Ich sehe das mit den pauschalen 30 % weniger Futter kritisch. 🤔 Nur weil ein Labrador fünf Kilo abnehmen soll, bedeutet das nicht automatisch, dass man seine Futtermenge grundsätzlich um mindestens 30 % kürzen sollte.
Natürlich ist es sinnvoll, den Energiebedarf am angestrebten Gewicht auszurichten. Aber einfach nur 70 % davon zu füttern, ist keine allgemeingültige Empfehlung für jeden Hund. Die Ration muss individuell berechnet werden, damit der Hund trotz Gewichtsabnahme ausreichend mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird.
Gemüse oder Futtercellulose können durchaus helfen, das Sättigungsgefühl zu unterstützen. Und selbstverständlich müssen Leckerlis, Kauartikel und andere Extras in die tägliche Kalorienmenge eingerechnet werden. Dafür muss man aber nicht zwangsläufig sämtliche Leckerlis streichen.
Entscheidend ist doch, wie viel Übergewicht der Hund tatsächlich hat, wie hoch sein Energiebedarf ist und wie sich sein Gewicht entwickelt. Eine kontrollierte, schrittweise Gewichtsabnahme mit regelmäßigen Gewichtskontrollen ist sinnvoller als eine pauschale Kürzung um 30 %.
Abnehmen soll der Hund schließlich gesund und nachhaltig – und nicht auf Kosten seiner Nährstoffversorgung. 🐾
Eine nährstoffunterversorgung findet allerdings nicht statt, wenn er nach dem Idealgewicht ernährt wird 🤷🏼♀️ statt wie jetzt überversorgt wird. Verstehe die Vorsicht, ist aber die Angst dem Hund weniger zu füttern und das was fehlt.
Ein Hund dagegen kann durchaus auch Mal einen Tag gar nichts bekommen und das ist nicht ungesund. Die tägliche und regelmäßige Dauer- und überversorgung ist eher unnatürlich übersättigt sämtliche Aufnahmerezeptoren. Bei übergewicht wird eh schon ins Polster geleitet. Also nicht in die eigentliche Versorgung ... Der Hund sollte nicht dauerhaft gar nichts zu futtern kriegen,ganz klar.die reduktion wird aber ganz im Gegenteil zur Verbesserung der korrekten Nährstoffaufnahme führen. Wenn das Futter am Zielgewicht ausgerichtet ist und er nicht abnimmt, dann muss reduziert werden aufgrund fehlender Aktivität, bzw die Futterangaben beziehen sich schon meist etwas pauschal und meist gern etwas wohlwollend und sind dann einfach unpassend zum Hund. - warum die meisten auch Barfrechnungen nie grammgenau werden können, liegt schon an der Spannbreite der unterschiedlichen Hundetypen. Ein Herdenschutzhund z.b. ist gezüchtet karg und wenig zu futtern für seine Größe. Während bei aktiven Terriern teilweise soviel verbrannt wird, das man meist etwas mehr geben kann. Ein labbi lässt Futter sehr gerne schnell verschwinden und sieht danach aus, als wartet er auf Gang zwei. Bei Windhunden und molossern ist die Pauschalangabe auch anders zu sehen, da der Proteinbedarf oft nicht pauschal zu betrachten ist. Aber einen überversorgten auf normal zu korrigieren, bringt keine Unterversorgung.