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Dogorama
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 493
heute 06:18

Was haben wir aus dem Hund gemacht?

Stell dir vor, Menschen würden wie Hunde gezüchtet. Manche wären 3 Meter groß und 360 kg schwer – andere gerade mal 86 cm mit 13 kg. Klingt absurd? Genau das haben wir mit unseren Hunden gemacht – in nur 150 bis 200 Jahren. Aus Sicht der Evolution ein bloßer Wimpernschlag. 😱 Wir sind auf dieses unglaubliche Gedankenexperiment bei @wissen_macht_wau (Instagram) aufmerksam geworden. In der Natur entscheidet natürliche Selektion, welche Merkmale sich durchsetzen. Bei Hunden entscheidet der Mensch, wer sich fortpflanzen darf. So können einzelne Merkmale innerhalb weniger Generationen extrem verstärkt werden. Das Problem: Der Körper passt sich nicht immer genauso schnell an wie das Aussehen. Folgende Zahlen zeigt wissen_macht_wau: 🐾 Großwüchsige Rassen wie die Deutsche Dogge leben durchschnittlich 3,5 Jahre kürzer und haben ein bis zu 114-fach erhöhtes Risiko für eine Magendrehung. 🐾 Bei 92 % der untersuchten Chihuahuas hat sich der Schädel nicht vollständig geschlossen – dem Gehirn fehlt schlicht der Platz. Und das ist nur die Größe – Falten, Plattnasen und überlange Rücken kommen noch dazu. 👉 Welche Gedanken gehen dir dabei durch den Kopf? 👉 Wie stehst du zur „modernen“ Hundezucht?
 
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Katrin
heute 05:55
Ich verstehe deinen Gedanken so, dass Funktion und Optik nicht dasselbe sind? Dass ein funktionaler, wolfsähnlicher Körperbau sich erhalten kann, weil er für bestimmte Aufgaben schlicht gut funktioniert? Das würde ja nicht automatisch bedeuten, dass der Hund genetisch „ursprünglicher“ oder näher am Wolf ist. Ich finde den Begriff „ursprünglich“ bei Hunden schwierig. Ein Hund kann äußerlich sehr wolfsähnlich sein und trotzdem über lange Zeit stark auf bestimmte Funktionen selektiert worden sein. Umgekehrt kann ein Hund, der äußerlich kaum noch Ähnlichkeit mit einem Wolf hat, genetisch trotzdem sehr nah an alten Hundepopulationen liegen. Was aber passiert, wenn Funktion nicht mehr der entscheidende Selektionsgrund ist und die Optik selbst zum Zuchtziel wird, sehen wir ja leider an vielen unschönen Entwicklungen. Dann wird der funktionale Körper, der sich bewährt, weil er für das Leben des Hundes sinnvoll ist vernachlässigt zugunsten menschlicher Vorstellungen, die für das Hundeleben an sich im Grunde völlig unsinnig sind. Und da lande ich wieder an dem Punkt ob die Zucht das, was der Hund für ein gutes Leben braucht überwiegend weniger gewichtet als das, was mensch an ihm haben will - koste es den Hund was es wolle.
Ich glaube niemand möchte ernsthaft einen Hund haben der körperlich so leistungsstark ist wie der Wolf. Von daher ist Zucht schon sinnvoll. Wo wir von weg müssen sind extreme in der Zucht und Merkmale die schlicht nicht gut für den Hundekörper und Psyche sind. Wir können nicht für jeden Menschen den passenden Hund züchten was Wesen, Optik und Funktion angeht. Wir könnten aber einige gesunde Hunderassen züchten die spezialisiert sind und einige die besonders alltagstauglich aber eben keine Hochleistungstiere sind. Wem der gesunde Hund nicht gefällt und nicht passt muss dann halt auf Zuchthunde verzichten. Gesundheit und Leistungsfähigkeit gehört in der verantwortungsvollen Hundezucht ganz nach oben. Optik sollte dem untergeordnet sein.
 
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SandrA
heute 05:59
Wie spannend. Das macht die Frage auf, ob „Urtümlichkeit“ ein Qualitätsmerkmal für die aktuelle Zucht ist. Oder ob es sich lohnt genauer hinzuschauen.
Du meinst nicht „ursprünglich = besser“, sondern welcher Selektionsprozess steckt hinter Zucht?

Also nicht als Qualitätsmerkmal im Sinne von „ursprünglich ist automatisch besser“, sondern als Hinweis auf eine andere Art von Selektion.
 
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Andreas
heute 06:18
Ich verstehe deinen Gedanken so, dass Funktion und Optik nicht dasselbe sind? Dass ein funktionaler, wolfsähnlicher Körperbau sich erhalten kann, weil er für bestimmte Aufgaben schlicht gut funktioniert? Das würde ja nicht automatisch bedeuten, dass der Hund genetisch „ursprünglicher“ oder näher am Wolf ist. Ich finde den Begriff „ursprünglich“ bei Hunden schwierig. Ein Hund kann äußerlich sehr wolfsähnlich sein und trotzdem über lange Zeit stark auf bestimmte Funktionen selektiert worden sein. Umgekehrt kann ein Hund, der äußerlich kaum noch Ähnlichkeit mit einem Wolf hat, genetisch trotzdem sehr nah an alten Hundepopulationen liegen. Was aber passiert, wenn Funktion nicht mehr der entscheidende Selektionsgrund ist und die Optik selbst zum Zuchtziel wird, sehen wir ja leider an vielen unschönen Entwicklungen. Dann wird der funktionale Körper, der sich bewährt, weil er für das Leben des Hundes sinnvoll ist vernachlässigt zugunsten menschlicher Vorstellungen, die für das Hundeleben an sich im Grunde völlig unsinnig sind. Und da lande ich wieder an dem Punkt ob die Zucht das, was der Hund für ein gutes Leben braucht überwiegend weniger gewichtet als das, was mensch an ihm haben will - koste es den Hund was es wolle.
.danke Dir.. ja.. Du hast mich verstanden und meiner Meinung nach, die heute verstärkt auftretende Problematik exakt auf den Punkt gebracht.

Eigentlich suchte ich nur nach Erklärungen für die körperliche Ähnlichkeit meines Schatzes zum Wolf, wobei er doch genetisch viel stärker entfernt ist von diesem, als ein Chow Chow

und dafür lieferte mir die KI, die an Euch übermittelten Antworten.