Home / Forum / Verhalten & Psychologie / "Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Verfasser
Dogorama-Mitglied
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 2053
zuletzt 2. Juni

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :) Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen. Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren. Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet? Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen! Liebe Grüße
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Jochen
27. Apr. 05:16
Nehme ich dir denn den Spaß? Habe ich irgendwem gesagt, dass er nicht mit seinem Hund sprechen soll? Dir? Ich habe geschrieben, wie ich es mache und du hast geschrieben, wie du es machst. Ist da jetzt irgendwas schlechter oder besser? Oder richtig und falsch? Zählt nicht das Ergebnis, dass man zufriedene Hunde hat?
Es macht mich sehr traurig, wenn Kirsten den Thread verlässt und fühle mich dafür verantwortlich, weil ich insistiert habe, niemand hat die Philosophie so verinnerlicht wie sie und sie ist für mich die eigentliche „Threadownerin“.

Ich versuche es nochmal: Der Ansatz ist nicht das Nichtjagen, sondern das Jagen.

Jeder hier ist beeindruckt wie es mit dir und Müsli bei Wildsichtung funktioniert, das ist toll und du und dein Hund sind damit offensichtlich fein, also alles gut. Müsli hat das Tabu sogar so verinnerlicht, dass es wortlos funktioniert, klasse, aber es bleibt ein Tabu.

Es gibt auch Pfarrer, die glücklich sind mit dem Zölibat.

Wie wäre es, wenn du einen Antijagdthread eröffnest?

Hier sollte es um den Ulliansatz gehen und sich Leute austauschen, die offen für diesen Weg sind, wie es ganz klar im Ausgangsthread steht.
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
27. Apr. 05:38
Wahrscheinlich liegt es bei mir am Pflegehund Kollar, aber ich verstehe den Streit nicht. 🫩

Damals, als es um meinen Abbruch ging, wurde respektvoll und freundlich diskutiert. Warum nicht bei Michi?
Wenn man sich Müsli anschaut, weiß man auch das es ihm an nichts fehlt, auch mit einem Abbruch, er wirkt zufrieden.

Ich habe die Ulli Bücher nie gelesen und verfolge den Weg auch nicht zu 100% .
Dennoch bin ich willkommen.

Bei mir gibt es Abbruch Signale und ich setze auch Grenzen und Regeln fest, dass macht doch erst Recht eine gute Freundschaft aus? Ein Weg auf gleichwertiger Ebene.
Ich respektiere die (Jagd) Eigenschaften meines Hundes, aber er sollte auch mich respektieren in dem was ich möchte und nicht, dass kann man auf vielerlei Hinsicht aufbauen.

So. Das sind die wirren Worte eine völlig erschöpften Pflegemutti.😵‍💫
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michi
27. Apr. 06:07
Es macht mich sehr traurig, wenn Kirsten den Thread verlässt und fühle mich dafür verantwortlich, weil ich insistiert habe, niemand hat die Philosophie so verinnerlicht wie sie und sie ist für mich die eigentliche „Threadownerin“. Ich versuche es nochmal: Der Ansatz ist nicht das Nichtjagen, sondern das Jagen. Jeder hier ist beeindruckt wie es mit dir und Müsli bei Wildsichtung funktioniert, das ist toll und du und dein Hund sind damit offensichtlich fein, also alles gut. Müsli hat das Tabu sogar so verinnerlicht, dass es wortlos funktioniert, klasse, aber es bleibt ein Tabu. Es gibt auch Pfarrer, die glücklich sind mit dem Zölibat. Wie wäre es, wenn du einen Antijagdthread eröffnest? Hier sollte es um den Ulliansatz gehen und sich Leute austauschen, die offen für diesen Weg sind, wie es ganz klar im Ausgangsthread steht.
Das ist schon wirklich sehr bezeichnend hier.
In anderen Threads ist man sogar offen für Diskussionen, natürlich im angemessenen Rahmen.
Hier ist es nichtmal erwünscht, dass man das Thema und auch die Umsetzung richtig gut findet, man selber allerdings kleine Abweichungen hat, die man überhaupt nicht als richtiger oder besser hinstellt, nur eben als den eigenen Weg.
Ich habe zu keiner Zeit irgendetwas, was , wer auch immer, hier postet oder trainiert auch nur im Ansatz kritisiert.
Letztendlich wird doch dann alles in Schablonen gepresst, sehr schade.
Wo ist die Offenheit? Es gibt soviele unterschiedliche Hundetypen, um denen gerecht zu werden, ist es tatsächlich nötig, kleine Abweichungen zu gehen.
Was ist denn das für ein Austausch?
Nur 100 Prozent, sonst unerwünscht?
Man darf gerne Screenshots davon machen und zitieren, wo ich denn hier , was auch immer, so eklatant falsch gemacht habe, dass das so ausarten muss!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michi
27. Apr. 06:11
Wahrscheinlich liegt es bei mir am Pflegehund Kollar, aber ich verstehe den Streit nicht. 🫩 Damals, als es um meinen Abbruch ging, wurde respektvoll und freundlich diskutiert. Warum nicht bei Michi? Wenn man sich Müsli anschaut, weiß man auch das es ihm an nichts fehlt, auch mit einem Abbruch, er wirkt zufrieden. Ich habe die Ulli Bücher nie gelesen und verfolge den Weg auch nicht zu 100% . Dennoch bin ich willkommen. Bei mir gibt es Abbruch Signale und ich setze auch Grenzen und Regeln fest, dass macht doch erst Recht eine gute Freundschaft aus? Ein Weg auf gleichwertiger Ebene. Ich respektiere die (Jagd) Eigenschaften meines Hundes, aber er sollte auch mich respektieren in dem was ich möchte und nicht, dass kann man auf vielerlei Hinsicht aufbauen. So. Das sind die wirren Worte eine völlig erschöpften Pflegemutti.😵‍💫
Vielen Dank Frauchen.
Zumal es garnicht um einen Abbruch bei Müsli und mir geht.
Oder hat den auf den Videos irgendwo jemand sehen können?
Zum Anlass wurde mein Kommentar auf Steffis Beitrag genommen.
Und dann kamen noch direkt andere Dinge aufs Tablett...
Ist ja alles nachzulesen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Svenja
27. Apr. 06:21
Das ist schon wirklich sehr bezeichnend hier. In anderen Threads ist man sogar offen für Diskussionen, natürlich im angemessenen Rahmen. Hier ist es nichtmal erwünscht, dass man das Thema und auch die Umsetzung richtig gut findet, man selber allerdings kleine Abweichungen hat, die man überhaupt nicht als richtiger oder besser hinstellt, nur eben als den eigenen Weg. Ich habe zu keiner Zeit irgendetwas, was , wer auch immer, hier postet oder trainiert auch nur im Ansatz kritisiert. Letztendlich wird doch dann alles in Schablonen gepresst, sehr schade. Wo ist die Offenheit? Es gibt soviele unterschiedliche Hundetypen, um denen gerecht zu werden, ist es tatsächlich nötig, kleine Abweichungen zu gehen. Was ist denn das für ein Austausch? Nur 100 Prozent, sonst unerwünscht? Man darf gerne Screenshots davon machen und zitieren, wo ich denn hier , was auch immer, so eklatant falsch gemacht habe, dass das so ausarten muss!
Ich habe mit diesem Thread hier nichts zu tun, außer dass ich weiß, dass Michi, die ich kennengelernt habe und an deren Umgang mit Müsli Ich nicht im Traum etwas aussetzen würde, sich hier nicht willkommen fühlt, weil sie die Philosophie ja nicht 100%ig umsetzt.
Ich gehe grundsätzlich meinen eigenen Weg, der aber natürlich immer wieder durch andere beeinflusst wird.
Ich interessiere mich aber extrem für zwischenmenschliche Dynamiken, einfach weil ich mit Menschen arbeite.
Und hier in diesem Thread schwingt etwas mit, was mir schon mal eine tagelange, belastende Situation mit einem recht militanten Ex-Mitglied hier eingebracht hat.
Also habe ich die KI gefragt, warum manche Menschen so allergisch auf Abweichungen ihrer Philosophie reagieren und folgende Antwort bekommen:

Die Intoleranz gegenüber Abweichungen von der eigenen Philosophie oder Weltanschauung entspringt meist dem Bedürfnis nach Sicherheit, Identität und Wahrheitsanspruch. Wenn Menschen ihre Weltanschauung als absolut oder als einzig funktionale Erklärung betrachten, wird jede Abweichung als Bedrohung wahrgenommen.

Hier sind die Hauptgründe, warum Abweichungen oft nicht geduldet werden:
Identität und Selbstwert: Eine Philosophie ist oft eng mit der Persönlichkeit verbunden. Wird die Philosophie infrage gestellt, fühlt sich die Person persönlich angegriffen.
Wahrheitsanspruch: Viele Überzeugungen basieren auf der Annahme, eine "wahre" Schlussfolgerung gefunden zu haben. Abweichungen bedeuten dann, dass diese vermeintliche Wahrheit falsch ist, was psychologisch schwer zu akzeptieren ist.
Struktur und Halt: Philosophien bieten eine "kategoriale Topographie", eine Ordnung, in der man sich sicher bewegt. Abweichungen bringen Unruhe in dieses System und bedrohen die Stabilität des Weltbildes.
Angst vor Kontrollverlust: Das Festhalten an festen Regeln (Dogmen) dient dazu, das Chaos der Welt zu bändigen. Wenn diese Regeln aufgeweicht werden, entsteht Angst vor Kontrollverlust.
Wunsch nach Konsistenz: Menschen streben nach innerer Konsistenz. Widersprüchliche Ideen zerstören das Gefühl der Sicherheit.

Kurz gesagt: Eine abweichende Philosophie wird nicht nur als intellektuelle Alternative gesehen, sondern als Angriff auf das Fundament des eigenen Lebensentwurfs.

Ich denke sehr oft, dass es bei Hunde - Themen um viel mehr geht, als um die Liebe zum Hund.
Vielleicht ist das ein Gedankenanstoß, den ich an niemanden persönlich richte, es soll nur eine Inspiration sein, tiefer zu schauen in seine eigenen Gefühle, deren wahrer Grund sich sonst oft nicht zeigt.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michi
27. Apr. 06:24
Es macht mich sehr traurig, wenn Kirsten den Thread verlässt und fühle mich dafür verantwortlich, weil ich insistiert habe, niemand hat die Philosophie so verinnerlicht wie sie und sie ist für mich die eigentliche „Threadownerin“. Ich versuche es nochmal: Der Ansatz ist nicht das Nichtjagen, sondern das Jagen. Jeder hier ist beeindruckt wie es mit dir und Müsli bei Wildsichtung funktioniert, das ist toll und du und dein Hund sind damit offensichtlich fein, also alles gut. Müsli hat das Tabu sogar so verinnerlicht, dass es wortlos funktioniert, klasse, aber es bleibt ein Tabu. Es gibt auch Pfarrer, die glücklich sind mit dem Zölibat. Wie wäre es, wenn du einen Antijagdthread eröffnest? Hier sollte es um den Ulliansatz gehen und sich Leute austauschen, die offen für diesen Weg sind, wie es ganz klar im Ausgangsthread steht.
Jetzt mal eine konkrete Frage, weil du auf unsere Videos angesprochen hast .
Wildbeobachtungen sind gut und richtig, auch beim Ulliweg.
So habe ich es verstanden, so wurde es auch kommuniziert.
Wenn unsere Wildbeobachtungen nicht dem entsprechen, weil scheinbar Abbruch, wie sieht das denn dann bei euch aus?
Jagd ihr dem Wild dann aktiv gemeinsam hinterher?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Steffi
27. Apr. 08:05
Liebe Leute, in diesem Thread geht es doch eigentlich um den Austausch über die Philosophie von Ulli Reichmann in dem in der Überschrift genannten Buch..vielleicht noch erweitert um ihre anderen Bücher, in denen sie ihre Philosphie zum Leben mit einem Hund noch etwas übergeordneter und so auch noch besser verständlich für Halter verschiedener Hundetypen darstellt.
Um die Philosophie zu verstehen finde ich es sehr hilfreich, die Bücher auch tatsächlich zu lesen. Muss man das? Nein, natürlich nicht, insbesondere nicht, wenn man mit seinem Hund schon einen freundschaftlichen und enspannten Weg gefunden hat.
Für mich kann ich sagen, dass dies noch nicht der Fall ist, nach 5! Jahren. Jetzt kann man mit den Augen rollen, beurteilen, bewerten, bemittleiden oder man kann sich mit mir freuen wenn ich sage, dass das Herantasten an die Ulli-Philosophie uns in vielen Bereichen extrem weitergebracht hat. Unter anderem weil sie mir bzw. meiner Persönlichkeit sehr entgegen kommt, ich lese und denke 'ja', das fühle ich.
Auf der einen Seite hört sich das leicht an, auf der anderen Seite kommt jedoch auch schnell 'ja aber' ins Spiel. Wie soll das in Situation xy funktionieren? Tja, das ist der Weg der gefunden werden darf, ohne frühzeitig 'abzubiegen'.
Bespiele, Fragen und Erzählungen zum Ulli-Weg hier finde ich daher sehr gut und ja, auch Hinweise, wenn ein Beispiel oder die Handhabung einer Situation vielleicht nicht der Philosophie entspricht.
Bei den Büchern handelt es sich übrigens nicht um dicke Wälzer, die schwer zu lesen sind. Trotzdem lese ich sie gerade zum wiederholten mal..um zu verinnerlichen, den Weg weiter zu gehen und die 'ja abers' in meinem Kopf verstummen zu lassen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Kirsten
27. Apr. 08:06
Ich bemühe mich nun ein letztes Mal zu formulieren, worum es mir geht, auch wenn mir inzwischen sinnlos vorkommt, weil es bei dem was ich meine um sachliche Dinge geht und nicht um die persönliche, hochemotionale Ebene, auf der hier diskutiert wird und mir eigentlich auch klar ist, wie sich das mit dem wahrnehmen und verstehen in diesem Fall rein neurobiologisch verhält.

Ich habe wirklich absolut kein Problem damit, wenn jemand Dinge anders tut (hier hat ja schon immer mal wieder jemand geschrieben, dass sich für ihn Probleme in der Umsetzung im Alltag ergeben), wenn er in gewissen Dingen keinen Sinn sieht, wenn vielleicht eine ganz konträre Meinung hier diskutiert wird. Das gehört zum Leben einfach dazu und kann in meinen Augen sogar bereichernd sein, weil verschiedene Ansichten und Perspektiven beleuchtet, Unterschiede deutlich werden und dadurch eine tieferes Verständnis möglich wird :) Ich konnte für mich durch solche Diskussionen (in einem anderen Forum) mit am meisten mitnehmen.
Es geht mir also nicht um Abweichungen und das eisern irgendwas befolgt wird. (Habe ich nun schon mehrfach geschrieben und meine das aufrichtig.)

Ich habe das Fass auch nicht aufgemacht, weil ich in irgendeiner Form ein persönliches Problem mit Michi habe und finde das echt wild, dass in meine Worte hineininterpretiert wird, ich würde Michis Umgang mit Müsli kritisieren, denn das tue ich nicht. Das Michi so im Mittelpunkt steht und die Diskussion so ausgeartet ist, hat sich durch die Dynamik der nachfolgenden Reaktionen ergeben.

Ich mag die Philosophie und ja, da hängt für mich viel Herzblut dran, genau wie an diesem Thread. Und ja, ich verspüre eine enorm heftige kognitive Dissonanz, wenn jemand mit Überzeugung postet, dass Dinge den Kerngedanken der Philosophie entsprechen,welche absolut gegensätzlich sind und genau das bewegt mich dazu, das Thema anzusprechen.
Nicht weil die Abweichung für mich ein Problem darstellt, (hier weicht wohl jeder an irgendeiner Stelle ab, tue ich selber auch!), sondern weil ich den Eindruck habe, dass bestimmte Kerngedanken nicht verstanden wurden.

Wäre ich Mitglied in einer Gruppe für mediterrane Ernährung und würde sehen, dass jemand genau dort in dieser Gruppe postet, dass er sich zu Mittag gerne Tütensuppe, Salami und einen Fastfood-Burger reinhaut, dann würde das in meinem Kopf genau so viele Fragezeichen aufmachen und ich bin mir ziemlich sicher, dass sich daraus eine Diskussion ergeben würde. Nicht weil es ethisch verwerflich wäre, weil ein solches Menü völlig untragbar ist, oder weil grundsätzlich abgelehnt wird, dass jemand etwas anders macht. Sondern weil es die Frage aufwirft, ob jemand die Inhalte verstanden hat, wenn dort sowas in absoluter Überzeugung gepostet wird, dass es mit den Inhalten übereinstimmt. Nun kann man den Leuten dann natürlich auch Dogmatismus vorwerfen. Ich bin ganz ehrlich, ich kotze mittlerweile im Strahl, wenn das jemand schreibt, einfach weil es an den Punkten, um die es mir geht komplett vorbei ist.
Würde die Person das gleiche Menü in ihrem Status posten, würde das wohl nicht einmal wahrgenommen werden. Auch nicht von Mitgliedern, die Teil der mediterranen Gruppe sind.

Mein Fundement des eigenen Lebensentwurfes gerät nicht ins Wanken, wenn jemand andere Vorstellungen hat. Mir geht es ums Verständnis der Inhalte, nicht darum, dass jemand versteht worum es geht und sich anschließend in voller Absicht dafür entscheidet, es dennoch anders zu machen, weil es besser ins eigene Lebenskonzept passt.

Ein interessantes Nebenphänomen solcher Diskussionen ist, dass auf einmal Leute auftauchen, die in keiner Form Interesse zeigen, wenn es wochen- und monatelang harmonisch ums Thema geht, hier verschiedene Leute ihren wirklich tollen Umgang mit den Hunden zeigen, von Freuden, Schwierigkeiten aus ihrem Alltag berichten, Rat suchen und es hier nett und gemeinschaftlich zu geht.
Aber sobald es kontrovers zugeht wird auf einmal tatkräftig mit Pfötchen oder eigenen Kommentaren mitgemischt. Verrückt.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Mel und
27. Apr. 08:07
Wieso eröffnet ihr nicht einfach einen geschlossenen „Ulli-Sekten-Thread“?
Für mich hat das hier schon fast Ausmaße wie in einer Sekte angenommen. Niemand darf vom Weg des „Sektenführers“ abweichen – sonst gibt’s hier direkt Stress. 😂
Ich fand und finde das Buch auch schon immer sehr interessant.
Aber hier im Thread beteiligen?
Never ever !
Man wird doch sofort ermahnt hier von den üblichen Verdächtigen wenn man den "Ulli weg" nicht so einhält wie ihr das für richtig haltet .
Und dabei ist von euch hier niemand der Thread owner.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michi
27. Apr. 08:13
Ich bemühe mich nun ein letztes Mal zu formulieren, worum es mir geht, auch wenn mir inzwischen sinnlos vorkommt, weil es bei dem was ich meine um sachliche Dinge geht und nicht um die persönliche, hochemotionale Ebene, auf der hier diskutiert wird und mir eigentlich auch klar ist, wie sich das mit dem wahrnehmen und verstehen in diesem Fall rein neurobiologisch verhält. Ich habe wirklich absolut kein Problem damit, wenn jemand Dinge anders tut (hier hat ja schon immer mal wieder jemand geschrieben, dass sich für ihn Probleme in der Umsetzung im Alltag ergeben), wenn er in gewissen Dingen keinen Sinn sieht, wenn vielleicht eine ganz konträre Meinung hier diskutiert wird. Das gehört zum Leben einfach dazu und kann in meinen Augen sogar bereichernd sein, weil verschiedene Ansichten und Perspektiven beleuchtet, Unterschiede deutlich werden und dadurch eine tieferes Verständnis möglich wird :) Ich konnte für mich durch solche Diskussionen (in einem anderen Forum) mit am meisten mitnehmen. Es geht mir also nicht um Abweichungen und das eisern irgendwas befolgt wird. (Habe ich nun schon mehrfach geschrieben und meine das aufrichtig.) Ich habe das Fass auch nicht aufgemacht, weil ich in irgendeiner Form ein persönliches Problem mit Michi habe und finde das echt wild, dass in meine Worte hineininterpretiert wird, ich würde Michis Umgang mit Müsli kritisieren, denn das tue ich nicht. Das Michi so im Mittelpunkt steht und die Diskussion so ausgeartet ist, hat sich durch die Dynamik der nachfolgenden Reaktionen ergeben. Ich mag die Philosophie und ja, da hängt für mich viel Herzblut dran, genau wie an diesem Thread. Und ja, ich verspüre eine enorm heftige kognitive Dissonanz, wenn jemand mit Überzeugung postet, dass Dinge den Kerngedanken der Philosophie entsprechen,welche absolut gegensätzlich sind und genau das bewegt mich dazu, das Thema anzusprechen. Nicht weil die Abweichung für mich ein Problem darstellt, (hier weicht wohl jeder an irgendeiner Stelle ab, tue ich selber auch!), sondern weil ich den Eindruck habe, dass bestimmte Kerngedanken nicht verstanden wurden. Wäre ich Mitglied in einer Gruppe für mediterrane Ernährung und würde sehen, dass jemand genau dort in dieser Gruppe postet, dass er sich zu Mittag gerne Tütensuppe, Salami und einen Fastfood-Burger reinhaut, dann würde das in meinem Kopf genau so viele Fragezeichen aufmachen und ich bin mir ziemlich sicher, dass sich daraus eine Diskussion ergeben würde. Nicht weil es ethisch verwerflich wäre, weil ein solches Menü völlig untragbar ist, oder weil grundsätzlich abgelehnt wird, dass jemand etwas anders macht. Sondern weil es die Frage aufwirft, ob jemand die Inhalte verstanden hat, wenn dort sowas in absoluter Überzeugung gepostet wird, dass es mit den Inhalten übereinstimmt. Nun kann man den Leuten dann natürlich auch Dogmatismus vorwerfen. Ich bin ganz ehrlich, ich kotze mittlerweile im Strahl, wenn das jemand schreibt, einfach weil es an den Punkten, um die es mir geht komplett vorbei ist. Würde die Person das gleiche Menü in ihrem Status posten, würde das wohl nicht einmal wahrgenommen werden. Auch nicht von Mitgliedern, die Teil der mediterranen Gruppe sind. Mein Fundement des eigenen Lebensentwurfes gerät nicht ins Wanken, wenn jemand andere Vorstellungen hat. Mir geht es ums Verständnis der Inhalte, nicht darum, dass jemand versteht worum es geht und sich anschließend in voller Absicht dafür entscheidet, es dennoch anders zu machen, weil es besser ins eigene Lebenskonzept passt. Ein interessantes Nebenphänomen solcher Diskussionen ist, dass auf einmal Leute auftauchen, die in keiner Form Interesse zeigen, wenn es wochen- und monatelang harmonisch ums Thema geht, hier verschiedene Leute ihren wirklich tollen Umgang mit den Hunden zeigen, von Freuden, Schwierigkeiten aus ihrem Alltag berichten, Rat suchen und es hier nett und gemeinschaftlich zu geht. Aber sobald es kontrovers zugeht wird auf einmal tatkräftig mit Pfötchen oder eigenen Kommentaren mitgemischt. Verrückt.
Aber du vergleichst den Inhalt meiner Beiträge oder Kommentare mit einem Fastfood Esser, der in einen mediterran Essen Thread reinpoltert?
Sorry, aber das finde ich jetzt ziemlich verrückt....