Hi Bianca,
Du hast schon viele Tipps bekommen, ein paar möchte ich etwas einordnen, weil ich nicht denke, dass dein Hund zum jetzigen Zeitpunkt damit etwas anfangen kann.
Unsere Hündin hatte anfangs richtig Trennungsstress und selbst Müll raus bringen war zu viel. Sie hat dann nicht gejault, aber direkt Dinge zerstört.
Der Tipp die Zeit am Anfang zu steigern ist gut und richtig, die beispielhafte Zeit von 1-5 Minuten für deinen Hund aber wahrscheinlich viel zu viel. Wir haben mit „Tür zu, Schlüssel rein und Tür auf“ (keine Wartezeit) gestartet und in 5 Sekundenschritten erhöht.
Dabei ist wichtig nicht immer zu erhöhen (erst sobald das Kern Problem ist), sondern auch mal wieder eine kürzere Zeit weg zu sein.
Was uns sehr geholfen hat war die räumliche Eingrenzung während des alleine Lassens. In der Zeit sind alle Türen bis auf die Küchentür (für Wasser) zu und unsere Hündin liegt im Flur (da kann sie am wenigsten kaputt machen, könnte sonst auch ein anderes Zimmer sein).
Zum Punkt Party machen wenn du wieder kommst, das sehe ich etwas kritischer. Bei einigen Hunden mag das gehen, bei unserer Hündin wäre es genau das falsche Signal gewesen.
Für sie musste es „normal“ und ruhig sein wenn wir wieder kommen. Wir haben sie eher zeitweise ignoriert und erst wenn sie wieder runter gekommen ist, begrüßt. Wenn du das wieder kommen zum Highlight machst, kann es sein, dass sie nur darauf hin fiebert, was nicht das ist was du möchtest (sie soll ja entspannt alleine bleiben können).
Außerdem war bei uns ein riesiger Fortschritt, als wir beim gehen Leckerlies im Raum versteckt/verteilt haben und unsere Hündin erst suchen durfte, als wir die Tür zu gemacht haben. Das hat sie etwas abgelenkt und unser gehen positiv verknüpft.
Das wichtigste: das alles kann dauern, wir haben fast ein Jahr gebraucht, bis unsere Hündin 10 Minuten alleine bleiben konnte, danach ging es sehr schnell auch für eine Stunde. Inzwischen sind 3-4 h kein Problem mehr.