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Marie-Christin
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zuletzt 22. Jan.

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Ingo
8. Jan. 09:38
Danke für die Antwort. Ja, es ist traurig, was manche HH mit ihren Hunden anstellen und es stellt sich immer die Frage, geht es dem Hund gut oder braucht er für eine bessere Lebensqualität eine Veränderung. Die Bindung zwischen HH und Hund sollte man immer mit einbeziehen. Ist zumindest meine Meinung. Ist aber ein anderes Thema. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann würde/könnte bei Deinem Hund ein deeskalierendes Verhalten (sich seitlich wegdrehen, ruhig und souverän bleiben) Wirkung zeigen, oder? Das war ja meine persönliche Lösung (siehe mein Kommentar).
Ja, es wäre auf jeden Fall richtig bei meinem Hund. Mein Hund würde aber nur bei wirklicher Gefahr so reagieren. Nur habe ich keine Ahnung, wie so ein Hund reagiert, wenn er nicht erzogen und sozialisiert worden ist. Hunde mit einem ausgeprägten Wach und Schutztrieb sind keine Seltenheit.
 
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Oliver
8. Jan. 09:40
Ich hab seine Luftzufuhr unterbrochen. Wie im Detail darf ich nicht sagen. Das würden die Mods gleich wieder löschen
Das heißt, Du bist in der Lage und befähigt mit einem bissigen Hund "ins Gefecht zu gehen". Im Zweifel auch gebissen zu werden. Es gibt dazu die unterschiedlichsten Meinungen von HH und HTrainern. Nicht das ich missverstanden werde, ich finde es nicht toll einen Hund anzugreifen, aber im Zweifel meinen Hund zu schützen...als letzte Option...

Wie weit kann man gehen um seinen Hund zu schützen, wenn man nicht mehr die Wahl hat und der andere HH nicht in der Lage ist mit der Situation umzugehen.

Wie gesagt, ich finde es nicht toll gegen einen Hund gewalttätig vorzugehen, da ich mir im Klaren bin, dass wenn es ein Poblem mit einem Hund gibt es mit fast immer am HH liegt.

Ich war noch nie in einer schwierigen Situation - Vorsicht ist besser als Nachsicht hat bis jetzt funktioniert.
 
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Dogorama-Mitglied
8. Jan. 09:47
Ich glaube oft überschätzen Hundehalter auch, wie viel Kontrolle sie tatsächlich haben und vergessen, dass wir Lebewesen an den Leinen haben und keine Roboter.

Und egal wie gut man trainiert und wie gut man Hunde lesen kann, es wird immer Situationen geben, in denen es nicht so läuft, wie wir es erwarten oder uns wünschen. Da ist glaube ich auch die Erwartung einfach falsch und führt zu viel Enttäuschung und Frust.

Und jeder ist nur eine spezielle Situation davon entfernt, selber schuldig zu sein und der eigene Hund reagiert nicht wie erwartet oder trainiert.

Ein kleines Beispiel zu einem Hundekampf von Nero. Wir sind regelmäßig einem Jäger mit seinem Jagdhund begegnet. Der Jäger fuhr im Jeep in den Wald und der Hund lief hinterher. Der Jagdhund war nicht freundlich gestimmt, das hat man von weitem gesehen, aber hatte einen bombenfesten Abruf und sprang immer auf Kommando in der Jeep, sobald ein Hund entgegen kam. Ich habe mir nie Sorgen gemacht.
Bis zu dem Tag, an der er es eben nicht tat.

Da kamen uns Jeep und Hund wie Tausend Mal davor entgegen, aber der Jagdhund lief vor dem Auto, was schon andeuten ließ, dass etwas "anders" war als sonst.
Und kaum sah er uns schoß er los und ignorierte all die Rückrufe, Pfiffe und Hupen seines Herrchens komplett.

Den Hund interessierte nichts und niemand, der hatte ein Ziel und wenn es das letzte war, was er in seinem Leben tun würde. Der hatte etwas mit Nero zu klären und es war scheißegal, was sein Mensch tat oder was ich tat.
Das war bisher der schlimmste Hundekampf, den ich erlebt habe und die Hunde waren auch nicht zu trennen.
Gleichzeitig ist aber beiden nichts passiert.

Ich weiß nicht ob es am Ende um Jagdterritorium oder Beute ging oder einfach darum, dass Nero ihm immer ein Dorn im Auge und Tag X gekommen war.

In kurzen, "harmlosen" Raufereien ohne Grund mit sogenannten verträglichen oder freundlichen Hunden wurde Nero hingegen schon gebissen.

Tiere bleiben Tiere und so sehr wir uns einbilden, wir könnten den 100% Rückruf erreichen und unsere Hunde im Griff haben, es ist einfach nicht so. Dennoch fordern wir es vom Gegenüber ein.

Ich bin dem Jäger nicht böse und mache ihm keinen Vorwurf, ich grüße ihn auch weiterhin freundlich. Es ist einfach scheiße gelaufen.
 
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Dogorama-Mitglied
8. Jan. 09:54
Danke für die Antwort. Ja, es ist traurig, was manche HH mit ihren Hunden anstellen und es stellt sich immer die Frage, geht es dem Hund gut oder braucht er für eine bessere Lebensqualität eine Veränderung. Die Bindung zwischen HH und Hund sollte man immer mit einbeziehen. Ist zumindest meine Meinung. Ist aber ein anderes Thema. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann würde/könnte bei Deinem Hund ein deeskalierendes Verhalten (sich seitlich wegdrehen, ruhig und souverän bleiben) Wirkung zeigen, oder? Das war ja meine persönliche Lösung (siehe mein Kommentar).
Es gibt aber leider auch Hunde, die erst auf Deeskalation und Rückzug hin angreifen.

Wie immer gibt es keine pauschale Lösung, auch wenn es unser Leben einfacher machen würde.
 
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Oliver
8. Jan. 10:13
Ich glaube oft überschätzen Hundehalter auch, wie viel Kontrolle sie tatsächlich haben und vergessen, dass wir Lebewesen an den Leinen haben und keine Roboter. Und egal wie gut man trainiert und wie gut man Hunde lesen kann, es wird immer Situationen geben, in denen es nicht so läuft, wie wir es erwarten oder uns wünschen. Da ist glaube ich auch die Erwartung einfach falsch und führt zu viel Enttäuschung und Frust. Und jeder ist nur eine spezielle Situation davon entfernt, selber schuldig zu sein und der eigene Hund reagiert nicht wie erwartet oder trainiert. Ein kleines Beispiel zu einem Hundekampf von Nero. Wir sind regelmäßig einem Jäger mit seinem Jagdhund begegnet. Der Jäger fuhr im Jeep in den Wald und der Hund lief hinterher. Der Jagdhund war nicht freundlich gestimmt, das hat man von weitem gesehen, aber hatte einen bombenfesten Abruf und sprang immer auf Kommando in der Jeep, sobald ein Hund entgegen kam. Ich habe mir nie Sorgen gemacht. Bis zu dem Tag, an der er es eben nicht tat. Da kamen uns Jeep und Hund wie Tausend Mal davor entgegen, aber der Jagdhund lief vor dem Auto, was schon andeuten ließ, dass etwas "anders" war als sonst. Und kaum sah er uns schoß er los und ignorierte all die Rückrufe, Pfiffe und Hupen seines Herrchens komplett. Den Hund interessierte nichts und niemand, der hatte ein Ziel und wenn es das letzte war, was er in seinem Leben tun würde. Der hatte etwas mit Nero zu klären und es war scheißegal, was sein Mensch tat oder was ich tat. Das war bisher der schlimmste Hundekampf, den ich erlebt habe und die Hunde waren auch nicht zu trennen. Gleichzeitig ist aber beiden nichts passiert. Ich weiß nicht ob es am Ende um Jagdterritorium oder Beute ging oder einfach darum, dass Nero ihm immer ein Dorn im Auge und Tag X gekommen war. In kurzen, "harmlosen" Raufereien ohne Grund mit sogenannten verträglichen oder freundlichen Hunden wurde Nero hingegen schon gebissen. Tiere bleiben Tiere und so sehr wir uns einbilden, wir könnten den 100% Rückruf erreichen und unsere Hunde im Griff haben, es ist einfach nicht so. Dennoch fordern wir es vom Gegenüber ein. Ich bin dem Jäger nicht böse und mache ihm keinen Vorwurf, ich grüße ihn auch weiterhin freundlich. Es ist einfach scheiße gelaufen.
Was hat der Jäger gemacht? So ein Erlebnis hatte ich auch schon. Meine Labradorhündin, damals 2 Jahre alt, hat mit einer übermotivierten 1-jährigen Labradorhündin gespielt. Wie immer bei Labradoren alles ziemlich olver. Ich habe dann bemerkt, dass es beginnt meine Hündin zu nerven. Plötzlich Riesengeschrei und es sah für mich zuerst so aus als würde mein Hund den anderen alle machen. Ich könnte die HH beruhigen, das es keine Beiserei ist. Die jüngere Hündin wurde unterworfen, und ist bedudelt zu ihrem Frauchen gelaufen. Die meine hat sich beleidigt hinter mich gestellt und wollte mit der anderen nicht mehr spielen. Alles gut gegangen. Aber der ersten Moment war schon ein Schreckmoment.
 
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Inge
8. Jan. 10:25
Zunächst einmal ist glücklicherweise nicht jede Begegnung mit einem unangeleinten Hund wirklich gefährlich aber es kann durchaus unangenehm sein. Und ja es gibt wirklich uneinsichtige Hundehalter die es auch noch lustig finden wenn Ihr Hund den Rambo gibt. Vor allen Dingen heißt es erstmal ruhig bleiben wenn es so eine Begegnung gibt und nicht durch Herumgeschreie oder Gehampel die Situation noch verschärfen. Am besten dreht man um und entfernt sich aus der Situation und meistens funktioniert das auch. Wenn man kleinere Hunde hat sind solche Situationen wirklich nicht besonders lustig was viele Halter großer Hunde nicht verstehen. Auf den Arm nehmen würde ich meinen Hund allerdings eher nicht bzw nur im allergrößten Notfall denn eigentlich ist es kontraproduktiv. Es hilft mit dem eigenen Hund viele Hundebegegnungen zu üben und ihm Sicherheit zu geben. Abwehrsprays halte ich für ziemlich unsinnig da sie ja auch den eigenen Hund treffen könnten und auch unter Umständen einen gar nicht so aggressiven Hund in Rage bringen können. Vorausschauendes Handeln finde ich eigentlich die beste Methode und wenn ich in bestimmten Gegenden unterwegs bin versuche ich solchen Hunden möglichst aus dem Weg zu gehen. Leider ist das nicht immer möglich aber meist hilft es einfach ruhig weiterzugehen und es gar nicht zu einer Konfrontation kommen zu lassen. Wenn man unbedingt ein Abwehrmittel benutzen möchte empfehle ich eine Wasserflasche das hilft eigentlich immer und ist harmlos( ja ja ich weiß die böse Wasserflasche) aber effektiv.
Habe Hundehalter gesehen das sie ihren Hund hochgehoben haben um ihn zu schützen meine das ist nicht verkehrt
 
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Jörg
8. Jan. 10:30
Aus dem was alles an negativen Hundebegegnungserfahrung genannt wurde kannt man sagen, dass das Problem meist an den HH liegt, die ihre Hunde nicht kennen und deren Verhalten nicht einschätzen können. Außerdem fehlt es an der Souveränität einen Hund zu führen, was dem Hund vermittelt, das der HH im Lead ist. Wenn es zu einer problematischen Begegnung kommt, dann wird ziemlich ignorant reagiert - "Mein Hund war es nicht. Der wollte nur spielen." Ich war selber bei einer Hundebegegnung dabei, bei der ein Hund 2 Mal getackert wurde. Der übermotivierte Dobermann, der die Hundespielegruppe dominiert hat, war beobachtbar. Deswegen habe da meine Hündin rausbekommen. Was letztendlich die "kleine Beiserei" ausgelöst hat, weiß ich bis heute nicht. An der Stelle müsste man mehr über Tierkommunikation wissen. Der Punkt ist, dass der HH des Dobermann sich schnell verabschiedet hat, ohne sich weiter darum zu kümmern. Zurückgeblieben ist ist ein HH mit traumatisiert Hund. Die Erstversorgung meinerseits mit Blutstillung und Desinfektion hat funktioniert und ein Tierarztbesuch des HH hat gezeigt, dass mit dem Hund alles ok ist. Merkwürdigerweise hat der Rest der HH der Hundespiele Gruppe nicht reagiert, nur Ihre Hunde geschützt. Deswegen, nach meiner Meinung, immer Hund und Umgebung in Sichtweite beobachten und frühzeitig Maßnahmen ergreifen. Das ist je nach Umgebung mehr oder weniger schwierig. Da ich mit meinem Hund ausschließlich im Feld Gassi gehe und wenig innerorts, habe ich mehr Spielraum. Was im Fall der Fälle hilft, Bewaffnung oder nicht, Hund an der Leine oder nicht, menschliche Drohgebärden oder nicht, das weiß man nur danach. Ich diesem Zusammenhang würde ich diejenigen HH fragen, deren Hund in eine Beiserei verwickelt war, wie sie mit der Situation umgegangen sind, bzw. diese geklärt haben. Des Weiteren würde ich gerne wissen, wie man einen Hund, der gepackt wurde, aus dem Maul des anderen Hundes löst (Sebbi).
Um deine Frage zu beantworten wie man Hunde löst die sich verbissen haben. Es gibt einen so genannten Savestik der die vorm eines Fisches ähnelt diese wird hinten bei den backen Zähne dazwischen geschoben und gedreht. Das wäre die sicherste Variante um den Hund der sich verbissen hat zu lösen. Rumreisen am Hund verschlimmert nur Verletzungen. Zur Not kann man auch andere Gegenstände nutzen um eine ähnliche Hebelwirkung zu erzielen. Ein Hund der einen ernsten Angriff im Sinn hat wird nicht lange Knurren oder bellen. Daher fällt es uns Menschen meistens schwer zu erkennen ob der Hund es ernst meint oder es nur imponieren ist wenn Hunde aufeinander zu rennen, ob sich Hunde sympathisch finden oder nicht das entscheiden Hunde innerhalb von Sekunden genauso das in den Konflikt gehen. So schnell als Mensch die Hunde ein zu schätzen ist eigentlich fast nicht möglich. Eine freundliche Annäherung findet eigentlich langsam statt. Und selbst da kann es eskalieren allerdings hat man da noch eher die Möglichkeit für einen Schreck Moment zu sorgen und die Kontrahenten zu trennen. Auf jeden Fall sollte man nicht laut werden das verschlimmert meistens auch die Situation. Das alles ist viel Theorie und ist für Menschen meistens echt eine Herausforderung den wir sind keine Hunde und Menschen reagieren Menschlich. Es gibt nicht die ultimative Lösung für dieses Problem. Selbst die so hoch gepriesene Sozialisierung ist nicht die ultimative Lösung da diese Recht früh abgeschlossen ist. Jeder Hund ist anders und jeder Hund hat andere Vorlieben mit Artgenossen um zu gehen. Es gibt Hunde die Hampeln mit jedem Hund rum. Dann gibt es die Hunde die können nur mit dem anderen Geschlecht was anfangen, und wiederum gibt es Hunde die haben null Intresse an anderen Hunden. Also wo können wir ansetzen. Ich denke bei der Zurückhaltung des Hundes. Das nicht jeder Hund gleich Party bedeutet und man erstmal zusammen spazieren geht um zu schauen wie die Hunde aufeinander reagieren. Sinnvoll an der Leine und erstmal ohne direkten Kontakt.
 
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Oliver
8. Jan. 10:38
Um deine Frage zu beantworten wie man Hunde löst die sich verbissen haben. Es gibt einen so genannten Savestik der die vorm eines Fisches ähnelt diese wird hinten bei den backen Zähne dazwischen geschoben und gedreht. Das wäre die sicherste Variante um den Hund der sich verbissen hat zu lösen. Rumreisen am Hund verschlimmert nur Verletzungen. Zur Not kann man auch andere Gegenstände nutzen um eine ähnliche Hebelwirkung zu erzielen. Ein Hund der einen ernsten Angriff im Sinn hat wird nicht lange Knurren oder bellen. Daher fällt es uns Menschen meistens schwer zu erkennen ob der Hund es ernst meint oder es nur imponieren ist wenn Hunde aufeinander zu rennen, ob sich Hunde sympathisch finden oder nicht das entscheiden Hunde innerhalb von Sekunden genauso das in den Konflikt gehen. So schnell als Mensch die Hunde ein zu schätzen ist eigentlich fast nicht möglich. Eine freundliche Annäherung findet eigentlich langsam statt. Und selbst da kann es eskalieren allerdings hat man da noch eher die Möglichkeit für einen Schreck Moment zu sorgen und die Kontrahenten zu trennen. Auf jeden Fall sollte man nicht laut werden das verschlimmert meistens auch die Situation. Das alles ist viel Theorie und ist für Menschen meistens echt eine Herausforderung den wir sind keine Hunde und Menschen reagieren Menschlich. Es gibt nicht die ultimative Lösung für dieses Problem. Selbst die so hoch gepriesene Sozialisierung ist nicht die ultimative Lösung da diese Recht früh abgeschlossen ist. Jeder Hund ist anders und jeder Hund hat andere Vorlieben mit Artgenossen um zu gehen. Es gibt Hunde die Hampeln mit jedem Hund rum. Dann gibt es die Hunde die können nur mit dem anderen Geschlecht was anfangen, und wiederum gibt es Hunde die haben null Intresse an anderen Hunden. Also wo können wir ansetzen. Ich denke bei der Zurückhaltung des Hundes. Das nicht jeder Hund gleich Party bedeutet und man erstmal zusammen spazieren geht um zu schauen wie die Hunde aufeinander reagieren. Sinnvoll an der Leine und erstmal ohne direkten Kontakt.
Danke.
 
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Babs
8. Jan. 10:45
Es gibt aber leider auch Hunde, die erst auf Deeskalation und Rückzug hin angreifen. Wie immer gibt es keine pauschale Lösung, auch wenn es unser Leben einfacher machen würde.
Da bin ich voll bei Dir. Ich hatte die Deeskalation in meinem Kommentar auf Ingos Hund bezogen.

Ich denke aber allgemein, dass, wenn man sich mit dem Thema intensiv auseinander gesetzt, man ein großes Lösungsrepertoire und man an sich selber gearbeitet hat, sich extrem die Chance erhöht, Gefahren abzuwehren. Ich bin auch ein Fan davon, Situationen zu trainieren, sodass man einiges schon aus dem Instinkt und generalisierten Verhaltensweisen (z. B. tief durchatmen, den eigenen Hund über ein klares und nicht zu diskutierendes Kommando abzusichern ... ) heraus managen kann, um in der Lage zu sein, IN der Situation eine Entscheidung treffen zu können. Natürlich kann auch dann noch immer etwas unvorhergesehenes passieren, aber wenn ich überhaupt nicht weiß, was ich tun könnte, ist die Ausgangsposition sehr schlecht.

Ich selber musste an mir arbeiten und Wege finden, in denen ich in blöden Situationen noch klar denken kann. Meine persönlichen Rituale: Durchatmen, meinen Hund absichern (eine Sorge weniger), in die Situation begeben. Das ist bei mir ein automatisierter Ablauf. Erst mal eine bekannte Situation (Einleitung) schaffen. Aber das muss man, zumindest musste ich es, trainieren. Angepasst an meinen sehr energetischen Hund.

Sich nur auf ein vorgegebenes Schema zu verlassen ist blauäugig. Aktive Vorbereitung ist hingegen die halbe Miete.
 
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Dogorama-Mitglied
8. Jan. 10:51
Was hat der Jäger gemacht? So ein Erlebnis hatte ich auch schon. Meine Labradorhündin, damals 2 Jahre alt, hat mit einer übermotivierten 1-jährigen Labradorhündin gespielt. Wie immer bei Labradoren alles ziemlich olver. Ich habe dann bemerkt, dass es beginnt meine Hündin zu nerven. Plötzlich Riesengeschrei und es sah für mich zuerst so aus als würde mein Hund den anderen alle machen. Ich könnte die HH beruhigen, das es keine Beiserei ist. Die jüngere Hündin wurde unterworfen, und ist bedudelt zu ihrem Frauchen gelaufen. Die meine hat sich beleidigt hinter mich gestellt und wollte mit der anderen nicht mehr spielen. Alles gut gegangen. Aber der ersten Moment war schon ein Schreckmoment.
Er ist mit dem Jeep quasi in uns reingefahren. Also ich hatte ja vergeblich versucht die Hunde zu trennen, was mir bis dahin immer gelungen ist, auch bei viel größeren Hunden, aber da hatte ich keine Chance. Ich dachte echt die hören erst auf, wenn einer tot ist (umso verrückter, dass am Ende keiner wirklich verletzt war).

Seinen eigenen Hund hat er dabei auch leicht gestreift. Dieser ist daraufhin weggelaufen. Ich weiß nicht wo und wie er ihn wieder gefunden hat. Er ist auch länger erst mal bei uns geblieben, um zu schauen, ob Nero verletzt war und um sich zu entschuldigen. Von seinem Hund war die ganze Zeit keine Spur.

Wäre er nicht rechtzeitig zum Stehen gekommen hätte er mich samt Hunden umgefahren. Aber ich denke das war einfach so eine Übersprungshandlung auf seiner Seite.

PS: für ein paar Wochen nach dem Vorfall durfte der Hund nicht mehr dem Jeep hinterher laufen, sondern saß immer auf dem Beifahrersitz. Danach lief er wieder frei, hat wieder seinen bombenfesten Rückruf und ich habe kein Problem damit. Kein Hund muss wegen einem Fehler lebenslang an der Leine bleiben.