Ich kann durchaus nachvollziehen, dass sich viele über achtlos weggeworfenen Müll, Glasscherben, Zigarettenkippen oder menschliche Wildpinkler ärgern. Das tue ich übrigens auch!
Allerdings sind das gesellschaftliche Probleme, die genauso Aufmerksamkeit verdienen, aber mit der eigentlichen Fragestellung hier nur bedingt etwas zu tun haben.
Mir fällt auf, dass einige die vorgeschlagene Massnahme offenbar als weitere Schikane gegenüber Hundehaltern empfinden. Ich persönlich sehe das etwas anders. Hier wird zunächst einmal auf ein durchaus reales Problem aufmerksam gemacht, das besonders in dicht besiedelten Städten besteht. Nicht jede Massnahme, die uns Hundehalter betrifft, ist deshalb gleich gegen uns gerichtet.
Auch das Thema Privateigentum gehört für mich dazu. Dass man seinen Hund nicht bewusst an fremde Hausfassaden, Hauseingänge oder andere private Gegenstände urinieren lässt, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Rücksichtnahme funktioniert schliesslich in beide Richtungen.
Ob das Nachspülen mit Wasser tatsächlich eine sinnvolle, wirksame und alltagstaugliche Lösung ist, steht auf einem anderen Blatt. Ich selbst bin da ausgesprochen skeptisch.
Aber genau darüber sollten wir doch diskutieren, statt verschiedene gesellschaftliche Missstände gegeneinander aufzurechnen. Nur weil es anderswo ebenfalls Probleme gibt, verschwinden diese dadurch nicht. 😊