Deine Hündin hat schlicht Angst, dass Du nicht mehr zurück kommen wirst. Sie fühlt sich noch nicht richtig daheim in der neuen Wohnung, sondern seit dem Umzug ist es für sie wie ein gemeinsames Abenteuer, das noch nicht beendet wurde, indem Uhr wieder gemeinsam in die frühere Wohnung, also nach Hause in ihren Augen, gekommen seid.
Zum Teil könnte der Trainer mit der Verantwortung, die sie für Dich spürt, richtig liegen, da sie zusätzlich zur oben genannten Angst in der Fremde allein gelassen zu werden, nicht weiß, ob es Dir gut geht, weil sie ja das Gefühl hat, dass auch Du nicht mehr nach Hause gekommen bist, seit ihr das gemeinsame Heim verlassen habt.
Die Idee mit dem EINSCHLIESSEN in der Box ist jedenfalls komplett kontraproduktiv, weil das ihre Angst und Unsicherheit noch verstärkt.
Den Trainer würde ich zwar nicht selbst irgendwo einschließen, aber aus meinem Leben ausschließen!
Wir haben eine Husky Hündin, und die ist extrem Rudel-bezogen. Das Alleinbleiben haben wir mit einem kleinen Ritual verbunden, und es ist nie länger als maximal 3 Stunden. Das Ritual ist das Befüllen des Donks mit Mini Frolics. Sie bekommt den nur, bevor sie allein bleiben muss, und das weiß sie inzwischen. Damit würde ich an Deiner Stelle beginnen, aber mit nur wenigen Minuten, bzw. nur bis Du sie von draußen jaulen oder fiepsen hörst. Dann noch ein bis zwei Minuten warten und wieder rein kommen (damit sie nicht lernt, dass Protest sofort zum Ziel führt) und ihr den Donk zeigen und gemeinsam damit spielen, bis sie Spaß daran hat.
Es wird zwar immer wieder kritisch gesehen, aber ich erkläre meiner Hündin die Situation immer sehr zugewandt verbal, wie ich es auch einem Kind erklären würde.
Wie lange muss sie denn normalerweise alltagsbedingt allein bleiben?
Wie machst Du das aktuell?
Liebe Grüße
Martin
PS:
Für das wieder Reinkommen, wenn sie protestiert, am besten in einem Moment abpassen, wo sie kurz ruhig ist oder zumindest weniger stark protestiert.