Home / Forum / Verhalten & Psychologie / "Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Verfasser
Dogorama-Mitglied
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 1925
heute 11:28

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :) Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen. Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren. Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet? Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen! Liebe Grüße
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Kirsten
heute 10:05
„Abbruch“ schleichen.

Natürlich kann ich nicht alle Dinge laufen lassen. Aber viele Dinge gehen hier mittlerweile einfach gut freundlich formuliert. Bei dem Rest ist es wie Sandra sagt. In einer Situation massiv starker Überforderung käme ich mit einem Abbruch nicht an bzw. es würde dazu führen, dass sie noch schneller oder massiver reagiert.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Petra
heute 10:10
„Abbruch“ schleichen. Natürlich kann ich nicht alle Dinge laufen lassen. Aber viele Dinge gehen hier mittlerweile einfach gut freundlich formuliert. Bei dem Rest ist es wie Sandra sagt. In einer Situation massiv starker Überforderung käme ich mit einem Abbruch nicht an bzw. es würde dazu führen, dass sie noch schneller oder massiver reagiert.
Wirklich toll gemacht🤩
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katja
heute 10:54
„Abbruch“ schleichen. Natürlich kann ich nicht alle Dinge laufen lassen. Aber viele Dinge gehen hier mittlerweile einfach gut freundlich formuliert. Bei dem Rest ist es wie Sandra sagt. In einer Situation massiv starker Überforderung käme ich mit einem Abbruch nicht an bzw. es würde dazu führen, dass sie noch schneller oder massiver reagiert.
Hihi, da kommen wir jetzt langsam in die philosophische Diskussion über den Abbruch… das erinnert mich, ehrlich gestanden, ein bisschen an die Threads zu „nur positiv/gewaltfrei erziehen“: an nem bestimmten Punkt wird’s mir da auch immer zu akademisch! Überspitzt formuliert: Ja, auch ein nicht gegebenes Lob ist eine Art von „Gewalt“ gegenüber dem Hund…😉
Aber das ist ein anderes Thema…

Für mich sieht man in dem Video schön das Gemeinsame: Mira möchte schon eigentlich an dem Häschen knuspern, aber da ist noch jemand, von dem sie weiß, dass der was anderes von ihr erwartet. Und der ist präsent über die Stimme und vielleicht sogar durch die durchhängende Schleppleine… quasi als Erinnerung „Es gibt noch ne andere Option“.

Ich finde, man sieht es sehr schön im Hundehirn arbeiten. Und der Moment, wo sie sich dann entschließt, sich doch einfach nur hinzusetzen, der ist einfach genial!😀

Für mich geht es immer darum, dass beide Seiten sich immer besser kennenlernen und so quasi schon im Voraus wissen, was der andere gerade will… da braucht‘s dann bestenfalls auch keine Leine und manchmal eben auch keine Worte mehr.
Gibt aber auch Hunde, die schaffen das nie auf die Ebene, die haben einfach zu viel Dynamik in dem Moment… und da muss eine Erinnerung auch mal (angepasst) deutlicher ausfallen, finde ich.
Wobei das natürlich auch wieder stark von der jeweiligen Reizlage abhängig ist! Es ist kompliziert…🥴
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Kirsten
heute 11:08
Hihi, da kommen wir jetzt langsam in die philosophische Diskussion über den Abbruch… das erinnert mich, ehrlich gestanden, ein bisschen an die Threads zu „nur positiv/gewaltfrei erziehen“: an nem bestimmten Punkt wird’s mir da auch immer zu akademisch! Überspitzt formuliert: Ja, auch ein nicht gegebenes Lob ist eine Art von „Gewalt“ gegenüber dem Hund…😉 Aber das ist ein anderes Thema… Für mich sieht man in dem Video schön das Gemeinsame: Mira möchte schon eigentlich an dem Häschen knuspern, aber da ist noch jemand, von dem sie weiß, dass der was anderes von ihr erwartet. Und der ist präsent über die Stimme und vielleicht sogar durch die durchhängende Schleppleine… quasi als Erinnerung „Es gibt noch ne andere Option“. Ich finde, man sieht es sehr schön im Hundehirn arbeiten. Und der Moment, wo sie sich dann entschließt, sich doch einfach nur hinzusetzen, der ist einfach genial!😀 Für mich geht es immer darum, dass beide Seiten sich immer besser kennenlernen und so quasi schon im Voraus wissen, was der andere gerade will… da braucht‘s dann bestenfalls auch keine Leine und manchmal eben auch keine Worte mehr. Gibt aber auch Hunde, die schaffen das nie auf die Ebene, die haben einfach zu viel Dynamik in dem Moment… und da muss eine Erinnerung auch mal (angepasst) deutlicher ausfallen, finde ich. Wobei das natürlich auch wieder stark von der jeweiligen Reizlage abhängig ist! Es ist kompliziert…🥴
Woher nimmst du die Assoziation?
Das klingt wild, habe ich so noch nie gehört. Aber du sagst ja überspitzt, also vermutlich ist es eine eigene Formulierung.
Na wir haben das auch alles mal anders gemacht 😄 War ne Erfahrung, nur keine besonders hilfreiche.

Ja, ganz klar ists abhängig von der Reizlage 👍
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katja
heute 11:28
Woher nimmst du die Assoziation? Das klingt wild, habe ich so noch nie gehört. Aber du sagst ja überspitzt, also vermutlich ist es eine eigene Formulierung. Na wir haben das auch alles mal anders gemacht 😄 War ne Erfahrung, nur keine besonders hilfreiche. Ja, ganz klar ists abhängig von der Reizlage 👍
Deswegen ja „philosophisch“… vergiss es…😬

Für mich gibts halt immer Sender und Empfänger… und beide von denen sind Individuen und dann kommt auch noch die Umgebung dazu.

Etwas, was in der einen Situation mit einem bestimmten Hund/Halter-Paar total angemessen ist, ist bei nem anderen Hund (Halter & Situation gleich) total übertrieben.

Deswegen finde ich den Faden hier und die Videos darin ja so schön: man sieht die Interaktion und auch die Zeichen, die jeweils wichtig sind!

Mira zeigt z.B. für mich gar kein Ohrenspiel in Deine Richtung. Das wäre bei Polli in derselben Situation ganz anders: als Hütehund holt sie sich immer wieder die Rückversicherung, was ich von ihrem nächsten Schritt halte… ganz anders halt.
Und auch ich bin ganz anderes: Ich glaube, ich bin viel sparsamer mit meinen Worten, dafür versuche ich mehr über Körpersprache, weggehen, andere Dinge anschauen.

Aber ich finds total interessant, wie’s bei anderen aussieht!