe mit der Hand halte, die dem Hund abgewandt ist, während die Führhand direkt neben mir an an der dem Hund zugewandte Seite feinste Signale der Finger zur wortlosen Kommunikation überträgt.

Wenn wir von Leinenführigkeit reden, fallen Schleppleine und nicht fixierte Rollleine sowieso komplett raus.
Über diese Dinger diskutiere ich erst gar nicht.

Mit der Schleppleine trainiere ich ausschließlich Distanzkontrolle, und eine Flexileine brauche ich schlicht nicht.

Mir hier fehlendes Verständnis vorzuwerfen, während du Werkzeuge und Begrifflichkeiten wild durcheinanderwirfst, ist ziemliches Verdrehen der Tatsachen.
 
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Carola
18. Sep. 17:01
Echtes bei Fuß laufen ist eine hochkonzentrierte Angelegenheit und nicht umsonst sind es in der BH 50 Schritte und die sind schon schwer genug! Wie das auszusehen hat ist klar definiert.
Leinenführigkeit bedeutet für mich dass der Hund an der lockeren Leine neben mir herläuft und auf mich konzentriert ist.

Dann gibt es noch das Leinendödeling das kann man mit Schleppleine, Flexi und auch mit der normalen Führeine machen. Da läuft der Hund an lockerer Leine in irgendeinem Abstand, schnüffelt, dödelt, kratzt und schaut aber die Leine bleibt irgendwie noch locker. Da ist das einzige Gesetz dass der Hund nicht ziehen darf aber er darf auch seine Umgebung erkunden und beschnüffeln.
Ich benutze die 1 m Trainingsleine auf dem Platz und wenn wir bei Fuß üben.
Bei den Social walks müssen Sie an der lockeren Führleine bei mir sein aber nicht bei Fuß laufen aber sie dürfen nicht schnüffeln und pinkeln.

Beim Leinendödeling dürfen Sie alles außer an der Leine ziehen und das kann man mit jeder Leine, Führleine, Schleppleine und auch Flexi machen. Da ist es mir auch egal ob sie vor, neben oder hinter mir laufen . Was man benutzt hängt auch vom Trainingsstand des Hundes ab und von der Umgebung.

Wenn ein Hund an der Leine zieht muss man zunächst die Ursache herausfinden und dann kann man an dem Thema arbeiten.

Und tatsächlich kann das eine recht langwierige Angelegenheit sein wenn Hund es nicht von Anfang an vernünftig gelernt hat.
Meist ist es mangelnde Führung, Unsicherheit oder Inkonsequenz. Oftmals ist der professionelle Blick eines Trainers hilfreich und je nach Problemlage kann er/sie den Halter/ die Halterin korrigieren bzw nützliche Tipps geben.
 
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Momo
18. Sep. 18:08
Hallo! Vorab ein paar ehrliche Worte, welche euch wahrscheinlich nicht gefallen werden: Sammy ist in dieser Hinsicht kein besonderer Hund, und ihr braucht keine spezialisierte Sonderanleitung für ihn. Das Thema Leinenführigkeit wurde hier im Forum schon gefühlt hundertmal durchgekaut und auch ein Trainer ist nicht automatisch die Lösung. Sammy geht nicht gerne voraus, "weil euch das den Überblick erleichtert". Der der voraus geht, führt das Rudel. Er verwaltet den vor euch liegenden Raum. Weil ihr nicht führt und euch nur passiv an der Runde beteiligt, übernimmt er die Initiative, kontrolliert die Lage und scannt die Umwelt ab. Das ist kein Gefallen für euch, sondern die Kernursache eures Problems. Dass er auf dem Heimweg zieht, ist kein "Heimweg-Problem", sondern ein grundlegendes Leinenführigkeits-Problem. Er ist ja nicht dumm und ihr seid für ihn berechenbar. Also er weiß wann es wieder zurückgeht. Letztendlich hat er gelernt: Druck auf der Leine bringt mich vorwärts. Solange er mit gezogener Leine auch nur einen Meter Raumgewinn macht, wird er das Verhalten beibehalten. Das Thema mit dem Ball zeigt euer Problem eigentlich perfekt. Ihr seid für ihn ohne das Spielzeug einfach zu langweilig. Dass er mit dem Ball nicht zieht, liegt daran, dass ihr in dem Moment spannend seid. Ohne Ball seid ihr leicht auszurechnen: Ihr lauft eure Runde, dackelt hinterher und interessiert euch scheinbar weder für ihn noch für die Umwelt. Warum sollte er euch da das Feld überlassen? Der Ball zeigt aber auch, dass er sich sofort an euch orientiert, sobald ihr als Führungsperson relevant seid. Nutzt diese Energie als Werkzeug, statt ihn nur als Dauerbespaßung mitzuschleppen. Macht euch auch ohne Ball interessanter, baut unvorhersehbare Richtungswechsel ein und belohnt Blickkontakt gezielt. Es braucht eine strikte Ursache-Wirkung. Zug auf der Leine bedeutet sofortigen Stopp oder Richtungswechsel. Nicht erst nach drei Schritten, sondern beim ersten Millimeter Spannung. Erst wenn die Leine wieder durchhängt, geht es weiter. Wenn Ziehen zu 80 % ignoriert wird, weil man schnell nach Hause will, aber zu 20 % korrigiert wird, lernt der Hund einfach nur Ausdauer. Die Regel muss ausnahmslos gelten. Wenn ihr mal keine Zeit oder Nerven habt, konsequent zu sein, nutzt ein Geschirr mit Brustring. Das verhindert physikalisch, dass er sich reinhängt, ohne dass ihr euch das Training wieder ruiniert. Leinenführigkeit ist am Ende keine Frage der Motivation des Hundes, sondern eine Übung in eurer eigenen Präsenz, Raumverwaltung und Konsequenz. Zu 90 % liegt das Nichtfunktionieren an mangelnder Ausdauer, an fehlender Konsequenz und am schlechten Timing. Nicht an schlechten Trainern, ungeeigneten Tipps oder der Individualität des Hundes.
Als allgemeine Aussage ist das quatschig bzw. eine sehr starke Interpretation eines völlig normalen Bewegungsmusters.
„Hund läuft vorne“ → „Hund verwaltet den Raum“ → „Hund übernimmt Verantwortung/Führung“ ist keine sinnvolle automatische Schlussfolgerung.
Ein Hund kann im Freilauf vorne laufen, weil er:
einen interessanten Geruch verfolgt,
wissen will, was hinter der nächsten Kurve kommt,
einen bestimmten Ort ansteuert,
Wild-/Hundespuren untersucht,
einfach ein höheres Bewegungstempo hat,
sich frei bewegen möchte,
oder schlicht gerade sein Hundeding macht. 😄
Und besonders wichtig: „vorne laufen“ ist nicht dasselbe wie „Kontrolle über die Gruppe haben“.

Es gibt natürlich Hunde, die sich in bestimmten Situationen tatsächlich stark mit der räumlichen Organisation ihrer sozialen Umwelt beschäftigen. Zum Beispiel können sie:
Wege blockieren oder Körperpositionen gezielt einsetzen,
andere Hunde von bestimmten Ressourcen oder Personen wegdrängen,
Bewegungen anderer beobachten und darauf reagieren,
bestimmte Bereiche kontrollieren bzw. immer wieder aufsuchen,
auf Annäherungen sehr gezielt reagieren.
Das wäre aber anhand des gesamten Verhaltenskontexts zu beurteilen – nicht anhand der simplen Tatsache, dass der Hund fünf Meter vor seinem Menschen läuft.
Und selbst dann wäre „Führung“ ein ziemlich fragwürdiger Begriff, weil man damit schnell menschliche Vorstellungen auf Hundeverhalten draufklebt.
Gerade beim Freilauf ist das besonders absurd.

Wenn Inu beispielsweise 20 Meter vor uns über eine Wiese läuft, stehenbleibt, schnüffelt, einen Haken schlägt, irgendwo einen Grashalm inspiziert und dann wieder weiterläuft:
Was verwaltet er? 😂

Das ist für den Hund vermutlich ein hochkomplexes Forschungsprojekt. Aber keine Übernahme der Familienführung.
 
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Katja
18. Sep. 19:51
Ich habe bei meinem Hund die Erfahrung gemacht, dass er wenn die Eindrücke zu viel waren einfach nicht mehr die Kapazität hat vernünftig an der Leine zu gehen.
4- 5 Stunden spazieren gehen ist schon Recht viel und wenn dazu noch Auslastung in Form von Such- oder Ballspielen dazukommt, ist es vielleicht einfach zu viel. Wir hatten das ziehen dann auch üblicherweise auf dem Rückweg, weil er einfach kognitiv "durch" war und nur noch nach Hause wollte.
Also vielleicht etwas weniger Programm Mal testen.

Auf die Leinenlänge kam es bei uns tatsächlich auch nicht an. Er kennt die Unterschiede der Leinen und die dazugehörigen Regeln. Natürlich muss er die dazugehörigen Regeln genauso wie das Radiustraining im Freilauf einzeln beigebracht bekommen. Mittlerweile erkennt er an der Leinenlänge wieviel Entfernung geht, ohne das Zug auf der Leine ist . Ich habe die Schleppleine oft in der Hand gerade in der Silvesterzeit.
 
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Michaela
18. Sep. 20:12
Ja, leider. Er bekommt dann bald sein Futter.
Das hatten wir mit Buddy auch
...erwartungs Haltung
 
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Sabine
18. Sep. 20:35
Ja, leider. Er bekommt dann bald sein Futter.
Hallo Ve Be👋
Genau da liegt der Hase im Pfeffer. Du kannst ihm dann nichts beibringen, wenn er diese Erwartung hat. Geht bei uns auch nicht. Die letzte Runde vor Abendbrot ist Richtung zu Hause sehr schnell. Am liebsten im Galopp. Verständlich 🤷da versuche ich auch nix zu trainieren, das hätte keinen Erfolg.
Training beginnt für uns IMMER im Wohnzimmer. Egal was es ist. Bevor es dort nicht klappt, versuche ich es nirgendwo anders.

Zum Ball: warum nicht? Wenn es als Belohnung eingesetzt wird, ist es doch das Beste im Training, was dir passieren kann!

LG Sabine
 
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Carola
18. Sep. 20:38
Ja, leider. Er bekommt dann bald sein Futter.
Kannst du nicht die Fütterungszeiten ändern? Meine Hunde haben keine festen Zeiten sondern sie bekommen die guten Sachen irgendwann am Tag. Mal vor dem Spaziergang mal danach, mal einfach zu irgendeiner anderen Zeit.
Das reguläre Futter ist ohnehin halbspannend und dafür würden sie sich nicht beeilen. Das liegt aber vielleicht daran dass sie es immer zur Verfügung haben weil sie nur so viel fressen wie sie brauchen.
Vielleicht solltest du auch mal überlegen ob es nicht einfach zu viel ist für den Hund und etwas runterfahren. Wenn meine Hunde völlig platt sind wollen sie auch nur noch nach Hause.
 
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Kirsten
18. Sep. 21:13
Wenn er so findig bei essbaren Dingen ist, und so hungrig, wenn es nach Hause geht,hast du schon darüber nachgedacht, ab und an selbst sehr fündig zu werden, wenn es um appetitliche Dinge oder andere erfreuliche Dinge geht?

Vielleicht läuft dir mal ein Leckerchenbaum über den Weg? Oder dir fällt auf einmal auf, wo ein Futterbeutel liegt? Oder du findest einen tollen Gegenstand, den dein Sammy ein paar Meter in der Schnute tragen kann, falls er sowas gerne mag. Vielleicht brauchts dafür auch den ein oder anderen Richtungswechsel in die nächste Straße oder Einfahrt, sodass er dir folgen mag, um herauszufinden, was du vorhast?
Vielleicht ist es dann ziemlich lohnenswert dich im Auge zu behalten, weil du gute Gedanken haben könntest? 😇🐾

Macht doch aus dem Heimweg ab und an ein interessantes Abenteuer, damit das Beste nicht erst zuhause wartet, sondern der Weg an sich schön ist.

Falls er nach Hause will, weil der Kopf voll ist, kann auch manchmal etwas weniger Programm und mehr Pausen taugen.