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Nadine
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Anzahl der Antworten 32
heute 10:28

Wir haben dich zu früh gehen lassen

Mia bleibt für immer 17 Jahre alt und seit Monaten plagen mich die Schuldgefühle. Es tut mir unendlich leid und ich vermisse sie so sehr..  Ich glaube fest daran, dass ich sie zu früh gehen lassen habe. Und obwohl ich immer öfter lese, besser zu früh als zu spät, kann ich damit nichts anfangen. Denn, wenn ich darüber jetzt nachdenke, weiß ich nicht mal genau, wieso sie keine Chance mehr hätte haben sollen. Es war emotional sehr viel und ich gebe zu ich war überfordert, als mir die Tierärzte keine Hoffnung mehr geben wollten und übers einschläfern redeten. Ich möchte den Tierärzten keine Anschuldigungen aussprechen - das war ganz alleine meine Schuld. Ich hätte noch mehr Tierärzte aufsuchen können, ich hätte mehr kommunizieren müssen was ich darüber denke, ich hätte selbst recherchieren müssen und vor allem hätte ich meine Hündin sehen müssen und meine eigenen Emotionen besser im Griff haben sollen.  Ein Satz hallt in meinen Ohren: Sie wird ja schon gelb. Aber das stimmte nicht. Sie war nicht gelb. Kein bisschen. Ich habe genau geschaut. Ihr Fell an den Ohren war das und sie hat nicht richtig geschaut und wir sind mit Medikamenten noch mal nach Hause. Sie war nicht gelb. Ich vermute sie hatte einen unbemerkten Infekt der alles zum Kippen brachte. Dann hätte man sie retten können.  Ich kann alles gar nicht aufschreiben, ich habe was ganz schreckliches getan und das obwohl wir doch immer alles behandelt haben lassen und Geld nicht mal eine Rolle spielte! Als sie starb haben wir sie mit nach Hause genommen. Mein Mann hat sie zurechgelegt und wir haben sie sauber gemacht und gestreichelt.. sie war die Nacht noch bei uns dann fuhren wir sie zum Tierbestatter. Das ganze Geld dafür hätten wir besser in Behandlungen gesteckt..es fühlte sich falsch an, dass uns die Kosten egal sind und das das einzige war, was wir noch für dich getan haben.. Es war grausam, die Asche hier zu haben. Das ist alles was von ihr übrig ist.. ich sollte rationaler Denken und damit klar kommen, aber es geht nicht, weil es so plötzlich kam und ich es nicht als richtig und es war an der Zeit - sehen kann.. Sie war überhaupt nicht so alt. Sie war zäh, ist viel mit uns gelaufen, sprang noch selbstständig aufs Bett und Sofa, sie wusste genau was sie will. Wir haben noch Gymnastik gemacht und sie hat so so gerne gelebt. Sie war so Lebensfroh. Ich habe sie ihr ganzes Leben lang nicht husten hören und ihr Herz war sehr stark. Sie hatte keinen langen Leidensweg. Operationen die sie hatte waren immer schnell vergessen. Vor zwei Jahren wurden wir erst mal weggeschickt, trotz dass sie eine Not OP gebraucht hätte. Sie sagten mir, dass sie das vermutlich nicht schaffen wird und sie vorab den Chirurgen fragen müssen, ob er sie operiert. Wir sollten einen Termin vereinbaren. Sie brach am Abend zusammen und wir düsten in unsere Haustierpraxis. Dort landete sie mit einer Gebärmutterentzündung auf dem OP Tisch. Sie hatte bereits eine Blutvergiftung, es ist aufgeplatzt Kurz vor Feierabend der Praxis wurde sie operiert und direkt danach mir übergeben. Wir sind nach Hause und sie war nach wenigen Tagen fit auf Ihren Beinen und erholte sich schnell. Das sagt doch so viel. Ich war so unglaublich dankbar, dass sie sie operiert haben. Wie konnte ich da aufgeben und mich so falsch entscheiden? Mir ist es natürlich peinlich die Zeilen abzuschicken.. man kann mich verurteilen, dass tue ich auch..  Ich versuche mich an Persönlichkeitsentwicklung und den ganzen Kram, damit ich solche Fehler nicht mehr mache und klüger entscheiden kann, Emotionen regulieren kann und niemals Entscheidungen treffe, wenn sie von Emotionen überlagert werden. Aber davon hat Mia nichts mehr. In dem Punkt habe ich in der Hundehaltung versagt.. Sie hätte gerne noch ein bisschen länger gelebt. Letztendlich kann es auch sein, dass ich mir alles so zurecht lege und am Ende werde ich nie erfahren, wie es hätte ausgehen können. Mir tut es immer noch so weh und ich komme damit ganz schlecht zurecht.. die letzte Woche mit ihr ist so präsent in meinem Hirn.. es gibt keine Entschuldigung dafür.. ich gehe auch die letzten Monate durch, was habe ich übersehen, ab wann habe ich es übersehen und wieso war ich nicht rechtzeitig, soe gab mir doch die Zeit Einen Tag vor der Einschläferung war ich erneut bei der Tierärztin und sie sagte dann, sie gebe ein Antibiotika und am nächsten Morgen ging es ihr besser. Sie wollte fressen und wurde aktiver. Wir wollten an dem Tag dann los und einen erneuten Bluttest machen und ihr Infusionen geben lassen. Denn es schlug doch an. Dann erbrach sie und bekam Durchfall. Und da habe ich falsch geschalten...wir sind zu einer Tierklinik und es ging auf einmal um Einschläferung und ich konnte mich nicht mehr entscheiden. Es wurde dann gesagt sie sei schon älter und bei den mitgebrachten Bluttest könnte man zwar Infusionen machen aber die meisten Hunde würden danach wieder zurückfallen.. und ich wollte sie ja nicht quälen aber eigentlich hätte ich das doch auch nicht, weil wenn wir noch mal alles gemach hätten wäre sie ja wieder bei uns. Wir hätten ja reagieren können, wenn es nach der Therapie wieder schlechter geworden wäre. Eins weiß ich jetzt, ich komme mit der Entscheidung nicht zurecht. Und doch muss ich es. Wenn man denkt, dass einem soetwas nie passieren würde und dann passiert es einem doch.. ich kann es mir im Nachhinein auch nicht mehr erklären..  Ich bereue es zutiefst...
 
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Doro
Beliebteste Antwort
4. Aug. 19:17
Mach dir keine Vorwürfe, die kleine Maus war 17 Jahre alt. Hätten die Ärzte eine Chance gesehen, sie retten zu können, hätten sie das gemacht, klingt schlimm, aber allein deshalb weil sie dann noch mehr verdient hätten. Man fühlt sich immer schlecht bei so einer Entscheidung, ich habe sie auch schon treffen müssen. Es tut sooo weh.
Meiner ersten Hündin, Lotti, ging es plötzlich mit 10 Jahren schlecht, nachts zur TK keine Auffälligkeiten, am anderen Morgen lag sie tot vor unserem Bett.
Meine zweite Maus, Lilly, mit 10 Jahren Herzprobleme, Medikamente bekommen und plötzlich ging es ihr auch schlechter. 4 Tage TK und als wir sie dann endlich besuchen durften, habe ich entschieden, ich lass dich gehen mein Schatz, sie konnte nicht mehr.
Mach dir keine Vorwürfe, es war richtig.
Kein TA läßt ein Tier in Deutschland zu früh gehen. Du hast ihr bestimmt viel Leid erspart. Wir Menschen zögern manchmal zu lange nur um uns den Abschiedsschmerz zu ersparen.
Sei traurig, heule mach dir aber keine Vorwürfe es war bestimmt richtig 🫶
 
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Doro
4. Aug. 19:17
Mach dir keine Vorwürfe, die kleine Maus war 17 Jahre alt. Hätten die Ärzte eine Chance gesehen, sie retten zu können, hätten sie das gemacht, klingt schlimm, aber allein deshalb weil sie dann noch mehr verdient hätten. Man fühlt sich immer schlecht bei so einer Entscheidung, ich habe sie auch schon treffen müssen. Es tut sooo weh.
Meiner ersten Hündin, Lotti, ging es plötzlich mit 10 Jahren schlecht, nachts zur TK keine Auffälligkeiten, am anderen Morgen lag sie tot vor unserem Bett.
Meine zweite Maus, Lilly, mit 10 Jahren Herzprobleme, Medikamente bekommen und plötzlich ging es ihr auch schlechter. 4 Tage TK und als wir sie dann endlich besuchen durften, habe ich entschieden, ich lass dich gehen mein Schatz, sie konnte nicht mehr.
Mach dir keine Vorwürfe, es war richtig.
Kein TA läßt ein Tier in Deutschland zu früh gehen. Du hast ihr bestimmt viel Leid erspart. Wir Menschen zögern manchmal zu lange nur um uns den Abschiedsschmerz zu ersparen.
Sei traurig, heule mach dir aber keine Vorwürfe es war bestimmt richtig 🫶
 
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Diana
4. Aug. 20:07
Du hast nichts falsch gemacht. Irgendwann ist eben die Zeit für unsere Lieblinge gekommen. Sie war 17 Jahre alt, ein stolzes Alter. Sie erinnert mich an meine Fibi. Sie war 15 einhalb als ich vor eineinhalb Jahren beschloss sie gehen zu lassen. So schwierig und schlimm das ist, aber ich habe beschlossen dass keines meiner Tiere unnötig leiden soll, nur weil ich sie nicht verlieren will. Es tut weh und man zweifelt vielleicht auch mal an der Entscheidung, aber im Endeffekt hat man das Leiden sanft und ohne Schmerzen für das Tier beendet. Das ist der letzte Gefallen den man ihnen tun kann. Versuche das einfach so zu sehen. Mir hat dieser Gedanke geholfen. Alles Gute für dich.
 
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Sabine
4. Aug. 20:07
Liebe Nadine 🫂

Mein Beileid 😢.

Wir alle hier stehen früher oder später vor so einer schweren Entscheidung. Viele von uns haben sie auch bereits ein oder mehrmals fällen müssen.

Und ich glaube, fast alle stellen sich hinterher die gleiche Frage: war es zu früh? Hätte man noch etwas anderes probieren sollen?

Und ich bin sehr sicher, daß niemand niemals eine Antwort darauf finden wird!

Ich tröste mich damit, daß ich ihr noch mehr Leid und Quälerei erspart habe. Und trotzdem wird diese eine Frage immer wieder kommen: was wäre gewesen, wenn.....?

Und das ist auch ok. Gehört zur Trauer dazu. Auch die Schuldgefühle, die wir wohl alle fühlen. Es ist ok. Immerhin haben wir es beendet und das ist schwer zu ertragen. Aber auch das ist ok.

Irgendwann wird es besser und weniger. Und bis dahin ist alles, was du fühlst, in Ordnung, richtig und wichtig.

Fühl dich gedrückt und umarmt🫂

🕯️🌈
 
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Nina &
4. Aug. 20:16
Liebe Nadine, mein aufrichtiges Beileid zu deinem Verlust. Ich glaube, was du da durchmachst, passiert auch vielen anderen. Wir lieben unsere Tiere, sie sind Teil unserer Famile. Und dann sind wir eines Tages gezwungen, so eine furchtbare Entscheidung zu treffen. Wir müssen über Leben und Tod entscheiden. Ich glaube, was dann manchmal passiert ist, unser Gehirn spielt uns einen grausigen Streich. Wir realisieren, wir rekonstruieren, gehen alles nochmal gedanklich durch. Dann kommen genau diese Gedanken. Vielleicht hat der Tierarzt sich geirrt, vielleicht hätte man doch noch was machen können, er/sie wollte noch gar nicht gehen und vor allem "ich habe meinen Hund getötet". Ich kenne das. Ich habe das auch durchgemacht.
Und ich sage dir, es wird weniger werden. Quäle dich nicht selbst. Wir verlassen uns auf die Fachleute und das ist gut so. Deine Maus hatte sicher ein glückliches und ganz sicher ein wesentlich längeres Leben, als viele andere Hunde. Keiner hat eine lange Leidensgeschichte verdient, nur damit wir uns besser fühlen. Vielleicht hättet ihr noch ein paar Tage gewinnen können, aber zu welchem Preis? Unbeschwert wären sie für Mia sicher nicht gewesen. Ihr habt ihr die größte Geste zu Teil werden lassen, nämlich dass ihr sie von ihrem Leiden erlöst habt. Hadere nicht mit dir, das würde sie sicher nicht wollen. Versuche an all die schönen Momente zu denken, nicht an den schweren Abschied. Es wird leichter. Nicht heute oder morgen, aber irgendwann fühlst du dich nicht mehr so gelähmt. Weine um sie und sei traurig, das hat sie verdient, aber quäle dich nicht mit solchen Vorwürfen.
 
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Stef
4. Aug. 20:19
Wir mussten diese Entscheidung vor einem Jahr treffen und ich kann die Gedanken gut nachvollziehen. Meine Gedanken sind gekreist und ich habe immer wieder darüber nachgedacht ob die Entscheidung richtig war so wie wir sie trafen.
Mit unserer Tierärztin habe ich auch darüber geredet, gefühlt ist es nie der richtige Zeitpunkt, es ist immer zu früh oder zu spät, das sagen uns unsere Gedanken und Gefühle in der Trauer und im Schmerz.
Keiner kann sich sicher sein, wir können uns nur verlassen auf die medizinische Meinung der Ärzte und darauf, dass wir uns große Mühe geben, dem Tier entsprechend zu handeln.
Wir bemühen uns sehr, versuchen, die richtige Entscheidung zu treffen aber es scheint nie zu stimmen. Es könnte immer sein, dass der Hund noch Zeit gehabt hätte, genauso kann es aber auch sein, dass sich der Hund furchtbar gequält hätte.
Die Entscheidung ist gefallen und durch nichts mehr rückgängig zu machen, akzeptiere die Situation wie sie ist. Wir können nicht mehr tun als unser Bestes geben und dann bis zu ihrem letzten Atemzug für sie da sein!
Ich habe mir gesagt:
Ich habe die Entscheidung aus Liebe getroffen, ich habe meinem Hund Qualen erspart, ich habe mein Möglichstes getan, ich war für meinen Hund da bis zum Schluss, ich hatte einen Tierarzt an meiner Seite, der die medizinische Seite realistisch gesehen hat ohne durch Gefühle beeinflusst zu sein, ich darf mich erinnern aber nicht quälen.
Keiner kann in die Zukunft sehen, um abzuwägen, ob eine Entscheidung richtig ist oder nicht, wir können nur vermuten und dann unsere Entscheidung treffen.
Lass die Reue und das Bedauern los. Wenn du der Typ dazu bist, rede mit deinem verstorbenen Tier, sage, hey, ich habe dich lieb gehabt, ich habe gehandelt so gut ich konnte, ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, ich wollte für Dich gut entscheiden! Ich lasse jetzt die quälenden Gedanken gehen, akzeptiere es und lasse dich in Frieden los und habe dich im Herzen.
 
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Bettina
5. Aug. 06:02
Was du erlebst ist ganz natürlich...es gibt 5 Phasen der Trauer...und optimaler weise durchlebt man sie hintereinander...du machst es richtig indem du darüber sprichst/schreibst...jeder Verlust tut anders und auf's neue weh...viel Kraft 🙏den Verlust meiner Molly hab ich bis heute nicht verkraftet😪
 
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Sonja
5. Aug. 07:35
Erstens 17 Jahre ist auch für einen kleinen Hund Uralt , (das entspricht ungefähr über 110 Menschenjahre !!! ). Ich denke auch das du auch emotional aufgewühlt warst um wirklich die tatsachen, z.B. "das,sie gelb wird" zu erkennen...Das ist aber ganz normal !! weil man einfach zu nah dran ist und einem auch erfahrug/ausbildung fehlt. In solchem situationen spielt unsere Wahrnehmung, bedingt durch emotionen meist (auch "unterbewusst" ) einen Streich , wir sind einfach nicht in der lage dann rational zu denken/sehen/handeln....🤗. Besonders Hunde überspielen vieles, sie wollen ihren Menschen nicht traurig sehen, sie wollen nicht das sie ihr Rudel "gefährden", daher ziehen sich Rudeltiere (zu denen gehören auch Hunde) zurück wenn es ihnen schlecht geht und sterben meist abseis vom Rudel, dieser SterbeProzess geht in der regel langsam /schleichend....das ist die Natur. Aber die meisten Hunde hingegen haben keine Möglichkeit dazu, sie lassen sich kaum/so wenig wie möglich anmerken das die Zeit gekommen ist, sie machen mit bis es wirklich nicht mehr geht also der körper versagt, und dieser Punkt wird dann von uns als "plötzlich" empgunden/bezeichnet, aber es war ist ein schleichender prozess...., den wir aber oftmals einfach nicht sehen wollen/wollten, warhaben wollen....! "Alles tun" ist nicht immer zum wohle des Tieres. Echte Tierliebe / Liebesbeweis ist zu sehen und loszulassen, zu akzepieren/sehen wenn eine aussebstehende Fachperson (TA) auf symtome hinweisst....Ausserdem gabs ja die diagnose das es kaum heilung gab und sehr hohe rückfall-wahrscheinlichkeit....also frag dich besser : hätte ich den ganzen stress/medikamente meinem Hund nochmsls antun sollen für möglicherweise ein paar tage mehr, 🤔.... Du schreibst hätten ja reagieren können wenns wieder schlechter ging.....ja und dann....währst wieder im selben kreislauf gefangen.... wahrscheinlich was anderes ausprobiert ...und dann wieder und wieder.... frag dich nun ganz ehrlich; hättest das deinem Hund antun wollen/sollen.....🤔...und betrachte oder versuche das ganze mal von aussen/mit emotionalen abstand zu betrachten, also wenn es eben nicht dein Hund gewesen währe......der Letzte Liebesbeweis ist loszulassen, ja es ist verdammt hart, besonders nach so langer zeit mit einem Tier ( meine letzten beiden Katzen lebten über 20 jahre bei mir) .... aber irgend wann , wenn es kaum hoffnung mehr gibt, also die genesungschancen " in Kelller fallen" muss/sollte man loslassen einfach aktzeptieren und dankbar für die Zeit sein die man mit dem Tier hatte...und es ....in Würde ! Gehen lassen. Trauern ist richtig und wichtig aber klammern und sich vorwürfe machen ist absolut falsch !!! Meine Meinug: Auch nach dem Tod sollte man lolassen.....und daher gegenstände oder auch Asche nicht "ewig" behalten, was aber nicht bedeutet das Tier zu vergessen... Ich mache/machte es immer so; streute die Asche auf den Lieblingsplätzen des Tieres aus, dazu lade ich Freunde Bekannte ein, wir gingen/gehen an den Platz sprachen gemeinsam über die Zeit mit dem Tier, streuten die "Asche in den Wind" ....nahmen so abschied, und liessen das Tier somit auch Symbolisch frei, liessen es gehen. Einen Teil der Asche streute ich aber alleine und einem nur mir bekannten Ort aus, ein geheimer zufluchtsort sozusagen....🤗 . Im "Namen des Tieres" lies ich auch irgendwo einen Baum Pflanzen oder "kaufte ein stückchen Natur" ( Regenwald etc...) gibt ja solche projekte. .....
 
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Micha
5. Aug. 08:06
Hallo Nadine ,
mach dir bitte keine Vorwürfe, der Verlust ist schon hart genug.

Aber ich kenne diese Gedanken.
Ich musste nachts um 3 Uhr mit meinem Racki zum Notdienst .
Die Empfehlung der Tierärztin war ihn gehen zu lassen, auch aufgrund seines Alters (15).

Hinterher erfuhr ich , dass diese Krankheit verschiedene Ausprägungen hat, wobei einige durchaus behandelbar sind.
Habe ich ihn zu früh gehen lassen ?
Diese Frage hat mich lange beschäftigt , aber Schuldzuweisungen helfen einem dabei nicht weiter .

Ich habe versucht eine andere Sichtweise zu bekommen .
Wofür ich heute noch sehr dankbar bin, ist, dass ich ihn bis zum Schluss begleiten durfte.

Furchtbar, wenn ich aus dienstechnischen Gründen nicht zu Hause gewesen und Racki panisch geworden wäre .

Auf dem Weg zum Tierarzt hat er nicht nur in meinen Armen gejault , der hat richtig geschrien. 😢
Das war eine der schrecklichsten Nächte die ich erlebt habe .
Zum Glück hat zu diesem Zeitpunkt noch ein anderer kleiner Zwerg auf mich zu Hause gewartet .


Deine Maus ist 17 Jahre alt geworden, tolles Alter .
Gut, dass Ella noch bei dir ist .
 
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Doreen
5. Aug. 08:21
Weil wir nicht loslassen wollen hinterfragen wir die letzte Entscheidung...

Für mich stand immer fest, dass wenn es keine Heilung gibt, die Lebensqualität entscheidend ist. Tja, leichter gesagt als getan, wenn das Wahrnehmen so schwer fällt. Gut ist es wenn man an so einem Punkt nicht allein ist. Die Stimme der Vernunft.

Meine vorherige Hündin ist mit 16 Jahren für immer gegangen. Bis fast zum Schluss war sie noch sehr gerne unterwegs. Dann wurden unsere Spaziergänge immer kürzer, sie immer dünner... Die Diagnose Krebs... Wäre mein Partner nicht gewesen, hätte meine Wahrnehmung mir böse Streiche gespielt.
Heute sehe ich mir Bilder an und stelle fest, dass ich das damals so gar nicht gesehen habe/sehen wollte.

Quäle dich nicht mit Vorwürfen. Man hätte dies oder jenes noch versuchen können, bedeutet auf der anderen Seite auch auf ein Wunder hoffen. Es ging ihr sehr schlecht und Heilung war nicht in Sicht... Du fühlst dich überrumpelt weil du noch nicht bereit warst...

Aber ist man jemals bereit dafür?

17 ist ein stolzes Alter. Du kannst mich auslachen, aber bevor ich einschlafe denke ich immer noch sie. Und ich glaube fest daran, dass sie ihre Pfoten im Spiel hatte, dass meine jetzige Hündin bei mir ist.
 
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Steffi
5. Aug. 08:40
Liebe Nadine, ich denke, dass ihr im entscheidenen Moment das Richtige getan habt, das Unerträgliche zugelassen habt. Ihr habt Stärke, Mut und Verantwortungsbewusssein gezeigt und eure Kleine vor weiterem Leid bewahrt.
Alles Gute für Euch💚💫