Hallo Sarah dein Hund ist ein Workaholic! Wie arbeitest du mit ihm, wie trainierst du mit ihm, wie übst du Ruhe mit ihm?
Welche Aufgaben hat er? Wie ist dein Timing?
Mit Schnauzengriff wirst du nichts erreichen(den sollte man nur-wenn überhaupt- in ganz besonderen Fällen benutzen und das auch unter Anleitung lernen).
Ich weiß dass das hier nicht gerne gelesen wird aber ich empfehle dir dringend sachkundigen Rat zu holen. Sowohl Border Collies als auch Australian Shepherds sind sehr anspruchsvolle Hunde und du hast auch noch einen Mischling zwischen beiden, das macht es nicht einfacher.
Ich widerspreche ihr ja gerne. 😇Aber wo sie recht hat, hat sie recht☝🏼👍🏼
Nun mal meine Gedanken.
Rechtlich musst du erst einmal nicht in Panik verfallen, auch wenn die Nachbarn direkt mit dem Ordnungsamt drohen. Bellen gehört grundsätzlich zur Kommunikation eines Hundes, weshalb kurzes Anschlagen von Nachbarn geduldet werden muss. Das Amt wird meist erst aktiv, wenn eine erhebliche Lärmbelästigung nachgewiesen werden kann. Als grober Richtwert gilt hier oft ein lückenlos protokolliertes Bellen von mehr als 10 Minuten am Stück oder über 30 Minuten am Tag, insbesondere während der gesetzlichen Ruhezeiten.
Strafen wie der Schnauzgriff oder das Wegsperren in die Box schrauben den Frust bei einem pubertierenden Hütehund-Mix nur noch weiter hoch. Lass es lieber.
Wenn du solche Hohlköppe in der Nachbarschft hast, wird es Zeit das du ihnen mal zeigst, wo der Bartel den Most holt😉
Statt abzuwarten, lohnt es sich, den Spieß umzudrehen und sich einfach selbst präventiv per E-Mail beim Ordnungsamt zu melden. Erkläre dort ganz sachlich, dass du einen Junghund in der Pubertät hast, um die Problematik weißt und dich bereits im aktiven Training befindest. Wenn du da ganz beiläufig erwähnst, dass dein Racker eventuell später mal eine Karriere als Therapiehund machen soll, macht das sicher auch noch mal einen extrem positiven Eindruck 😉
Damit schaffst du Transparenz und zeigst, dass du ein verantwortungsvoller Halter bist. Das Amt gibt dir so die nötige Zeit für den Erziehungsaufbau und Beschwerden der Nachbarn verlieren sofort an Schärfe, weil die Behörde längst im Bilde ist.😜
Unregelmäßige Gassirunden erschweren ein Protokollieren. Wenn die Zeiten genannt werden, zu welchen du mit Fotos beweisen kannst, dass der Hund gar nicht im Haus war, schadet das der Glaubwürdigkeit der verbitterten Nachbarn erheblich.
„Die können doch einem alten Trapper nicht in den Colt schiff..“😬