Home / Forum / Erziehung & Training / Austausch über Erziehung

Verfasser-Bild
Lisa
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 39
zuletzt 10. Okt.

Austausch über Erziehung

Hallo,

Ich möchte mich gerne einfach mal austauschen. Toffee ist bald 6 Monate alt und ich habe sie dann etwas über zwei Monate.
Wie kann schon „stopp“ „Nein“ „sitz“ „Platz“ „Pfote“ „hier“ „Körbchen“ verstehen.. was ist euer ultimatives Must have was ein Hund können sollte und was vielleicht im Alltag praktisch ist?
Wir üben noch die Leinenführigkeit, wie habt ihr das bei so ganz kleinen Hunden gemacht? Schneller Richtungswechsel klappt nur bedingt, habe Angst ihr versehentlich auf die Pfötchen zu treten. Wir machen es so falls sie zu schnell wird oder sogar zieht bleiben wir stehen und sagen „langsam“ und wenn sie wieder zieht holen wir sie mit der Leine ran oder gehen schnell vor ihr und dann auf sie zu das sie zurück geht also mit der Körpersprache. Wir sind noch nicht mit ihr mit Bus und Bahn gefahren, aber dafür Auto und das findet sie auch gut. Wie macht ihr das so mit euren Welpen und wie sieht euer Alltag aus? Welche situationen sind bei euch gerade Thema?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Steffi
28. Sep. 09:32
Nein leider noch nicht. Ich habe das Gefühl das könnte an der Größe liegen das es vielleicht länger dauert? 🤔 sie hat eine matte zuhause wo sie hin macht, aber ich weiß nicht ob ich die nicht einfach wegtun soll also ob das eher eine Einladung für sie ist. Aber sie macht auch auf Teppiche leider. Ja kann ich voll verstehen das es eine Erleichterung war für euch. Wie habt ihr das denn geschafft?
Hi Lisa, erkennst Du denn ihre Zeichen? Meine Hündin ist leider ausgerechnet bei dem Thema sehr leise und dezent. Ein bestimmter Blick und ein zartes 'Umpf' bedeutet, dass sie raus muss. Auch falls es mal nachts ist, wird sie nicht deutlich.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katja
28. Sep. 09:41
Das mit der Faust habe ich auch gemacht. Bei uns ist es „Nein“ damit sie auch nichts vom Boden frisst etc. Aber von anderen Menschen würde sie immer fressen nehmen
Es muss in vielen Situationen und mit vielen anderen Menschen trainiert werden, damit der Hund es als generelle Regel akzeptiert :)
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Frank
28. Sep. 15:37
Leinenführigkeit:

Den besten Erfolg hatten wir mit "einfach stehen bleiben" wenn die Leine sich spannt.

Hat natürlich gedauert, mehrere Monate bis das wirklich etabliert war und ich bin mit meiner Geduld manchmal schon an meine Grenzen gekommen. Oft sind wir mehr gestanden als gelaufen.

War für Hundine (HuskyMix, extrem nach aussen orientiert, starker Jagdtrieb) aber die stressfreieste Methode und hat die Kommunikation gefördert, weil sie dann oft zu mir geschaut hat, "was den los ist" und "was willst Du jetzt".
Dann kam ein freundlich betontes "Langsam" von mir und bin mit kleinen Schritten langsam weiter gelaufen.
Spannt die Leine wieder fängt das Spiel von vorne an.
So hat sich auch das Signal "Langsam" etabliert und lies sich für andere Situationen generalisieren, später im Hundesport z.B. oder wenn ich mit ihr zusammen und dem Fahrrad eine Treppe herunter oder hinauf musste.

Hin und her laufen habe ich auch probiert aber nie ein gutes Gefühl dabei gehabt weil's in meinem Verständnis und Erleben negativ konotiert ist. Hab das schnell wieder bleiben lassen.
LG
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sabine
29. Sep. 08:32
Hallo Lisa👋

Erziehung und Tricks sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Tricks in allen Formen und Varianten stärken eure Bindung und das Vertrauen. Und lassen viele Dinge wie z.B. Tierarzt, Körperpflege usw. einfacher werden. Daher ist für uns Tricks lernen eine lebenslange Beschäftigung. Deshalb brauchen wir z.B. für Ultraschall und Röntgen keine Sedierung🥳

Erziehung und Sozialisierung sind jedoch in diesem Alter wesentlich wichtiger. Und da spielt es eine Rolle, wie euer Leben aussieht.

Mir war es bei Obelix 💖🐾 immer wichtig, daß er problemlos überall mit hin kann. Restaurants, Hotels, Gebäude, Autos, Menschen Lärm, Kinder, Kindergeschrei, Fahrzeuge aller Art haben wir dann immer als Training genutzt.

Züge spielen in unserem Leben keine Rolle 🤷

Straßen waren und sind IMMER Trainingsgelände. Mittlerweile kommt er ohne Kommando an meine Seite, wenn wir eine Straße queren.

Am Ende musst du deinem Hund jetzt die Welt zeigen und erklären. Was darf er und was nicht? Was wird von ihm verlangt in den verschiedensten Situationen? Meistens Ruhe🤣 Und man muss vor neuen, großen, zu lauten Dingen keine Angst haben. Dafür hat ein Hund nur ein begrenztes Zeitfenster zur Verfügung, um das zu lernen und zu generalisieren.

Das Wichtigste was der Hund lernen sollte: Du bist der sichere Hafen! Egal was ist. Du regelst die Dinge, Begegnungen, Situationen. Das macht dich zum verlässlichen Partner, dem man gerne die Führung überlässt.

Viel Spaß euch 👋 und liebe Grüße von
Sabine und Obelix 💖 🐾
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Lisa
30. Sep. 00:12
Hi Lisa, erkennst Du denn ihre Zeichen? Meine Hündin ist leider ausgerechnet bei dem Thema sehr leise und dezent. Ein bestimmter Blick und ein zartes 'Umpf' bedeutet, dass sie raus muss. Auch falls es mal nachts ist, wird sie nicht deutlich.
Hi :) ja sie schnüffelt auf dem Boden. Dann weiß ich schon das sie raus muss. Sie ist auch Ultra leise und gibt kein mucks von sich. Stellt sich auch nicht vor die Tür oder so. Aber ich versuche schon so oft es geht mit ihr rauszugehen. Wir haben es jetzt geschafft das sie über Nacht durchhält aber im Alltag wird es halt schwierig das wenn man ein Termin hat zB wo sie einfach nicht dabei sein kann das sie dann nicht zuhause macht. Das alleine bleiben an sich ist kein Thema aber einfach das sie dann muss und wie gesagt sie pinkelt sich irgendwie auch nicht richtig aus
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Aga
30. Sep. 05:16
Für mich persönlich ist auch das erste was ich mit einem Hund mache ist den Rückruf trainieren, ich konnte Amira in der Welpenstunde schon ausm Spiel rauspfeiffen, das hat gut funktioniert. Alles andere sind dann Tricks, klar macht man Sitz und Platz zuhause auch relativ früh, ist ja schon am sinnvollsten. Dann beginne ich von Beginn an Stop aufzubauen, bevor wir eine Straße überqueren, meine Hündin muss nicht zwingend sitzen weil sie sehr wenig Fell hat und sie nicht draußen ständig sitzen lassen will, v.a. Bei Schlechtwetter nicht. Das Nein wird auch relativ schnell beigebracht, dass was nicht ok ist.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Anne
3. Okt. 13:15
Also bin zeit 1 jahr erst hund besitzerin von welpen an. Finde Rückruf und stopp von allen am wichtigsten. Danach gefolgt von warte und schau. Leinenführung klappt bei jeden Unterschiedlich, bei mir am besten wenn ich vor sie "trete" wenn sie zieht, aber das ist immer noch sehr ausbau fähig, junghund halt.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Lisa
7. Okt. 22:38
Also bin zeit 1 jahr erst hund besitzerin von welpen an. Finde Rückruf und stopp von allen am wichtigsten. Danach gefolgt von warte und schau. Leinenführung klappt bei jeden Unterschiedlich, bei mir am besten wenn ich vor sie "trete" wenn sie zieht, aber das ist immer noch sehr ausbau fähig, junghund halt.
Hi, genau das mache ich auch das ich sie quasi blockiere damit sie neben mir bleibt. Ich brauche kein perfektes Fuß aber sie soll nicht immer die erste sein und denken sie entscheidet wo es langgeht. Klappt bisher bei mir auch am besten. An manchen Tagen klappt der Rückruf richtig gut und an manchen Tagen hört sie null auf mich, aber wenn jemand anderes sie dann ruft dann geht sie dahin weil es einfach in dem Moment interessanter ist. Sie fängt auch aktuell an Leute anzuspringen weil sie so aufgeregt ist und sich über jeden freut. Ich denke sie ist echt in den ersten Phasen der Pubertät. 😮‍💨 wie klappt der Rückruf bei euch? Und wo ist stopp und warte ein unterschied ?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Kirsten
10. Okt. 06:17
Wenn du besonders gerne formales Training mit deinem Hund magst, das gleichzeitig auch einen Nutzen haben kann, fallen mir noch folgende Dinge ein:

- Handtouch
Super spaßiges Signal für die Hunde, kann für agile und dynamische Hunde mit ein bisschen Anlauf kombiniert werden. Eine lustige Möglichkeit den Hund an eine bestimmte Stelle zu lotsen

- Kinntarget unter verschiedenen Ablenkungen als Form des Medical Training
Hund lernt eine bestimmte Position länger zu halten und nebenbei werden bestimmte Dinge trainiert, die den Menschen heutzutage so unheimlich wichtig sind (wie Belohnungsaufschub).
Der Mensch lernt, wann der Hund die Übung nicht mehr halten kann und möchte. Er lernt die körpersprachlichen Signale des Hundes und eine Möglichkeit unter vielen wie man formales, verstärkendes Training so organisieren kann, dass der Hund freiwillig dabei bleiben möchte. Ganz nebenbei kann man peu a peu den Hund daran gewöhnen, Manipulationen gelassen mitzumachen.

- „Steh“, als technisch saubere Übung.
Sprich Vorderläufe und Hinterläufe jeweils parallel.
Eine tolle Ausgangsposition für viele physiotherapeutische Übungen, die dem Hund gut tun können. (Physio als Präventionsmaßnahme ist eh ne super Sache und kann viel Spaß machen.) Nebenbei fällt ggf. auf, wenn der Hund Schwierigkeiten hat, die Pfoten nebeneinander zu setzen oder Instabilitäten zeigt.
Der Mensch kann dabei lernen, gleichzeitig pingelig zu sein und die Freude am Training dabei nicht zu vernachlässigen :)