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Anja und Peter
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Anzahl der Antworten 76
zuletzt 30. Apr.

Verzweifle so langsam - frisst nicht

Mein Hund Ciro (Chihuahua Borderterrier Mischling) aus dem Tierschutz war von Anfang an ein schwieriger Esser. Das richtige Futter zu finden hat ewig gedauert. Und wenn jemand sagt: kein Hund verhungert vor dem vollen Napf dann beweist mein Hund das Gegenteil 🙄 Wir haben ihn auch schon auf Empfehlung Hungern lassen aber gebracht hat das gar nichts. Es ist immer das gleiche. Er frisst mit Begeisterung und nach Wochen geht er nicht mehr ran. Letztendlich haben wir angefangen zu Barfen was endlich funktioniert hat ( fast ein Jahr) ohne Probleme Vor ein paar Wochen bekam mein Hund dann eine hämhorragische Gastritis. Als Notfall ist er in der Tierklinik gelandet frass überhaupt nicht mehr musste an den Tropf. Hat viel Gewicht verloren😞 Er hat es dank schneller Hilfe Gott sei Dank überlebt. Stand aber einige Zeit auf der Kippe. Nach der Klinik hieß es Darmaufbau und Schonkost. Und da mein Hund weder Möhren noch Hühnchen noch Reis gekocht fressen mag (Morrosche Möhrensuppe alles getestet) haben wir uns für Rinti sensible entschieden was er auch bis zum Wochenende noch gut gefressen hat. Leider ist das Futter ja nicht so Bedarfsgerecht daher wollten wir, da es ihm besser geht, so langsam wieder auf Barf umstellen. Starten wollte wir mit Muskelfleisch und Gemüse Tja Pustekuchen er will es nicht mehr anrühren. Schnuppert nur dran und stößt es mit der Nase weg. Jetzt ist das Problem das er mit dem Rinti Nassfutter genau so anfängt 😭 wieder die Hälfte drin lässt. Sorten haben wir durchprobiert. Ich kann in aber wegen seinem Gewicht echt nicht Hungern lassen da er seine 5 kg noch nicht ganz wieder erreicht hat. ( Leckerlis mag er übrigens ) Und ganz ehrlich: ich weiß echt nicht mehr was ich füttern soll Tierarzt haben wir gefragt der hatte auch keine Idee als ihm immer wieder was anzubieten Habt ihr ne Idee ? Andere Barfsorte vielleicht ? Oder irgendwas anderes unwiderstehliches ?
 
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Karin
29. Apr. 12:34
Habe mir keine Antworten durchgelesen, wir habe genau das selbe. Das einzige was geholfen hat ist ein Magenschutz, damit ist sie wie ausgewechselt. Sie hat vermutlich zu viel Magensäure oder Sodbrennen. Jetzt ist sie wieder ganz die alte !
Und Diätfutter haben wir. Auch eine Darmkur ist am laufen.
 
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Thomas
29. Apr. 12:57
Schau dir bitte unbedingt mal mit einer KI das Konzept „neo-phil“ bzw. Futter-Habituation an. Das beschreibt das Verhalten deines Hundes relativ gut.

Das Rezept dagegen ist Futter erarbeiten lassen, Mahlzeiten strukturieren (15 Minuten stehen lassen, dann wegräumen) und weniger zu wechseln - lieber eine Rotation mit toppings einführen. Also das gleiche Futter aber mit 4-5 toppings unterschiedlich gestalten. Wir haben zB Ei, Mini Mozzarella, putenherzen und kokosflocken oder Hartkäse im Einsatz. Das wechselt jeden Tag und fängt dann wieder von vorn an.

Barf kann bei so einem Hund sogar Kontraproduktiv sein, weil da ja oft komplette Mahlzeiten gewechselt werden.

Also ich würde das Rinti weiter nutzen und es mit toppings interessanter gestalten.
 
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Petra
29. Apr. 13:11
"sonstiges was bei Industriefutter verpflegten Hunden immer so anfällt" ist ja jetzt einfach mal so dahin postuliert. Oder kannst du solche Aussagen irgendwie belegen? Ich rede auch nicht grundsätzlich gegen selbst zubereitetes Futter und zb kochen kann eine schöne Sache sein, wenn es gut gemacht wird. Ich sprach explizit über Barf und dazu gibt es zahlreiche Untersuchungen und Rationsüberprüfungen, sämtlich mit dem Ergebnis dass in der Regel 60 bis 80% der Rationen für den Hund nicht passen. Liegt aus meiner Sicht primär daran, dass es sich an einem fehlgeleitet Ideologie orientiert und nicht am Bedarf des Hundes. Da wird sich dann in der Regel drauf raus geredet, dass der gebarfte Hund angeblich einen völlig anderen Bedarf hat. Is klar. Auch Rohfütterung KANN man im Prinzip gut und sinnvoll machen. Passiert nur in den meisten Fällen nicht. Dadür müsste man sich als erstes von den ganzen klassischen Barf-Regeln und der Prozentrechnung lösen und es rechnen wie jede andere bedarfsgerechte Ration. Dann kann das schon klappen. Dann muss man nur noch auf die Hygiene aufpassen. Sehe ich ebenfalls kritisch und die tatsächlich wissenschaftliche Fachliteratur ebenso. Die Barf Heftchen natürlich nicht. Insbesondere bei einem gastritischen oder sonstwie Magen-Darm erkrankten Hund würde ich abraten.
Wie du meinst 😅
Weißt du was in fertigfutter alles drinnen ist?
Ich weiß was in meinem Futter alles drinnen ist.
 
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Tom
29. Apr. 14:32
Wie du meinst 😅 Weißt du was in fertigfutter alles drinnen ist? Ich weiß was in meinem Futter alles drinnen ist.
Das hat wenig mit Meinung zu tun, denn dazu gibt es Fakten.

Hast schon Recht:
Genau zu wissen, was drin ist ist eine schöne Sache. Aber nix existenziell. Für manche Hunde wichtig, für andere nicht. Aber dafür muss man nun wirklich nicht Barfen.

Insbesondere für den gebarften Hund wäre es va wünschenswert, wenn mehr Halter auch wüssten, was alles NICHT drin ist, aber enthalten sein sollte, weil der Hund es braucht und bekommen sollte.

Hier ne kleine Literatur-Übersicht.


Dillitzer, N., Becker, N., & Kienzle, E. (2011). Intake of minerals, trace elements and vitaminsin bone and raw food rations in adult dogs.British Journal of Nutrition, 106(S1), S53-S56
- 60% aller B.A.R.F.-Rationen (n=95)wies mindestens eine Fehlversorgung an Mineralien oderVitaminen (Mangel oder Exzess) auf

Lauten et al. (2005):
- von 85 publizierten Rezepten fürhauszubereitete Rationen wiesen 86% mindestens eine gravierende Fehlversorgung auf

Wendel et al. (2012):
- 6 kommerzielle B.A.R.F.-Produkte(5 Adult- & 1 Welpenprodukt), keines war ausgewogen(Mangel an Ca, inverses Ca/P-Verhältnis)

Zimmermann S. Umfrage zum Thema. Rohfütterung „BARF“ unter Hundebesitzer. [Diplomarbeit]. Veterinärmedizini-sche Universität Wien; 2013. 130 ausgewertete Fragebögen.
- Die Auswertung der 56 Ernährungspläne zeigte, dass bei keinem die Zufuhr aller Nährstoffe optimal ist. Die größten Fehler wurden bei der Versorgung mit Kalzium, Phosphor, Kalium, Chlorid, Spurenelementen und fettlöslichen Vitaminen festgestellt.

BECKER, N., DILLITZER, N., THES, M., KIENZLE, E. (2012): Demography of dog owners
and rationale for feeding bone and raw food diets. Proc. 16th ESVCN Congress, 13th –16th September 2012, 120
 
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Chrissi
29. Apr. 17:12
Evtl versuchst du es mit ziege?
 
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Tom
29. Apr. 17:53
Evtl versuchst du es mit ziege?
Ziege ist tatsächlich aus meiner eigenen und ganz persönlichen Erfahrungen heraus oftmals hilfreich für Hunde mit dubiosen, diffusen entzündlichen Darmerkrankungen. 
Wird auch von FachTierarzt Elmar Breuer empfohlen und er verwendet es in seinem eigenen Futter (Lupovet IBDdema) aber ich kann nicht sagen, was daran jetzt so toll sein soll. 

Rein anekdotisch und aus meiner eigenen Beobachtung funktioniert es einfach oftmals in solchen Fällen. 

Erklären und begründen kann ich das nicht. 
Aber funktioniert augenscheinlich und das ist wichtig. 

Vielleicht kennt sich ja jemand besser aus und kann erklären, was genau das tolle daran ist.
Ich finde es eine interessante Idee und nen Versuch wert. Habe es allerdings inhaltlich nicht wirklich verstanden, warum das so ist.
 
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Daniela
29. Apr. 18:01
Hallo Anja und Peter
Meistens ist da was krankhaftes im Busch.Wir hatten vor Jahren auch einen Schäferhund mit der gleichen Symtomatik.Wir waren bei verschiedenen Tierärzten-keiner fand was oder konnte eine Diagnose stellen.Da er aus dem Tierschutz war,wurde vermutet es wäre Stressverhalten.Blutwerte immer in Ordnung.Irgendwann stellte er ganz das Fressen ein,dann gab mir meine Oma den Tipp ich soll grünen Pansen ,gekocht,füttern.Stinkt bestialisch-hat geholfen.Alle meine Hunde die bei uns lebten,fraßen das Zeug mit Heißhunger!!
Wir haben es damals immer vom Metzger bestellt-frisch.Unser Schäferhund hat es sehr gern gefressen,später stellte sich heraus das er einen sehr schnelleachsenden und aggressiven Lebertumor hatte.
 
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Iris und Wolfgang
29. Apr. 18:14
Vielleicht ein Tipp, mal mit einer Darmsanierung probieren. Unserer Polly hat das sehr gut getan, kann inzwischen wieder einiges essen was sie überhaupt nicht vertragen hat. Wir waren bei einer Tierärztin die Schulmedizin und Homöopathie praktiziert. Nur zum empfehlen 😉
 
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Anja und Peter
29. Apr. 18:45
Mit Rinti oder irgendwas vom Discounter ist dein Hund wahrscheinlich bedarfsgerechter ernährt als mit den meisten Barf Rationen. Dazu gibt es Studien und Überprüfungen. Passt meist nicht. Mach dir da keinen Stress und laufe nicht irgendwelchen Mode Trends oder Ideologien hinterher. Schau erstmal, was dein Hund gerne frisst und gut verträgt. Und wenn es Rinti ist, dann ist es halt erstmal so.
Seh ich mittlerweile genau so. Er frisst gut Fell ist schön und Output normal fest daher erstmal alles gut
 
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Anja und Peter
29. Apr. 18:47
Vielleicht ein Tipp, mal mit einer Darmsanierung probieren. Unserer Polly hat das sehr gut getan, kann inzwischen wieder einiges essen was sie überhaupt nicht vertragen hat. Wir waren bei einer Tierärztin die Schulmedizin und Homöopathie praktiziert. Nur zum empfehlen 😉
Hat er bekommen