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Cornelia
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Anzahl der Antworten 136
zuletzt 29. Mai

Tierheim oder nicht?

Immer wieder lese ich, dass Tiere im Tierheim abgegeben werden müssen, da die Halter die Tierarztkosten nicht stemmen bzw. die Futterkosten nicht mehr bezahlen können. Das kommt mir sehr unlogisch vor. Ist das Tier im Tierheim entstehen doch viel höhere Kosten wie wenn man das Tier bei seinem Halter ließe und die Kosten für z.B. den Tierarzt übernehmen würde. Was meinst Du?
 
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Gabriele
28. Mai 07:32
Ja, aber erst ab einem bestimmten Alter....
Ach was. Wenn zu mir zum Beispiel in so einer Situation Nachbarskinder kämen und mir ihre Arbeit anbieten würden, um ihre Tiere behalten zu können, würde ich sie mit Einverständnis der Mutter irgend eine Kleinigkeit machen lassen, die mit dem Kinderschutz zu vereinbaren ist und sie dann großzügig unterstützen. Sie könnten mir zum Beispiel beim Einkaufen helfen und ganz viel Katzenfutter in meinen Einkaufswagen legen, obwohl ich gar keine Katze habe. 😉
 
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Sonja
28. Mai 07:36
Es ist schon gruselig was da manchmal passiert und leichtfertig Hunde oder auch andere Tiere angeschafft bzw wieder abgegeben werden. Ich selber habe es mir genau überlegt ob ich die Kosten für meine Hunde tragen kann und tatsächlich eine OP Versicherung nach der enormen Erhöhung der Tierarztkosten abgeschlossen. Bisher habe ich immer für den Tierarzt Geld beiseite gelegt und zum Glück selten gebraucht. Wenn es dann mal soweit war hatte ich das Geld. Das tue ich natürlich immer noch zusätzlich zu der OP Versicherung denn es gibt ja auch andere Erkrankungen. Es kann natürlich immer eine Situation eintreten wo man aus anderen bzw eventuell gesundheitlichen Gründen dem Hund nicht mehr gerecht werden kann. Meine Freundin, der eigentlich die finanziellen Mittel für einen Hund fehlen, hat den Hund von jemandem übernommen der ihn wegen Krankheit nicht mehr selbst halten kann. Diese Leute sind aber sehr verantwortungsbewusst und sie übernehmen sämtliche Arztkosten, Versicherung Futter und Steuer für den Hund und sind froh dass er bei meiner Freundin ein wundervolles Leben hat. Auch das ist manchmal eine Möglichkeit.
Das Beispiel deiner Freundin, die den Hund übernahm , ist ja auch so eine "Dauerpflegestelle/Projekt" wie ich erwähnte nur halt auf privater Basis (also die ersten Besitzer tragen die Kosten statt eine Organisation/TH). Was Versicherung angeht finde ich heutzutage sehr wichtig, zumindest eine OP Versicherung abzuschliessen....die Monatlichen Beiträge bei denen sind auch gering im vergleich zum den Beiträgen die sie im Notfall von "jetzt auf gleich" übernehmen.....bei OP sind schnell mal ein "paar tausender weg".....
 
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Sonja
28. Mai 07:50
...Jetzt muss ich nochmal dumm nachfragen...Haben eigentlich nicht alle Tierheime dieselben Richtlinien? Langsam komm ich ins Schwimmen! Gut, der Tierhalter soll nicht aus seiner Verantwortung Kann er aber machen, indem er das Tier aussetzt. Rechtlich gesehen muss man ihn erstmal finden. Das Tierheim muss diese Tiere aufnehmen, kann aber die Aufnahme verweigern, wenn der Halter persönlich vorbei kommt. Richtig? Das Tierheim kann einen Aufnahmestopp verhängen, also kein Platz mehr... und wenn doch noch ein Tier gefunden wird? ... Daneben gibt es noch "Babyklappen" für Tiere! Ab wann ist ein Tierheim wirklich voll und was dann?
1) nein haben sie nicht, da viele TH nicht "staatlich" sind sondern Privat und/oder von Vereinen Stiftungen/Organisationen geführt/finanziert/gehalten werden.... 2) ja TH können Abgabetiere verweigern, wird aber selten gemacht, aber leider gibts auch Tierhalter die alle paar Monate wieder Tiere abgeben und sich dann ein neues anschaffen solche Fälle habe ich selbst mitbekommen, da kann dann verweigert werden und/oder der auffällige Tierhalter wird gemeldt/angezeigt... 3) in den TH wo ich "arbeite/arbeitete" werden/wurden immer 1 oder 2 Plätze pro Tierart freigehalten eben für Notfälle/Fundtiere... Voll ist ein TH in der Regel wenn die "erlaubte/genemigte " Tierkapazität ausgeschöpft/resp gerigfügig überschritten ist, also individuell je nach TH. Wenn dan doch "Fundtiere" /Notfälle ankomnen werden die verlegt, viele TH haben "nebenbei" auch private Pflegestellen die nicht immer "öffentlich" gemacht werden
 
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Steffi
28. Mai 07:50
Ach was. Wenn zu mir zum Beispiel in so einer Situation Nachbarskinder kämen und mir ihre Arbeit anbieten würden, um ihre Tiere behalten zu können, würde ich sie mit Einverständnis der Mutter irgend eine Kleinigkeit machen lassen, die mit dem Kinderschutz zu vereinbaren ist und sie dann großzügig unterstützen. Sie könnten mir zum Beispiel beim Einkaufen helfen und ganz viel Katzenfutter in meinen Einkaufswagen legen, obwohl ich gar keine Katze habe. 😉
💞
 
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Cornelia
28. Mai 11:35
Aber ist es nicht auch Tierliebe sich gegen ein eigenes Tier zu entscheiden wenn man die finanziellen Mittel nicht hat?
Da stimm ich Dir voll und ganz zu. Ich hatte eher an den Fall gedacht ...das Tier ist schon da und dann ...zack ...kann man nicht mehr für es aufkommen.
 
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Cornelia
28. Mai 11:49
Fast alle Tierheime in Deutschland werden von Vereinen betrieben, sind also privat finanziert (Spenden, Erbschaften und Mitgliedsbeiträge). Manche Tierheime haben Verträge mit den umliegenden Gemeinden und übernehmen für die Gemeinden (die eigentlich dafür zuständig sind) die Fundtierbetreuung. Das ist sehr häufig ein Zuschussgeschäft, wird also aus o.g. Einnahmequellen querfinanziert. Richtlinien welche Tiere aufzunehmen sind, gibt es nicht - das entscheidet jedes Tierheim für sich alleine. Genauso entscheidet es an wen Tiere vermittelt werden. Ebenso liegt es an jedem Tierheim Aufnahme- und Abgabegebühren selber festzulegen. Das Aussetzen eines Tieres ist übrigens eine Straftat. Kann der Aussetzende ermittelt werden drohen hohe Geldstrafen und zusätzlich zuvilrechtliche Schadensersatzforderungen durch das aufnehmende Tierheim. Wie gesagt, ausser bei Fundtieren (wenn ein Vertrag mit den Gemeinden besteht) muss ein Tierheim kein Tier aufnehmen. Für jedes Tierheim gibt es eine Betriebserlaubnis, die die Höchstzahl der Tiere festlegt. Meistens arbeiten die Tierheime mit deutlich weniger Tieren, weil die Personal- und Finanzkapazitäten für einen Volllastbetrieb gar nicht ausreichen. Bei uns liegt z.B. die zulässige Höchstzahl an Hunden bei 120. Betreut werden allerdings meist nur bis zu 60 Hunde, weil zu wenig Mitarbeiter für noch mehr Tiere da sind.
Danke für Deine ausführliche Info!

Ich will nicht nerven, aber in welchem Zusammenhang steht da der Deutsche Tierschutzbund?
 
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Cornelia
28. Mai 11:55
Ach was. Wenn zu mir zum Beispiel in so einer Situation Nachbarskinder kämen und mir ihre Arbeit anbieten würden, um ihre Tiere behalten zu können, würde ich sie mit Einverständnis der Mutter irgend eine Kleinigkeit machen lassen, die mit dem Kinderschutz zu vereinbaren ist und sie dann großzügig unterstützen. Sie könnten mir zum Beispiel beim Einkaufen helfen und ganz viel Katzenfutter in meinen Einkaufswagen legen, obwohl ich gar keine Katze habe. 😉
😅😅😅 ...das finde ich sehr lieb von Dir....❤️
Leider gibt es aber heute weniger Möglichkeiten. Ich kann mich noch erinnern dass ich als Kind die ganzen alten Zeitungen in der Nachbarschaft gesammelt und zum Lumpenhändler gebracht habe ... das Geld brauchte ich für eine verletzte Ratte von der niemand wissen durfte ...
Aber Lumpensammler gibt's ja keine mehr ....
 
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Thomas
28. Mai 13:22
Danke für Deine ausführliche Info! Ich will nicht nerven, aber in welchem Zusammenhang steht da der Deutsche Tierschutzbund?
Der Deutsche Tierschutzbund ist eine von mehreren Dachorganisationen für Tierschutzvereine in Deutschland, zahlenmässig der Grösste. Also jemand der die Interessen seiner Mitgliedsvereine nach aussen vertritt.
So ähnlich wie der VDH das für Hundezüchter ist oder der DFB für Fussballer...
 
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Marion
28. Mai 14:13
Das muss ich mir einfach vorher überlegen .......ob ich mir ein Tier leisten kann.....nicht erst wenn das Tier da ist ...........überlegt euch mal was ihr dem Tier antut ....wenn ihr es einfach ins Tierheim bringt .....ich finde es sehr traurig ...das Tier fühlt auch .........LG Marion
 
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Cornelia
28. Mai 14:42
Das muss ich mir einfach vorher überlegen .......ob ich mir ein Tier leisten kann.....nicht erst wenn das Tier da ist ...........überlegt euch mal was ihr dem Tier antut ....wenn ihr es einfach ins Tierheim bringt .....ich finde es sehr traurig ...das Tier fühlt auch .........LG Marion
Das ist völlig richtig! Aber was, wenn das Tier schon da ist ?