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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 28. Juni

War das die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt?

Hallo, da ich absolut nicht mit dem Verlust von meinem Achim zurecht komme, versuche ich es mal hier. Mein Name ist Moni und habe vor 2 Jahren Achim aus dem Tierheim geholt. Er war dort direkt in einer Quarantäne für 3 Monate, da er mit einem illegalen Transport nach Deutschland kam aus Rumänien. Das Tierheim verschwieg leider, dass bereits Symptome einer Erkrankung entdeckt wurden . Als wir Achim endlich bei uns hatten, sind sofort die verkrusteten Ohren aufgefallen, die ihm auch Schmerzen bereiteten. Eine Woche später Fellverlust an Schläfen und Schwanzspitze, also ab zum Arzt. Verdacht Leishmaniose, Test negativ. Befund Räude. Desweiteren kam noch der ungewöhnliche Stuhl dazu. Futterumstellung verbesserte seinen Kot, Behandlung gegen Räude brachte nichts. Später bekam er ganz schlimmen Durchfall mit Blut. Also Notfall und anderer Tierarzt. Kotprobe ergab Giardien, Clostridien. Weitere Bluttests ergaben folgendes: Von Milben, Pilz bis hin zu doch positiv auf Leishmaniose war alles dabei. So fingen wir an gegen die Leishmaniose zu arbeiten. Fazit, es wurde alles schlimmer. Schwere Entzündungen der Haut und da wir ihn gespritzt haben mit Glucantime bekam er sogar Nasenbluten. Also Abbruch der Therapie. Allergietest ergab Unverträglichkeit gegen alles. Somit bekam er nur noch Hermetia. Der neue Tierarzt war deutlich genervt von uns, da wir jeden Tag mehr den Verfall beobachten konnten und den Arzt natürlich häufig kontaktiert haben deshalb. Somit sind wir wieder zum alten Tierarzt. Hautbiopsie ergab nichts bei leishmaniose und Räude. Somit schloss der Arzt die Leishmaniose wieder aus. Verdacht Autoimmunerkrankung. Er bekam lange Zeit Cortison. Hat man dieses reduziert, wurde die Haut wieder schlechter. Da er so an Muskeln abgebaut hat, entschieden wir uns für Ciclosporin, also einen anderen Immunblocker. Bevor wir zu diesem gewechselt haben und das Cortison angefangen haben auszuschleichen, bemerkte ich das seine Atmung schneller war als sonst. Ich dachte es sei die Wärme vom Kamin. Als sich die Atmung nicht besserte sind wir wieder zum Arzt. Lunge wurde geröntgt und eine Art Blase festgestellt. Arzt sagte beobachten. Die Atmung wurde nicht besser nach 2 Wochen und es wurde wieder geröntgt, Lungenbild deutlich verschlechtert und wiedereinmal Antibiotika und bin dann zu einer Spezialklinik gefahren. Befund Herz gesund, Lungenentzündung und weiterhin der Verdacht auf Leishmaniose. Lungenwürmer negativ getestet und bekam wieder das gleiche Antibiotikum. Nach einer Woche war alles noch schlimmer geworden mit der Lunge. Husten und Bauchatmung waren Programm. Zwingerhusten würde ausgeschlossen.Auch die Zunge hatte bereits eine Blaufärbung. Sofort zum Arzt um auf Herzwurm zu testen. Test negativ, aber positiv auf Ehrlichiose. Eine Behandlung gegen Ehrlichiose ist machbar, aber in seinem Zustand kaum Chancen, da sich seine Lunge weiterhin rasant verschlechtert hatte. Somit haben wir den Entschluss gefasst, nach 2 Jahren den Kampf aufzugeben und Achim von seinem Leid zu erlösen. Nun weshalb ich hier bin...ich stelle mir immernoch die Frage nach einem Monat, war es wirklich die richtige Entscheidung??? Hätte ich weiter gemacht hätten wir ihn retten können oder wäre er qualvoll erstickt? Jeden Tag habe ich diese Gedanken und bin am verzweifeln...!Er fehlt mir so sehr.... er wurde nur 6 Jahre alt..
 
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Steffi
26. Juni 21:44
Also da sind mir glatt wieder die Tränen gekommen...so schön geschrieben
🫂 Lass sie laufen, liebe Moni. Immer mal wieder, bis mit der Zeit die schönen Erinnerungen überwiegen, der Schmerz verblasst. Ich war noch nie in der Situation, wünsche mir dafür dann aber euren bedingungslosen Willen und die Kraft, alles für meine Kleine zu geben, aber sie letztendlich nicht sinnlos leiden zu lassen.
 
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Annett
26. Juni 22:37
Hallo Moni, fühl dich ganz fest gedrückt. Ich weiß genau, wie du dich fühlst. Es ist so schrecklich und unerträglich, die geliebte Fellnase gehen zu lassen, egal in welchem Alter. Ich habe es Ostern gerade auch erst hinter mir.😢😢😢Allerdings war mein Mailo schon 15 Jahre und 5 Monate. Das macht es aber auch nicht besser. Er war 14 Jahre treu an meiner Seite und stammte aus der Slowakei. Er hatte neben seiner Allergie und der Spondylose im Alter dann auch Arthrose, Niereninsuffizienz und Herzinsuffizienz. Im Winter hat er sich dann auch noch einen Kreuzbandriss zugezogen. Durch die Herzinsuffizienz hat sich dann auch Wasser in der Lunge gebildet. Ein Arzt hat zu mir gesagt, wenn das schlimmer wird, ist das ein Tod, als ob man ertrinkt. 🙈🙈Ich habe Mailo mal versprochen, dass er nicht leiden muss. Meine größte Angst war, den richtigen Zeitpunkt nicht zu treffen, denn es war ein ständiges auf und ab, je nach Wetterlage. Aber er hat immer noch Lebensmut gezeigt, hat gefressen und wollte auch gerne raus. Das hat sich dann Ostern in unserem letzten Wohnmobilurlaub mit ihm geändert. Ich hatte das Gefühl, er hat nur noch mir zu Liebe ein bisschen gefressen und kaum getrunken. Wir haben abgebrochen und sind nach Hause gefahren. Die Nacht war schrecklich und wir haben dann am nächsten Tag die Entscheidung getroffen. Die nächste Nacht wäre es eskaliert. Der Tierarzt hat mir bestätigt, dass das genau der richtige Zeitpunkt war, denn ich war über Wochen immer wieder hin-und hergerissen, weil es auch immer wieder zwischendurch besser war. 😢😢🕯️🌈🕯️Ich habe nur noch geheult und hatte gleichzeitig ein schlechtes Gewissen, an einen neuen Hund zu denken. Viele haben mir aber gesagt, dass ich das nicht haben muss, weil ich alles richtig gemacht habe und das Mailo auch nicht wieder zurückbringt. Dann hat mir noch eine Freundin gesagt, ich soll mal das Testament eines Hundes im Internet lesen. Dabei habe ich wieder Rotz und Wasser geheult, aber es hat mir geholfen. Und was soll ich sagen, 3 Wochen später ist Mila aus Rumänien hier eingezogen. Seitdem geht es mir viel besser. Natürlich gibt es immer noch diese Momente, aber sie werden erträglicher, kürzer und seltener. Ich habe Mila gerettet und sie rettet mich auch, jeden Tag wieder. Ich bin mir ganz sicher, dass du auch im Sinne deiner Fellnase richtig entschieden hast. Ohne dich hätte dein Liebling nie ein schönes würdiges Hundeleben kennengelernt. Vielleicht hilft dir dieses Testament ja auch….
 
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Ca
26. Juni 22:40
Ein großer Teil der ganzen Verwirrungen durch die Ärzte hinterlässt dir ein schlechtes Gewissen. Im Unklaren zu sein, was der arme Kerl jetzt wirklich hat, was wirklich getan werden muss ... konntest du nicht konsequent wissen was gut für ihn ist.
Heute ist das nicht mehr zu klären, zu früh oder zuspät eingeschläfert.
Deiner Erzählungen nach, war es wohl die richtige Entscheidung.
Jetzt, bei diesen Temperaturen um die 40°C wäre sein Atemnot sehr schlimm für ihn geworden.
Was ihr konntet habt ihr getan, mit Liebe und Zuversicht. Lass ihn gehen🌈 lass ihn los❣️❣️❣️ Das bedeutet nicht vergessen sollen. Schließe Frieden mit Dir, denn du hast alles getan, damit er wieder geheilt werden kann ❣️

Wenn mir etwas auf der Seele brennt, schreibe ich meine Gefühle im Brief auf. Du könntest ihm einen Brief schreiben und am Fluss abtreiben lassen, Abschied nehmen und dann wegschwimmen lassen mit dem Wasser.
Gute Besserung für dich nach dieser harten Zeit ✨️👋🏼😊
 
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Dogorama-Mitglied
27. Juni 05:47
Danke nochmal für die lieben Worte von euch. Der Gedanke das wir ihm wenigstens 2 Jahre ein schönes zu Hause geben konnten macht es erträglicher.
Ihr seid wirklich sehr lieb und viele von euch haben leider auch solch eine schwere Entscheidung treffen müssen und schenken mir trotzdem Trost. Danke danke danke
 
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Dogorama-Mitglied
28. Juni 11:23
Hallo Moni,
mit einem Kloß im Hals habe ich deine Geschichte gelesen. Ihr habt euch sicher sehr auf euer neues Familienmitglied gefreut. Und dann so eine Sch....!
Ihr habt meinen größten Respekt, dass ihr das alles für euren Hund getan habt, das ist Liebe.
Und ich denke auch, daß er im Vergleich zu seinen ersten Lebensjahren bei euch ein Paradies hatte.
Lass die Trauer zu und mach dir keine Vorwürfe, du hast alles richtig gemacht.
Erinnere dich an die schönen
Zeiten, die ihr bestimmt hattet.
Wenn die Zeit gekommen ist, kannst du dein Herz wieder öffnen für einen anderen Schatz.
Ich habe seit 50 Jahren Hunde. Von kerngesund und alt bis richtig krank und viel zu früh gegangen, war alles dabei. Ich kenne deinen Schmerz.
Alles, alles Gute 🫶