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Celine
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zuletzt 12. Juli

Der Fall "Sam" - Angriff oder missglückter Rettungsversuch?

Der aktuelle Fall um den Hund "Sam" wirft bei mir viele Fragen auf. Je mehr ich lese, desto unsicherer werde ich bezüglich des tatsächlichen Tathergangs. In den Medien (die nicht einmal die korrekte Rasse benennen können) ist die Rede davon, dass der Halter an einem Biss ins Gesicht verstarb. Dem steht die Theorie gegenüber, der Hund habe lediglich versucht, sein Herrchen (nach einem medizinischen Notfall) zu "wecken". Wie lässt sich die Schwere der Verletzungen mit einem bloßen Weckversuch vereinbaren? Ab wann schlägt Fürsorge in (unbeabsichtigte) schwere Verletzung um? Auf dem Bild erkennt man schon etwas rosa am weißen Brustzeichen, was für Kontakt mit Blut steht. Die Dobihündin, die bei mir zum Schluss war, lag 2 Tage neben dem toten Besitzer in der Wohnung. Der Besitzer hatte aber keine Spuren von seinem Hund. Das heißt natürlich nicht, dass es bei allen Hunden so sein muss, das ist mir schon klar. Wären aber solche Fälle nicht häufiger/ bekannter? Und vor allem, wenn es zu einem Kampf kam, warum hat niemand was gesehen oder gehört? Der Fall Chico damals, der nachweislich misshandelt wurde und die 2 Menschen getötet hat, hat meiner Meinung nach nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen. Was ist hier anders? Ich bin mir bei dem Thema so unsicher, dass ich mir gar kein Urteil erlauben kann oder will. Dennoch freue ich mich über eure Ansichten und vielleicht auch die ein oder andere fachliche Einschätzung oder auch persönliche Erfahrung😊 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/hund-toetet-halter-rechtsmedizin-bestaetigt-bisse-als-ursache,lohne-122.html
 
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Silvia
12. Juli 11:14
Ab nun XL Bully, Amstaff oder ähnliches ist eigentlich erstmal egal. Masse, plus Beißkraft plus der genetische Hintergrund ähneln sich schon sehr. Ob Züchter oder Hinterhof ist sicherlich auch eine spannende Frage aber nicht unbedingt allein ausschlaggebend. Ich tendiere aber auch eher zum XL Bully. Das die Medien die Rassen gerne mal verwechseln ist ja nix neues.
Da gebe ich dir völlig recht.

Aber gerade bei XL Bullys sehe ich eine noch größere Gefahr. Denn hier kann munter alles mögliche mit eingekreuzt sein. Weder vom FCI, noch vom VDH, ist die Rasse anerkannt (ob der FCI oder VDH etwas taugen ist ein ganz anderes Thema). Somit ist es auch für den Hinterhofvermehrer noch einfacher sich als Züchter auszugeben. Welche Elterntiere verpaart wurden juckt wahrscheinlich auch kaum jemanden - leider.
 
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Silvia
12. Juli 11:21
Ich frage mich da halt auch, wieso der Hund zwischenzeitlich im Tierheim war. Entweder sie hat ihn selbst dort hingebracht, weil sie sich ihm nach dem Biss nicht mehr gewachsen sah oder die Bissverletzungen waren so schwer, dass er beschlagnahmt wurde. In beiden Fällen wundert mich, dass er ohne jegliche Auflagen zu ihr und dem Kleinkind zurück vermittelt wird. Ohne Kind, und alleinstehend ok, aber so?
Laut Presse hatte der Hund die Halterin damals bei einer Schlägerei gebissen. Falls damals Ordnungsamt oder Polizei einschreiten mussten (nur Spekulation meinerseits!) könnte ich verstehen weshalb er im Tierheim gelandet ist.

Beim Tierheim soll man, ebenfalls laut Presse, auch Bedenken gehabt haben den Hund wieder an die Halterin zurückzugeben. Da die Halterin aber alle Auflagen erfüllt hat, musste das Tierheim den Hund der Halterin aber wieder zurückgeben.
 
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Katrin
12. Juli 11:49
Da gebe ich dir völlig recht. Aber gerade bei XL Bullys sehe ich eine noch größere Gefahr. Denn hier kann munter alles mögliche mit eingekreuzt sein. Weder vom FCI, noch vom VDH, ist die Rasse anerkannt (ob der FCI oder VDH etwas taugen ist ein ganz anderes Thema). Somit ist es auch für den Hinterhofvermehrer noch einfacher sich als Züchter auszugeben. Welche Elterntiere verpaart wurden juckt wahrscheinlich auch kaum jemanden - leider.
Absolut richtig.

Dazu kommt das Vermehrerei eh boomt, egal bei welcher Rasse.
 
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Lena
12. Juli 11:59
Ah ok, zumindest da kann man ihr was das angeht keinen Vorwurf machen. Mir erschliesst sich aber dann die Ermittlungen gegen sie und vor allem den Bekanntem wegen fahrlässiger Tötung nicht ganz. Die Medien schreiben aber auch überall was anderes. Mal hat der Bekannte den Hund neben sich an der Leine gehabt und immer wieder getreten. Mal hat er ihn gerade zum Spielen aus der Box gelassen. Wobei ich da das Problem nicht verstehe, der Hund musste ja hoffentlich nicht immer in der Box leben. Mal hat das Kind alleine gespielt, und der Hund hat es angegriffen, mal hat das Kind mit dem Hund unbeaufsichtigt gespielt. Keine Ahnung ob die Öffentlichkeit je erfährt, was wirklich passiert ist.
Naja, wenn man sich das Prüfshema zum Paragraphen durchliest, finde ich es total nachvollziehbar, dass wegen fahrlässiger Tötung ermittelt wird. Mangelnde Sorgfalt ohne Absicht einen Menschen zu töten führt zum Tod.
 
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Silvia
12. Juli 13:45
Ich habe mir jetzt mal das FB-Profil der Halterin zu Gemüte geführt. Laut Medienberichten gab es nach dem ersten Beißvorfall u. a. als Auflage, dass der Hund in der Öffentlichkeit nur noch mit Maulkorb geführt werden durfte. Wenn das stimmen sollte, hat es die Halterin mit den Auflagen nicht besonders genau genommen. Auf den von ihr geposteten Fotos/Videos ist der Hund mehrfach in der Öffentlichkeit zu sehen, immer ohne Maulkorb (und ohne Leine). Verantwortungsbewusst ist etwas anderes.

Er wirkt auf den Fotos/Videos zwar nie aggressiv, das hat bei Hunden aber nichts zu bedeuten. Meine Hündin würde den ein oder andere Hund gerne zerfleischen, aber keine 10 Sekunden später will sie freudig den nächsten Hund begrüßen, als wäre nie etwas gewesen.

Man kann sich fast schon wundern, dass in den letzten beiden Jahren nichts mehr vorgefallen ist.
 
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Katrin
12. Juli 14:04
Ich habe mir jetzt mal das FB-Profil der Halterin zu Gemüte geführt. Laut Medienberichten gab es nach dem ersten Beißvorfall u. a. als Auflage, dass der Hund in der Öffentlichkeit nur noch mit Maulkorb geführt werden durfte. Wenn das stimmen sollte, hat es die Halterin mit den Auflagen nicht besonders genau genommen. Auf den von ihr geposteten Fotos/Videos ist der Hund mehrfach in der Öffentlichkeit zu sehen, immer ohne Maulkorb (und ohne Leine). Verantwortungsbewusst ist etwas anderes. Er wirkt auf den Fotos/Videos zwar nie aggressiv, das hat bei Hunden aber nichts zu bedeuten. Meine Hündin würde den ein oder andere Hund gerne zerfleischen, aber keine 10 Sekunden später will sie freudig den nächsten Hund begrüßen, als wäre nie etwas gewesen. Man kann sich fast schon wundern, dass in den letzten beiden Jahren nichts mehr vorgefallen ist.
Genau das ist aber das tückische. Ein Hund kann über einen sehr langen Zeitraum komplett unauffällig sein und das erzeugt oft eine falsche Form der Sicherheit. Denke das ist im Fall Sam auch das Problem.

Ich hab mir das Profil nicht angesehen, kann also da nix zu sagen nur das dieses Verhalten von Haltern keine Seltenheit ist wenn Hunde lange unauffällig geblieben sind. Anders ist es wenn der Hund täglich ein Risiko darstellt zB bei einer Ressourcenproblematik oä.