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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 1. Aug.

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :) Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen. Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren. Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet? Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen! Liebe Grüße
 
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Das A-Team
31. Juli 09:08
Großartig, wie unmissverständlich eure Kommunikation ist, echt super eingespielt. (Das ist alles was du machst, wenn er wieder bei dir ist? Da hätte ich mehr erwartet!😁)
Das "Tadaa" sagte ich nur in diesem Video.
Ich lobe ihn bei solchen Sachen natürlich auch.
Aber das was er dort zeigt ist nur so lari fari, da geht es um keine wichtige Wildspur.

Das ist süß das Pepe das gemacht hat. 🤗
 
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Ina
31. Juli 09:16
Auch wenn es bei uns nicht um Jagdverhalten geht…
Ich bin so glücklich! Yaco fängt an im Freilauf entspannt und bei mir in Kommunikation zu sein. Bisher hat er nahezu durchgehend die (von mir nicht geliebte) Flexileine gebraucht als Nabelschnur zu mir, um sich sicher zu fühlen. Der Freilauf scheint für ihn auch anstrengend zu sein, nach ca 40 min möchte er gerne an die Leine. Aber den Freilauf genießt er schon auch sehr!
Den Weg, der auf dem Video zu sehen ist, war vor einem Jahr nicht machbar, wir sind nach einem kurzen Versuch umgedreht. Jetzt geht er so entspannt und fröhlich! Gerade tut sich wieder so viel positives bei ihm.
 
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Jochen
31. Juli 09:27
Auch wenn es bei uns nicht um Jagdverhalten geht… Ich bin so glücklich! Yaco fängt an im Freilauf entspannt und bei mir in Kommunikation zu sein. Bisher hat er nahezu durchgehend die (von mir nicht geliebte) Flexileine gebraucht als Nabelschnur zu mir, um sich sicher zu fühlen. Der Freilauf scheint für ihn auch anstrengend zu sein, nach ca 40 min möchte er gerne an die Leine. Aber den Freilauf genießt er schon auch sehr! Den Weg, der auf dem Video zu sehen ist, war vor einem Jahr nicht machbar, wir sind nach einem kurzen Versuch umgedreht. Jetzt geht er so entspannt und fröhlich! Gerade tut sich wieder so viel positives bei ihm.
Sieht wirklich sehr harmonisch und entspannt aus, das wäre der Traum der meisten Hundehalter. Für euch gilt der alternative Threadtitel: „Wege in Freundschaft“.

Und er hat dich genau auf dem Schirm, nicht nur als er direkt schaut.
 
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Ina
31. Juli 09:32
Es war und ist ein langer Weg mit Yaco! Was hier so super aussieht hat mit Gassi tragen angefangen! Und im Urlaub, unbekanntes Gelände, wird Gassi wieder komplett verweigert… Da kann der arme Kerl noch nicht mal 💩, weil er die Gegend nicht kennt. 🙈
Aber er verändert sich langsam stetig so positiv! Das freut mich immer wieder, dass selbst nach nun fast neun (!) Jahren positive Entwicklungen zu sehen sind! 🥰
 
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Katja
31. Juli 10:57
Es war und ist ein langer Weg mit Yaco! Was hier so super aussieht hat mit Gassi tragen angefangen! Und im Urlaub, unbekanntes Gelände, wird Gassi wieder komplett verweigert… Da kann der arme Kerl noch nicht mal 💩, weil er die Gegend nicht kennt. 🙈 Aber er verändert sich langsam stetig so positiv! Das freut mich immer wieder, dass selbst nach nun fast neun (!) Jahren positive Entwicklungen zu sehen sind! 🥰
Wow, 9 Jahre…?!?
Also muss man echt ein Leben lang dranbleiben, es lohnt sich immer!😀👍

Polli ist ja auch eher der ängstliche Typ. Man merkt immer richtig, wenn man sie mit einer neuen Situation konfrontiert, wie das Hundehirn anfängt zu rattern und am Liebsten sofort den Rückzug würde.
Die Kunst ist dann echt, sie dazu zu bringen, sich damit auseinanderzusetzen. Einmal ist sie echt laut jammernd (aber selbstständig!) übers Boot gekrochen, während wir ihr von vorne und hinten gut zugeredet haben. Das fand sie echt TOTAL doof, hat’s aber uns zuliebe gemacht.

Besonders schön finde ich dann aber immer, dass sie hinterher quasi Freudensprünge macht a la „seht alle her, was ich mich getraut habe!!!“. Mit jedem dieser Erlebnisse wird Hundine gefühlt 2cm größer…😀
Da hat man dann auch nicht mehr so ein schlechtes Gewissen, sie „gequält“ zu haben. Auch wenn sie immer so tut!🥴

Bei so nem feinfühligen Bodeguero (die sind ja meist ultra-emphatisch) stell ich mir das echt noch delikater vor…
 
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Ina
31. Juli 11:08
Wow, 9 Jahre…?!? Also muss man echt ein Leben lang dranbleiben, es lohnt sich immer!😀👍 Polli ist ja auch eher der ängstliche Typ. Man merkt immer richtig, wenn man sie mit einer neuen Situation konfrontiert, wie das Hundehirn anfängt zu rattern und am Liebsten sofort den Rückzug würde. Die Kunst ist dann echt, sie dazu zu bringen, sich damit auseinanderzusetzen. Einmal ist sie echt laut jammernd (aber selbstständig!) übers Boot gekrochen, während wir ihr von vorne und hinten gut zugeredet haben. Das fand sie echt TOTAL doof, hat’s aber uns zuliebe gemacht. Besonders schön finde ich dann aber immer, dass sie hinterher quasi Freudensprünge macht a la „seht alle her, was ich mich getraut habe!!!“. Mit jedem dieser Erlebnisse wird Hundine gefühlt 2cm größer…😀 Da hat man dann auch nicht mehr so ein schlechtes Gewissen, sie „gequält“ zu haben. Auch wenn sie immer so tut!🥴 Bei so nem feinfühligen Bodeguero (die sind ja meist ultra-emphatisch) stell ich mir das echt noch delikater vor…
Ja, das ist bei Yaco auch so! Gemeisterte Schwierigkeit lassen ihn wachsen und ich habe den Eindruck, dass es auch die Bindung stärkt.
Der schmale Grat zur Überforderung und Zwang in der Situation, das ist die große Kunst.
🤗
 
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Jochen
31. Juli 11:20
Wow, 9 Jahre…?!? Also muss man echt ein Leben lang dranbleiben, es lohnt sich immer!😀👍 Polli ist ja auch eher der ängstliche Typ. Man merkt immer richtig, wenn man sie mit einer neuen Situation konfrontiert, wie das Hundehirn anfängt zu rattern und am Liebsten sofort den Rückzug würde. Die Kunst ist dann echt, sie dazu zu bringen, sich damit auseinanderzusetzen. Einmal ist sie echt laut jammernd (aber selbstständig!) übers Boot gekrochen, während wir ihr von vorne und hinten gut zugeredet haben. Das fand sie echt TOTAL doof, hat’s aber uns zuliebe gemacht. Besonders schön finde ich dann aber immer, dass sie hinterher quasi Freudensprünge macht a la „seht alle her, was ich mich getraut habe!!!“. Mit jedem dieser Erlebnisse wird Hundine gefühlt 2cm größer…😀 Da hat man dann auch nicht mehr so ein schlechtes Gewissen, sie „gequält“ zu haben. Auch wenn sie immer so tut!🥴 Bei so nem feinfühligen Bodeguero (die sind ja meist ultra-emphatisch) stell ich mir das echt noch delikater vor…
Ja, das ist die konservative Sichtweise, dass das Überstehen die Hunde wachsen lässt. Ich glaube eher denen, die meinen, dass das nichts oder wenig „bringt“, weil die Belohnung (im Falle von Polli Selbstbelohnung) das Vorbeisein der Furchtsituation belohnen und nicht die eigentliche Situation, die die Ängste auslöst.

Dh. der Hund wird sie so nicht bewältigen, sondern weiterhin „verstärkt“ hoffen, dass es schnell vorbei ist und die Belohnung kommt.
 
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Katja
31. Juli 11:58
Ja, das ist die konservative Sichtweise, dass das Überstehen die Hunde wachsen lässt. Ich glaube eher denen, die meinen, dass das nichts oder wenig „bringt“, weil die Belohnung (im Falle von Polli Selbstbelohnung) das Vorbeisein der Furchtsituation belohnen und nicht die eigentliche Situation, die die Ängste auslöst. Dh. der Hund wird sie so nicht bewältigen, sondern weiterhin „verstärkt“ hoffen, dass es schnell vorbei ist und die Belohnung kommt.
Ne, es geht nicht um das „Vorbeisein der Ängste“, sondern um das Auseinandersetzen damit… das ist ein wesentlicher Unterschied, finde ich.

Deswegen ist es auch wichtig, dass SIE in solchen Fällen von alleine den ersten Schritt tut… egal, wie lang es dauert!

Während der Auseinandersetzung geht‘s da dann stimmlich eigentlich nur noch darum, sie aus einem eventuellen Tunnel „Ich will sofort weg hier!“ rauszuholen und ihr mitzuteilen „hey, wir machen das zusammen: denk doch nochmal drüber nach“.
So hat sie übrigens auch Schwimmen gelernt: das fand sie TOTAL doof & unheimlich, wenn sie den Grund nicht spürt… wir haben sie einfach selbst entscheiden lassen, wann sie sich traut, und es hat mehrere Wochen gedauert. Heute ist das gar kein Problem mehr und sie springt sogar mit Hechtsprung vom SUP!😀

Aber nu genug davon, ist ja schon ganz schön weit weg vom Thema… auch wenn es auch um „Miteinander“ geht…🥴
 
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Jochen
31. Juli 12:31
Ne, es geht nicht um das „Vorbeisein der Ängste“, sondern um das Auseinandersetzen damit… das ist ein wesentlicher Unterschied, finde ich. Deswegen ist es auch wichtig, dass SIE in solchen Fällen von alleine den ersten Schritt tut… egal, wie lang es dauert! Während der Auseinandersetzung geht‘s da dann stimmlich eigentlich nur noch darum, sie aus einem eventuellen Tunnel „Ich will sofort weg hier!“ rauszuholen und ihr mitzuteilen „hey, wir machen das zusammen: denk doch nochmal drüber nach“. So hat sie übrigens auch Schwimmen gelernt: das fand sie TOTAL doof & unheimlich, wenn sie den Grund nicht spürt… wir haben sie einfach selbst entscheiden lassen, wann sie sich traut, und es hat mehrere Wochen gedauert. Heute ist das gar kein Problem mehr und sie springt sogar mit Hechtsprung vom SUP!😀 Aber nu genug davon, ist ja schon ganz schön weit weg vom Thema… auch wenn es auch um „Miteinander“ geht…🥴
Ja. Was mE. ganz wichtig ist bei dem Thema, ist die Frage, ob es schon eine negative Verknüpfung/Erlebnis gab oder ob es sich um eine neue „unbeschriebene“ Furchtsituation handelt. Bei letzterem stimme ich dir zu.
 
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Ina
31. Juli 13:01
So weit weg vom Thema ist das meiner Meinung nach nicht. Es geht doch darum einen Weg in Freundschaft zu gehen. Das betrifft doch nicht nur jagdliches Verhalten, sondern meine gesamte Einstellung zum Hund. Und eben auch wie weit kann ich den Hund fordern, um ihn zu fördern.
Ich stimme dir total zu Jochen, dass es wichtig ist, dass der Hund nicht nur froh sein soll, heil aus der Situation raus zu kommen. Sondern er soll auch lernen, ich kann das mit meiner Vertrauensperson aushalten. Meine Vertrauensperson schadet mir nicht. Eine Situation, die ich gefährlich beurteilen, stellt sich als ungefährlich und gut heraus.
Bei Yaco gab es unzählige solche Ereignisse, er kannte so wenig und vermutete hinter allem etwas schlechtes. Wichtig ist sein Tempo zu gehen. Ihm Zeit zu lassen. Das Vertrauen nicht zu verlieren, ihm auch die Kontrolle mit zu überlassen (zB er kann gehen, wenn er will, nicht festhalten). Wenn er es aber geschafft hat ist er so stolz, glücklich, auch erleichtert. Beim nächsten Mal, lässt er sich mit viel mehr Vertrauen auf die Situation ein, weil er weiß, was kommt. Dann ist entsprechend auch sein Glücksmoment nicht mehr so groß.